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23.10.2013 Robert Parry

Wie WikiLeaks IAEO-Direktor Amano entlarvt


Yukiya Amano

Yukiya Amano

Enthüllungsjournalist Robert Parry brachte in den 1980ern viele der Iran-Contra-Enthüllungen für die größte Nachrichtenagentur der Welt Associated Press und das Nachrichtenmagazin Newsweek heraus. Im Folgenden geben wir seinen Artikel über die Enthüllungen zum Generaldirektor der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA), Yukiya Amano, wieder.

Anhand der Depeschen der US-Botschaft, die der Gefreite Bradley Manning durchsickern ließ, kann man sich leicht vorstellen, wie das Propagandaspiel hätte ausgehen können, wie die amerikanischen Bürger in Panik versetzt hätten werden können, damit sie einen weiteren unnötigen Krieg im Nahen Osten befürworten, diesmal gegen Iran. Außer, dass Mannings Veröffentlichung der Dokumente die Finte vereitelte.

Der Schachzug wäre vielleicht so verlaufen: Eines Morgens hätte es eine Titelstory in der, sagen wir, Washington Post gegeben mit den Worten, wie die weithin anerkannte Internationale Atomenergieagentur (IAEA) und ihr ehrlicher Vermittler Generaldirektor Yukiya Amano alarmierende „Beweise“ gefunden hatten, dass Iran kurz vor der Atombombe stünde – trotz einer langjährigen gegenteiligen Einschätzung des US-Geheimdienstes und trotz iranischer Dementis.

Als Nächstes würden die von der neokonservativen Meinung dominierten Blätter jeden lächerlich machen, der immer noch diese „Fakten“ anzweifelte. Schließlich würden diese Artikel sagen, „sogar“ die IAEA, die die Behauptungen des Präsidenten George W. Bush über den Irak im Jahr 2002 in Frage gestellt hatte, und „sogar“ Amano, der zunächst Irans Dementis geglaubt hatte, waren nun überzeugt.

Neokonservative Denkfabriken würden sich beeilen, in den Chor der Besorgnis einzustimmen, und „Experten“ für Massenvernichtungswaffen zu TV-Talkshows zu senden, um die amerikanische Bevölkerung auf die Notwendigkeit eines Militärschlags einzustimmen. Von Fox News über CNN bis hin zu MSNBC gäbe es einen Trommelwirbel über Irans Perfidie. Anschließend, während die Falken der Republikaner und Demokraten ihre Rhetorik verschärften – und während die israelischen Führer hämisch glucksten „Das haben wir euch doch immer gesagt“ – hätte sich der Zug „Krieg mit Iran“ mit solch einer Geschwindigkeit in Bewegung gesetzt, dass er nicht mehr aufzuhalten wäre.

Vielleicht würde nur wenige Jahre später – nach massiven Verlusten an Menschenleben und gravierenden wirtschaftlichen Folgen – das amerikanische Volk die Wahrheit erfahren: dass die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) unter Amano nicht die objektive Quelle war, wie ihnen weisgemacht worden war, dass Amano so etwas wie eine US-israelische Marionette war, die zunächst eine pro-iranische Position vorgetäuscht hatte, um seine Glaubwürdigkeit aufzupolieren, um später einen anti-iranischen Kurs voranzutreiben, dass, nachdem er eingesetzt war, er sogar US-Offizielle um Geld gebeten und Geheimtreffen mit Israelis abgehalten hatte (um eine Opposition gegen Irans Atomprogramm zu koordinieren und zugleich höfliches Stillschweigen über Israels gefährliches Nukleararsenal zu bewahren).

Doch aufgrund der Aktionen Bradley Mannings wurde dieser möglichen List der Boden unter den Füßen weggezogen. Die Depeschen der US-Botschaft, die die Wahrheit über Amano enthüllen, wurden vom britischen Guardian im Jahr 2011 veröffentlicht (obwohl sie von der New York Times, der Washington Post und anderen amerikanischen Mainstream-Nachrichtenquellen ignoriert wurden). Die Depeschen zogen auch die Aufmerksamkeit von Webseiten auf sich, wie zum Beispiel Consortiumnews.com.

Dieser Winkelzug konnte also nicht funktionieren. Wenn er versucht worden wäre, hätten genügend Leute die Wahrheit gekannt. Sie hätten sich nicht erneut täuschen lassen – und sie hätten ihre Mitbürger gewarnt. Bradley Manning hatte sie mit den Fakten ausgerüstet.

