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28.09.2011 Shayan Arkian

Interview: Der Nahost-Diskurs ist ideologisiert


Dr. Arshin Adib-Moghaddam

Dr. Arshin Adib-Moghaddam

Dr. Arshin Adib-Moghaddam ist politischer Analyst und Professor in Vergleichender und Internationaler Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Naher- und Mittlerer Osten an der School of Oriental and Africa Studies der University of London. Zuvor studierte Dr. Adib-Moghaddam an den Universitäten in Hamburg, Washington D. C. und Cambridge. Er ist Autor mehrere Bücher, darunter “The International Politics of the Persian Gulf: A Cultural Genealogy”, “Iran in World Politics: The Question of the Islamic Republic” und “A metahistory of the Clash of Civilisations”.

Irananders: Herr Dr. Adib-Moghaddam, in Ihrem Buch “Iran in World Politics: The Question of the Islamic Republic” gehen Sie gerne auf Exkursion in die Islamische Philosophie. Wie wichtig ist das Wissen um die Islamische Philosophie, um die Islamische Republik Iran zu verstehen? Und gibt es Berührungspunkte zwischen dem Herrschaftssystem der Islamischen Republik mit einigen politischen Philosophien, die im Westen formuliert worden sind?

Dr. Arshin Adib-Moghaddam: Es ist für mich bis heute überraschend, dass die klassische Philosophie eines Abu Nasr Muhammad al-Farabi oder Abu Ali al-Husayn Ibn Abdulluh Ibn Sina – auch bekannt als Avicenna -, weitestgehend intellektuell brach liegt. Sowohl im muslimischen Diskurs als auch im Westen wurden die politischen Schriften dieser polymatischen Intellektuellen zur Seite gelegt. In einem Buch wie “Iran in World Politics: The Question of the Islamic Republic“, das sich in erster Linie mit außen- und innenpolitischen Themen befasst, muss es möglich sein, auch kritische Fragen aufzuwerfen und die Analyse Irans auch methodisch weiterzuführen. So ist die mahnende Stimme eines Farabi, für den Wissen immer auch kritisches Wissen bedeutet, sehr wichtig. Auch Ibn Sina hat darauf hingewiesen, dass man sich in der Wissenschaft von doktrinären Weisheiten fernhalten sollte. Einige dieser philosophisch-methodischen Anleitungen sind sehr hilfreich um aufzuzeigen, dass es sehr verschiedene Interpretationen der Politik gibt und dass politisches Denken in Iran und in arabisch-muslimischen Kulturkreisen nicht eindimensional ist, dass keine Narrative die Komplexität dieser Objekte ergreifen kann.

Auf der anderen Seite gibt es auch sehr direkte Einflüsse auf die politische Kultur in Iran, die jedoch in den meisten Studien analytisch nicht erfasst werden. Um ganz ehrlich zu sein: Es ist doch vieles, das über Iran geschrieben wird, trivial und weitestgehend ideologisch geprägt. Da werden Zusammenhänge unter den vermeintlich persischen Teppich gefegt und am Ende wird Iran zumeist auf einige Formeln herabreduziert, insbesondere in den internationalen Medien. Im ersten Kapitel des Buches weise ich darauf hin, dass die politische Kultur der Islamischen Republik von einer islamisch-romantischen Utopie geprägt ist, die philosophische Grundlagen hat, die aber gleichzeitig mit doktrinären Elementen imprägniert wurde, um dem Staat eine Gewisse Sicherheit zu geben und um die Souveränität des Staatsoberhauptes zu festigen. Ayatollah Khomeinis Theorie des „Patronat des Rechtsgelehrten“ (Anm. d. Red.: im Fachjargon: „Wilayat al-Faqih“) ist aus der schiitischen Staatstheorie entstanden, der Idee des schiitischen Führungsauftrages (Anm. d. Red.: im Fachjargon „Imamat“) und der platonisch-farabischen Konzeptionalisierung der Philosophenherrschaft, die jedoch von Khomeini auf die Kleriker reduziert wurde. Gleichzeitig ist die politisch-ideologische Funktion des Rechtsgelehrten (Anm. d. Red.: im Fachjargon „Faqih“) durchaus mit dem Leviathan von Thomas Hobbes zu vergleichen. Für Khomeini wie auch für Hobbes war es von zentraler Bedeutung, eine robuste Staatstheorie zu erfinden.

