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05.05.2010 Thomas Effe

Menschenrechte: Iran gibt auf?


Iran, Menschenrechtsrat, Menschenrechte, UNO

UN-Menschenrechtsgruppe: Gelten Menschenrechte nur für Iraner oder für alle Menschen?

Kommentar anlässlich eines Artikels von Andreas Zumach über Irans Zurücknahme seiner Bewerbung für einen Sitz in UN-Menschenrechtsrat, veröffentlicht in der taz am 26.04.2010.


Herrn Zumach ist vermutlich entgangen, dass Iran anstelle dessen in den UN-Frauenrechtskommission für vier Jahre gewählt wurde.

Das war ein geschickter Schachzug, denn nahezu weltweit gab es eine Kampagne von NGOs und Menschenrechtsgruppen gegen Irans Bewerbung für den UN-Menschenrechtsrat. Je näher der Abstimmungstermin rückte, desto intensiver wurden die Kampagnen. Durch die Rücknahme der Bewerbung und der zügigen Neubewerbung für die Frauenrechtskommission hat man versucht, Gesicht zu wahren, in dem man man einen Posten für vier Jahre in einem anderen UN-Gremium erwarb.

Nichtsdestotrotz müssten Iraner wohl zwingend Verschwörungstheoretiker werden. Es sollte daher nicht überraschen, wenn einige iranische Politiker hinter jede Menschenrechtsgruppe eine Verschwörung sehen. Denn solche Kampagnen wie gegen Iran gab es nämlich nicht gegen Saudi Arabien, Jordanien oder Ägypten, die allesamt im UN-Menschenrechtsrat unbehelligt sitzen.

Der Missbrauch von universellen Werte wie Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit durch die Politik und das Mittragen dieser durch gut gläubige Aktivisten ist die wahre Misere der ganzen Affäre.


guteronkel07-03-12

Iran vertreten in einer UN-Institution für Frauenrechte. Gibt es im Iran Rechte für Frauen? Wie kann es ein gelungener Schachzug des Iran sein, dort einen Sitz zu haben? Welch Erfolg leitet sich für diese Organisation ab?






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