Und dieses, zugegeben hypothetische, Szenario ist keinesfalls weit hergeholt. Als die Depeschen etwa ein Jahr nach Amanos Ernennung durchgesickert waren, war seine IAEO damit beschäftigt, die Hysterie über Irans Atomprogramm mit Berichten zu nähren, die durch Denkfabriken hinausposaunt wurden, wie zum Beispiel durch das „Institute for Science and International Security“ (ISIS), und von der Washington Post und anderen US-Medien.

Aufschlussreiche Depeschen

Laut dieser durchgesickerten Depeschen der US-Botschaft in Wien, Österreich, Sitz der IAEO-Zentrale, haben amerikanische Diplomaten im Jahr 2009 die Aussicht bejubelt, dass Amano die US-Interessen in einer Weise fördern würde, wie es der scheidende IAEO-Generaldirektor Mohamed El-Baradei nicht tun würde; Amano führte seine Wahl auf die Unterstützung der US-Regierung zurück; Amano signalisierte, er würde sich bei der Konfrontation mit Iran auf die Seite der Vereinigten Staaten schlagen; und er streckte seine Hand nach mehr US-Geld aus.

In einer Depesche vom Juli 2009 sagte der amerikanische Geschäftsträger Geoffrey Pyatt, Amano wäre dankbar für die Unterstützung der USA bei seiner Wahl. „Amano schreibt seine Wahl der Unterstützung der USA, Australiens und Frankreichs zu, und nannte die US-Intervention mit Argentinien als besonders ausschlaggebend“, sagte die Depesche.

Der dankbare Amano informierte Pyatt, dass er als Generaldirektor der IAEA eine andere „Haltung zu Iran als El-Baradei“ einnehmen würde und er „seine Hauptaufgabe darin sah, die Sicherungsmaßnahmen und die Resolutionen des Gremiums des UNSC (Sicherheitsrat der Vereinten Nationen) umzusetzen“, d.h. von den USA bestimmte Sanktionen und Forderungen gegen Iran.

Amano erörterte auch die Restrukturierung der ranghohen Positionen in der IAEA, einschließlich der Beseitigung eines obersten Funktionärs und das Belassen eines anderen. „Wir stimmen völlig mit Amanos Einschätzung dieser beiden Berater überein und betrachten diese Entscheidungen als erste positive Zeichen“, kommentierte Pyatt.

Im Gegenzug machte Pyatt deutlich, dass Amano starke finanzielle Unterstützung der USA erwarten könne und erklärte, „die Vereinigten Staaten würden alles nur Mögliche tun, um seine erfolgreiche Amtszeit als Generaldirektor zu unterstützen und nahm, zu diesem Zweck, vorweg, dass weitere freiwillige Beiträge der USA für die IAEA bevorstünden. … Amano offerierte, dass eine „angemessene Erhöhung“ im regulären Budget hilfreich wäre.“

Pyatt erfuhr auch, dass Amano sich „unmittelbar nach seiner Ernennung“ mit dem israelischen Botschafter Israel Michaeli beraten hatte und dass Michaeli „völlig überzeugt war von der Priorität, die Amano den Fragen der Verifikation einräumte.“ Michaeli fügte hinzu, dass er einige der öffentlichen Äußerungen Amanos, dass es „keine Hinweise gäbe, Iran strebe nach Atomwaffen“ außer Acht ließe als bloße Worte, die Amano meinte äußern zu müssen, „um diejenigen zu überreden, die ihn aufgrund seiner ‚Unbefangenheit‘ nicht unterstützten.“ 

Unter vier Augen stimmte Amano „Konsultationen“ mit dem Leiter der Israelischen Atomenergie-Kommission zu, berichtete Pyatt. (Es ist in der Tat eine Ironie, dass Amano geheime Kontakte mit israelischen Offiziellen über Irans angebliches Atomwaffenprogramm haben würde, das erst noch eine einzelne Bombe hervorbringen muss, während Israel ein großes und nicht deklariertes Arsenal an Nuklearwaffen besitzt.)

In einer darauffolgenden Depesche vom 16. Oktober 2009 sagte die US-Vertretung in Wien, Amano „bemühte sich, seine Unterstützung für die strategischen Ziele der USA für die Agentur zu unterstreichen. Amano erinnerte Botschafter (Glyn Davies) bei mehreren Anlässen, dass ... er bei jeder wichtigen strategischen Entscheidung fest auf der Seite der USA stünde, von hochrangigen Personalentscheidungen bis hin zum Umgang mit Irans angeblichem Atomwaffenprogramm.“

„Noch freimütiger hob Amano die Notwendigkeit hervor, eine gewisse „konstruktive Ambiguität“ seiner Pläne zu pflegen, zumindest bis er im Dezember 2009 das Amt von Generaldirektor El-Baradei übernahm.“

Amano war mit anderen Worten ein Bürokrat, der sich dienstbeflissen in die gewünschte Richtung der Vereinigten Staaten und Israel krümmte hinsichtlich Irans Atomprogramm. Amanos Verhalten stand sicherlich im Gegensatz zu der Art, wie der mehr unabhängig denkende El-Baradei einigen der wichtigsten Behauptungen Bushs über Iraks angebliches Atomwaffenprogramm widersprach, und korrekterweise einige Dokumente als Fälschungen verurteilte.

