Rektor der Al-Azhar schlägt Partnerschaft zwischen Iran, Türkei und Ägypten vor
Kairo, 31. Juli (Press TV/IRNA/Tehran Times/MNA/Irananders) - Der ranghohe Geistliche und Rektor der wichtigsten sunnitisch-theologischen Fakultät, der „Al-Azhar“, Ahmad al-Tayyib, traf sich mit einer iranischen Delegation, angeführt vom Parlamentarier Naser Soudani. Soudani übermittelte Tayyib ein Einladungsschreiben vom iranischen Parlamentspräsidenten, Dr. Ali Larijani.
In dem Treffen sprach sich Ahmad al-Tayyib für die Bildung eines „Islamischen Dreiecks“ aus Iran, der Türkei und Ägypten aus. Ein solches Dreieck ist im Interesse der muslimischen Welt, so al-Tayyib, und er sprach sich für eine Politik aus, die keinen Unterschied zwischen Sunniten und Schiiten macht.
Al-Tayyib, der ebenso mit einer Delegation der libanesischen Hisbollah zusammentraf, rief Ägypten und die arabischen Ländern dazu auf, ihre Beziehungen mit der Hisbollah auszuweiten. Er wies zudem auf eine mehrfache Bitte des gestürzten ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak hin, ein islamisches Rechtsgutachten (Fatwa) gegen die schiitischen Muslime, insbesondere gegen die Hisbollah, anzufertigen, die er aber stets ablehnte.
Der Rektor der sunnitischen Fakultät lobte die Fatwa des iranischen Staatsoberhauptes, Ayatollah Ali Khamenei, die Beleidigungen der Ehefrauen und Gefährten des Propheten Muhammad verbietet. Im Sunnitentum haben quasi alle Ehefrauen und Gefährten Muhammads einen unantastbaren Status, wohingegen man im Schiitentum einige Ehefrauen und Gefährten des Propheten kritisch bewertet. Die Fatwa Khameneis wurde am 2. Oktober 2010 erstellt, nachdem ein schiitisch-kuwaitischer Gelehrter in London die im Sunnitentum hochverehrte Ehefrau des Propheten Aischa in einer Fernsehausstrahlung beleidigt hatte. Das sorgte für Unmut in der sunnitischen Welt.
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Eine schöne Nachricht. Man kann nicht verleugnen, dass es Kräfte gibt, die Zwietracht zwischen die Muslime im Nahen Osten schüren möchten. Ganz nach dem Motte Teile und Herrsche. Menschen wie Imam Khamenei und Imam Tayyeb brauch die muslimische Welt.