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20.04.2012 Hooman Majd

Keine Anzeichen für Revolution in Iran


Weihnachtsbummel in Teheran

Weihnachtsbummel in Teheran.

Es war Weihnachtszeit in Teheran und die Wetterfrösche prognostizierten wieder mal frühen Schneefall. An einem kalten Tag im letzten Dezember auf dem Bazar in Tajrish, der wohlhabenden historischen Gegend Nord-Teherans, vermieden die Einkaufenden die offenen Gassenläden und marschierten stattdessen in die Wärme der nahe gelegenen Mini-Einkaufszentren, die so überheizt waren wie ihre Äquivalente in den USA. In einem dieser Zentren versammelten sich Kinder um die Fenster eines Weihnachtsgeschäfts, um die Verzierungen und Plastiknikoläuse anzustarren. Einige weitere Geschäfte hatten ebenfalls Weihnachtsdekorationen – trotz der Missbilligung der religiösen Autoritäten absolut legal in der Islamischen Republik, da Christen die Freiheit haben, ihr Fest zu feiern wie sie möchten – und auf den Bürgersteigen der Armenier-Viertel Teherans stehen sogar Weihnachtsbäume zum Verkauf.

Die Weihnachstdekorationen standen im scharfen Kontrast zu den Tausenden von schwarzen und grünen „Ya Hussain“-Bannern, die an so gut wie jedem Straßenladen anlässlich der Trauerfeiern um den schiitisch-islamischen Imam wehten. Da waren die Kleinbusse und Streifenwagen der „Gasht-e Ershad“, der Moralpolizei (Anm. d. Red.: Tatsächlich gibt es in Iran keine Moral- oder Sittenpolizei, es gibt jedoch dahingehende Kontrollen, die von der konventionellen Polizei durchgeführt werden) welche die persische Gesellschaft vor kleidungsmäßigen Brüskierungen des Islams schützen soll. In dem Jahr hatten sie ihre unwillkommene Präsenz weit in die Wintermonate hinaus verlängert (üblicherweise erscheinen sie im Frühling, sobald die Saison der Mäntel und Jacken vorbei ist und gehen wieder im frühen Sommer), damit keine verirrten Haarsträhnen unter den Schals hervorlugen oder - noch schlimmer -, dass das Kleid nicht bis zum Knie geht.

Also, es war Weihnachten, aber auch Muharram, der arabische Name für den Monat, in dem Hussain, der Enkel des Propheten Muhammad und einer der heiligen Patronen der Schiiten, in Kerbala sein Martyrium fand. Es ist der heiligste Monat für die Schiiten (Anm. d. Red.: Das ist nicht ganz korrekt, der heiligste Monat bei Schiiten wie Sunniten ist der Monat Ramadan) in dem deren am meisten verehrter Heiliger (Anm. d. Red.: Das ist nicht korrekt, der am meisten verehrte Heilige der Schiiten ist der Prophet Muhammad selbst) gefeiert wird, dessen Martyrium deren bloße Raison d’être ausdrückt. Während einige Iraner ihrem Alltagsgeschäft nachgingen, Einkäufe, Haushaltsangelegenheiten usw. erledigten, besuchten die Gläubigeren die Moscheen für die Trauerzeremonien – ein Ritus, den seit Hunderten von Jahren nichts, nicht einmal internationale Krisen, Revolutionen oder der Atem des Kriegs verhindern oder auch nur unterbrechen konnte. Und in diesem Jahr sah sich Iran nun tatsächlich in einer schwelenden internationalen Krise. Im Laufe des Jahres hatte der Westen den Druck zur Bekämpfung des Atomprogramms des Landes verstärkt. Aber der giftigen Rhetorik, den verstärkten Sanktionen und auch den verdeckten Operationen zum Trotz, änderten sich die Pläne Teherans nicht.

Die meiste Zeit habe ich 2011 in Tajrish gelebt. Wenige Tage vor meinem Dezemberbummel im Bazar attackierte ein Mob die britische Botschaft in der Mitte von Teheran. Sie stürmten auch das parkähnliche Qolhak-Gartengelände, eine kurze Taxifahrt von meinem Aufenthaltsort entfernt. Die Übergriffe wurden live im Staatsfernsehen übertragen (ein Indikator für die Kenntnis der Staatsmedien im Voraus) und machten die Besetzung in den folgenden Tagen zum Stadtgespräch Nummer eins.

Viele innerhalb und außerhalb Irans vermuteten, dass die Regierung hinter den Angriffen stecke. Und iranische Politiker gingen - mit der eklatanten Ausnahme des Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad - nicht so weit, den Mob zu loben. Sie übertrumpften sich – wohlgemerkt in einem Wahljahr - ein paar Tage wechselseitig mit revolutionären Parolen. Doch die Unkenntnis des Mobs in Sachen Weltpolitik und die damit einhergehende fehlende Unterstützung durch die höchsten Regierungsebenen, zeigten sich rasch im anachronistischen Graffiti, das an die Wand der Botschaft gekritzelt wurde: „Nieder mit Elizabeth!“

Um an dieser Stelle den Zusammenhang herzustellen, lohnt sich ein Blick auf einen iranischen Regimegegner, der mir einen Tag nach dem Übergriff mitteilte, dass er glaube, dass die Briten selbst hinter diesem Sturmangriff stecken würden. Es sei offensichtlich, so dachte er, dass so die Schritte zur Sanktionierung der iranischen Zentralbank legitimiert werden sollten. Mal ganz abgesehen davon, dass die Briten ohnehin die Fäden hinter den Mullahs ziehen, so meinte er. Mit der Logik ist es im verschwörungsbegeisterten Persien so eine Sache.

Die Stürmung der britischen Botschaft beendete ein annus horribilis für die iranische Führung. Das ganze Jahr hindurch standen Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei, Ahmadinejad und jeder Politiker dazwischen miteinander in Konflikt und zwar in so gut wie jeder möglichen Staatsangelegenheit (Anm. d. Red.: Für die Interpretation der Ereignisse durch Irananders siehe hier). Das Ergebnis war eine Unsicherheit und Nervosität unter den Offiziellen sowie eine Art politischer Paralyse, in der es schwierig wurde einzuschätzen, wer genau das Sagen hat oder auch nur wen genau man für eine schlechte Politik verantwortlich machen sollte. Es war aber auch ebenso ein schlimmes Jahr für das iranische Volk. Der westliche Ansatz des Umgangs mit dem Atomprogramm des Landes versetzte es in Verwirrung. Der vorgebliche Grund ist ein Politikwechsel, das Ergebnis jedoch nur allgemeine Drangsal. Die Großstadtbewohner beschweren sich über wuchernde Inflation, eine strangulierte Wirtschaft sowie allgemeine tägliche Unannehmlichkeiten.

Auf der Straße sind die Auswirkungen nirgends so offensichtlich wie an den vielen Wechselstuben, wo die Iraner sich an den Flachbildschirmen versammeln, welche fast im Minutentakt den Sinkflug des Rials anzeigen. Männer und Frauen versammeln sich an den Wechselstuben um - als Absicherung gegen die lähmende Inflation - Dollars zu kaufen. Viele glauben, dass die Regierung angesichts der internationalen Sanktionen, die den iranischen Banken auferlegt wurden, bald über keine „Greenbacks“ mehr verfügen wird. Die Wirtschaftskultur im Lande heißt Bargeld, es gibt keine Kreditkarten und die Regierung pumpt - im Bestreben, die Währung stabil zu halten - regelmäßig 100-Dollar Scheine in den Umlauf.  Die Strategie ging nach hinten los: Ende 2011 war das Vertrauen, dass das Regime dem internationalen finanziellen Druck trotzen kann, auf ein Rekordtief gesunken, insbesondere nachdem die britische Regierung alle finanziellen Verbindungen zu Teheran gekappt hatte. Bereits letzten Dezember hatte ausschweifendes Gerede respektabler westlicher und israelischer Politiker, Analysten und Berichterstatter über Militärschläge die Sorgen in Teheran auf ein Niveau angehoben, wie es seit Jahren nicht mehr beobachtet werden konnte. Das Jahr war davor war bereits das Thema eines Kriegs um das Atomprogramm stets Anlass für Gerede, aber wenige nahmen es besonders ernst. Es war tatsächlich so, dass es im Scherz geschah, wenn der Krieg in einem Gespräch erwähnt wurde. Im Dezember traf mein Optiker, ein älterer Mann aus Isfahan, der eine Art lokalen abendlichen Versammlungsort betreibt und über einen ironischen Sinn für Humor verfügt, die Stimmung der Stadt, indem er über die Sorge für das kommende Jahr sagte: „Man kann es reichen. Dieses Mal kann man es riechen.“

Wenn man in Iran lebt ist es schwer sich vorzustellen, was der Westen - insbesondere die USA - genau zu erreichen versuchen. Niemand hat Zweifel daran, dass israelische und westliche Agenten hinten den jüngsten Morden an Atomwissenschaftlern auf Teherans Straßen stecken. Und die plötzliche Häufung von „Unfällen“ in verschiedenen Produktionsstätten und Basen der Revolutionsgarden (von denen, abgesehen von dem Dementi der Regierung, ebenfalls alle glauben, dass ausländische Kräfte hier am Werk waren) hat keinen Deut dazu beigetragen, dass sich die Haltung der Regierung oder die öffentliche Meinung zum Atomprogramm geändert hätte.

Wenige in Iran glauben, dass das Atomprogramm ein Streben nach einer „schiitischen Atombombe“ sei und die endgültige Auslöschung Israels das Ziel sei. Nein, das iranische Volk - von meinem Gemüsehändler bis zu den regierungskritischen Hochschulstudenten - betrachtet die Atomfrage noch immer überwiegend als eine die Nation betreffende Angelegenheit. Das Regime an der Macht hat lediglich vorübergehend Relevanz. Entsprechend hat die Sanktionierung der iranischen Zentralbank und das Embargo  iranischen Öls – beides Taktiken, in denen die USA einen Weg sehen, eine Entscheidung für einen Krieg zu vermeiden – weder eine verändernde Wirkung auf die Köpfe in Teheran noch wird es viel mehr bringen, als den einfachen Iranern mehr Leid zuzufügen. Und die Erschwerung des Lebens dieser Leute hat - entgegen möglicher Erwartungen in Washington und London - bisher nicht zu einer Erhebung zum Sturz des autoritären Regimes geführt.