Den Hype ausschlachten

Obwohl Mannings Veröffentlichung der Botschafts-Depeschen offenbar jede großangelegte Entwicklung von Amanos Strategie im Keim erstickte, entfalteten sich einige Elemente des Schachzugs dennoch, wenn auch mit weniger Schwung als sie hätten haben können.

Im Februar 2013 bot die Titelseite der Washington Post einen Vorgeschmack dessen, wie die Propaganda-Kampagne hätte aussehen können, als der Enthüllungsjournalist Joby Warrick einen Bericht über Irans Atomprogramm aufbauschte, angetrieben von David Albright, Direktor von „Institute for Science and International Security“ (ISIS), der vor einem Jahrzehnt Bushs Invasion des Irak unterstützt hatte.

Der Albright/Warrick-Alarm zitiert Irans angebliche Bemühung, über das Internet 100.000 ringförmige Magnete zu ordern, die in einigen der älteren Zentrifugen des Landes funktionieren würden.

„Iran versuchte neulich Zehntausende von hochspezialisierten Magneten, die in Zentrifugen verwendet werden, zu erwerben, nach Meinung von Experten und Diplomaten ein Zeichen, dass das Land eine bedeutende Erweiterung seines Atomprogramms planen könnte, die den Weg zu einer Atomwaffenfähigkeit verkürzen könnte“, schrieb Warrick in seinem Vorwort.

Man musste bis zum Ende der langen Geschichte lesen, um eine weniger schrille Stimme zu vernehmen, die sagte, dass Iran zuvor die IAEO-Inspektoren informiert hatte, mehr von seinen alten und klobigen Zentrifugen, die diese Art von Magneten verwenden, zu bauen, und dass die Anreicherung für zivile Energie und nicht eine Atombombe diente.

„Olli Heinonen, der vor seiner Pensionierung im Jahr 2010 Nuklearinspektionen der IAEO in Iran leitete, sagte, der Typus des von Iran gesuchten Magneten war sehr spezifisch für die IR-1 Zentrifuge und könnte nicht, beispielsweise, in den erweiterten IR-2M Zentrifugen verwendet werden, die Iran vor kurzem getestet hat“, laut der letzten Absätzen des Artikels von Warrick.

„Die Zahlen des Auftrags machen Sinn, weil Iran uns von Anfang an mitgeteilt hatte, er wollte mehr als 50.000 dieser IR-1s bauen“, sagte Heinonen. „Die Ausfallrate bei diesen Maschinen liegt bei 10 Prozent pro Jahr, deshalb benötigt man einen Überschuss.“

Am Ende von Warricks Geschichte würde man auch das erfahren: „Iran hat vermieden, was viele Experten als Israels neue ‚rote Linie‘ betrachten: ein Vorrat an mittel-angereichertem Uran, größer als 530 Pfund [240,40 kg, Anm. d. Red.], etwa die Menge, die benötigt wird, um eine Waffe zu bauen, wenn es weiter angereichert wird.“

Es gab also nichts Akutes oder besonders Provokantes an diesem angeblichen Kauf, obwohl Struktur und Platzierung der Geschichte in der Washington Post etwas anderes suggerieren. Von vielen Lesern wurde wahrscheinlich erwartet, den voreiligen Schluss zu ziehen, Iran wäre am Rande des Baus einer Atombombe, und dass es für Präsident Barack Obama Zeit wäre, sich dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu in einem weiteren Krieg im Nahen Osten anzuschließen.

Der Druck von der Washington Post und anderen neokonservativ-zugeneigten Nachrichtenmedien auf die Obama-Regierung, mit Netanjahus Kriegslust gegenüber Iran konform zu gehen, wurde seit Jahren aufgebaut, oft durch Warrick, der die anti-iranische Propaganda von Albright und seinem „Institute for Science and International Security“ (ISIS) kanalisiert, was wiederum ein Sprachrohr für die Hardliner zur IAEA zu sein scheint.

