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03.10.2012 Flynt Leverett und Hillary Mann Leverett

Israels wahre Bedrohung ist nicht die iranische Atombombe


Israels Benjamin Netanyahu und Irans Mahmoud Ahmadinejad

Die beiden Regierungschefs lieferten sich vorläufig das letzte Duell vor der UN-Generalversammlung in New York. (Archivfoto)

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat letzte Woche der Generalversammlung der Vereinten Nationen seinen Abschiedsbesuch abgestattet. Es ist sein letzter Auftritt als Präsident der Islamischen Republik. Er hielt mehrere wichtige Reden, gab eine Reihe von Interviews und beteiligte sich sogar an einem Treffen mit einer kleinen Gruppe von Amerikanern, die Bücher über Iran schreiben oder geschrieben haben. Wir nahmen an dieser Sitzung teil.

Obwohl Ahmadinejad – wie üblich - zahlreiche und vielfältige Botschaften im Gepäck hatte, die er zu vermitteln versuchte, konzentrierten sich die Medien und die öffentliche Aufmerksamkeit jedoch auf seine Aussagen über Israel und die Gefahr eines israelischen oder US-Angriffs auf die Islamische Republik. Er hatte dazu zwei Thesen ausgeführt, die wie folgt lauten:

Erstens: Israel befindet sich in einer strategischen Sackgasse oder wie er es in Detail sagte:

"Wir nehmen die Drohungen der Israelis grundsätzlich nicht ernst. Wir glauben, dass die Israelis sich in einer Sackgasse sehen und nach einem Abenteuer suchen, um aus dieser Sackgasse herauszukommen. Während wir vollends in der Lage sind, uns zu verteidigen, nehmen wir diese Drohungen nicht ernst."

Zweitens: Der Grund, weshalb sich Israel in einer Sackgasse befindet, ist nicht die Islamische Republik oder ihre atomaren Aktivitäten. Der Grund ist die Mobilisierung der arabischen und der anderen muslimischen Völker, die bestrebt sind, an der politischen Ordnung ihrer Länder beteiligt zu werden.

Obwohl das sicher nicht seine Absicht war, bestätigte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu Ahmadinejads Einschätzung, als er sich selbst in der gleichen Woche an die UN-Vollversammlung wandte. Im Zentrum von Netanyahus Rede standen natürlich seine Aussagen zur Islamischen Republik und ihrem Atomprogramm. Mittlerweile müssten alle, die das hier lesen, bereits gesehen haben, wie Netanyahu seine "Looney Tunes"-ähnliche Zeichnung einer zylinderförmigen Bombe mit einem handgezündeter Zünder präsentiert. (Siehe die 25. Minute im Videolink oben. Für diejenigen, die durch die Absurdität dieser Sehhilfe sprachlos wurden, um ihre beabsichtigte Botschaft einfach zu begreifen, wies Netanyahu darauf hin: "Dies ist eine Bombe. Dies ist eine Lunte.") Fazit: Netanyahu bekräftigte, dass die USA daran festhalten müssten, Irans Nuklearanlagen zu bombardieren - und zwar noch bevor die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) feststellt, dass Iran genug Uran an der 20-Prozent-Grenze angereicht hat, das dann - falls die Zentrifugen umfunktioniert werden -  wieder in den Zentrifugen gegeben werden könnte, sodass Iran in der Lage wäre, ausreichend waffenfähiges Material für die Herstellung einer einzigen Atombombe zur Verfügung zu haben.

An welche der vielen Schwachpunkte dieser Argumentation soll man beginnen, um sie auseinanderzunehmen? Aus rein wissenschaftlich-technischer Sicht enthält Netanyahus Analyse auf mehrere Ebenen grundlegende Fehler.

- Netanyahu behauptet, dass Israel, die USA und andere Akteure sich nicht mehr auf ihre Geheimdienste verlassen könnten, sobald Iran die angebliche „Rote Linie“ erreicht hat. Die Geheimdienste seien nicht in der Lage, den iranischen Schritt hin zu einer Umwandlung des zu 20-Prozent angereicherten Urans in waffenfähiges Material zu registrieren. Aber laut Netanyahus eigener Beweisführung basiert seine Analyse, zum iranischen Brennstoffzyklus "nicht auf Geheiminformationen, auch nicht auf Militärgeheimdienstberichten. Sie baut auf öffentliche Berichte der Internationalen Atomenergiebehörde auf."

- Aber es sind eben diese öffentlichen Berichte, die Netanyahu und anderen Akteuren (im Fall der Fälle) mitteilen würden, dass die Islamische Republik genügend zu 20-Prozent angereichertes Uran zusammenbekommen hat, um sich dieser „Roten Linie“ anzunähern. Und um diese “Rote Linie“ zu überschreiten, müsste Iran Schritte unternehmen, die die IAEA selbst - und nicht die israelischen oder die US-Geheimdienste - bemerken würde. Iran müsste die Siegel der von der IAEA überwachten Uranlager entfernen, die Zentrifugen hin zur waffenfähigen Produktion umfunktionieren oder das gelagerte Uran aus den von der IAEA überwachten Einrichtungen entfernen.

