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19.11.2012 Nasrin Parsa

Satellitensender in iranischen Hinterhöfen: Propaganda oder Aufklärung?


BBC Persian

Seit 2011 wird BBC Persian vom US State Department mitfinanziert.

Die gebürtige Iranerin Nasrin Parsa ist Publizistin und Mediensoziologin und lebt seit 1985 in Deutschand. Im vorliegenden Artikel beschäftigt sie sich kritisch mit der Rolle der westlichen persischsprachigen Satellitensender.

Nach den letzten Präsidentschaftswahlen in Iran zwischen Ahmadinejad und seinem Gegenkandidaten Mir Hossein Mousavi im Juni 2009 und dem darauffolgenden Streit über den Vorwurf des Wahlbetrugs hat das westliche Satellitenfernsehen eine wichtige Rolle gespielt. Die einflussreichsten dieser Sender waren und sind „Voice of America“ (VOA), CNN und BBC. 
   
Als Mediensoziologin habe ich mir die Frage gestellt: Wo liegt die Grenze zwischen legitimer Aufklärung bzw. Information über ein Land und der gegen dieses Land gerichteten Propaganda? So bin ich auf das Thema „Auswärtige Kulturpolitik und Propaganda in den USA“ gekommen. 
   
Historisch gesehen war auswärtige Kulturpolitik zudem immer eng mit Propaganda verbunden. Propaganda und Public Diplomacy sind Teil der Political Communications. Darunter fallen sämtliche staatlichen und halbstaatlichen Versuche, die Politik oder die Meinung der Bevölkerung anderer Staaten zu beeinflussen oder mit anderen Staaten in Kontakt zu treten. Insofern sind transnationale Interaktionen hier mit einzuschließen.
 
In den späten 1930er Jahren kam die US-amerikanische auswärtige Kulturpolitik zu dem Schluss: „Wenn die öffentliche Meinung eine so machtvolle Kraft in der Welt ist, in einer Welt, in der unser Überleben gefährdet ist, dann sollten wir daran interessiert sein, diese Meinung in unserem Sinne zu beeinflussen“. Bei der umfassenden Bewertung der politischen Kommunikation sprechen in den 1950er Jahren einige US-Kommunikationsforscher sogar von Manipulation – die als das legitime Recht eines Staats verstanden wird, seine Politik im Ausland zu erklären oder zu rechtfertigen.
 
Absender der entsprechenden Botschaften sind in den USA das Außenministerium, die United States Information Agency (USIA), das Weiße Haus und in Teilen die CIA. Das älteste Beispiel für einen solchen Botschafter amerikanischer Interessen ist die „Voice of America“, die im Februar 1942 ins Leben gerufen wurde: 2007 sendete sie in 44 Sprachen auf der ganzen Welt.
 
Propaganda ist von Public Diplomacy zunächst theoretisch abzugrenzen. Denn erstens wird sie fast immer von staatlichen Akteuren betrieben bzw. staatliche Akteure wie das Pentagon vergeben Aufträge an Außenstehende. Zweitens bedient man sich der Propaganda vor allem in Kriegszeiten, während Public Diplomacy vor allem in Friedenszeiten genutzt wird. Und drittens nutzt die Propaganda auch geheime, nicht identifizierbare Kommunikationskanäle (z.B. Handy-Filmaufnahmen über den Nahen Osten in Nachrichten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks). Deswegen wird in der Medienforschung zwischen „weißer“, „grauer“ und „ schwarzer“ Propaganda unterschieden.
 
In der Praxis verschwimmen die Grenzen zwischen Propaganda und auswärtiger Kulturpolitik. Zu Zeiten des Kalten Krieges 1946 hat das US-Außenministerium das „Office of International Information and Cultural Affairs“ (OCI) eingerichtet. Der Name der Behörde verweist darauf, dass Kultur– und Informationspolitik nicht mehr als zwei verschiedene Bereiche galten – sie wurden inhaltlich und organisatorisch miteinander verknüpft.