Irananders: In Ihrem neusten Buch “A metahistory of the Clash of Civilisations” suchen Sie nach den tatsächlichen sowie scheinbaren historischen Ursachen und Hintergründen über den vermeintlich bevorstehenden, weltumspannenden Kampf zwischen dem Westen und der islamischen Welt. Inwieweit hat das Verständnis der Geschichte eine Wirkung auf die nationale und internationale Politik?

Dr. Arshin Adib-Moghaddam: Ich spreche in dem Buch von einem „clash regime“, von einem politisch-kulturellen System, dass uns den Mythos eines Kampfes der Zivilisationen, insbesondere zwischen dem Islam und dem so genannten „Westen“ suggeriert. Es handelt sich beim „clash regime“ um ein historisches Konstrukt, welches jedoch bis heute politische Wahrnehmungen von Freund und Feind konstituiert. Das Buch zeigt auf, wie - über die Jahrhunderte hinweg - talentierte Ideologen, Politiker, Philosophen und Akademiker an dieser Idee der fundamentalen Unterschiede zwischen Gruppen, Zivilisationen und Nationen festgehalten haben.

Es handelt sich hierbei natürlich nicht um eine Verschwörung. Ich glaube natürlich weder an einen historischen "Da Vinci Code" noch will ich a-historische Determinanten aufzeigen. Das Buch reinterpretiert ja die dekonstruktivistischen Tendenzen in den Schriften von Michel Foucault und Edward Said und kann deshalb keine Teleologie hervorbringen. Gleichzeitig lassen sich jedoch eklektische Tendenzen abzeichnen. Das Buch versucht diese Tendenzen historisch aufzuarbeiten und sie gleichzeitig zu unterbrechen. “A metahistory of the Clash of Civilisations” ist wirklich ein Unterbrechungsversuch, eine kritische Geschichte der Geschichte der These des "Kampfes der Zivilisationen", eine Meta-Geschichte eben, die versucht, kulturelle Vorbehalte zu bekämpfen.

Ich habe mich in dem Buch gefragt, warum wir im 21. Jahrhundert immer noch in fundamentalistischen Kategorien denken. Warum ist es im „Kampf gegen den Terror“ immer noch möglich, von einem Krieg zwischen Zivilisation und Barbarei zu sprechen, Kategorien zu verwenden, die zum ersten Mal von Herodot und dem persischen Reich der Antike erfunden wurden? Warum konnte der Terroranschlag auf die USA am 11. September 2001 ideologisch-islamistisch aufgearbeitet werden? Warum glauben so viele Menschen an unüberwindbare Unterschiede zwischen Nationen und Zivilisationen, wenn eine kritische Weltgeschichte doch mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufwirft? Wie konnte der Orient vom Westen getrennt werden, wenn doch Jesus in Bethlehem geboren wurde? Und wenn wir für einen kurzen Moment das Argument des deutschen Innenministers Hans Peter Friedrich (CSU) akzeptieren würden, dass Deutschland in erster Linie vom Christentum und der Aufklärung geprägt ist, so müssen wir doch gleichzeitig akzeptieren, dass der Orient - über Jesus und Abraham - schon lange in Deutschland ansässig ist. Es sei denn wir würden sie als Gastarbeiter ansehen, die uns bald wieder verlassen werden. Der Orient war doch schon immer im Okzident und der Okzident war doch schon immer im Orient. Das Deutschland von der Aufklärung geprägt ist, kommt der Sache schon näher, jedoch verdeutlicht das Buch ja auch - in Anlehnung an Theodor Adorno und Max Horkheimer - dass der Holocaust ohne die Aufklärung unmöglich gewesen wäre. Das Zeitalter der Aufklärung war nicht nur das Zeitalter des Kolonialismus, sondern auch das Zeitalter der Rassentheorie. Das ist in der politischen Wissenschaft doch schon lange klar festgestellt. Die Aufklärung hat auch Individuen wie Carl Hagenbeck hervorgebracht, nachdem der Zoo in Hamburg benannt ist, und der sein Geld mit Menschenzoos verdient hat.  

