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13.07.2011 Muhsina Kurratulain

Irans Vizepräsident traf Großayatollah Sistani


Ayatollah Ali Sistani

Großayatollah Sistani empfing in der Vergangenheit mehrmals hohe Vertreter des iranischen Regimes. Der Großayatollah lehnte es hingegen bisher strikt ab, US-amerikanische Vertreter zu empfangen.

Bagdad, 07. Juli (Press TV/Irananders) - Irans erster Vizepräsident, Mohammad Reza Rahimi, besuchte führende schiitische Gelehrte während seines Aufenthaltes im Irak.

Rahimi, der sich zwei Tage  im Irak aufhielt, wurde von Großayatollah Ali Sistani, Großayatollah Mohammad Said al-Hakim,  Großayatollah Sheikh Mohammed Ishaq al-Fayyadh und Großayatollah Sheikh Basheer Hussain Nadschafi empfangen.

„Ayatollah Sistani unterstütze die Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern Iran und Irak und rief zur Ausweitung dieser Beziehungen auf allen Gebieten auf“, berichtete Rahimi Angaben von IRIB zufolge.

Nach Gesprächen mit führenden irakischen Offiziellen verließ der erste Vizepräsident Nadschaf am frühen Freitag. Er gab an, dass die Gespräche mit der irakischen Regierung „wertvoll und konstruktiv“ gewesen seien. Beide Seiten einigten sich darauf, das Handelsvolumen zwischen Teheran und Bagdad auf 20 Millairden Dollar zu erhöhen.

Iran und Irak unterzeichneten am Mittwoch sechs Absichtserklärungen (MoU), um die Zusammenarbeit in verschiedenen Sektoren auszuweiten, wie z. B. in der Informationstechnologie, im Gesundheitswesen, in der Medizin und im kulturellen Bereich. Die Dokumente wurden vom iranischen ersten Vizepräsidenten und Iraks Ministerpräsidenten Nouri al-Malaki in Bagdad unterzeichnet.

„Die stärker werdende Bindung zwischen Teheran und Bagdad verdeutlicht die große Entschlossenheit der beiden Nationen und ihre Verantwortlichen, die Beziehungen zueinander zu verbessern“, zitierte IRNA den irakischen Premierminister. „Dieser Besuch hat für Teheran und Bagdad den Weg geebnet, um die Zusammenarbeit u. a. in den Bereichen Energie, Öl, Elektrizität, Gas, Industrie und Agrarwirtschaft auszuweiten“, fügte Maliki hinzu.


Homayoun H.16-07-11

Das erste Geschäft dass sie machen sollten ist diesen Schandfleck der Geschichte an der Grenze (in Deutschland' Fachpresse auch Opposition genannt) in 2 Schiffe (Ziel USA und Frankreich) verfrachten und zu ihren Herren zurückschicken.

KH16-07-11

erst hat khemenei es mit geld versucht, was nicht gefruchtet hat. dann hat er es mit betteln versucht, hat auch nicht gefruchtet. zwischendurch auch mit druck und drohung, hat auch nicht gefruchtet, und jetzt versucht er es mit hilfe seiner dreckigen propagandamaschinerie mit lügengeschichten: nämlich, dass sistani, der als der ranghöchste marja der gegenwart gilt für ihn partei ergreift. der gute man hat es nicht ein einziges mal für nötig erachtet sein heimatland iran zu besuchen, geschweige denn khamenei zu sehen.
sistani ist ein richtiger marja, im gegensatz zu den millionären mullahs in iran, er tritt für die trennung von staat und religion ein und schweigt.
da auch im iran kaum ein marja mit ehre überhaupt mit khamenei(den schiitenmörder) gemeinsam genannt werden will, bleiben ihm nur ein paar zweitrangige marja, wir makareme shirazi(zuckerfabrikbesitzer) oder ardabili die direkt vom regime bezahlt werden.