So verwundert es kaum, dass die meist amerikanischen Sender als Propagandaorgane verstanden werden. Ein Beispiel dafür ist die Aufgabe der USIA, der „United States Information Agency“, die von Präsident Eisenhower während der Kuba-Krise 1962 ins Leben gerufen wurde. Die USIA hat sofort mehr als 50.000 Kopien von Fotos und Negativen von sowjetischen Aktivitäten auf und um Kuba herum an 225 befreundete Stellen auf dem ganzen Globus verbreitet, um für die Weltöffentlichkeit die Vorgänge bildlich zu dokumentieren und um die amerikanische Haltung zur Kubakrise darzustellen. Die Kopien wurden dann per Luftexpress umgehend lokalen Regierungen und Herausgebern von Zeitungen zur Verfügung gestellt. Sie dienten dazu, eindeutig zu belegen, dass die Sowjetunion auf Kuba geheime Raketenstationen aufbaut.
 
Mit den Anschlägen vom 11. September 2001 erlebte die politische Kommunikation einen starken Auftrieb. Das Budget für die Öffentlichkeitsarbeit wurde um 9% erhöht. Die Mittel flossen vor allem in Länder des Nahen Ostens - in die auswärtige Information und Kulturpolitik, um das politische Vorgehen der USA zu rechtfertigen. Für gezielte Kampagnen engagierte die Regierung professionelle Werbeagenturen oder ehemalige Angestellte der PR-Industrie.
 
Der 2002 von der US-Regierung vorgelegten „Nationalen Sicherheitsstrategie“ zufolge galt öffentliche Diplomatie als Massenkommunikationswaffe gegen den Internationalen Terrorismus, die auf einen Anti-Amerikanismus abzielte, der in der arabischen Welt weit verbreitet sei. Ein entscheidendes Medium war dabei der internationale Satellitenrundfunk.
 
In dieser Zeit boomte der illegale Markt der TV-Satellitenantennen in Iran und in den Nachbarländern. Millionen Haushalte kauften neue empfangsfähige Satellitenfernseher, und damit wurden runde und große Satellitenschüsseln in iranische Hinterhöfe gestellt und versteckt (der Empfang von Satelliten ist in Iran untersagt).
 
„Voice of America“ begann sein 24-stündiges persischsprachiges Programm. Millionen Zuschauer sind die Empfänger. Bei den Präsidentschaftswahlen 2009 wurde sie der Vorreiter des internationalen Satellitenfernsehens. „Im Iran wurde eine ‚grüne Revolution’ durch die massenhafte Nutzung ähnlicher Medien fast Wirklichkeit. Was den Iran betrifft, so ist die Informationslage ziemlich diffus“, so Prof. Andreas Elter, Medienwissenschaftler aus Deutschland.
 
Die westlichen Medien haben bei den Präsidentschaftswahlen in Iran 2009 ein sensationelles Märchen miterfunden. Eine Frau, die den Gefahren in der Islamischen Republik Iran ausgesetzt ist, eine Universitätsprofessorin, Frauenrechtlerin, Künstlerin, Autorin… Über Nacht wurde aus ihr in der Weltöffentlichkeit eine Ikone für Demokratie und Menschenrechte gemacht, die für die Kandidatur ihres Mannes bei den Präsidentschaftswahlen Wahlpropaganda machte. Vorreiter dieser Medienpolitik waren CNN, „Voice of America“ und BBC. Und die deutsche Berichterstattung folgte ihnen darin. Auch einige iranische Journalisten und Autoren im Exil orientierten sich am Mainstream der westlichen - eher amerikanischen - Medien und lobten sie in den Himmel. Eine mögliche, leicht durchzuführende Recherche darüber haben sie nicht gemacht.
 