Die Kategorien Okzident und Orient, Zivilisation und Barbarei, Islam und Westen sind für mich und viele andere meiner Generation bedeutungslos und provinziell. Lasst uns doch heutzutage komplexer denken, lasst uns nicht mehr auf die antiquierte Landkarte schauen, sondern auf ein abstraktes Gemälde oder ein persisches Mosaik, welches hybridisierte Felder aufweist, die bei genauer Betrachtung ihre eigenen, residualen Gemeinsamkeiten beinhalten - Gemeinsamkeiten, die verwachsen  und nicht kategorisch getrennt sind. Dies ist doch die komplexe multikulturelle Realität in Berlin, Hamburg, Köln, London, Paris, New York, Teheran, Bagdad, Damaskus usw.. Alles andere ist Ideologie.

Irananders: Sie und Ihr Buch gehen ausführlich auf die Dichotomie in der Wahrnehmung des Westens und der islamischen Welt ein. Welche Rolle wird hierbei der Ausgang der arabischen Revolutionen spielen?

Dr. Arshin Adib-Moghaddam: Die arabischen Revolten sind post-modern, das heißt sie sind ein bedeutendes Anzeichen für einen modifizierten Zeitgeist. Demokratie, Freiheitsdenken und soziale Gerechtigkeit sind heutzutage globale Kategorien und können nicht von einem Kulturkreis oder einer Nation beansprucht werden. Ich habe ja schon angedeutet, dass diese Generation Gemeinsamkeiten sieht, wo einige konservative Herrschaften der politischen Rechten und Rassentheoretiker wie Thilo Sarrazin Unterschiede suggerieren. Die arabischen Revolten durchbrechen diese falschen Kategorien, weil die postmoderne Kategorien verwäscht. So war es möglich, dass die Revolten von Tunesien nach Ägypten und von dort in den gesamten muslimisch-arabischen Raum gedrungen sind und zwischendurch griechische, britische und spanische Demonstranten inspiriert haben. Analytisch ist der Mythos der "orientalischen Despotie" - den Max Weber, Montesquieu und andere als gleichbedeutend mit einem orientalischen Charakter angesehen haben - ein für allemal begraben.

Nun müssen wir auch in der Geschichtsschreibung und in der politischen Wissenschaft diese relativ neuen, hybriden Gebiete herausarbeiten ohne sie kulturell einzuzäunen, ohne sie also als exklusiv arabisch, deutsch oder anders aufzuarbeiten. Dieser Zeitgeist hat ja schon einen globalen Raum hervorgebracht, in dem globale Intellektualität formuliert wird, in dem Dschalal ad-Din Muhammad Rumi und Goethe, Farabi und Aristoteles, Osten und Westen, Nord und Süd „Salam“ (Anm. d. Red.: Grußwort im Islam, bedeutet „Frieden“) sagen. Dieser kosmopolitische Raum ist sehr weit weg von Anders Breivik und Al-Qaida und muss deshalb vergrößert werden. Wenn man sich eine solche Utopie nicht vorstellen kann, kann man sich auch keinen Weltfrieden vorstellen. Ich bin nicht bereit, einen solchen Realismus zu akzeptieren.    

Irananders: Kommen wir zu einem anderen Thema. Sie haben sich in mehreren Artikeln zu der Machtkonstellation im Nahen Osten u. a. im Zusammenhang mit den Unruhen in Bahrain, die von saudischen Truppen niedergeschlagen wurden, geäußert. Zudem liefen vor einigen Monaten in Deutschland heiße Debatten über angebliche bevorstehende Panzerlieferungen an genau dieses Land Saudi-Arabien. Befürworter des Panzergeschäfts weisen immer wieder auf die strategische Bedeutung Saudi-Arabiens für den Westen hin und erwähnen in diesem Kontext oft die Bedrohung aus Iran. Kann Saudi-Arabien zu einem Bollwerk gegenüber Iran aufgebaut werden oder sollte der Westen angesichts der neuen Machtbalance eine fundamentale Neuausrichtung seiner Nahost-Politik vornehmen?