Wo ist denn dann die iranische Opposition? Zum Unmut dieser Leute und vieler Exil-Iraner ist der „Arabische Frühling“ nicht an die persischen Ufer gelangt. Und tatsächlich sieht es nicht so aus, als würde er irgendwann demnächst dort ankommen. Nicht weil die Iraner ihr Regime von ganzen Herzen lieben würden, das tun sicher nicht alle. Auch nicht, weil das Regime erfolgreich jeden Widerstand brutal gebrochen hat, auch das hat es freilich nicht. Menschenmassen mögen sich um die Wechselstuben scharen, aber ein Währungsproblem oder selbst ein echtes Fiskalproblem, wird keine neue iranische Revolution animieren.

Viele im Westen bezeichnen die Opposition immer noch als die „Grüne Bewegung“, so wie die Protestbewegung nach der Wahl 2009 bezeichnet wurden, die sich auf die offiziell von Mir Hossein Mousavis im Wahlkampf verwendete Farbe bezogen hat. Aber die „Grüne Bewegung“ existiert nicht mehr. Nur in westlichen Medien heißt es, dass das Tragen eines grünen Schals oder von irgendetwas Grünem in dieser Hinsicht zu einer Verhaftung in Iran führt. Es gibt keine anstürmende „Grüne Welle“ in Iran. Das Gerede von einer „grünen“ Opposition ist in Wirklichkeit reiner Nonsens.

Auch wenn sich einige junge Leute dazu bringen lassen, ihre Geringschätzung für ihre Regierung zu zeigen, so ist dies noch kein Zeichen, dass sie sich in einer Revolte erheben möchten oder dass sie die eine oder andere Persönlichkeit der Reformer unter den Oppositionellen unterstützen würden. In Teheran ist das eher der grundsätzliche Trotz gegenüber dem Autoritären, derselbe Trotz, der auch angesichts der Drangsalierung der Moralpolizei (Anm. d. Red.: In Iran gibt es keine Moral- oder Sittenpolizei, es gibt hingegen dahingehende Kontrollen, die von der konventionellen Polizei durchgeführt wird) offensichtlich ist. Frauen tragen ihre Schals noch immer lose, tragen immer noch aufreizenden Schmuck und stylen ihre Haare so, wie sie es möchten. Sie tragen ihre Jeans und Sneakers und leben, als wären die islamischen Verhaltensregeln und -stile mehr Empfehlungen als rechtskräftiges Gesetz (ungefähr genauso betrachten sie Verkehrsregeln in Teheran einfach als eine unbequeme Einmischung in die persönliche Freiheit).

Am vielsagendsten (und auch am erstaunlichsten) ist, dass sich zehn Monate nach dem Hausarrest der zwei führenden Personen der „Grünen Bewegung“, nämlich Mir Hossein Mousavi und Mehdi Karroubi, so gut wie niemand in Iran um deren Schicksal oder das der vielen inhaftierten Oppositionellen zu sorgen scheint.

Natürlich gibt es eine Reihe verschiedener iranischer Gruppen, die das politische System ablehnen oder gegen die Menschenrechtsverletzungen der Regierung sind, aber diejenigen, die das System durch eine Revolution stürzen wollen, haben sich zurückgezogen. Nach dem Scheitern der „Grünen Bewegung“ haben einige einfach aufgegeben und andere sind nunmehr schicksalsergeben (eine sehr ausgeprägte Eigenschaft unter Persern) - gleichgültig gegenüber einem System, das sie nicht ändern können. Sie beschweren sich lauthals, bleiben sonst aber inaktiv. Man denke da an den alten Mann, der neulich abends zur Rushhour an der Bushaltestelle neben mir stand und den Busfahrer dafür anschrie, dass er die Türen geschlossen hatte, weil kein einziger Passagier mehr Platz gefunden hätte: „Das bekommt man“, so schrie er - gestützt auf seinen Gehstock und in Hörweite der Verkehrspolizei - , „wenn ein akhound-e do-zaree (zweitklassiger Mullah) zum Staatsführer wird“.

Dann sind da noch die, die der Idee der Reform von innen anhängen und hoffen, dass Führer wie der ehemalige Präsident Mohammad Khatami oder gar der frühere Präsident Hashemi Rafsanjani noch einen Wandel herbeiführen können. Dann gibt es noch die, die das System oder die Regierung geringschätzen, sich aber wirtschaftlich gut etablieren (in Teheran, so scheint es, gibt es mehr Porsche Panameras als in Manhattan - und das beim dreifachen Preis) und dennoch nichts ändern würden. Am anderen Ende des sozio-ökonomischen Spektrums sind noch die – und sie sind viele –, die mit dem Versuch, ihren Lebensunterhalt mit zum Teil bis zu drei Jobs zu bestreiten, einfach zu beschäftigt sind, um sich großartig um die Politik zu sorgen. Es ist hinreichend merkwürdig, dass die USA ein ähnliches Problem haben.

Dann sind da noch die, welche die pragmatischen konservativen Politiker - wie etwa Mohammad Baqer Qalibaf, den beliebten Teheraner Bürgermeister - unterstützen. Dann sind da natürlich noch die Unterstützer Ahmadinejads und seiner Helfer. Sie sind noch mehr, so scheint es, weil sie sich des politischen Systems angenommen haben. Ein Bekannter, ein junger Mann, der für Mousavi gestimmt hatte und  für den Wandel steht, aber dennoch sehr religiös ist, sagte mir, dass er „morgen Mashaei wählen würde, wenn ihm eine Kandidatur genehmigt werden würde“. Esfandiar Mashaei ist Ahmadinejads engster Helfer, sozial, liberal und als das schwarze Schaaf der Hardliner bereits mit allem beschuldigt worden - von Zauberei über Korruption bis zur Apostasie.

Aber niemand von diesen (o. g.) Iranern glaubt, dass eine Revolution unmittelbar bevorstehe, und in der Tat nicht einmal, dass dies wünschenswert sei. Die Iraner innerhalb Irans nehmen wahr, dass das Regime, das Patronat des islamischen Rechtsgelehrten (Wilayat al-Faqih) und das Konzept einer Islamischen Republik noch immer einiges an Unterstützung genießen (wie schwierig auch immer diese Unterstützung zu messen ist). Die religiösen Schichten, Teile des Militärs und die Bewohner in den ländlichen Gebieten können mitunter sehr stark gegen den Status Quo sein, aber dennoch aktiv das Regime, so wie sie es verstehen, unterstützen. Wie überall sonst auf der Welt sorgen sich die meisten Iraner um ihre Brieftasche und die Wirtschaft ist das, was sie verbessert sehen möchten und sonst nichts.

Und die meisten Iraner innerhalb Irans würden ihre Nation unterstützen, selbst das Regime, sollten ausländische Mächte einen Angriff gegen ihr Land initiieren. Khatami, der für seine prinzipielle Haltung in Bezug auf die  Menschenrechte, die politischen Gefangenen und den Bedarf nach einem demokratischeren System noch immer eine Restzuneigung vieler reformorientierter Iraner genießt, sagte Ähnliches im Dezember, als der „Geruch“ des Kriegs über Teheran schwebte (nicht nur mein Optiker verwendete diesen Begriff). Im Falle eines Kriegs, so äußerte sich Khatami öffentlich, sind wir Iraner alle vereint. Herumirrende „Nahost-Regime-Change-Banditen“ wie Ahmed Chalabi sowie kriegslüsterne amerikanische Politiker und Exilanten, die Lust auf einen „Regime-Change“ von außen verspüren, wären gut beraten, hier zuzuhören. Eben diese Leute wären ebenso klug, wenn sie wahrnehmen würden, was Iraner scheinbar instinktiv zu wissen scheinen, nämlich dass schiitische Geistliche letztlich hart im Nehmen sind; sie sind nicht selbstmörderisch, ob sie nun über Macht verfügen oder nicht.

Im Dezember kam ich mit Khatami zu einem Tee in seinem Büro zusammen - in einer konfiszierten Villa, die einst einem ehemaligen hohen Offiziellen des Schah-Regimes gehört hatte und Khatami von Khomeinis Familie überlassen wurde. Es wird stark von den Nachrichtendiensten überwacht. Als wir die politische Situation diskutierten, erinnerte er mich daran, dass die meisten Iraner gar nicht wussten, wer Mousavi  (der spätere Präsidentschaftskandidat) ist, bis Khatami ihm seine Unterstützung gab. Möglicherweise um seine eigene Relevanz geltend zu machen (obwohl er selbst leugnete, dass er überhaupt eine hätte), aber eher als Bestätigung dessen, was ich ohnehin bereits vermutet hatte, bemerkte Khatami, dass die iranische Opposition keinen wirklichen Führer habe und dass der Westen sich nicht in einem Denken täuschen soll, dass ein Wandel von außen herbeigeführt werden könne. Darüber hinaus sei der Gedanke töricht, dass die iranischen Reformisten das existierende System durch eines der eher liberalen und demokratischen Arten des Westens ersetzten könnten oder würden, selbst vor dem Hintergrund der umfassenden regionalen Aufstände 2011 und des Drucks von außen.

Die Zukunft vorherzusagen, ist in Iran ein Narrenspiel, da das Land und seine Leute seit Jahren den Erwartungen trotzen. Aufgrund der anhaltenden politischen Auseinandersetzungen unter den Konservativen, des Drucks aus dem Westen, der jüngsten Parlamentswahlen und des nahezu völligen Scheiterns der Reformisten, scheint dieses Jahr jedoch wieder ein annus horribilis werden zu wollen - sowohl für die Führung, als auch für das Volk. Weder Ahmadinejad noch die in  Opposition  zu ihm stehenden Konservativen sind stark genug, um das System durcheinander zu bringen und keine Seite ist so schwach, dass sie durch Wahlen oder anderem gänzlich an Einfluss verlieren würde. Keine Krise soll ohne Nutzen sein, so sagt ein englisches Sprichwort. Das andauernde Dilemma des letzten Jahres jedoch scheint die Iraner, aber auch die Welt, die den Druck auf sie ausübt, herzlich wenig belehrt zu haben.