Die so genannte „Frau der Revolution“ heißt Zahra Rahnavard. Frau Rahnavard war zur Amtszeit von Ex-Präsident Mohammad Khatami, dem umstrittenen Reformer, als seine Beraterin tätig. Sie sagte in einem Interview mit der iranische Zeitschrift „Kanun Zanan“ (Verein der Frauen) im Juni 2009: „Als Khatami und Mousavi sich einigten, dass Mousavi für die Präsidentschaftswahl in Iran kandidieren soll, hatte eine sehr namhafte Person zu Mousavi gesagt, dass wir bei Frauen und jungen Leuten keine große Chancen haben.“
 
Wieso? Denn in ihrem Buch „Botschaft der Schleier der muslimischen Frau“ beschuldigte sie die unverschleierten Frauen, sie seien die Ursache für die Vergewaltigung von Frauen und Kindern. „Sie reizen die Männer“. Zahra Rahnavard bezeichnete sie als „Huren auf der Straße“. Sie empfahl das Schweigen in der Ehe, bezeichnete die ausgebildeten Frauen in Ton-Berufen wie Radiomoderatorinnen oder Telefonistinnen als „satanische Stimmen der Prostitution“.
 
Als Präsidentin der Frauenuniversität „Al-Zahra“ forderte Rahnavard Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit und befahl die Blindheit: „Ihre Blicke dürfen nicht auf die Männer oder auch nicht auf unislamische Wissenschaften gerichtet werden“. Zahra Rahnavard forderte Sicherheitskräfte auf, in der Öffentlichkeit für ordentliche Kopftücher und Körperbekleidung zu sorgen. Zahra Rahnavard ist Malerin, verdammt aber dennoch bunte Farben: „Unter stinkenden Schichten von Farben, mit denen Du Dein Gesicht schminkst….“ Und obwohl sie Künstlerin ist, bezeichnete sie Schauspielerinnen als „Weibstiere“.

Zahra Rahnavard erklärte sich und die verschleierten Frauen zu der Hisbollah (Partei Gottes). Und sie fordert in ihrem Buch einen Krieg für die Durchsetzung des Islams bis zum Wiedererscheinen des Imam Mahdi, dem 12. Imam der Schiiten, auf der Welt.
 
Dann plötzlich trat sie bei der Präsidentschaftskandidatur ihres Mannes vor die Kameras von CNN, „Voice of America“ und BBC - mit vom Kajalstift schwarz geschminkten Augen, rot bemalten Wangen und leichtem Lippenstift, buntem Kopftuch und dazu einen langen, schwarzen Tschador. Demonstrativ fasste sie sich mehrmals an ihr Kopftuch. Sie hielt ihren Tschador hoch, um ihre dicke, fleischfarbene Strumpfhose - die im Gegensatz zur vorgeschriebenen Länge der Hosen für Frauen stand - zur Schau zu stellen. Und so wurde Zahra Rahnavard von den westlichen Medien zur „Frauenrechtlerin“ und „Verteidigerin der Jugendkultur“ erklärt.
 
Dies ist nur ein Beispiel für die Berichterstattung über Iran. Ähnliche Berichte gibt es auch über das iranische Atomprogramm. In den Berichten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), wurde mehr als 20 Mal bekanntgegeben, dass es keine Beweise gäbe, dass das iranische Atomprogramm zu militärischen Zwecken verwendet wird. Trotzdem wird immer von der größten Gefahr aus Iran, von einem zweiten Tschernobyl in der Region und ähnlichem geredet. Solche Behauptungen, die von Werbeagenturen zum Teil mit Mitteln für die auswärtige Kulturpolitik gesteuert werden, zeigen indes einmal mehr, dass die auswärtige Kulturpolitik und Propaganda - nicht nur in den USA - nicht immer voneinander zu trennen sind. Vielen Satellitenrundfunk-Empfängern in Iran ist bewusst, dass ausländische Sender zwar frei von Zensur, aber nicht frei von Propaganda sind.
 
Abschließend lässt sich sagen, dass die US- und europäischen Satellitensender über Iran und dem Nahen Osten sich zu einer regelrechten Massenkommunikationswaffe entwickelt haben. Sie sind zum festen Bestandteil von innenpolitischen Auseinandersetzungen in den Ländern geworden, in denen sie empfangen werden.