Vor einem Jahrzehnt waren Albright und das ISIS die Schlüsselfiguren, die die Hysterie für den Einmarsch im Irak rund um die falschen Anschuldigungen seines Programms für Massenvernichtungswaffen anheizten. In den letzten Jahren haben Albright und sein Institut eine ähnliche Rolle in Bezug auf Iran und seinem angeblichen Streben nach einer Atomwaffe eingenommen, obwohl die US-Geheimdienste sagen, Iran habe das Waffen-Projekt im Jahr 2003 beendet.

Nichtsdestotrotz hat Albright seine Organisation in eine Zündkerze für eine neue Konfrontation mit Iran transformiert. Obwohl Albright beharrlich behauptet, dass er ein objektiver Experte ist, hat ISIS hunderte von Artikeln über Iran, der keine einzige Atombombe gebaut hat, veröffentlicht, während Israels schreckliches Arsenal an Nuklearwaffen kaum Erwähnung findet.

Eine Überprüfung der ISIS-Webseite offenbart nur ein paar technische Artikel über Israels Atomwaffen, während ISIS seine Berichterstattung über Irans Atomprogramm dermaßen ausgeweitet hat, dass sie auf eine separate Webseite verschoben worden ist. Die Artikel bauschen nicht nur die Entwicklungen in Iran auf, sondern greifen auch amerikanische Medienkritiker an, die die Panikmache um Iran in Frage stellen.

Vor mehr als einem Jahr, als ein nicht dem Mainstream zugehöriger Journalist Albright über die Diskrepanz zwischen dem Fokus von ISIS auf Iran und die De-Minimis-Berichterstattung über Israel konfrontierte, antwortete er wütend, dass er an einem Bericht über Israels Atomprogramm arbeite. Doch es gibt immer noch keine stichhaltige Bewertung von Israels großem Arsenal an Nuklearwaffen auf der ISIS -Webseite, die bis ins Jahr 1993 zurückreicht.

Trotz dieser Hinweise auf Voreingenommenheit präsentieren die Washington Post und andere amerikanische Mainstream-Nachrichtenquellen Albright regelmäßig als neutralen Analysten. Sie ignorieren auch seine bewegte Vergangenheit, zum Beispiel seine herausragende Rolle, den Fall der Prä-Invasion von Präsident Bush voranzutreiben, dass Irak Vorräte an Massenvernichtungswaffen besäße.

Einen Krieg schüren

David Albright

Am Ende des Sommers 2002, als Bush begann, seine Werbetrommel für den Start der Irakinvasion zu rühren und seine besten Leute zu den sonntäglichen Talkshows sandte, um vor „eindeutigen Beweisen“ und „Pilzwolken“ zu warnen, war Albright der Mitverfasser eines Artikels vom 10. September 2002 mit dem Titel „Hängt die Aktivität bei Al-Qaim mit nuklearen Bemühungen zusammen?“, der verkündete:

„Hochauflösende kommerzielle Satellitenbilder zeigen offenbar eine Betriebsstätte am Standort der irakischen Al-Qaim Phosphatanlage und Urangewinnungsanlage. … Die Anlage ist der Ort, wo Irak in den 1980ern Uran für sein Atomwaffenprogramm extrahierte. ... Dieses Bild wirft Fragen darüber auf, ob der Irak an der Stelle wieder eine Urangewinnungsanlage errichtet, vielleicht sogar unterirdisch. ... Das Uran könnte in einem heimlichen Bemühen um Atomwaffen verwendet werden.“

Albrights alarmierende Behauptungen passten feinsäuberlich in Bushs Propaganda-Trommelfeuer, obwohl, als die Monate voranschritten – mit Bushs Warnungen über Aluminiumrohre und Yellowcake [gelbes, pulverförmiges Gemisch von Uranverbindungen, Anm. d. Red.] aus Afrika, die immer haarsträubender wurden – Albright doch mehr Skepsis in Bezug auf die Existenz eines neu belebten irakischen Atomprogramms zeigte.