Der zehnte Tag des Monats Muharram ist als Aschura bekannt. Das war damals - vor zwei Jahren - der Tag, als das Regime die „Grüne Bewegung“ überwand. Die Führer der Dissidenten riefen zu Straßenprotesten am heiligsten Tag im schiitischen Islam auf, tausende gingen auf die Straßen und der Tag endete als einer der brutalsten in der Zeit,  die heute als der „Persische Frühling“ von 2009 bezeichnet werden könnte. Wichtiger war jedoch, was danach kam. Das Regime karikierte die Bewegung als anti-islamisch, als taktlos gegenüber einem Volks, welches glaubt, dass die Heiligkeit von Aschura nicht verletzt werden sollte. Das Argument, dass Aschura kein Zeitpunkt oder Anlass für politische Auseinandersetzungen sein sollte, wurde ohne Umstände von den Religiösen angenommen, obwohl die Festlichkeiten von Aschura selbst die Erinnerung an eine politische Auseinandersetzung von vor 1400 Jahren darstellen.

Am letzten Aschuratag, einige Tage nach meinem Rundgang in Tajrish, waren schwarz uniformierte Sicherheitskräfte in Teheran im Einsatz, die am Vanak-Platz, an den Bazaren und anderen Hauptknotenpunkten der Stadt aufzogen. Die Trauerprozessionen wurden fortgesetzt, wie jedes Jahr, auch schon in der Zeit vor der Islamischen Revolution. An den Kreuzungen marschieren langsam sich selbst geißelnde Männer - die Ketten im Rhythmus der Trommeln bewegend und sich mit ihren Nohehs (Klageliedern) auf ihre Rücken fallen lassend. Sie ziehen an einer großen Anzahl an Zuschauern vorbei. Es ist schwer genau zu sagen, warum die Sicherheitskräfte bestellt wurden. War es, weil die Behörden wegen des „Arabischen Frühlings“ (oder des Islamischen Erwachens, wie die Iraner es lieber nennen) einen erneuten spontanen Ausbruch von Protesten gegen das Regime befürchteten? Oder war es eine einfache Sicherheitsvorkehrung angesichts einer erwarteten großen Zusammenkunft von Menschenmassen auf den Straßen?

Falls sie Ersteres gefürchtet haben, hätten sie sich keine Sorgen machen brauchen. Exil-Gruppen hatten über soziale Medien und verschiedenen Webseiten im Ausland zu Protesten aufgerufen, aber in den Ashura-Tagen schien dem niemand Aufmerksamkeit zu schenken. „Wir haben die Nase voll von diesen Exilanten, die uns sagen, was wir zu tun hätten“, sagte mir eine Person, die noch immer „grün“ ist. „Lass sie hierher kommen und es selber machen“.

Und so geht das Leben in Iran weiter, wie es das schon immer getan hat. Die Regierung hat weniger Macht als vorher, aber das Regime sitzt fest im Sattel. Das Atomprogramm läuft weiter, die Iraner gehen weiter ihren Geschäften nach, mürrisch wie gehabt. Aber eine Nation, die eine Revolution, einen achtjährigen Krieg gegen den Irak und über 30 Jahre westliche Sanktionen und Feindseligkeiten durchgestanden hat, wird weder einfach zermalmt werden noch die Richtung wechseln. Nichts, was die USA oder der Westen tun können – nicht einmal ein Krieg – wird die „Iranische Frage“ zu deren Zufriedenheit lösen können. Viel eher ist das, was die USA und ihre Verbündeten nicht tun, der Schlüssel zu der Angelegenheit. Und es ist auch das, was den Iranern, die versuchen einen Wandel im Inland zu erreichen, ein wenig dringend nötige Luft verschaffen könnte.


Vorliegender Artikel „Christmas is No Time for an Iranian Revolution“ von dem US-iranischen Journalist und Autor Hooman Majd, erschien erstmals auf Englisch in Foreign Affairs am 11. Januar 2012. Übersetzt von Leo Schmitt.


Jiggy20-04-12

Schön übersetzt aus: Christmas is No Time for an Iranian Revolution wurde: kein anzeichen für revolution in iran...ihr heuchler

Jiggy20-04-12

ihr heuchler..schämt ihr euch meine kommentare zu veröffentlichen?

MODERATION: Nun gut, da Sie darauf bestehen bloß gestellt zu werden. Bitte schön.

Anonym20-04-12

Das faschistische System der klerikalen Monarchie hat keine überzeugten Anhänger, sondern nur Profiteure, die sich durch ihre Regime Unterstützung Vorteile erhoffen. Solche Mozdor, wie sie im Iran genannt werden, Verkörpern das Böse.

Adel20-04-12

wusstet ihr, dass
1.)Hooman Majid als persönlicher Dolmetscher von Ahmadinejad fungiert bei seinen New York Reisen.
2.)Hooman Majid sich selbst in seinem Buch als grossen Anhänger von Ahmadinejad bezeichnet hat.
3.) dass er ein Verfahren wegen Spionage für das iranische Regime(ehemalige Mitarbeiter bei VOA gehen gegen ihn rechtlich vor) am Hals hat.

Mein Gott was soll man denn von so einem Menschen denn erwarten. Natürlich schreibt er solche Texte, natürlich macht er Propaganda. Er wird schliesslich dafür bezahlt.

Ich würde mich sehr freuen unabhängige Berichte zu lesen. Weder voreingenommen von der einen oder anderen Seite. Danke !!

@Adel20-04-12

Das was du sagst ist bekannt, nur ist es u. a. falsch zu sagen, dass Majd VOA ausspioniert hat oder dass Majd im Auftrag Irans schreibt.

http://www.pdmiran.org/2012/03/iri-influence-on-voa-persian-news.html

Le Mec@"Jiggy"20-04-12

Heuchler ist eine Beleidigung. Vermutlich hätte die Moderation das nicht veröffentlicht, wenn Du Dich nicht selbst mit Deinem Kommentar selbst bloß gestellt hättest. Da steht doch, dass der Artikel von Irananders von Foreign Affairs übersetzt wurde.

Le Mec@Adel20-04-12

"The Ayatollahs Democracy" von Hooman Majd. Er schreibt dort selbst, dass er 2009 Mousavi gewählt hat. Soll ich nun ihm mehr glauben bzgl. seiner politischen Einstellung schenken oder Ihnen?

Nie war mir deutlicher, dass es einigen lediglich darum geht von Inhalt eines Artikels abzulenken.

Es ist für viele einfach zu schwer verdaulich, dass die Islamische Republik stabiler ist als jemals zuvor.

Abdullah0221-04-12

@Hitler, Gaddafi, Ben Ali, Saddam ...., alle haben Sie bis zur letzten Atemzug behauptet das Ihre Regierung stabil sei und der Feind ( im Iran ist der Feind das eigene Volk) geschlagen ist. Ich muss ihnen nicht erläutern was mit diesen Kriminellen passiert ist.An welchen Loch wird man seyyed Ali finden?

surfen21-04-12

@le-mec:

also wenn eine regierung die sich dauernd streitet und gegen einander ist und eine der höchsten inflationen verursacht hat, seit beginn der islamischen revolution

also wenn man das als eine stabilie regierung bezeichnet bzw land, na dann machen es die anderen alle falsch, besonders die ländern in europa

Le Mec@surfen21-04-12

Gepflegter Streit in und mit der Regierung sind Zeichen einer gesunden Demokratie. Und mal unabhängig davon, kaum einer baut wirtschaftlich momentan soviel Mist wie die von Ihnen genannten Länder in Europa. Machen Sie doch mal lieber konstruktive Vorschläge, wie die Wirtschaft in Iran die Inflation vermeiden könnte, die ja tatsächlich ein Problem ist. Gemecker über eine Situation macht die Situation nicht besser.

haq21-04-12

@Abdullah02
leider verbietet mir meine Religion, der Islam, dich zu verfluchen.
Jedoch disqualifizierst du dich selber, weiter hin an objektiven, sachlichen Diskussionen bzgl. der Islamischen Republik Iran und der hochverehrten Eminenz Ayatollah Ali Khamenei teilzunehmen.

Und ich sage dir an welchem" Loch" ( "wir" inshallah) und niemals Leute wie du , Ali Khamenei finden werden :
es wird sein am "Brunnen von Kauthar" !!!

surfen21-04-12

@le-mec:

ich meckere nicht, weil es eine tatsache ist, was im iran passiert

und sie sollten nicht apfel mit birne verwechsel

wenn ja angeblich es so schlecht um die wirtschaft z.b in deutschland bestellt ist, wieso gibt es dann so wenig arbeitslose oder wieso ist es dann möglich, dann unser steuersystem funktioniert sowohl in deutschland, als auch in österreich

wieso gibt es kein vernünftiges steuersystem im iran, woraus jeder seinen positiven nutzen ziehen kann, z.b. für das gesundheitssystem oder rentensystem

wieso bekommen nur staatsangehörige im iran ein pension und nicht auch die normalen arbeiter im system

hier in europa bekommt jeder eine pension, ob die angemessen ist hier von der höhe, steht auf ein anderem blatt papier

d.h. das wir alles hier in europa falsch machen und im iran alles super bzw. besser läuft

und bitte sagen sie mir noch, welche länder habe ich denn gemeint

heißt eigentlich für sie, das wenn man was kritisiert, das das gleich ein meckern ist, oder weil man gegen die politische führung was sagt, das dies so schlimm ist

es gibt auch sehr viele probleme in deutschland oder österreich, aber da kann man offen drüber schreiben oder reden und ich kann auch sagen das die politik schei.... ist in deutschland oder österreich

oder ich kann auch sagen, dass ich merkel oder faymann schei.... finde ohne das ich ins gefängnis muss

oder ich kann auch bilder von merkel oder faymann anzünden oder zerreisen ohne dafür ins gefängnis zu kommen bzw. eine strafe zu bezahlen und sie wissen es und sie können es nicht verleugnen, das es im iran genau anders ist

also führt einfach sofort ein vernünftiges steuersystem ein und streicht alle vergünstigungen, für regimenahe oder treue leute

was halten sie davon?

surfen21-04-12

@le mec:

und sie wissen das die leute von ahmadinedshad und von khamemei sich überhaupt nicht riechen können, und das weiss man das das so ist

Jiggy21-04-12

@le mec

gepflegter streit ..im iran wird die opposition mundtot gemacht und leute die anders denken als verräter hingerichtet, gefoltert, ins gefängniss gesteckt..