Ich bin davon überzeugt, dass dahinter Verachtung für die Werte anderer erkennbar wird und dass der Einsatz dieser Massenkommunikationswaffe die Grundregeln von Demokratie, Menschenrechten und Meinungsfreiheit im Dialog der Kulturen ignoriert.


zahra20-11-12

Salam
Tja so ist das...die Wahrheit findet auch durch den tiefsten Dreck an die Oberfläche...el halmdollelah.
Guter Artikel..echt anders..als Mainstream

soldat Khameneis-basijiunterstuetzer20-11-12

@Zahra
richtig erfasst verehrte schwester!
man muss sich ernsthaft fragen, warum eine englische nachrichtenanstalt, soviele unterscheidliche sprachsender fuehrt? BBC beschaeftigt zudem eine grosse herrschaft von nicht britischen weissen journalisten rund umden erdball. viele inder sowie orientalen mit muslimischen wurzeln moderieren ausgerechnet den anti islamischen sektor des BBC.
Bei BBC persian ist die niedere absicht allerdings bei naeherer betrachtung sofort erkennbar. BBC persian wurde direkt vor der wiederwahl ahmadinejads im januar 2009 gegruendet und strahlt ausschliesslich nach Iran aus(!), finanziert wird der sauladen vom Foreign and Commonwealth Office und untersteht so direkt der britischen regierung. die sich diese billige propaganda etwa 15 millionen pfund pro jahr kosten laesst. hier wird also offensichtlich viel geld investiert um iran zu destabilisieren. die "journalisten" bei BBC persia sind exilanten und alles gegner der islamischen republik iran. ganz brav wird sogar der palaestina/Israhell konflikt im sinne der zionisten den iranischen zuschauern untergeschoben. iran hat zurecht die englische regierung beschuldigt, diesen channel als trojanisches pferd in die mitte der iranischen gesellschaft schieben zu wollen und deshalb BBC persian im iran blockiert. waehrend der wahlunruhen im juni 2009 wurde dem BBC persian all die daemmlichen YouTube videos zugespielt, die spaeter als "beweis fuer irans brutalitaet gegen "friedliche demonstranten" gedient haben. insgesamt glaubt nur ein blinder, das BBC einen informationschannel fuer in und auslandsiraner schaffen wollte, da BBC Persian im iran flach faellt, muss sich das britische regime mit der unterhaltung der exilanten in UK begnuegen :)

zahra21-11-12

Salam
@Soldat Khameneis(h)
Danke für die Infos..hier in Berlin bekommt man sowas nicht mit..das mit den Fernsehsendern in Iran.
Als im Oktober in Iran war hab ich natürlich kaum ferngesehen..vielleicht lag es daran..
Ja immer diese Doppelmoral...iranische Sender blockieren und dann heulen,wenn Iran das Gleiche macht...
Wa salamo alaykom

