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16.08.2011 Muhsina Kurratulain

UNO lobt Irans Einsatz gegen Drogen


Yuri Fedotov, Leiter der UNODC und Irans Präsident Dr. Mahmoud Ahmadinejad

Der Leiter der UNODC, Yuri Fedotov (l.), traf Irans Präsident Dr. Mahmoud Ahmadinejad (r.) in Teheran.

Teheran, 20. Juli (Press TV/Irananders) - Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad ruft die NATO-Truppen  zur Kooperation  im Kampf gegen den Drogenhandel in Afghanistan auf, wobei Teheran bereit wäre, den Schlafmohnanbau zu kontrollieren, so der Präsident in einem Treffen mit dem Leiter des UN-Büros für Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung, (UNODC) Juri Fedetow, in Teheran.

Ahmadinedschad sagte ferner: „Den Kampf gegen den Drogenschmuggel führt die iranische Nation im Namen einer großen Mehrheit der internationalen Gemeinschaft durch und macht dabei keine Unterschiede zwischen der iranischen und europäischen Jugend“. Der Kampf gegen die Drogen erfordere wirtschaftliche und politische Entscheidungen sowohl auf regionaler, als auch auf internationaler Ebene, so heißt es weiterhin.

Fedetow, der für einen dreitägigen Besuch nach Teheran reiste, lobte die iranischen Anstrengungen in der Drogenbekämpfung und hielt andere Ländern an, diesem Beispiel zu folgen. „Iran hat eine der deutlichsten Antworten gegen den Drogenschmuggel auf den Weg gebracht“, heißt es in einem Statement Fedetows. Und er fährt wie folgt fort: „Irans Bemühungen, Tätigkeiten und Sorgen verdienen eine positive Rückmeldung und Anerkennung der internationalen Gemeinschaft“.

In einem Treffen mit dem iranischen Innenminister, Mostafa Mohammad Najjar, würdigte der Leiter der UNODC weiterhin die Bemühungen Irans im Kampf gegen die Drogen und versprach, die internationale Kooperation mit Teheran zu verbessern. Iran sei für die internationale Gemeinschaft ein verlässlicher Partner im Kampf gegen die Drogen, so Fedetow. Er stellte ferner konkrete Hilfen von Seiten der UNODOC - insbesondere Mittel zur Grenzüberwachungen - in Aussicht.

Der so genannte „Goldene Halbmond“ verläuft von Afghanistan, Iran und der Türkei nach Europa. 80% des Heroins sowie 37% der afghanischen Opiumproduktion gelangen auf dieser Route nach Europa. Zurzeit sind 12.000 iranische Sicherheitskräfte an der dortigen Landesgrenze stationiert. Davon kamen 3.700 in ihrem Einsatz ums Leben. Die Ausgaben im Anti-Drogenkampf sind seit dem Amtsantritt Ahmadinejads auf mehr als 700 Millionen Dollar gestiegen.


Le Mec16-08-11

Wirklich bemerkenswert was Iran da leistet. In keinem Land der Welt werden so viele Drogen beschlagnahmt wie in Iran, nirgends sterben so viele Sicherheitskräfte beim Kampf gegen dieses Übel. Besonders heikel in Iran ist, dass das Konsumieren von Heroin durch spritzen auch Seuchen wie Aids bei der Verbreitung unterstützt. Ich wünsche den Iranern weiterhin viel Erfolg bei der Eindämmung der Drogenhändler.

Rolf16-08-11

Was nützt die ganze Drogenbekämpfung, wenn die Ursachen der Sucht nicht bekämpft werden. Gerade im Iran sind Drogen heute weit verbreitet, weil ein alternativloser Alltag mit Schikanen und Beschränkungen sowie ein Diktat des gesamten Lebens vollzogen wird, dass zum Teil den Bedürfnissen der Menschen widerspricht. Die Perspektivlosigkeit der Jugend sollte bekämpft werden anstatt einfach nur die Handelswege zu stören. Sicher wird es immer Menschen geben die sich berauschen möchten, das kann man nicht verhindern. Doch man kann die Spirale der Sucht durchbrechen indem man Auswege anbietet und die Ursache der Unzufriedenheit, wie z.B. die Arbeitslosigkeit, angeht. Die stetig wachsende Zahl der Drogenabhängigen im Iran spricht Bände über die soziale und gesellschaftliche Situation. Verstehen sie mich bitte nicht falsch, ich empfinde die Einsatzbereitschaft der iranischen Regierung als positiv, aber das allein wird weder das iranische Drogen-Problem lösen noch die der anderen Länder.