Dr. Arshin Adib-Moghaddam: Ich halte es für einen weiteren taktischen Fehler, der auf eine problematische strategische Wahrnehmung der Realitäten in der Region hinweist. In West-Asien und in Nord-Afrika ist das Zeitalter pro-westlicher Diktatoren, die sich exklusiv militärisch legitimieren können, vorbei. Die Strategie, abhängige Regime aufzurüsten, scheiterte zum ersten Mal mit der Unterstützung des Schahs in Iran, der als Gendarm der Region aufgerüstet wurde. Eine gleiche Strategie wurde bei Zine el-Abidine Ben Alis Tunesien und Husni Mubaraks Ägypten verfolgt. Alle drei Regime wurden auch von den Zivilgesellschaften gestürzt, weil sie als abhängig galten, als Marionetten des Westens. Dies hat nichts mit einer irrationalen, anti-westlichen politischen Kultur zu tun, sondern damit, dass diese Gesellschaften ihr nationales Interesse wahren wollen. Der Westen wird kritisiert, gerade weil er die schlimmsten Diktaturen in der Region unterstützt und damit deren Lebensdauer verlängert. Am Ende ist es dann ja nicht abwegig, dass auch anti-westliche Emotionen aufkommen. Um es mal polemisch zu betrachten: Wenn Italiens einstiger Diktator Benito Mussolini von Iran militärisch aufgerüstet worden wäre, würden die italienischen Demokraten nicht anti-iranische Tendenzen aufweisen?
 
Man sollte nicht vergessen, dass auch in Saudi-Arabien viele Zivilaktivisten für Demokratie und soziale Gerechtigkeit eintreten. Insbesondere wir hier in der EU sollten uns fragen, wie diese Aktivisten, die sich meiner Meinung nach früher oder später durchsetzen werden, die Aufrüstung einer Familliendiktatur wie die der Saudis beurteilen? Außerdem sollten wir uns fragen, warum hier ein Staat militärisch ausgerüstet wird, an dem sich keines der Länder der Region politisch orientiert. Sollten wir nicht lieber an einer regionalen Sicherheitsarchitektur arbeiten, die nicht auf Militarismus basiert, sondern inklusiv ist? Warum kann die EU sich nicht für einen Sicherheitsdialog einsetzen? Ist dies nicht in unserem nationalen Interesse? Ist es nicht scheinheilig, dass wir die Saudis, die noch vor einigen Monaten Frauen verhaftet haben, weil sie Auto gefahren sind, als strategische Partner ansehen, wenn wir Iran für Menschenrechtsverletzungen kritisieren und sanktionieren? Hat die EU nicht in den letzten Jahren massiv an diplomatischen Einfluss verloren, gerade weil sich die EU in der Region auf die falsche Seite der Geschichte befand? Welche Alternativen bietet die Außenpolitik der EU - gegenüber Palästina, Iran und den Demokratiebewegungen in der Region?

Kein objektiver Analyst kann sich auch nur im Traum vorstellen, dass Saudi-Arabien, einer der engsten Alliierten der USA, von Iran militärisch bedroht ist. Ich glaube, dass sich die Merkel-Regierung den Luxus leistet, dass in Deutschland nur wenige kritische Stimmen aufkommen, wenn der Iran als Bedrohung für den Weltfrieden aufgebaut wird. Diese Narrative ist hilfreich, um Waffen zu verkaufen, und für den Käufer, um Zugang zur westlichen Militärtechnologie zu finden, hat aber doch nichts mit der Realität zu tun und somit auch nichts mit dem nationalen Interesse Deutschlands.