- Darüber hinaus äußerte Netanyahu nichts, was bewiesen hätte, dass Iran die Absicht oder die Fähigkeit hat, sein Material militärischen Zweken zuzuführen - selbst wenn Iran genügend davon für eine Waffe hergestellt hätte. Das ist ein erheblich komplizierteres Unterfangen als hoch angereichertes Uran in der Zeichentrick-Bombe des Premierministers voll zu stopfen und die Lunte anzuzünden.

Strategisch gesehen stellt die Annahme eines atomar bewaffneten Irans keine "existenzielle Bedrohung" für Israel dar, das haben wir an anderer Stelle schon ausgeführt. Noch weniger ist dies ein Iran, der Uran weit unter dem waffenfähigen Grad anreichert. Netanyahu bediente sich aber in New York einer Reihe von Unterstellungen in Bezug auf eine angebliche iranische Irrationalität. Er zitierte dabei sogar Bernard Lewis, dass "eine gegenseitige Zerstörung für die Ayatollahs in Iran keine Bedrohung, sondern einen Anreiz" darstelle. Unzählige hochrangige israelische Offizielle - einschließlich des Chefs der israelischen Streitkräfte, des Verteidigungsministers Ehud Barak und sogar Netanyahu selbst (siehe hier und hier) - haben offiziell bestätigt, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass die iranische Führung Atomwaffen einsetzen würde. (Es soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass führende iranische Politiker  über die Jahre immer wieder bekräftigt haben, dass sie keine Atomwaffen wollen, und nach der Einschätzung von israelischen und US-Geheimdiensten haben sie darüber hinaus noch keine Entscheidung für deren Bau getroffen. Tatsächlich glauben wir, dass das Oberhaupt der Islamischen Republik, Ayatollah Sayyid Ali Khamenei, die klare Entscheidung getroffen hat, keine zu bauen.)

Die eigentliche existenzielle Bedrohung für Israel kommt aus einer anderen Richtung, und Israel sieht dieser Bedrohung aus seiner Nachbarschaft momentan ins Auge. Ahmadinejad hat die Bedrohung sehr treffend aufgezeigt, nämlich dass die arabischen und andere muslimischen Bevölkerungen sich für mehr Teilhabe an der politischen Ordnung ihrer Länder mobilisieren. Ahmadinejad, Khamenei und andere iranische Führungspersonen wissen sehr genau, dass die Regierungen, die dieser Mobilisierung entspringen, sich nicht dem amerikanischen Druck fügen werden. Dies gilt auch für die Forderungen, mit Israel "Frieden zu machen", obwohl es arabische Gebiete besetzt, die arabische Bevölkerung unterdrückt und mit seiner unverhältnismäßigen Anwendung von militärischer Gewalt in der Region gegen internationales Recht verstößt. Die Regierungen werden darauf bestehen, dass Israel seine Politik auf fundamentale Art und Weise ändert, bevor sie das Land akzeptieren. Und zwar muss die Änderung für sie so fundamental sein, dass der größte Teil der israelischen Elite es als das Aufgeben des zionistischen Projekts betrachten würde. Und nach einiger Zeit, vielleicht nach ein paar Jahren, wohl eher Jahrzehnten, werden auch die meisten anderen Länder der Welt grundsätzliche Veränderung in Israel fordern.

Genau wie in Obamas Rede, äußerte Netanyahu vor der Generalversammlung Zuversicht, dass die "Modernität" über das "Mittelalterliche" triumphieren werde. Dennoch steht und fällt der Erfolg des zionistischen Projekts ultimativ mit der Fähigkeit der israelischen Regierung, die israelischen Juden und den Juden, die von woanders her nach Israel kommen würden, davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, in der Umzingelung durch Hunderte von Millionen von Menschen zu leben, die Israel nicht als eine politische Entität akzeptieren. Die israelischen Regierungen müssen in der Lage sein ihrer Zielgruppe zu vermitteln, dass sie sich wegen der andauernde Implausibilität dieser Lage keine Sorgen zu machen bräuchten. Israel muss ihnen zeigen können, dass es - mit seiner überlegenen militärischen Stärke und dem immensen Einfluss der Vereinigten Staaten - die Entstehung von unabhängigen Machtzentren in der Region verhindern und so seine strategische Position unter  Kontrolle behalten kann.

Heute hat Israel seine strategische Position ziemlich offensichtlich nicht mehr unter Kontrolle. Tatsächlich sah sich Israel das letzte Mal 1950 einer so herausfordernden Situation gegenüber. Das war das letzte Mal, dass es Aussicht auf eine unabhängige politische Ordnung im Nahen Osten gab, die keinen aggressiven, expansionistischen Querschläger in der Region akzeptiert hätte. Heute reicht überragende militärische Übermacht nicht mehr aus, um ein regionales Gleichgewicht, so eindeutig zugunsten Israels, beizubehalten. Und die Fähigkeit der Vereinigten Staaten, die strategischen Grundkomponenten rund um den Nahen Osten zu gestalten, ist kaum noch das, was sie einst zu sein schien - und sie schrumpft tagtäglich.