Le Mec17-08-11

Rolf, an sich haben Sie Recht, das Vorhandensein von Drogen macht noch keinen Süchtigen. Aber die Menschen sind allerorts anfällig für Drogen. Das lässt sich nicht einfach auf soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit zurückführen. Iran hat eine jahrtausend alte Tradition des Drogenkonsums, so etwas kriegt man nicht so schnell aus den Menschen heraus. Darum ist der erste Weg natürlich das Vorhandensein der Droge zu bekämpfen.

Schritte in Richtung Entkriminalisierung der Abhängigen sind auch schon getan worden. Iran zeigt einen ziemlich guten Fortschritt für eine relativ konservative Gesellschaft (vgl. diesen guten Artikel: http://www.viro.med.uni-erlangen.de/bulletin/Bulletin2_11.pdf

EdiSchwager19-08-11

Wie kommt die UNO dazu, den Iran und Ahmadinejad für seine menschenverachtende "Drogenpolitik zu loben? - Von allen guten Geistern verlassen?!?

Humanist25-08-11

Ich denke, dass es unter den Iraner ein offenes Geheimnis ist, das die Mullahs bewusst Drogen ins Land schaffen, um die Jugend süchtig zu machen. Frei nach dem Motto ein Süchtiger begehrt nicht auf werden Drogen quasi staatlich verteilt.
Diese Methode wurde schon von den Engländern in China praktiziert, um die dortige Bevölkerung in Schach zu halten.
Zahlen aus dem Iran sind erschreckend. Ca. 30 Mio. leben unter der Armutsgrenze, in Teheran leidet mehr als die Hälfte unter Depressionen, mehr als 10% schwerst süchtig.
In einem Land, wo Wasserspiele verboten sind und die Jugend Ihren Bedürfnissen nicht nachgehen kann, wo es keine Perspektive gibt, ist die Drogensucht eine logische Konsequenz.
Es wird einmal mehr deutlich, dass die Islamisten Versager auf ganzer Linie versagt haben.
Ich hoffe nur wir können das Land aus den Händen dieser religiös-faschistischen Mafia befreien, bevor unser geliebtes Land irreversible Schäden nimmt.


http://www.welt.de/politik/specials/wikileaks/article12265736/Iran-ist-einer-der-weltweit-groessten-Heroinhaendler.html

http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article1517763/Iran-ist-einer-der-groessten-Drogenhaendler.html

http://www.welt.de/politik/ausland/article13371692/Iran-droht-Westen-mit-Transit-von-Drogen-nach-Europa.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,565579,00.html

http://derstandard.at/1233586592607/Die-Wahrheit-hinter-der-islamischen-Fassade

@Humanist25-08-11
Humanist25-08-11

Leider bestätigt der Text, der im Übrigen qualitativ äußerst zu Wünschen übrig lässt, meine These: "Dagegen ist der Konsum von Opium nirgends so hoch wie in Iran – er beträgt sage und schreibe 42% des weltweiten Opiumverbrauchs."

Des Weiteren: "Die Depeschen widersprechen den einschlägigen UN-Berichten über die Bemühungen Irans zur Eindämmung des Drogenschmuggels, ebenso wie den Berichten über die Transportwege der Drogen."
Keine Quellenangabe, anstatt dessen heisst es: "einschlägigen UN-Berichten."

Ich plediere dafür, wenn Sie meine Thesen widerlegen wollen, keine Quellen von Irananders anzugeben.

@Humanist25-08-11

Schön, dass die die Zitate aus dem Zusammenhang reißen und zudem unschuldig nach Quellen fragen.

Alle Quellen sind dort angegeben: http://www.unodc.org/documents/wdr/WDR_2010/World_Drug_Report_2010_lo-res.pdf

Ich gehe davon aus, dass die UN-Berichte weitaus seriöser sind als irgendwelche anonyme Iran-Beobachter in der aserbaidschanischen Botschaft der USA.





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