mazani21-11-12

Intresante Thema,daß man zeitlos darüber diskutieren kann,aber wir sollen uns nicht über BBC,VOA,...verärgern,sondern von den westen lernen.in bereich medien sind wir Lichtjahre hinter den westen.Nirgendwo in der welt herscht eine anarchie wie in iranische Medien ,jeder schreibt und komentiert wie er will, ohne beweisen zu müssen .jeder Monath werden einige geschlossen und geleichzeitig kommen einige Neue auf dem Markt.jeder Tischer und Schumacher kann in Iran ein zeitung herausgeber werden ,wenn es nur einige hundert auflage sind,hauptsache diese zeitung wird durch unsinige behauptung durch regierung zurecht geschloßen,und auf einmal haben wir Reporter,Uno,Ngo,und alle mögliche Menschenrechte auf dem hals.jedes mal wenn ich nach Nord Iran gehe ,eine gebit dicht besiedelt wie NRW in BRD ,und fast alle iranische familie ihre urlaub machen und modern wie Tokio und mit dem hundertthausand villen,die vielle über milionen Euro kosten,finde ich keine zeitung zu kaufen,obwohl in unsere gegend in bereich Bildung ligt weit vorne und mindestens 90 prozent junge und Mädchen haben eine Abitur Abschluß und 50 prozent davon sind Akademiker,aber keine hat lust etwas zu lesen und geleichzeitig wird behauptet gibts keine freiepresse.wie gesagt , die Medien an sich sind ein sehr sehr Komplizierte Wissenschaft,die wir 0,0 ahnung über modere Medien haben und müßen wir nachhilfe Holen,und es gibt geng solche Fachleute in westwn als arbeitslos oder die ,in rente sind,egal ,daß uns hunderte von milionen kostet oder sogar miliarden Euro,es lohnt sich auf jedenfall,dann haben ein volk wie im westen ,fast alle denken ,daß Sie in eine geselschaft mit Freiemeinungausserung leben,alle sind zufrieden,mekern nutz uns nicht ,die Menschen beauchen ilusion,Spiel mit mir der Tehater,daß es mir besser geht.grüß an alle.

soldat Khameneis-basijiunterstuetzer21-11-12

@Zahra
damit spielt ja der westen in der westlichen presse. sie koennen geschickt ueber zensur im iran berichten, waehrend sie vor einigen wochen ueber nacht 19 informativie iranisch/arabisch/englisch sprachige sender von Eutelsat runtergenommen haben, ein klarer akt gegen die informationsfreiheit. heuchler bedienen sich eben der taeuschung und der heuchelei und der BBC, dieser schmutzsender tut da sein bestes. der BBC verlaesst sich auf laecherliche YouTube filmchen und versorgt sich wie die uebliche westpresse aus quellen, die wir als konterrevolutionaer und westhoerig bezeichnen wuerden. als gebuertiger berliner weis ich natuerlich um die umtriebe des iranischen exilantenpacks. in minivereinen intensivieren sie die propaganda gegen die islamische republik iran und versorgen westliche medienstationen mit maerchen und horrorgeschichten. wir sollten uns einen dreck drum scheeren was BBC und CCN vom stapel lassen, sondern stattdessen unsere bemuehungen erhoehen dagegenzusteuern. es ist nichts anderes als ein kulturkampf und der westen hat sich die informationshoheit und somit die erhaltung IHRER macht auf die fahne geschrieben. es ist westarroganz was sie antreibt, der drang uns nach ihrem bild zu formen, so muss iran noch viel tun um das zu begrenzen und es wird zeit, das iran seinen eigenen rundfunksateliten ins all schisst und dem westen den mittelfinger zeigt!

zahra21-11-12

Hallo
@soldat Khameneis
Du hast Recht was die Exilanten betrifft..ich hatte auch schon einige Diskussionen mit ihnen..sie lachen einen aus als muslima und werden schnell beleidigend gegenüber imam Khamenei h...
Einmal vor ein paar Jahren haben welche von ihnen die iranische Moschee bzw uns Besucher der ashura Trauerzeremonie angegriffen...aber elhamdolellah ist nichts passiert..aber das zeigt ihr wahres Gesicht..sie sind islamfeindlich..

Reza24-11-12

Ich möchte erst mein tiefstes Entsetzen zum Ausdruck bringen über skrupellose Hofberichterstatter und ihre endlosdreiste Unverschämtheit das Recht des palästinensischen Volkes mit Füssen zutreten und das israelische Verbrechen seit über 60 Jahren zu verharmlosen.

Nun zurück zum Thema, für meine Begriffe spielen in der internationalen Politik Freundschaft und Moral keine Rolle. Es gibt nur Zwecks Allianzen oder Herren und Untertannen, und nun was BBC, CNN, VOA oder wie sie alle heissen angeht, sollten wir wissen, dass sie alle im Sinne des Molochs und Co. arbeiten, die Hautaufgabe von allen besteht darin Propaganda auf allen Gebieten für den Erhalten des maroden Systems sowohl national als auch international zu betreiben. Ihr tägliches Brot verdienen sie, in dem sie im Sinne des Imperialismus Krieg als Frieden, Überfall als Selbstverteidigung, Millionen Tode als kollateralschaden und Vergewaltigung als Demokratie zu verkaufen versuchen.