Irananders: Die Opposition in Deutschland hatte nach der Spiegel-Enthüllung des Panzer-Deals das Thema Bahrain für sich entdeckt, um gegen die Regierung zu opponieren. Weshalb wurde aber zuvor über die Niederschlagung der Aufstände vergleichsweise verhalten berichtet, insbesondere wenn man davon ausgehen muss, dass die Presse als "Watchdog" der Politik fungieren muss? Gibt es dazu eine subtile Erklärung?

Dr. Arshin Adib-Moghaddam: Die Antwort ist sehr einfach: Bahrain ist mit den USA alliiert und dort ist das Hauptquartier der fünften Flotte der US-Marine. Meiner Meinung nach hat Deutschland im Bezug auf Westasien und Nordafrika ein großes Wissensdefizit. Dieses Defizit ist sowohl in der Medienlandschaft als auch an den Universitäten zu sehen, wo die Politik und Geschichte der Region ein Randthema ist und wo die progressiv-kritischen Theorien und Methoden, die in Großbritannien, den USA und in der Region selbst kreiert werden, nicht durchgedrungen sind. Bis auf einige Ausnahmen - zum Beispiel die Universität Hamburg und das dortige GIGA-Institut, das Zentrum Moderner Orient (ZMO) in Berlin oder das Centrum für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) in Marburg - sind die Sozial- und Geisteswissenschaften in Deutschland  doch weitestgehend eurozentrisch.

Mehrere Studien haben festgelegt und kritisiert, dass die Universitätslandschaft nicht ausreichend internationalisiert ist, dass es zum Beispiel viel zu wenig Repräsentation aus den Minderheiten im Land gibt. Bei einem solchen Wissensdefizit ist es kein Wunder, dass die Akademie und die Medienlandschaft eindimensional, undemokratisch und unkritisch bleibt. Somit können sie keine Aufsichtsfunktion gegenüber der Politik wahrnehmen. Das Wissensdefizit wird somit zu einem zivilgesellschaftlichen und demokratischen Defizit und führt somit zu Fehlentscheidungen der Regierung, wie die Panzerlieferung, die relative Ruhe über die Menschenrechtsverletzungen in Bahrain, die deutsche Palästinapolitik oder die irrationale Dämonisierung Irans. In Deutschland sind zu viele Themen Tabu. Es ist Zeit, dass sich die Medienlandschaft und die Universitäten der Realität in der Region nähern.

Vielleicht hat ja die oppositionelle Linke eine Antwort auf jenes Defizit. Vielleicht ist es Zeit über eine faire Integrationspolitik in den Sozial- und Geisteswissenschaften und den deutschen Medien zu sprechen, damit auch die Minderheiten im Land zu Wort kommen.

Irananders: Vielen Dank für Ihre Zeit und das ausführliche Interview.


Le Mec28-09-11

Interessantes Interview, danke! Habe mir gleich das Buch "Iran in World Politics: The Question of the Islamic Republic" bei Amazon bestellt. Will nur hoffen, dass es nicht allzu hochgestochen geschrieben ist, manche Wörter im Artikel musste ich ja schon auf Deutsch nachschlagen!

Obdach28-09-11

Hammer Interview!

Che28-09-11

Herr Dr. Moghaddam verdient meinen Respekt für diese Arbeit. Menschen, die immer bemüht sind, mit ihrer Arbeit Frieden zwischen Völkern zu schaffen, sind Hoffnungsträger für machtlose Menschen. Aber ich meine, Nicht die Menschen, nicht die Religionen, nicht die Kulturen sind das Problem. Ich sehe die heutige Welt ein Tick realistischer. Ich bin der festen Überzeugung, dass das internationale Kapital die Politik in vielen Ländern bestimmt und ihnen den Weg weist. Das internationale Kapital lebt hauptsächlich vielfältig von Kriegen. weder die Philosophen noch die Politiker können dieses Ungeheuer zähmen. Um dieses perverse System zu durchbrechen, bedarf es einer strukturellen Veränderung in den Köpfen der Menschen weltweit.

Homayoun H.01-10-11

Klasse Interview. Habe soeben das gleiche getan wie LeMec und mir das Buch bestellt. (Sind nur noch 2 Stück auf Lager bei Amazon, also wer möchte sollte schnell zugreifen)

Le Mec@Homayoun02-10-11

Bei mir kanns aber noch dauern bis es da ist, das ist heute wohl erst aus den Staaten rausgeschifft worden!