Dennoch blieb er auf dem Gebiet anderer angeblicher Massenvernichtungswaffen, beispielsweise chemische und biologische Waffen, ein Referenzexperte, auf den man zurückgriff. In einem typischen Zitat vom 5. Oktober 2002 sagte Albright zu CNN: „Was chemische und biologische Waffen angeht, so hat Irak sie jetzt in ihrem Besitz.“

Nachdem Bush im März 2003 die Irak-Invasion gestartet hatte und sich Iraks Geheimlager mit Massenvernichtungswaffen nicht bewahrheitet hatten, gab Albright zu, dass er betrogen worden war und er erklärte der Los Angeles Times: „Wenn es keine Massenvernichtungswaffen gibt, bin ich fuchsteufelswild. Ich habe definitiv die Behauptungen der Regierung betreffend chemischer und biologischer Waffen akzeptiert. Ich dachte, sie sagten die Wahrheit. Wenn es keines (unkonventionelles Waffenprogramm) gibt, werde ich mich hereingelegt fühlen, weil sie diese Dinge mit solcher Sicherheit behaupteten.“ (Siehe FAIRs „Die große Jagd nach Massenvernichtungswaffen“)
 
Angesichts der horrenden Kosten von Blut und Vermögen, die aus dem Fiasko in Irak hervorgingen, könnte sich ein objektiver Journalist gezwungen fühlen, Albrights Bilanz der Voreingenommenheit und Fehler zu erwähnen. Doch Warrick von der Washington Post tat es nicht, obwohl Albright und sein ISIS im Mittelpunkt der Februar-Geschichte standen und Anerkennung für den Erhalt der Kopien über den Kauf der Magnete erhielten.

Während wir also nie wissen werden, ob die Amano-Strategie umgesetzt worden wäre – denn Mannings Enthüllungen machten dies undurchführbar – wäre es sicherlich nicht beispiellos gewesen. Das amerikanische Volk erlebte ähnliche Täuschungen im Vorfeld des Krieges mit Irak, als die Bush-Regierung jedes Bruchstück von Verdacht über Iraks angebliche Massenvernichtungswaffen sammelte und einen fingierten Fall für Krieg konstruierte.

Schließlich wurde Manning als junger Geheimdienstanalyst in diesen Krieg hineingezogen. Er stand so vielen Beweisen von Brutalität und Unehrlichkeit gegenüber, dass er sich gezwungen sah, etwas dagegen zu unternehmen. Was er mit der Weitergabe von Hunderttausenden von Dokumenten an WikiLeaks und hierdurch an anderen Nachrichtenquellen tat, war die „grundlegende“ Wahrheit über in Irak und Afghanistan verübte Kriegsverbrechen zu liefern.

Seine Offenlegung der diplomatischen Depeschen gab auch dem amerikanischen Volk und der Welt einen flüchtigen Blick hinter den Vorhang der Geheimhaltung, der oft die schmutzigen Geschäfte der Staatsführung verdeckt. Am Bedeutendsten ist vielleicht, dass diese Enthüllungen geholfen haben, den Arabischen Frühling zu entfachen und den Menschen im Nahen Osten eine Chance zu geben, endlich etwas politische Kontrolle über ihr eigenes Leben zu erlangen.

Und indem er die Amerikaner in die Wahrheit über Amanos IAEA einweihte, könnte Bradley Manning dazu beigetragen haben, einen Krieg mit Iran zu verhindern.
 

Erstmals veröffentlicht am 19. August 2013 bei Consortiumnews.com. Übersetzt von Yaz Theder.


Elohim04-11-13

Ihr solltet vielleicht nicht so viele Verschwörungstheorien bei Youtube schauen, die jeder Sonderschüler reinstellen kann.

@Elohim04-11-13

In Youtube habe ich nichts dazu gefunden, aber dafür bei WikiLeaks, Guardian und viele andere Plattformen.

Paul (Singles) from UK10-11-13

Es wird alles gut dargestellt. Es fehlt aber der Moord den Mossad 2008 in Wien an 2 ehrlichen Briten beging (kamen mal vom GCHQ), die herausgefunden hatten was da lief mit den US-Israel Pressionen gegen Neutralitaet von IAEO. Die wurden aus dem UNO-City Hochhaus gestuerzt. Ihre Leichen von einer zweifelhaften Rechtsmedizinerin obduziert und das ganze als Selbstmord klassifiziert, von der Lady, die auch den angeblich alkoholbedingten Tod des Mr. Haider untersucht hatte, obwohl nicht zustaendig, ebenso den Tod (wieder als Selbstmord klassifizierter Mord) des Chefermittlers beim Wiener Sicherheitsbureau in der Sache der jungen Kampusch. Oesterreichs Elite ist da leider involviert.

Zur Ehre von Mossad muss aber gesagt werden, dass sie nicht fuer den Krieg gegen Iran ist.

Unbekannt13-11-13

@Paul (Singles) from UK

Können Sie bitte Quellen nennen? Auch wenn diese nur hinweisender Natur wären. Ich finde zum Beispiel nichts vom Sturz zweier Briten aus dem UNO-City Hochhaus. Danke sehr.






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