Nasser21-04-12

@Abdullah02: Dein Vergleich ist nicht richtig, denn Ben Ali, Mubarak, Saddam waren allesamt mit USA und Westen befreundet. Khomeini sagte kurz nach dem Überfall Iraks auf Iran zu Saddam, er ist mit falschen Menschen befreundet, und gab ihm den Rat sich von USA abzuwenden. Er sagte es kann keine natürliche Beziehung zwischen Lamm und Wolf geben. Er hatte recht, auch Gaddafi hat sich am Ende sich dem Westen genährt und daher fand ein bitteres Ende. Allen Iranern war es klar und ist es auch heute klar, wir sind nur dann souverän, wenn wir uns dem Imperium widerstehen, daher auch die große Sympathie, die wir in Kuba und Venezuela und Latein Amerika geniessen. Wie unterschiedlich auch die Ideologien sind aber unser Underdrücker sind die gleichen. Daher der Vergleich wäre richtig wenn man Seyyed Ali mit Fidel, Mao , ... verglichen wird und keine von denen ist in irgendeinem Loch wiedergefunden worden. Inschallah

anonym21-04-12

@ le Mec,

ich habe einen Vorschlag wie man im Iran die wirtschftlichen Probleme und viele andere Probleme lösen kann.
Es gnügt wenn die Diebe und Verbrecher um Mullah Khamenei Iran verlassen und in das selbe Loch springen wie Mahdi. Sie hätten dann was sie wollen, und die Iraner den Iran zurück.

Nasser22-04-12

@anonym: Und mit deinem "weisen" Vorschlag glaubst Du ab nächsten Tag ist nur Friede, Freude, Eoerkuchen-Zeit über Iran ausgebrochen. Korruption gab es auch in der Zeit der " Grossen Zivilisation". Waren die Schahollahis nicht korrupt, Hatte der Sonnenkönig nicht 21 Milliarden allein in USA auf dem Konto. Erinnert man nicht an den Prozess von Admiral Najmolhoda in 1975, der wegen 2 Milliardenveruntreuung in der Marine zu 13 Monaten Haft verurteilt wurde, und das auch nur deshalb weil seine Frau in Londoner Shops die Farah Diba getopt hatte. Deutet all das nicht darauf hin. Gelegenheit macht Diebe, also muss man an die Strukturen arbeiten und diese verändern und nicht gleich sich die Vernichtung andere als Ziel setzten. In EU besonders in Bulgarien und Rumänien sind auch die Korruption alarmierend aber niemand schickt man dort in einem Loch.

Abdullah atTawil22-04-12

Friede sei mit euch...

Kann ein anständiger Mensch urteilen, ohne die Umstände zu berücksichtigen? Ganz klar Nein. Und so entpuppen sich die Hetzer gegen das System im Iran als das was sie sind, die absolut kein Interesse am Frieden haben. Niemand kann sagen, zu welcher Blüte die IRI gekommen wäre, wenn sie sich in Frieden und Freiheit, unbeeinflusst von drangsalierenden Maßnahmen, hätte entwickeln können. Wer mit guten Absichten kommt (und die setze ich bei jedem voraus, der sich auf den Quaran Karim beruft und danach handelt) und schon allein deshalb angefeindet und bekämpft wird, kann unmöglich so handeln, wie er wollte. Jedes Wesen, auch ein Staatswesen, dem man die Aufnahme in die Gemeinschaft als gleichberechtigt verweigert, wird zu Handlungen gezwungen, die ihm zu tiefst zuwider sind. Die Führer der Islamischen Revolution und ihre Erben haben bisher nie auch nur den Hauch einer Chance gehabt zu beweisen, wie wertvoll die Iranische Nation als gleichberechtigter Partner für die Weltgemeinschaft sein könnte, wenn man ihre Werte und Normen respektieren würde, statt sie aus niederen Beweggründen im Namen Mammons mit Krieg zu überziehen. Seit mehr als 30 Jahren wird das Iranische Volk an seiner Entwicklung gehindert, 30 Jahre, in der es sich zu ungeahnten Höhen hätte aufschwingen können. Da ist es nur selbstverständlich, dass die Zionisten dieser Welt alles tun, um diesen Höhenflug zu verhindern, denn er wäre ein leuchtendes Beispiel für alle Völker dieser Erde, sich aus der Knechtschaft zu befreien und nach Gottes Geboten zu leben. Vorbei ist es dann mit dem Schmarotzerleben auf Kosten der arbeitenden und schöpferischen Menschen. Und so sehnen sich gewisse Individuen nach einer Revolution zu Gunsten der freiheitlich demokratischen Ordnung, in der sie ihren niedersten Instinkte freien Lauf lassen können. Dass obige Einschätzung von Hooman Majd die Gemüter der allseits bekannten Charaktere hier erregt, ist also kein Wunder. Und ob obige Einschätzung nun zutrifft oder nicht, die Kernaussage, dass das Iranische Volk sich immer enger zusammenschließt, je mehr es drangsaliert wird, lässt sich nicht wegreden.

sarbaze rahbar-basijisupporter22-04-12

Die positiven veraenderungen im staat werden von inlandsiranern durchaus wahrgenommen. korruption ist ein staendiges und leidiges thema im iran-und ein ernstzunehmendes problem das bekaempft werden muss. nicht alle in der regierung springen auf dem zug der korruption auf. so wissen wir seit amtsbeginn ahmadinejads, das die korruption unter seiner amtszeit zurueckgegangen ist. was bemaengeln inlandsiraner eigentlich und was auslandsiraner?
da ist zuellerst der wirtschaftliche aspekt. die meisten inlandsiraner wuenschen sich im alltag eine bessere finanzielle entlastung. ahmadinejad hat deshalb unter grossen muehen, die regelmaessige auszahlung aus dem staatsbudget an alle iraner begonnen. 81.000 tuman und pro kopf einer familie jeden 2ten monat, das gezahlt wird unabhaengig wieviel einkommen ein einzelner buerger hat oder nicht. mittlerweile gibt es ganze Jobmessen im iran, eine art arbeitsvermittlung fuer jobsuchende. frauen sind in allen bereichen der gesellschaft taetig und werden nicht eingeschraenkt. das verkehrsystem wird reformiert und die infrastruktur ausgebaut. die soviel kritisierte kleiderordnung wird von frauen die daran keinen gefallen haben ohnehin umgangen, so das auch hier von keinem ernstzunehmenden druck auf frauen gesprochen werden kann.
wer innerhalb der islamischen staatsordnung kritik uebt ist niemals bedroht. moussavi hat es beweisen, er steht unter hausarrest, weil er sich nicht von der gewalt seiner anhaenger distanzieren konnte und weil einige subjekte unter seinem namen einen umsturz planten. auslandsiraner dagegen verfolgen eine andere agenda. sie sehen keine fortschritte, sind oft antiislamisch und zumeist prowestlich orientiert. sie haben grundsaetzlich ueberhaupt keinen gefallen am system und negieren alle fortschritte irans um der regierung keinen bonus zu geben. dann muss beachtet werden das viele exilantengrueppchen ferngesteuert werden. es ist oftmals nicht mal ihre meinung die sie kundtun sondern eine vorgegebene. durch diese exilantengrueppchen spricht oft die wuensche einiger dominanter herrenmenschenstaaten. jene, die iran gerne wieder in ihr einflussgebiet eingliedern wuerden. ob es exilkubaner waren oder ukrainer oder oder oder...der vorgang ist immer der derselbe. man nutzt die geflohenen um eigene interessen durch sie zu formulieren. mittlerweile muss ein iraner nicht mal mehr muslim sein um zu wissen, welch boeses spiel amerikaner und briten gegen iran spielen und bereits spielten. wir iraner haben einen langen leidensweg mit den amis und briten durchgemacht und wollen beim besten willen ihre freundschaft nicht mehr unter solchen bedingungen haben. deshalb auch, haftet exilanten auch so ein widerlicher geruch des verrats an, da ziele und forderungen den alten imperialen mustern entsprechen, denen sich mittlerweile viele voelker entledigen wollen. wer sich den shah zurueckwuenscht, formuliert einen alten britisch kolonialen wunsch. wer kommunisten und nationalisten wiedersehen moechte, der tut nichts anderes als die teilenden faktoren herbeizurufen, die uns geschwaecht haben. was uns aber staerke bringt ist der islam, er ist das verbindungsstueck zwischen allen voelkern in nah ost und ein bollwerk gegen den westbeherschungswahnsinn.
einige der schreiber hier koennte man eine kilometerlange auflistung der errungenschaften vorlegen, am ende wuerde es sowieso nur wieder heissen, das der staat von greisen geldgierigen moullahs gefuehrt wird, deren einziger plan es ist, die iranische nation zu pluendern. es aendert immer bei diesen herrschaften bei raub, vergewaltigung und massenmordstories. daran sehe ich, wie diametral doch die vorstellungen von in und auslandiranern sind!

Le Mec@anonym22-04-12

Vielen Dank für Ihren (nicht besonders hilfreichen) Vorschlag zur Verbesserung der iranischen Wirtschaft. Da gefallen mir die sachbezogenen Beiträge des Kabinetts Ahmadinejads (Subventionsabbau, Investition in Infrastrukturprojekte, Autarkiebestrebungen) besser. Und dem IWF gefallen sie auch besser: http://irananders.de/nachrichten/news/article/iwf-lobt-irans-erfolg-in-der-subventionsreform.html

Anonym22-04-12

@ nasser,

Der Shah war auch korrupt und diktatorisch. Aber dennoch würden sich viele ihn zurück wünschen weil er im Vergleich zu den Mullahs geradezu ein Wohltäter war. Nasser nur ein demokratischer Wandel kann den Iranern mittelfristig helfen. Wenn die Mullahs gehen wird nichts automatisch besser,aber die Menschen wurden ihre würde und Selbstbestimmung zurückerhalten und wieder Hoffnung schöpfen. Und das wäre ein guter Anfang um den Mist zu beseitigen den diese rückständigen Mullahs fabriziert haben. Ich denke auch das die Mullahs den Islam nachdrücklich beschädigt haben.

Adel22-04-12

@anonym
ich bin selbst ein absoluter gegner von khamenei und den mullahs.
aber wenn ich schon wieder lese wie du den islam beleidigst kommt mir die galle hoch.
dein satz mit mahdi kann ich nicht akzeptieren. ich bin selbst exilant mit allem drum und dran. aber wenn ihr glaubt, dass iraner gegen den islam sind dann habt ihr euch geirrt.
wer veränderungen im iran haben will muss akzeptieren, dass die iraner ein iran ohne islam nicht wollen.
es ist leider diese gruppe von diesen ewig gestrigen die immer noch dem shah am hintern kleben und denken, dass iran irgendwann wieder wie vor 1979 wird.
das regime nutzt es aus und sagt alle auslandsiraner sind so, dabei stimmt es nicht.

ich hasse leute die den islam mit den mullahs vermischen. mullahs sind ein dreck, die den islam missbrauchen. ihr seit kein deut besser als die.