Peyman03-10-11

Schade das er sich diese mühe macht, reine Zeitverschwendung. Es ist doch gar nicht mehr notwendig ein gescheitertes System zu beschreiben.Er sollte sich lieber über den zückunftigen iran Gedanken machen. Es ist doch jedem im Iran bewusst das das "islamische System " längst gescheitert ist.Ich hoffe für uns Iraner das wir bald in Freiheit und Semokratie leben können, die Tage des Islamischen Terror sind gezählt. Erst wird Assad beseitigt und dann die Mullahs.

Peter05-10-11

Was mich am Interview stört: Wieder einmal "weiss einer alles". Keine nachdenklichen Überlegungen oder Aussagen, sondern nur Behauptungen, die - vor allem - den nicht so bewanderten Leser plattmachen. Obwohl doch dieselbe Technik verwendet wird wie immer: Eine Prise media-bashing, eine Prise Kritik an westlicher Theologie und Philosophie oder einfach die Frage "missverstehen" (wenn die deutsche Haltung zu Bahrain nur mit mangelndem Wissen "erklärt" wird.
Ich fürchte, dass dieses Buch ebensowenig zu gegenseitigem Verständnis führen wird wie schon allzu viele vor ihm.

Che09-10-11

@Peyman, Sie geben nur Parolen von sich, ich denke, man kann den Lauf der Dinge mit Parolen nicht ändern. Sie verkennen völlig die Realität im Iran, in dem Sie sagen, einige Mullas die Macht hätten. Führen Sie bitte aus, an welchem Punkt genau Sie den Niedergang dieses System sehen. Bitte nur keine Parolen!!!!!!!!

hans10-10-11

Jedes Interview, welches nicht die kriminelle Natur der islamistischen Republik explizit kritisiert ist ein schlechtes interview. Auch handwerklich sehr schlecht.

Navid10-10-11

@Hans, dass die iranische Regierung den Menschen im Iran viel Unrecht tut, steht für mich außer Frage. Aber ausgerechnet ein Deutscher, dessen Regierung viel Unrecht gegen das iranische Volk und gegen iranische Regierung tut, Spricht von kriminalität. Entweder Sie übersehen einige Tatsachen oder Sie ignorieren sie einfach. Tatsache ist, dass weder das iranische Volk noch die iranische Regierung irgendetwas gegen Deutschland getan haben. Schauen Sie sich um nach kriminellen Vereinigungen, ich bin sicher, Sie werden sofort vor der Haustür fündig. Anscheinend haben Sie vergessen, dass der Pate der Welt: der US-Imperialismus und dessen Alliierten und vor allem Deutschland jahrelang einen ausgewiesener Menschenrechtexperte Namens Sadam Houssein mit allen möglichen Waffen und Giftgas beliefert haben. Dieser, wie Sie bestimmt auch wissen, hat das Giftgas gegen eigene Bevölkerung und gegen Iran eingesetzt mit verheerenden Folgen. Deutschland beherbergt kriminelle Vereinigungen(Terrororganisationen) Mojahedin Khalegh und Pejak, die hunderten Menschenleben auf Gewissen haben. Deutschland steht bei jedem Akt gegen Iran ganz vorne. Man schikaniert sogar iranische Fluggesellschaften mit Tankverbot in Deutschland. Wie Sollte man das alles verstehen, der Pate befiehlt und der kleine Handlanger führt aus? Schauen Sie sich das kapitalistische System an, in dem wir leben, dieses hetzt Menschen gegen einander auf, betrachtet Menschen als Ware und beutet sie aus wie Hamster, um einer kleinen Elite Vorteil zu schaffen. Dieses System fördert neben Rassismus und Chauvinismus, Krieg und Elend. Was meinen Sie, ist dieses System nicht dirty Kriminell?
Wissen Sie, die iranische Regierung hat gegenüber seinen internationalen Feinden einen sehr großen Vorteil, vielen Mensch weltweit ist bewusst, dass der Pate der Welt: der US-Imperialismus und dessen Alliierten samt krimineller Natur sind. Siehe Weltgeschichte seit 1914.