Ich sage das noch mal zum mitschreiben, das sogenannte islamische System und dessen Anhänger können dem Moloch und Co. vieles vorwerfen, jedem X-beliebigen Menschen oder den iranischen Flüchtlingen die Schuld für diesen Miserablen Zustand im Iran zu zuschreiben, können sich aber der Verantwortung nicht entziehen. Es gibt immer zwei Wege; entweder schliesst man die Augen vor der Wahrheit und macht wie bis her weiter, sprich ständig Parolen skandieren und nach einem Schuldigen suchen, oder man erkennet die Wahrheit und geht auf Menschen mit offenen Armen zu und behandelt sie mit Würde, Moral und Liebe. Das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Was ist die Aufgabe eines Landes, das im Visier des Molochs und Co. steht? Wie steuert in diesem Falle das sogenannte islamische System im Iran dagegen? Wieso schauen sich viele Iraner diesen Mist aus dem Ausland an? Wie ist dieses Elend überhaupt zu erklären? Hat das iranische System ausser Vorbote auszusprechen und Zeigefinger zu zeigen nicht anders an zu bieten?
Wie wäre es Mit Aufklärung der Menschen im Iran, wie wäre es damit Menschen beteiligen zu lassen am eignen Schicksal, wäre es mit bunten und inhaltvollen Sendungen gemacht von Menschen für Menschen, wie wäre es mit Podiumsdiskussionen in TV um propagandistische Hintergründe der aus dem Ausland gesteuerten Sender zu klären.

Anonym25-11-12

Was man gut an dieser Thematik erkennen kann ist die perphide Natur des islamischen Regimes, dass über das leben der Menschen bestimmen möchte und das Volk wie Leibeigene und Sklaven behandelt.
Warum kann nicht jeder Iraner selbst entscheiden ob er lieber ausländische oder Mullah-Lügen TV anschauen möchte?
Wer schon mal Mullah-TV geschaut hat, kann gut nachvollziehen, warum die Mehrheit der Iraner lieber die seichte Unterhaltung aus USA bevorzieht.
Die Mullahs wollen nach Art einer Fremdbesatzung alles kontrollieren. Sie und nur Sie bestimmen was die Menschen anziehen, Essen, sagen, denken, trinken, wählen. Gäbe es die Satellitensänder nicht, wer wüsste wann die Verbrechen der Mullahs und ihrer Freunde zu Tage gekommen wären. Ich erinnere nur an den Mord Sattar Beheshtis durch die Mullahs...

Zange26-11-12

@Reza

Beim Lesen Ihrer Beiträge habe ich immer den Eindruck, dass Sie von einem anderen Iran sprechen, den ich kenne und beobachte.

Zange26-11-12

@Anoynm

Ich habe so eben folgende US-Studie entdeckt:

http://irananders.de/home/news/article/us-studie-medienkonsumverhalten-der-iraner.html

Der Studie aus den USA zufolge, schauen die wenigsten Menschen in Iran Satellitensender.

Und bei allem Respekt, über den Tot von Sattar Beheshti berichteten die Medien in Iran als erstes. Die westlichen Satellitensender haben da nur nachgeplappert.

