28.05.2014 Said Ghadimi

Forschungsreaktor in Iran: Beweis für die friedliche Nutzung der Atomtechnologie?


Teheraner Forschungsreaktor (TRR) Iran

Der Teheraner Forschungsreaktor (TRR).

Im Zuge des jahrzehntelangen Atomkonfliktes zwischen den Großmächten des Westens und der Islamischen Republik Iran wird eine Kernfrage immer wieder aufgeworfen: Ist das Atomprogramm Irans tatsächlich rein ziviler und somit friedlicher Natur? Und wenn dies der Fall sein sollte, so erwarten westliche Staats- und Regierungschefs von Iran, genau das zu beweisen. Allerdings ist der Beweis der Nicht-Existenz einer Sache ein Unding. Demnach wird von Teheran etwas abverlangt, dessen Umsetzung in keiner Weise möglich ist. Nichtsdestoweniger gibt es Ereignisse in der Geschichte des iranischen Atomprogramms, die stark darauf hindeuten, dass die Machthaber der Islamischen Republik Iran seit jeher kein Interesse an einem militärischen Atomprogramm gehabt haben. Ein Beispiel ist der Forschungsreaktor in Teheran (TRR).

Vor der Revolution

Der Grundstein des iranischen Nuklearprogramms wurde 1957 gelegt, als im Rahmen des Programms „Atoms for Peace“ (des damals amtierenden US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower) ein Atomabkommen zwischen Washington und dem Schah-Regime abgeschlossen wurde.

Den Teheraner Forschungsreaktor (TRR) erhielt der Shah zehn Jahre später von den USA (unter dem neuen Präsidenten Lyndon B. Johnson). Das Besondere an dem Reaktor war, dass er in der Lage gewesen war, jährlich bis zu 600 Gramm Plutonium herzustellen - eine ausreichende Menge für eine Atombombe. Hinzu kommt, dass der Reaktor so konfiguriert gewesen war, dass er nur mit atomwaffenfähigem Uran funktionierte. Die Amerikaner lieferten deshalb dem Regime gleich das zu 93 % angereicherte Uran mit. Paradoxerweise ist in den laufenden Atomverhandlungen, die Beseitigung der derzeit 19,75 % niedrigen und nicht-atomwaffenfähigen Uranvorräte der Islamischen Republik ein großes Anliegen der Westmächte. Damals wurde aber dem Verbündeten in Teheran noch Uran, das um ein Vielfaches höher angereichert und atomwaffenfähig war, geliefert.

Nach der Revolution

Durch den Sieg der Islamischen Revolution und den Sturz genau jenes Verbündeten im Jahre 1979 veränderte sich jedoch auch die Einstellung des Westens und vor allem der USA in der Frage der Atomkooperation mit Iran: Die Geschäftsverträge mit dem Land wurden einseitig storniert, obwohl die neuen Herrscher in Teheran eine entscheidende Wende in der Atompolitik - hin zur ausschließlich zivilen Nutzung der Atomtechnologie – unternommen haben. Was ist passiert?

Die neue Islamische Republik in Iran bezahlte 1987 Argentinien 5,5 Millionen Dollar, um den Bedarf des Teheraner Forschungsreaktor (TRR) auf ein niedrig angereichertes Uran zu drosseln. Seitdem benötigt der Reaktor ausschließlich 19,75-prozentiges, niedrig angereichertes Uran. Dieser Forschungsreaktor taugt seitdem nicht mehr für die Herstellung von Plutonium, sondern produziert stattdessen radioaktive Materialien, die in der Krebstherapie, beim Röntgen oder bei der Bekämpfung von schädlichen Insekten eingesetzt werden. Sprich: Er wurde zum Inbegriff der friedlichen Nutzung von Kernenergie.

In der Tat muss der Westen in Anbetracht dieser Faktenlage sich die ernsthafte Frage stellen lassen, ob er sich wirklich Sorgen über eine atomare Aufrüstung Teherans macht oder eher das Atomprogramm der politisch vom Westen unabhängige Islamische Republik Iran als Vorwand nimmt, um das Land einzudämmen und damit zwangsläufig die iranische Bevölkerung zu beschränken.


Alex28-05-14

Aus welchen Gründen sind die westlichen Großmächte groß und sie erlauben sich die freien souveränen Nationen zu unterdrucken? Nur, weil die maliciouse Verbrecher in ihren Waffenarsenal tausende Atomwaffen haben, damit sie die Welt mehrfach vernichten können und nachweislich ihre Atomwaffen auch eingesetzt haben. Sie werden die Waffen auch einsetzten wenn sie die Möglichkeit haben. Außerdem die maliciousen Kriegsverbrecher erpressen nur die Nationen, die keine Atomwaffen haben. siehe Israel. die Scheißen auf den Großmacht Amerika und seine große Militärpotential.






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