Nasser23-04-12

@Anonym: ich sehe das anders, was ich mit dem Schah-Beispiel verdeutlichen wollte, ist es, dass die Misere ist nicht daran gebunden, dass eine korrupte politische Klasse an die Macht ist, alle diese Leute, Mullahs, Schahs, und die Bienen um ihn herum, die sind nicht vom Mars auf uns gefallen, sondern sind Söhne und Töchter dieses Landes. Also das Problem liegt in unserer Haltung gegenüber Gesetz, für uns ist über Rot fahren eine Ehre und kein Verbrechen, und solange wir die Hoheit des Gesetzes nicht anerkennen, wird sich nichts ändern, nur eine korrupte Schicht mit den anderen getauscht. Es ist immer einfacher den Dorn im fremden Auge zu sehen als den Balken im eigenen Auge. Wenn die Opposition mit dem bewaffneten Kampf nicht angefangen hatte, wäre jetzt alles andere, und immer noch mit den Rufen Tod dem Diktator, haben sie nichts aus der fatalen Vergangenheit gelernt. Jemanden mit dem Tod zu drohen und glauben er wird sich nicht wehren, ist einfach iranisch. Hat jemals die Opposition sich an Gesetzen gehalten? wird in anderen demokratischen Länder erlaubt sein ungenehmigte Demonstrationen zu halten mit dem Sturz der Grundordnung zu drohen etc...? Der Marsch durch die Instutionen ist nicht in unserer Kultur , aber darauf hauen mit Worten und wenn es geht mit Waffen, das schon, und solange dies sich nicht ändert, wird jede Wechsel nur eine Farce sein. Dass viele Menschen sich die Monarchie zurück wünschen wundert mich nicht. Erstens Menschen haben von Natur aus kurzes Gedächtnis, zweitens die politische Bildung lässt vieles zu wünschen übrig. Man sieht das an die Analysen, Prognosen der Opposition und der Regierung. Von einfachen Menschen erwarte ich dann nicht viel. Und dass ist für mich ein Beleg, dass für uns höchstens eine gelenkte Demokratie in Frage kommt, sonst würde der nächste Populist, der mit markigen Sprüchen auftaucht der nächste Präsident.

Nasser23-04-12

@Anonym: das Thema Würde hat mich auch immer interessiert, nur der Haken daran ist, das diese Würde jeder nur für sich beansprucht dem anderen aber nicht billgt. Ich habe als Kind gelernt sei gegenüber andere so wie du selbst behandelt sein möchtest. Nun wieviele Schimpfwörter gibt es denn im persischen für verschleierte Frauen? schwarze Raben etc. über Dorfler, Provinzler, Minderheiten, über Frommen, über Staatsbediensteten( Siehe oben: Mozdur als Beispiel) über Afghanen etc... und meistens werden solche Haltung gerade von den Leuten gepflegt, sie für sich alle Würde diese Welt beanspruchen. darum mein Rat, fange an, gib den anderen ihre Würde und du wirst sie wieder erhalten. Demokratie ist nicht nur ein Staatsform sondern eine persönliche Haltung und beinhaltet.

Jiggy23-04-12

ganz ehrlich an alle pro iri leute hier und unser basij fan, wenn es im iran so toll ist und ahmadinejad so ein toller präsident ist, WIESO GEHT IHR DANN NICHT ZURÜCK IN DEN IRAN? WIESO SEID IHR HIER?

Nasser23-04-12

@Adel: ich teile deiner Meinung in wesentlichen Teilen. Ich wünschte es gebe mehr Iraner wie du denken.
Nur in einem Punkt möchte ich dich bitten gerechter und differenzierter zu sein. Die Mullahs als solche gibt es nicht als eine einheitliche Schicht. Es gibt einige die ihre Grenzen verloren haben und einige die sehr bescheiden und mit Würde leben. Pauschalurteile sind für eine so grosse Masse einfach nicht fair.

Humanist24-04-12

@ Adel,

ich verstehe ihren Zorn. Aber anonym hat selber geschrieben, dass die Mullahs den Islam beschädigen.
Aber ich teile ihre Meinung nicht, wenn sie sagen, dass Iraner den Iran ohne Islam nicht wollen.
Klar gibt es viele religiöse Iraner, die Moslem sind, aber sie sollten auch anerkennen, dass es viele Menschen im Iran gibt die nicht religiös sind oder den Islam ablehnen. Der Iran hat ein junges Volk und junge Menschen haben in der Regel andere Sorgen als den Islam.
Wie sie wissen gibt es regelrechte Konvertierungswellen im Iran, immer mehr Menschen werden Christen oder kehren zurück zu Zaraturtha, oder wenden sich ganz von der Religion ab.
Der Islam ist meiner Meinung nach irreperabel beschädigt und wird in der zukunft Irans keine große Rolle mehr spielen, weder politisch noch für die Zivilgesellschaft.
Ich persönlich kenne wenig IRaner, die sich als religiös bezeichnen oder den Islam für sich ausleben.
Dennoch finde ich sollte Religion privatsache sein. Machen Sie nicht die selben Fehler wie die Mullahs, und hassen alle die den Islam ablehnen, denn sonst würden Sie genau die Erwartungshaltung der Islamkritiker bestätigen.

Abdullah atTawil24-04-12

Nach Aristoteles ist das, was wir hier haben, eine Pöbelherrschaft. Die Frage ist nun, wem nützt so eine Pöbelherrschaft? In Anbetracht aller Umstände gibt folgendes Zitat die beste Antwort.

"...Demokratie...,der einzigen Staatsform, unter der [man] echte Entfaltungsmöglichkeiten und günstige Zukunftsperspektiven besitzt..."
(Heinz Galinski, "Juden in Berlin" Seite 338)

Fleißige, friedliebende Juden haben auch in nicht-demokratischen Systemen echte Entfaltungsmöglichkeiten, wie jeder andere wahre Mensch auch. Was Galinski meinte war die Möglichkeit, ungehindert die niedersten Triebe der Menschen zu wecken und diese als bestimmende Faktoren walten zu lassen. Triebgesteuerten Menschen kann man schließlich alles zu jedem Preis verkaufen, und so erzeugen sie wie vom Fließband immer neue Begierden nach Dingen, die kein Mensch wirklich braucht und ihm mehr schaden als nutzen (man denke nur an die Pornographie).

In seinem Dünkel lässt sich der einfache Mensch auch gerne einreden, dass er die Macht hat mit seiner Stimme. Dazu Nietzsche:

"Der Parlamentarismus, das heißt die öffentliche Erlaubnis,zwischen fünf politischen Grundmeinungen wählen zu dürfen, schmeichelt sich bei jenen Vielen ein, welche gerne selbständig und individuell scheinen und für ihre Meinungen kämpfen möchten. Zuletzt aber ist es gleichgültig, ob der Herde Eine Meinung befohlen oder fünf Meinungen gestattet sind."

All das ist so offensichtlich falsch und verderblich, dass einem nichts anderes übrig bleibt als die Verfechter der hemmungslosen Freiheit bösartig und verkommen zu nennen. Dass die weisen Staatsführer im Iran hart gegen solche Zersetzer vorgehen ist deshalb nur zu verständlich. Es ist schließlich nicht jeder in der Lage, alles angemessen beurteilen zu können, und so sind die meisten Menschen auf Führung angewiesen. Dabei soll der Mensch dahin geführt werden, wo er im tiefsten Inneren eigentlich nur hin will, nämlich zu einem friedlichem Dasein, in dem er mit seiner für Mensch und Natur wohltätigen Arbeit ein angemessenes Wohlleben für sich und seine Familie schaffen kann. In dieser Ruhe gedeihen dann auch Religion, Kunst und Wissenschaft zum Wohle der Schöpfung.

Le Mec@Jiggy24-04-12

Ich finde den Vorschlag, das Land zu verlassen, nur weil es woanders schöner ist, ziemlich kurzsichtig. Es gibt Menschen, die haben Arbeit hier, Familie hier, Freunde hier, sprechen Deutsch als alles andere und haben auch ihre Lieben hier begraben. Sie finden zwar Iran (aber auch Südfrankreich, Andalusien, Lombok und Cancun) schöner als Deutschland, aber sie gehören da nun mal nicht hin.

sarbaze rahbar_basijisupporter24-04-12

@jiggy

was hat die symphatie mit seiner regierung mit dem wohnsitz zutun? soll jeder antideutscher und zionistenfreund gleich in israHell leben oder jeder amifreund in den staaten?
jeder pastaliebhaber in italien oder jeder chicken tikka fan in indian?
sind sie nicht auf die idee gekommen, das manche garnicht von alleine hier gekommen sind? das manche vielleicht nur vorruebergehend hier wohnen? oder sagen sie das, weil so mancher westhoerige iraner in den staaten lebt, da wo seine gebetsrichtung liegt und seine traumregierung sitzt?

Mohsen24-04-12

@Jiggy

Wenn Iran so schlecht ist, warum bist du hier und nicht dort um die Situation dort zu besseren?

Mohsen24-04-12

@ Anonym :"Der Shah war auch korrupt und diktatorisch. Aber dennoch würden sich viele ihn zurück wünschen..."

Biologisch gesehen und zum Glück ein unerfüllbarer Wunsch.

(von Moderation chiffriert)25-04-12

SOGHRA NAJAFPOUR – schon als Kind zum Tode verurteilt

MODERATION: Bitte posten Sie keine sachfremde Artikel.

siglinde25-04-12

Das Abschalten von Press TV.
Unbedingt anhören:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=KOHjZzZhC1Q

siglinde25-04-12

hier weitere Interviews mit Hörstel:
Man höre insbesondere ab 09:30 hinein !!! "Der Iran darf sich nicht entwickeln ....und soll Washingtons Politik befolgen" = der Iran soll sich also versklaven lassen !!!
http://www.youtube.com/watch?v=q-NJxtKDCao

Humanist25-04-12

@ Mohsen,

ja wirklich traurig und bemerkenswert zugleich, dass die Menschen so angewidert sind von den diebischen Mullahs, dass Sie sich sogar den Shah zurückwünschen.