soldat Khameneis-basijiunterstuetzer26-11-12

@Reza

an ihnen aergert mich immer wieder die tatsache, das sie so tun als wuerde im iran niemand misstaende anprangern. das jene befuerworter alle und alles gutheissen wuerden und niemand gewillt sei, etwas an den missstaenden zu aendern die wir auch zu genuege haben(!)aber der unterschied zwischen den systembefuerwortern und denn systemverleumder ist, das sie nicht das system entfernen wollen, damit alles wieder zum besten wird. es ist eine utopie und uebrigens auch ihre des oefteren, das sie von einem gesellschafts und regierungszustand ausgehen, das es in der tat nur in der fantasie der menschen gibt. die realitaet lehrt uns, das jedes system von der unvollkommenheit der menschen stranguliert wird. halten sie ahmadinejad fuer genauso einen politikerfatzke wie merkel oder obama? ich hoffe das sie nicht ja sagen. halten sie imam khamenei tatsaechlich fuer einen geistlosen, korrupten unhold wie so machen gegenwaertigen oder vergangenen fuehrer einer nation? und was gibts am iranischen fernsehen auszusetzen frage ich mich? zu langweilig, weil keine billigen sexfilmchen zu sehen sind? oder weil uns keine frauenbrueste entgegenspringen? aergern sich manche iraner hier auf diesem blog darueber, das iran keine knallharten actionfilme rauf und runter spielt oder zu viele spielfilme laufen mit einer sozialen botschaft darin? herr @anonym hat es auf dem punkt gebracht, er will lieber "seichte" US kost als kultur und niveau TV. solange wir mit einem auge wie hunde richtung westen schielen, sind wir huendisch in unserem benehmen und ohne stolz und erkenntnis fuer unseren eigenen standpunkt in dieser welt. unsere landsleute hier wie drueben sind undankbar und lassen sich vom billigen west way of live berieseln. besonders die pahlaviiraner, die sich so nationalpersisch geben, beten und betteln den westen an wie woelfe den mond. gerade diese kaste ist mir die verhassteste kaste von allen. statt hier rumzumeckern packen sie die missstaende an und helfen iran seine unzulaenglichkeiten zu beseitigen. sie glauben es geht nicht? kommen sie und schauen sie was ein freund von mir im iranischen innenministerium so alles bewirkt und das gegen den widerstand der korrupten und ignoranten. wir glauben an das system, das schiitische system ist eine gnade fuer unseres volk. unser volk hat diesen entsetzlichen zoratsrhrustraaberglaube aufgegeben, diesen dreckigen persernationalismus, (dieser aberglaube einer minderheit der iraner uebrigens), diese abstossende anbetung eines hundes der oberhunde englands und der USA "unser verehrter koenig". nur mit vorbildern wie imam ali(as) oder imam hossein(as) koennen wir die korrupten moullahs und beamten fertig machen, die die menschen mit ihren yazidischen verhalten enttaeuschen. wir wissen das es sie gibt aber wir verraten nicht die idee wegen ein paar schwarze schaafe, die es in jedem system gibt. die islamische revolution ist in ihrer reinigungsphase und es braucht noch zeit die kakerlaken die das system beleidigen zu entfernen. wachen sie endlich auf und werden sie realist, das hat uns imam ali(as) gelehrt, dann verstehen sie auch, warum wir bei diesem system bleiben muessen und demokratie und liberalismus ablehnen muessen!

(von Moderation chiffriert)26-11-12

@Zahra

dieser vorfall in berlin ist mir bestens bekannt schwester.

MODERATION: Bleiben Sie bitte beim Thema des Artikels.

Fatima28-11-12

Wenn der Westen auf der einen Seite Lügenpropaganda aktiv im Iran betreibt, auf der anderen Seite aber in Europa verhindert, dass die iranischen Sender gesehen werden, ist schlichtweg ein Heuchler und hat jedes Recht verwirkt, den Iran über Meinunsfreiheit zu belehren.
Die USA haben einen Extraposten im Haushalt, der nur zur Destabilisierung des Iran bestimmt ist!
Und was die Frau Rahnavard angeht...so schnell kann man / frau sich halt ändern, wenn man es für opportun hält, nicht wahr?
dass der Empfang für Satelliten im Iran grundsätzlich untersagt ist, stimmt so aber auch nicht.