Albert10-10-11

@Peter

Danke für den eloquenten Nonsense.

siglinde11-10-11

@navid
Die BRD Regierung tut nicht nur Unrecht gegenüber Staaten wie den Iran, sondern auch seinen eigenen Volk, dass mitlerweile Angst hat, seine Meinung zu sagen. Kennen sie das nicht, wenn sie sich mit einfachen deutschen Menschen über Politik unterhalten, dass sie sagen: "Das darf man ja nicht sagen" und tatsächlich alles bekämpft wird, was nicht stromlinienförmig politisch korrrekt ist.
So ein System darf sich nicht Demokratie nennen, noch weniger über andere urteilen.
Es ist immer wieder bedauerlich, wenn man sieht, wie wenig die Deutschen in der Lage sind, die eigenen Probleme anzugehen, sich aber in fremde Angelegenheit mischen können.

Navid11-10-11

@Siglinde, danke, Sie haben mir aus der Seele gesprochen. Ich bin der Meinung, wir alle stehen und gehören zusammen, gleich ob Christen, Juden, oder Moslems. Der zügellose Kapitalismus ist unser gemeinsamer Feind.

siglinde13-10-11

@navid

@navid
Ja, ich hoffe die Zeiten sind langsam vorbei, dass bestimmte Regierungen und deren Machenschaften es schaffen, die Völker der Erde gegeneinander aufzuhetzen.

Le Mec17-10-11

Das Buch ist angekommen. Wirklich lesenswert! Ein Muss für jeden, der sich für Iran und seine Außenpolitik interessiert. Unbedingt ins Deutsche übertragen!

Paloma30-10-11

Ausgezeichneter Artikel für die Weltverständigung und vor allem gegen die Unwissenheit des Westens, was den Rest der Welt betrifft. Wir haben die Arroganz (durch den in der Dritten Welt geplünderten Reichtum) noch immer nicht aufgegeben. Das macht uns zu Idioten. Dieses Idiotentum wird letzten Endes der Untergang des westens sein. Lang anhaltende Idiotie hat sich nie bezahlt gemacht.

Paloma30-10-11

Es ist nicht nur die Dummheit und Kurzsichtigkeit unserer westlichen Regierungen, was sie da in den arabischen Ländern anstellen, sondern auch Brutalität und Gemeinheit walten lassen. Der fingierte Prozess gegen Saddam Hussein und die Abschlachtung von Kaddafi und seiner Familie ist ein himmelschreiendes Verbrechen. Die westlichen Regierungen haben eine friedliche Zukunft des Westens zunichte gemacht. Der Gegenschlag einer solchen barbarischen Kriegsführung wird nicht ausbleiben. Danke an die EU, USA und Israel, die im Namen ihrer Völker Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen täglich begehen. Weder die nächsten Generationen des europäischen, noch des nordamerikanischen und des israelischen Volkes werden den Frieden kennen!

Citterio26-08-12

@Paloma,
ist ja in Ordnung, wenn du mit Saddam Hussein, Gadhafi und Assad sympathisierst. Meinungsfreiheit. Im Gegensatz zu den Regimen, die diese Herren kreiert haben, wirst du bei uns für eine Meinung nicht vom Geheimdienst verfolgt oder totgeschlagen.

Aber denk mal nach: Glaubst du, dass diese hirnlosen Gewaltsysteme die Zukunft für Länder im mittleren Osten bedeuten können...? Nur Brutalität in der täglichen Praxis und die abgedroschenen Verschwörungstheorien in den Medien...?

Denk mal ehrlich darüber nach, welche die Quellen deiner ungebrochenen Sympathien für diese Personen sind!

Lori23-03-15

Interview mit Shayan Arkian​: Warum der Westen die Islamische Republik Iran nicht versteht: http://www.promosaik.com/interview-von-promosaik-mit-shayan-arkian-warum-der-westen-die-islamische-republik-iran-nicht-versteht/






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