Einige Mullahs sprechen über das wahre Ergebniss der Schandwahlen zum Mullahparlament, nicht dass jemand je an die offiziellen Ergebnisse geglaubt hätte, aber interessant wenn jetzt schon Mullahs die offiziellen Ergenisse bestreiten: Wahlbeteiligung landesweit 38%, Teheran 18%. Ich denke immer noch, dass auch diese Zahlen zu hoch sind, aber zumindest zeigt dieses wieder die verlogene Natur der IRI samt seiner Profiteure.
http://sahamnews.net/1391/02/198791/

Und noch eine Nachricht:

Immer mehr Soldaten der Mullaharmee werden Christen.

http://mohabatnews.com/index.php?option=com_content&view=article&id=4439:trend-towards-christianity-among-iranian-armed-forces-on-rise&catid=36:iranian-christians&Itemid=279

@Humanist25-04-12

Vielen Dank für die Links, jetzt weiss ich wieso Sie das glauben, was Sie glauben.

Beispiel: In Sahamnews wird absolut keine Quelle genannt. Das kann eine reine Erfindung und Konstruktion sein.

Mohsen25-04-12

@Humanist
"ja wirklich traurig und bemerkenswert zugleich, dass die Menschen so angewidert sind von den diebischen Mullahs, dass Sie sich sogar den Shah zurückwünschen."

Solche vereinzelte Aussagen kann man nicht ernst nehmen.

In den 1980ern war ich in Paris zu einer Hochzeit eingeladen. Braut und Bräutigam waren ehemalige Russen, die seit Generationen in Paris lebten. Die Mitglieder beider Familien waren davon überzeugt, dass die UDSSR zerfällt (womit sie Recht behielten) und ein Nachkommen des Zars bzw. aus der Familie Romanow an die Macht kommt.

Genauso wird es noch lange Iraner geben, die an die Rückkehr der Pahlavis glauben.
Ich kann solchen Leuten nur belächeln.

Die Wahlbeteiligung spielt in einem Land mit Wahlrecht (keine Wahlpflicht) für die Legitimität der Gewählten nur eine untergeordnete Rolle, sonst hätte man in Deutschland nicht einmal eine handvoll legitimer Bürgermeister.

Abdullah atTawil25-04-12

Geehrte Moderation,

es wäre sehr freundlich, wenn Sie kurz darauf hinweisen, dass Sie einen Beitrag bearbeitet haben. Ich möchte nicht in Verdacht geraten, falsch zu zitieren oder unzusammenhängend zu schreiben. Also, nichts für ungut, ich verstehe, warum Sie die Schere ansetzen mussten.

Freundliche Grüße...

Mohsen25-04-12

@Humanist
"Immer mehr Soldaten der Mullaharmee werden Christen."

Den Artikel habe ich gelesen. Man kann sowas glauben, muss man aber nicht, zumal weder Fakten noch Zahlen oder gar Namen genannt werden.

Würde der Artikel lauten:
"Immer mehr US-Soldaten werden Moslems" und in Kayhan erscheinen, hätten Sie vermutlich als erster Propaganda geschrien.
So durfen Sie auch im ungekehrten Fall nicht sofort alles was Sie irgendwo lesen, für bare Münze nehmen, weil Ihnen der Tenor ideologisch passt.

Le Mec@"Humanist"25-04-12

Wie wäre es zur Abwechslung mal mit vernünftigen Quellen? Das ist als würde ein IRI-Anhänger leader.ir zitieren, um seine Behauptung, dass die Islamische Republik dem Westen überlegen ist, mit einer Quelle zu unterstützen.

Le Mec@Mohsen26-04-12

Sehr schöner Vergleich!

WHaverkamp26-04-12

Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, warum solch ein Artikel in "Foreign Affairs" erscheint, bei der wichtigen Rolle, die der Herausgeber, das "Council on Foreign Relations (CFR)" in den USA spielt - wenn man die allgemeine Kriegspropaganda gegen Iran in den westlichen Medien bedenkt?

Humanist26-04-12

@ le Mec,

Vernünftig, aus welcher Sicht? Was für den einen Vernünftig ist, kann für andere unvernünftig sein.
Steinigung, oder Misshandlung von Oppositionellen und Gefangenen ist aus Sicht der Mullahs vernünftig.
Andere, wie ich, finden solche Verhaltensweisen unmenschlich.
Sie finden die Herrschaft von Khayemani Vernünftig, Millionen Iraner nicht!
Über Vernunft lässt sich trefflich diskutieren.
Bestimmen etwa Sie welche Quellen siriös sind und welche nicht? Das erinnert mich stark an das Verhalten der Mullahs im Iran, die auch 75. Mio. Iraner davor bewahren möchten "falsche" Quellen zu lesen. Daher haben Sie das halbe Netz zensiert und die Medien, wie Sie wissen, gleichgeschaltet.
Ich habe hier den Spiegel, die Welt usw. angeführt. Mullahfreunde haben diese als westliche Propaganda Blätter abgetan.
Ich habe von Erfahrungen Verwandter und Befreundeter aus Iran berichtet, Mullahfreund haben Sie daraufhin der Falschaussage beschuldugt.
Ich habe Videos der Ermordung von Neda und anderen hier gepostet, es hieß von in Deutschland lebenden Basijis, die Aufnahmen seinen vom Mossad gefälscht oder sonst irgendeine islamistische Aussage.
Auch das Regime der Despoten im Iran agiert so ähnlich.

Mohsen26-04-12

@Humanist

Jede Gesellschaft hat nicht nur das Recht sondern die Pflicht ihre Bürger gegen einige Themen aus dem Netz zu schützen. Dieses ist keine iranische Erfindung.
Die eine Gesellschaft geht gegen Pornografie gernerell vor und die andere beschränkt sich auf die Kinderpornografie und Gewalt.
Die eine Gesellschaft geht gegen Scientologie und die andere gegen Bahaie vor.

Ich kann viele solcher Beispiele vortragen.

Es wird aber immer Themen gegen die Sie oder ich, vielleicht auch wir beide als unschädlich für die Gesllschaft halten und deren Zensur nicht gutheißen.

Im übrigen ist diese Vorgehsweise nicht nur auf das netz beschränkt. In jedem Land gibt es Bücher die sie legal nicht erwerben können.

Auch die Gleichschaltung der medien ist keine iranische Erfindung, wenn ich an dem "Fall" Grass denke.

Abdullah0226-04-12

Es ist einfach lächerlich westliche Demokratie mit der Mullahdiktatur zu vergleichen.Ich will nicht behaupten das im Westen alles super ist, aber hier wird niemand auf offener Strasse ermordet ohne zur Rechenschaft gezogen zu werden.Also hört bitte auf die mordende Mullahs im Iran mit dem Westen zu vergleiche, das ist eine Schande für alle freiheitsliebende Menschen und min. 70 Millionen Iranerz

Le Mec@"Humanist"27-04-12

Die Welt ist also kein westliches Propagandablatt? Schauen Sie mal hier in die Unternehmensgrundsätze von Axel Springer, zu dem die Welt gehört: http://www.axelspringer.de/artikel/Unternehmensgrundsaetze_1186997.html
Solidarität mit Israel ist der zweite Unternehmensgrundsatz, der dritte "[d]ie Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika."

Das sind natürlich die optimalen Bedingungen für eine vernünftige und neutrale Berichterstattung.

Nasser27-04-12

@Humanist:
Ihren Vorwurf, dass in Iran die Medien eingeschränkt sind ist natürlich richtig. leider zensiert die Oppostion genauso tüchtig und im Falle eines Wechsels erwarte ich von der Opposition eine härtere Zensur als jetzt. Sind die Politiker Teil des Systems, finden sie alles in Ordnung, sobald aber im Machtkampf unterliegen, dann entdecken sie die Begriffe wie Meinungsfreiheit und Demokratie. Davon gibt es genugend Beispiele von Bani Sadr begonnen bis Moussavi.
Das ist für uns Iraner nicht Neues.
Mich wunder aber , dass viele an die Mär von der freien Presse iim Westen glauben. Italien hat so viel Freie Presse wie Burkina Faso laut Ranging von Journalistenverband. Ungarn hat mittlerweile schlimmere Gesetze als IRI.
In Deutschland bezeichnen sich die Medien selber als 4. Macht im Staate. Es bedeutet aber , dass sie genauso an entscheidungen beteiligt sind wie 3 anderen Organe, allerdings im Gegensatz zu den anderen Oganen unterliegen sie keinerlei Kontrolle, und die Chefredakteure sind auch nicht demokratisch gewählt. Wer weiss wieviele Informationen die Herrem in Welt und Spiegel uns vorenthalten, wieviele sie verfälschen und wieviele sie nur bewusst teilweise wiedergeben um ihr eigenes politisches Agenda durchzustezen.

siglinde27-04-12

@humanist
"Ich habe hier den Spiegel, die Welt usw. angeführt. Mullahfreunde haben diese als westliche Propaganda Blätter abgetan."

Entschuldigen Sie Herr Humanist, aber dazu braucht man kein Mullahfreund zu sein, um zu erkennen, dass die Presse hier gleichgeschaltet ist und das gerade die Welt zum üblen Hetzblatt geworden ist. Wenn Sie bei der Welt oder Bild arbeiten wollen, müssen Sie vertraglich zusichern, dass Sie nicht gegen die Interessen der USA und Israel schreiben.
Welt online schaltet regelmäßig seine Kommentarfunktionen aus, wenn Deutsche zu viel gegen Israel schreiben und in keinem europäischen Land werden so viele Dinge unter den Teppich gekehrt und gelogen, wie in der brd.
Hier Beispiele der Zensur:
http://schweigenzuisrael.blogger.de/

Es ist richtig, dass man diese kriegstreibende Hetze nicht im Iran verbreitet, es ist vor allem im Interesse der ehrlichen Deutschen, die nicht möchten, dass die Iraner denken, dass wir so ticken.
Die Iraner haben nichts davon, sowas zu lesen (bzw. zu unterbinden, dass im Iran sowas gelesen wird), außer man möchte, dass die Iraner anfangen uns widerlich zu finden, denn so eine Berichterstattung ist abstoßend und menschenunwürdig.
Es ist nämlich die IRI, die uns trotzdem immer mit gutem Willen begegnet, obwohl hier solch schändliche kriegstreiberische Lügen durch die Systempresse verbreitet werden. Es ist die IRI, die weiß, was hier los ist, die weiß, dass die BRD nicht Deutschland ist und dass die Deutschen eben anders denken, als unser System es vertritt, ja als Vasallenkonstrukt vertreten muss.