Westfernsehen birgt aber nicht nur politische, sondern auch kulturelle Gefahren, vor allem für die Jugend. So hat sich zum Beispiel in Samoa herausgestellt, dass dort Mädchen typische Zivilisationskrankheiten wie Bulimie und Magersucht entwickelten, nach dem das Westfernsehen eingeführt wurde.

Reza02-12-12

@soldatKhameneisbasijiunterstuetzer

Es liegt nicht in meinem Ermessen, Vergleiche Anstellen über Politiker und Personen des öffentlichen Lebens. Aber was ich generell über Politik weiss, kann ich Ihnen sagen. Es gibt eine universale Regel der Politik und der politischen Systeme, was alle Politiker weltweit verbindet. Die Regel besagt, um überleben zu können, musst du lügen, betrügen, Propaganda betreiben und falls nötig auch Menschen beseitigen. Da macht ein Herr Ahmadinejad auch keine Ausnahme. Die einen gehen mit ihrer kapitalistischen Ideologie über Leichen und die anderen mit ihrer religiösen Ideologie. und genau an diesem schmutzigen Punkt unterscheidet sich die Religion von der Politik. POLITIK KENNT KEINE MORAL, KEINE ETHIK UND KEINE WÜRDE.
Wer Ideologie über Menschen stellt und die Meinung vertritt, der Zweck heiligt die Mittel, kann buchstäblich alles richtfertigen. Ich sehe die Dinge realistisch und lasse mich von Politik und deren Machern nicht verblenden. Ich bin der Meinung. Dass es keine selbstlosen Politiker gibt.
Wer sich das Recht heraus nimmt, Menschen mit ihrem Glauben zu beleidigen? Muss auch wissen und erwarten, dass Menschen zurückschießen. Ihr Versuch über diese Schiene von Beschimpfungen, Beleidigungen und endlose Parolen vom eigentlichen Thema abzulenken, nämlich vom sogenannten islamischen System, wird Ihnen damit nicht gelingen. Sie können vielleicht das eigene Ego und Ihr Gewissen beruhigen aber dadurch kein einziges Problem aus der Welt schaffen.

Moslemin02-12-12

Wir hinken wirklich dem Westen hinterher, was Medien und Journalismus angeht. Bestes Beispiel ist dieser "Artikel" von Frau Parsa. Sie sollte erst lernen, was eine Analyse von einem Kommentar und einem Artikel unterscheidet. Sie stellt sich selbst im Mittelpunkt - peinlich - und folgt keinem roten Faden, geht in die Vergangheit zurück, kommt wieder in die Gegenwart. Wir sollten uns rüsten und bessere Beiträge veröffentlichen. Mit sowas machen wir uns lächerlich. Gott schütze Euch Brüder und Schwester von Irananders.

paypay02-12-12

Um 13:06 Uhr habe ich Dir den Artikel geschickt.

Übrigens, dieser Artikel ist ein Vortrag von Nasrin Parsa beim Rosa Luxemburg Symposium in Potsdam. Kennst du Rosa L.? Schau in Wikipedia.

(von Moderation chiffriert)02-12-12

Du musst auch lernen, wie man einen Film macht, Amateuren lobt man, um weiter zu kommen.

MODERATION: Bitte bleiben Sie sachlich und beim Thema des Artikels.

Freedom8918-02-13

Warum kein kritischer Kommentar zum Sateliten-Empfangsverbot, oder iranischer Propaganda?

Info20-02-13

@Freedom89

Steht doch da. Kannst du lesen?

"In dieser Zeit boomte der illegale Markt der TV-Satellitenantennen in Iran und in den Nachbarländern. Millionen Haushalte kauften neue empfangsfähige Satellitenfernseher, und damit wurden runde und große Satellitenschüsseln in iranische Hinterhöfe gestellt und versteckt (der Empfang von Satelliten ist in Iran untersagt)."

Aber wieso berichten deine freiheitliche Medien nichts über den Verbot von 19 iranischen Satellitensender auf Astra und Eutelsat?!






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