SA16-07-11

@KH

Da irren Sie sich aber.

http://irananders.de/nc/analysen/news-analysen/article/der-iran-und-der-klerus-wilayat-al-faqih-in-der-westlichen-rezeption.html

Interessanterweise hat Sistani nie Partei für die Reformer ergriffen, selbst bei der Niederschlagung der "Grünen Bewegung" nicht. Allerdings griff er Partei für den niedergeschlagenen Aufstand in Bahrain. Und genau so agierten viele Gelehrten im Irak. Das sagt sehr Vieles aus.

sarbaze rahbar17-07-11

der irakische klerus ist geschichtlich berachtet ein gegner des velayete faqihs. dennoch wissen auch die gelehrten iraks das es besser ist, sich mit iran gutzustellen. ayatollah sistani ist kein vertreter des faqihs aber er steht dem klerus und besonders imam khamenei nicht ablehnend gegenueber. es sind theologische meinungsverschiedenheiten, die den unterschied ausmachen. letztendlich macht die realpolitische situation, das zusammenruecken, der beiden laender aus. man muss miteinander auskommen und man ist ein geschichtlich und kulturell langen gemeinsamen weg gegangen.
iran wird den nahen osten dominieren und vor dieser tatsache koennen weder iranische exilanten noch iraker davonlaufen!

SA17-07-11

@Sarbaze Rahbar

Das ist nicht richtig. Ich erinnere an die Gelehrten-Großfamilie Hakim, Ayatollah Haeri, Ayatollah Yaqoobi oder zuvor Ayatollah Baqir As-Sadr oder Ayatollah Sabzevari (Vorgänger von Ayatollah Sistani und Sistani selbst) und viele weiteren Gelehrten im und aus dem Irak (z. B. auch Fadlallah), die politische Autorität eines führenden Rechtsgelehrten zusprechen. In Wirklichkeit gibt es in dieser Frage keine Trennung zwischen Irak (Najaf) oder Iran (Qum). In diesem Zusammenhang auch interessant:

http://www.raceforiran.com/determined-to-delegitimate-the-islamic-republic-neoconservatives-and-americas-iran-policy

sarbaze rahbar17-07-11

@Sa
Bis auf diese wenigen gelehrten ist das velayate faqih auf taube ohren gestossen. Der groesste widersacher war ayatollah khui, der imam khomeinis revolutionsideen nicht mit unterstuetzen wollte. Die andere auffassung naemlich das " velayate amr" welches von sistani befuerwortet wird, ist, das ethik und recht auf islamischer basis beruhen muessen aber der klerus nicht am politischen tagesgeschaeft teilnehmen sollten. Nadjaf und ghom waren nie einheitliche lehrschulen was diesen punkt betrifft. Selbst im iran wurde imam khomeini stark angegriffen fuer die idee des faqihs. Ich kenne keinen sistanianhaenger der sich begeistern laesst fuer das velayate faqih und sistani selbst hat nie deutlich position zum rahbar bezogen.

SA17-07-11

Sie bezeichnen die Ausnahme [Ay. Khui; selbst das ist aber umstritten] als Regel. Die genannten Gelehrten sind keine Minderheit. Ayatollah Sabzevari, Sistani und selbst Sadiq Sadr waren bzw. sind keine bekennenden Quietisten, und diese waren bzw. sind nicht irgendwelche Großgelehrten. Gemäß Ayatollah Sistanis Fatwas müssen gar die Großayatollahs (Maraje) dem Befehl (Hukm) von dem Waly Faqih folgen. Das ist etwas, was z. B. der Großayatollah Fazel Lankarani, der der Islamischen Republik Iran loyal war, nicht mal gesagt hat.

Auch Ayatollah Khomeini schreibt in seinem Buch, dass „Wilayat al-Faqih“ nicht bedeutet, dass der Faqih sich im politischen Tagesgeschäft einmischt. In der Tat wird in Iran auf diese Weise verfahren (es wird von der Verfassung auch so vorgegeben). In diesem Sinne gibt es da keinen Widerspruch zwischen Sistani und Khomeini. Die vermeintlichen Unterschiede rühren von den unterschiedlichen Situationen her. So ruft Nasrallah auch nicht im Libanon zur Gründung der Islamischen Republik à la Iran auf. So gesehen gibt es auch keinen Anlass für Sistani Nachahmer sich für Wilayat al-Faqih im Irak zu begeistern, zumal Iran oder die Hakim-Partei ebenso nicht zu Installierung des iranischen Staatskonzeptes im Irak aufrufen.





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