Iranische Filmemacher drohen Strafen
Laut Meldungen iranischer Nachrichtenagenturen kündigte das iranische Kulturministerium Filmmacher mit Sanktionen, falls sie ihre Filme ohne vorige Befugnis im Ausland aufführen.
Regisseure dürften demnach für einen Jahr keinen Film mehr drehen und würden keine staatlichen Hilfen mehr erhalten, so der Vize-Kulturminister Javad Shamaqdari.
Shamaqdari begründet die Entscheidung damit, dass die nationalen Interessen gewahrt werden müssen. Er deutete jedoch darauf hin, dass die Politik des Kulturministeriums sich dahin wandeln wird, dass bestimmte Filme im Inland zwar gezeigt werden dürfen, jedoch aber nicht mehr im Ausland.
Tatsächlich zeichnet sich eine gewisse Liberalisierung in der Lizenzierung von iranischen Kinofilmen. Etliche verbannte Kinofilme dürften an den Teheraner Filmfestival Fajr aufgeführt werden. Nichtsdestotrotz sitzt der international anerkannte Filmregisseur Jafar Panahi weiterhin in iranischer Haft.
Viele Filme aus dem Iran werden im Westen ausgezeichnet, vornehmlich solche die man als Regimekritisch wahrnimmt. Dazu gehören auch die Filme von Jafar Panahi.
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