siglinde27-04-12

Günter Grass hat am Ende seines Lebens als Literatur-Nobelpreisträger somit versucht, das Lügengebäude, das die Menschen unter sich zu begraben droht, kontrolliert zu sprengen, bevor es zu spät ist. Grass appellierte an alle noch denkfähigen Menschen, über seine Beweggründe dieser großen Anklage nachzudenken:

1. Ich habe zu lange geschwiegen, aber jetzt schweige ich nicht mehr.

2. Ich habe geschwiegen, aus "Zwang" und Angst vor Bestrafung ("Zwang, der Bestrafung in Aussicht stellt").

3. Ich wäre angeklagt worden des "Antisemitismus" (ersetzt semantisch das Wort: Hochverrat).

4. Aber jetzt rede ich, weil geplant ist, ein ganzes Volk auszulöschen, die Welt in einen Dritten Weltkrieg zu stürzen."

siglinde27-04-12

Hier noch mal schwarz auf weiß, was bei der Springerpresse los ist:

"Redakteure der Springer-Presse werden zur Unterstützung Israels vertraglich verpflichtet: Dazu wurde dem Muslim-Markt ein Auszug aus einem Arbeitsvertrag der Bild der Frau zugespielt:

Zwischen der Axel Springer Vertag AG ("Vertag") und XXXX ("Redakteur) wird folgender Redakteurvertrag geschlossen.
§ 1 Arbeitsgebiet:
1. Herr. Frau XXXX wird als Redakteurin angestellt und in der Redaktion BILD der FRAU tätig.
2. Der Verlag behält sich vor, dem Redakteur andere redaktionelle oder journalistische Aufgaben, auch an anderen Orten und bei anderen Objekten zu übertragen, wenn es dem Vertag erforderlich erscheint und für den Redakteur zumutbar ist.
§ 2 Grundsätzliche Haltung der Zeitung
BiILD der FRAU hat folgende grundsätzliche Haltung:
- das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und die Förderung der Einigungsbemühungen der Völker Europas;
- das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen: hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes
- die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus:
- die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft.

Aber auch unabhängig von der extremen Stützung aller zionistischer Verbrechen durch diesen Verleger stellt ein derartiger Verlag nach Ansicht mancher Beobachter eine Bedrohung für jedes demokratische System dar, da es Methoden anwende, die sonst nur in gleichgeschalteten Mediensystemen bekannt sind, was während des Afghanistan-Feldzuges der USA in 2001 deutlich wurde:

DER STANDARD, 19. November 2001 - MEDIEN IM KRIEG Wegen Kritik entlassen
OSZE-Medienbeauftragter: "Wahrheit nicht im Krieg sterben lassen" Berlin/Wien - Journalisten des Springer-Verlags (Bild, Welt) dürfen keine Kritik an den Militärschlägen der USA üben. Denn kurz nach dem 11. September wurde in die Arbeitsverträge die Verpflichtung zu "Solidarität mit den USA" aufgenommen. "Dieser Passus ist eine Beleidigung gegenüber den USA, dem Vorbildland der freien Presse", kritisiert der Beauftragte der OSZE für die Medienfreiheit, Freimut Duve, im Gespräch mit dem STANDARD. "Diese Selbstbeschränkung führt weg vom professionellen Journalismus. Der Gegenstand außenpolitischer Berichterstattung wird damit halbiert." Aber auch in den USA ortet Duve problematische Entwicklungen: Zwei Journalisten von der Texas City Sun und vom Daily Courier in Oregon wurden entlassen, weil sie kritische Kommentare über US-Präsident George Bush geschrieben hatten. "Das Gefährliche ist das Verratssyndrom. Dass jemand als Verräter dargestellt wird, wenn er etwas berichtet, was quer liegt. Diese Verratsschraube darf eine freie Demokratie nicht erreichen. Man darf auch nicht hinnehmen, dass im Krieg die Wahrheit stirbt. Journalisten sind besonders herausgefordert, ihre Verantwortung zu nutzen." Die Unternehmensleitungen müssten sich um Unabhängigkeit bemühen. Duve fürchtet, dass "unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung Staaten wie Turkmenistan, die den freien Journalismus schon ausgerottet haben, ihr Verhalten leichter begründen können, weil sie Teil der Antiterrorallianz sind". Duve hofft auch auf ein Einlenken in den USA: "Es gibt schon mehr kritische Kommentare als in den ersten vier Wochen nach den Anschlägen. Die Massenmedien hat das noch nicht erreicht." Zumindest bei der BBC hat Kritik Änderungen bewirkt. Der BBC World Service hat sich entschieden, die Anschläge in den USA nicht mehr als Terrorismus zu beschreiben. Die offizielle Diktion ist künftig "Attacke". Mit dieser Formulierung will die BBC ihren Ruf der Unparteilichkeit vor allem in der islamischen Welt wahren. (afs)

Aus den oben genannten Gründen besteht für uns kein Zweifel, dass Axel Springer einen gehörigen Anteil an den Verbrechen der Zionisten gegen die Menschlichkeit mitträgt. Daher empfehlen wir den Boykott aller Springer-Produkte. Diese sind u.a:

Bild, Bildwoche, Bild am Sonntag, Computerbild, Sportbild, Bild für die Frau usw. (auch ohne Springers zionistisches Engagement würde der Kauf der Bildzeitung der Würde eines Muslims widersprechen).

Welt, Welt am Sonntag

Berliner Morgenpost

B.Z.

Hamburger Abendblatt

Euro am Sonntag

Hörzu, funkuhr, TVneu

Finanzen, Aktienresearch

Journal für die Frau, Miss Beauty

U.a. gehören auch folgende Verlage dem Axel-Springer Konzern: Heyne, Econ, Ullstein."

http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema/12470/367539/Springer+Presse.html

Anonymous27-04-12

Freiheit führt nicht zwangsläufig zur Wahrheit. Und Zensur nicht zwangsläufig zur Lüge.

Humanist27-04-12

@ Le Mec,

das Sie aus Ihrer Sicht das anders sehen, ist im Grunde nicht überraschend. Und wenn die Welt über die Morde und Verbrechen der diebischen Mullahs berichtet, ist das doch lange nicht falsch, nur weil es die Welt berichtet.
Sie schauen lieber Opress-TV und lesen Keyhan. An Ihrer "Argumentaion" stellt man unschwer fest, dass Sie einfach den Quatsch der Mullahs wiederholen. Aber, wie schon oft erwähnt, was schon im Iran nicht funktioniert wird hier erst recht nicht klappen.
Die Journalisten der Welt laufen auch nicht Gefahr inhaftiert, vergewaltigt und ermordet zu werden, wohingegen das Iran der Mullahs das größte Gefängnis der Welt für Journalisten ist.

Humanist27-04-12

@ Siglinde,

Im Iran sitzen etliche Journalisten, Blogger in Haft und werden mit dem Tode bedroht. Mag sein, dass Teile der Presse hier kontrolliert werden, aber wir beide können uns darüber unterhalten, und Sie können auf die Strasse gehen und laut schreien: die Presse ist gleichgeschaltet, informiert Euch woanders, zb. bei Press-TV online. Keiner wird Sie vergewaltigen oder Sie inhaftieren oder gar ermorden. Im Iran würde man genauso verfahren. In Deutschland gibt es eine Palette von Zeitungen verschiedenen Coleurs, links, rechts, konservativ, liberal usw. Mag sein, dass jede Zeitung ihr Klientel bedient, aber keiner wird ermordet.
Im Iran ist das anders. Bitte hören Sie auf zukünftig auf meine Kommentare einzugehen, ich finde Ihre Meinung geradezu zynisch, während Tausende in den Mullahkerkern verrotten.
Auch ich werde nicht mehr Ihre Kommentare kommentieren. Können wir uns darauf einigen?

siglinde27-04-12

@abdullah02
ihr Zitat:
"Es ist einfach lächerlich westliche Demokratie mit der Mullahdiktatur zu vergleichen.Ich will nicht behaupten das im Westen alles super ist, aber hier wird niemand auf offener Strasse ermordet ohne zur Rechenschaft gezogen zu werden."

Hier wird man verselbstmordet, unter mysteriösen Umständen verunfallt, plötzlich abgelebt oder auch "vermöllemannt" , wenn Sie verstehen, was ich meine?! Sie können es nennen, wie Sie wollen, oder auch ignorieren, aber sowas passiert hier.
Ich nehme an, dass in den Fällen nicht unbedingt der brd Geheimdienst dafür verantwortlich ist, sondern ähnlich wie im Iran, Mossad und CIA.

Nasser27-04-12

@Abdullah: hier im Westen skandiert die Opposition nicht mit der Parole: Faust gegen Faust, und Kugel gegen Kugel, schreit nicht Tod dem X und Tod dem Y. Tun sie es ausnahmsweise wie RAF, dann wird man wie Grams im offenen Bahnhoff vor aller Augen hingerichtet, oder findet man sich als erhängt im Rammstein wieder, natürich alles Selbstmordler, und alles Gerüchte und Verleumdungen, hier im Westen hat man nicht Geheimegefängnisse im Polen oder entführt man die Leute wie Masri nicht nach Afghanistan um sie zu foltern. Alles üble Gerüchte, hier entschuldigt sich der Staat wenn es eine Ameise auf den Rücken tritt, wie wunderbar mache sich einpuppen lassen.

Reza29-04-12

@ Nasser,
ich bin der Meinung, dass unser Land Iran weder eine Revolution noch einen Umsturz gebrauchen kann. Das wird uns keinen Schritt weiterbringen.
Sie haben in vielen Punkten Recht, was uns Iraner betrifft. Wir sind über alle Problem hinaus auch ziemlich naiv und blauäugig. Wie wäre sonst der Umstand zu erklären? dass viele von uns das Versprechen von einigen Seelenverkäufern für bare Münze nehmen, oder wie ist das zu erklären? dass wir Menschen regelrecht zum Gott erheben? Heute ist Herr Khamenei der Gott und Morgen bestimmt ein Herr Mesbah jazdi. Wie wäre sonst der Umstand zu erklären, dass wir es seelenruhig hinnehmen, wenn Scharlatane und Magier die Religion und den Glauben für sich als ein Geschäftsmodell entdeckt haben, und sie für ihre kranke und grausame Phantasie missbrauchen und dabei Religion durch Aberglaube, Verdorbenheit und Dummheit ersetzten.
Wie wäre sonst der Umstand zu erklären? dass die Korruption das ganze Land im Würgegriff hält, und wir dennoch nichts dagegen unternehmen, während das ein bisschen zurückgesetztes Kopftuch einer jungen Frau uns auf die Palme bringt. Wir sollten nach 33 Jahren doch erkennen, dass jeder einzelne von uns ein Teil des Problems ist, solange wir in Gottesnamen oder im Namen von …….. andere verteufeln und ihnen den Tod wünschen.

Aber was die Macher des Systems im Iran und seine Gegner anbetrifft, bin auch genau wie Sie der Meinung, dass sie alle Normalsterbliche sind und keine Aliens. Ich bin doch noch der Meinung, dass sich das System oder die Regierung nicht der Verantwortung entziehen können.
Wer kann sonst für politische Bildung, für Gerechtigkeit, für Gleichheit, für Arbeit, für Wohlstand und nationale Einheit sorgen? wenn nicht das System!!!!

Ein Adel würde für seine Aussage „ ich bin selbst ein absoluter gegner von khamenei und den mullahs“ unendlich viele Probleme bekommen und wäre sehr Arm daran im Iran unter diesen Umständen.

Le Mec@"Humanist"30-04-12

Zur Erinnerung: Es ging darum, dass Sie unglaubwürdige Quellen für eine unglaubwürdige Aussage verwendet haben. Die Unglaubwürdigkeit der Quellen habe ich hinreichen dargelegt, mit Originallink. Warum reden Sie nun über alles andere, nur nicht mehr über Ihre unglaubwürdige Aussage und die unseriösen Quellen?

"1. Trolle agieren absichtlich, wiederholt und schädlich (intentional, repetitive and harmful)"

Nasser30-04-12

@Reza: meiner Meinung das Problem lebt in jedem von uns, die Intoleranz und der Hass, der Korruption und die grenzenlose Überzeugung um seine Ziele mit allen Mitteln erreichen zu dürfen. Unser Kompromisslosigkeit, unser Ungeduld,..., ich denke wie können von Ländern wie Spanien und Türkei und sonst wo lernen aber ohne zu absolutieren, und deren System als makellos zu sehen. Jeder Staat bildet sich aus dem Volk, selbst Diktatoren entspringen aus dem Volk, solange dieser Staat nicht wie der Ostbock aus dem Willen ausländischer Macht entwickelt. Also sich selbst ändern, jeder für sich. Lernen das Gesetz zu achten, auch wenn dieses erstmal schlecht ist, dennoch ist es besser als Gesetzlosigkeit und versuchen mit Überzeugung, Vernunft und Achtung anderer langsam und langsam die Kultur zu ändern. Die kulturelle Barbarei ist nicht eine Erfindung der Mullahs, es gab sie vor der Revolution. Sie haben aber nichts vermocht die Kultur zu ändern sondern nur die Konflikte zu verschärfen. Darum liebäugele ich nicht mit Parteien und Strömungen, denn ich bin überzeugt, das selbst Gandhi oder Mandela als Regierungschef werden so landen wie Khamenei oder Mesbah.

siglinde01-05-12

@humanist

Wenn Sie der Diskussion nicht gewachsen sind, kann gerne entgegen kommen und nicht mehr auf Sie reagieren.

Sie müssen sich präziser auszudrücken. Wenn Sie von freier Presse reden, dann weiß ich nicht, dass Sie die verlogene, gleichgeschaltete und kriegstreibende Presse in der brd als frei empfinden ( naja, so lange hier geschrieben wird, was der Staat verträgt, wird es auch keine Verfolgung geben, einen Johannes Lerle z.B. verträgt dieser Staat nicht, er hat für seinen Block mit christlichen Ansichten 12 Monate bekommen, Zündel für seinen 7 Jahre etc.) Schreiben Sie in Zukunft präzise, was Sie konkret meinen und man muss auch nichts mehr klarstellen.
Übrigens hat für mich eine gleichgeschaltete für USrael kriegstreibende und verfälschende Presse Blut an den Händen kleben.

sarbaze rahbar-basijisupporter02-05-12

@Nasser
Zitat Nasser:
"Darum liebäugele ich nicht mit Parteien und Strömungen, denn ich bin überzeugt, das selbst Gandhi oder Mandela als Regierungschef werden so landen wie Khamenei oder Mesbah."

Wann haben sie erlebt, das sich seine eminenz Imam Khamenei unmenschlich oder tyrannisch aufgefuehrt hat? nennen sie mir eine rede oder handlung, wo sich imam khamenei wie ein diktator benommen hat? Was seine eminenz ausstrahlt ist eine weise erhabenheit von denen sich gandhi und mandela eine scheibe haetten abschneiden koennen. wir koennen dankbar sein, das imam khamenei seine schuetzende hand ueber den iran haelt und die wachsamkeit gegenueber dem feind im volke verschaerft hat. seit der islamischen
revolution gehoert die verunglimpfung unserer gelehrten zum basisprogramm der feinde der islamischen revolution. jedem der daran teilnimmt muss sich gefallen lassen, das er dies in einem bestimmten kontext zueinander tut. hass auf die gelehrtenschaft schueren, so das sich das volk von ihnen abwendet-was fuer eine perfide methode...
@Reza
ihre melancholie schlaegt auch mir langsam auf das gemuet. wenn die hoffnungslosigkeit einen ursprung haette, wuerde ich behaupten, es haette ihren ursprung bei ihnen. koennen sie auch mal von ihrem pessimismus abstand nehmen und konstruktiv nach vorne blicken? viele iraner kennen die sauerein die im staat ablaufen, wir kennen die banditen mit und ohne der rohanikleidung aber dennoch glauben wir an die positive kraft der revolution. wieviele chancen hat die islamische revolution eigentlich vom eigenen volk bekommen? ohne zu beruecksichtigen was wir fuer anfangsschwierigkeiten hatten, wird gejammert, als waere armageddon schon morgen.
Sie machen immer wieder den fehler, das sie vergleichen, wenn der westen ueber seine religion spotten kann, ueber seine heiligkeiten, dann soll der westen dies tun. wer aber einen weisen, aufrichtigen freund des volkes beleidigt, soll wissen, das er keine freunde findet. der islam hat klare grenzen formuliert wie wir uns zu benehmen haben, folgen wir diesem kodex, sind achtung und respekt unsere staerksten waffen.
diese ganzen iranischen westanbeter, wollen doch nur ohne pruefung auf vernunft, gewohnheiten und verhaltensmuster aus dem westen uebernehmen, weil sie oberflaechlicherweise den anschein erwecken, man verstehe darunter die ultimative freiheit. in wirklichkeit, ist es eine ungebremste lebensart, die keinem massstab mehr folgt. erwaehnen sie fairerweise auch unsere aufrichtigen mitstreiter in der islamischen republik iran, statt voellig apathisch das gesamte system todzureden.

Reza02-05-12

@sarbaze rahbar-basijisupporter,
Sie sind nicht gezwungen meine Beiträge zu lesen und zu kommentieren. Was bedeutet eigentlich Ihre Aussage?

„wieviele chancen hat die islamische revolution eigentlich vom eigenen volk bekommen?“

Jeder Mensch mit einem IQ über Zimmertemperatur weiß, dass wir, die Menschen die Revolution zustande gebracht. Wir haben alles gegeben, ohne kleinste Erwartung, wir haben an den Krieg teilgenommen und dabei unsere Gesundheit und unser Leben riskiert.

Bei folgenden Passagen verstehe ich nur Bahnhof, was meinen Sie eigentlich damit?

„Sie machen immer wieder den fehler, das sie vergleichen, wenn der westen ueber seine religion spotten kann, ueber seine heiligkeiten, dann soll der westen dies tun. wer aber einen weisen, aufrichtigen freund des volkes beleidigt, soll wissen, das er keine freunde findet. der islam hat klare grenzen formuliert wie wir uns zu benehmen haben, folgen wir diesem kodex, sind achtung und respekt unsere staerksten waffen.
diese ganzen iranischen westanbeter, wollen doch nur ohne pruefung auf vernunft, gewohnheiten und verhaltensmuster aus dem westen uebernehmen, weil sie oberflaechlicherweise den anschein erwecken, man verstehe darunter die ultimative freiheit. in wirklichkeit, ist es eine ungebremste lebensart, die keinem massstab mehr folgt. erwaehnen sie fairerweise auch unsere aufrichtigen mitstreiter in der islamischen republik iran, statt voellig apathisch das gesamte system todzureden“

Nasser02-05-12

@sarbaze rahbar-basijisupporter: ich habe das Patronat nicht verunglimpft, und ich meine er selbst hat nie behauptet , dass er unverfehlbar ist, denn sonst wäre ein Mensch dem Gott gleich, und astaqforellah dies is unmöglich. Aber ich behaupte weiterhin, dass wir alle ein Problem mit Toleranz haben, einfach deshalb, weil man eine einzige " Linie" für absolut richtig hält, wenn man nicht mal ein Hauch daran denkt, man könnte doch fehl einschätzen, denn wir sind ja nur Menschen, dann liegt man bereits in Satans Intoleranz-Falle.
Und wo er falsch liegt? In kulturpolitik lieber Bruder, denn wie heisst es so schön, im Glauben ist kein Zwang, und der Glaube ist die Basis des Islam. Ein Teil der Frauen, die nicht die islamischen Werte tragen wollen, sie dazu zu zwingen, ist unislamisch. Ich wünschte, wir hätten unsere Kultur beibehalten, und wären gegen Kulturimperialismus des Westens resistenter, sind wir aber nicht. Besser weg wäre gewesen, mit Mittel der Hochbesteurung der Kosmetika, Karrierechancen mit islamischen Werten zu kopplen. Aber Vorschriften zu setzen ist kontraproduktiv. Es möge die Weisheit seiner Eminenz größer sein als meine, dies wird die Zukunft zeigen, aber meine Wenigkeit erlaubt sich die Befürchtung zu äußern, mein sehr geehrter Sarbaz, dass die Zukunft docj ein besserer Lehrer sein wird.

(von Moderation chiffriert)03-05-12

Liebe Redaktion,
wieso wurde mein letzter Beitrag frisiert widergegeben?

MODERATION: Bitte werden Sie nicht persönlich.

Anonym03-05-12

Was sie als Revolution beschreiben war im Grunde ein islamistischer cout Etat

Christoph Hörstel04-05-12

Ein ziemlich guter, kritischer Beitrag, der sich wohltuend abhebt von manchem, was derzeit aus Deutschland nach Teheran eingeflogene "Jubelperser" verbreiten.





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