In ihrer Ursache gehen die israelischen Probleme natürlich auf Israels eigenes Verhalten zurück. Für die Amerikaner wäre es indessen selbstmörderisch, der Idee zu verfallen, ihre militärische Macht zu nutzen, um über Irans Atomprogramm eine technisch wie strategisch sinnlose „Rote Linie“ zu ziehen. So ein Angriff hätte keine Legitimität. Es gäbe keine Resolution der Vereinten Nationen, die das erlauben würde. Und abgesehen von Israel, Großbritannien und einigen anderen unterwürfigen europäischen Staaten würde niemand diesen Schritt unterstützen.

- Ein Krieg gegen die Islamische Republik, der von den USA gestartet würde, würde der amerikanischen Position langfristig so viel Schaden zufügen, dass das Debakel im Irak im Vergleich dazu wie ein Erfolg erscheinen wird.

- Und wenn wir denken, dass der Anti-Amerikanismus in der muslimischen Welt - oder besser gesagt in der nicht-westlichen Welt - sich momentan auf gefährlichen Höhen befindet, dann stelle man sich nur einmal vor, wie hoch er noch steigen würde, wenn die USA Iran wegen seiner nuklearen Aktivitäten bombardieren - Aktivitäten, die in der arabischen und muslimischen sowie in anderen nicht-westlichen Bevölkerung, mit überwältigender Mehrheit als legitim betrachten.


® The Race for Iran von 28. September 2012; übersetzt von Leo Schmitt.


Muhammad03-10-12

Israels wahre Bedrohung ist nicht die iranische Atombombe sondern alle Muslime dieser Erde. Israel wurde von Gott an
Abraham, Isaak und ihren Nachkommen überlassen, also dem jüdischen Volk. Israel gehörte schon dem jüdischen Volk noch bevor der Islam überhaupt existierte.

Nur leider versuchen Muslime wie überall mit Krieg und Terror andere Länder zu übernehmen.

Mohsen03-10-12

Ein sehr schönen Beitrag zu dem Punkt,

"..Dennoch steht und fällt der Erfolg des zionistischen Projekts ultimativ mit der Fähigkeit der israelischen Regierung, die israelischen Juden und den Juden, die von woanders her nach Israel kommen würden, davon zu überzeugen..."

möchte ich noch hinzufügen:

Die Israelischen Regierungen standen schon immer vor dieser Aufgabe, die Einwanderung trotz der feindseligen Umgebung voranzutreiben.

Diese Aufgabe ist nicht nur wegen der Revolutionen in den arabischen Ländern schwerer geworden, sondern in erster Linie wegen dem Widerstand der israelischen Bevölkerung gegen neuen Einwanderer aus den ehemaligen UDSSR Republiken aber auch an Juden mit dunkler Hautfarbe.

Es mag zwar zunächst diese Haltung rassistisch klingen, aber in erster Linie ist sie eine Reaktion auf soziale Mißstände in Israel.

Vereinfacht kann man die Haltung vieler Israelis wie folgt beschreiben:
Das Boot ist voll, erst Recht für Personen die das Sozialsystem weiter belasten und/oder nicht auf dauer bleiben wollen.

Es kommt noch sicherlich hinzu, dass viele Neu-Migranten den israelischen Pass als eine Zwischenstation für eine weitere Auswanderung z.B. nach Kanada ansehen.

Mohsen03-10-12

@Muhammad

Sie verwechseln das British Empire mt Gott.

Yamini03-10-12

Sie haben absolut recht.
Nicht Iran bedroht Israel sondern Israel selbst bedroht sich.
Das beste wäre Israels Regierung verschließt die Augen, legt die Hände in den Schoß und wartet was passiert.
Jesus sagte " Wer glaubt der wird seelig." Looooooooooool

Homayoun H.04-10-12

Die Looney Tunes Zeichnung war eben maßgeschneidert für das Durchschnittsintellekt der Amerikaner und leichte Kost für die amerikanischen Wähler (und zwar nicht nur Romney-Wähler) zwischendurch vor der Wahl. Wenn der Amerikaner gerade durch die Sender zappt, dann sieht er da eine Bombe und einen grimmig reinschauenden Netanyahu und zappt dann nicht mehr weiter und schaut interessiert zu. Es ist falsch das ganze aus Sicht der Politiker die da versammelt waren zu betrachten, die waren nämlich nicht das Ziel Netanyahus (er weiß genau wie da die Fronten geregelt sind, da ändert sich eh nichts, wer für/gegen Krieg ist, ist und bleibt klar), sondern das hollywoodgeile Volk USAs. Und die haben keine Lust vor der Wahl tiefsinnigen und komplizierten Analysen (wie z.B. denen von Ahmadinejad) zuzuhören. Der nächste Präsident Irans sollte das nächste mal das gleiche tun und eine Tom und Jerry Zeichnung mitbringen, dann wird die Beliebtheit Irans in USA auf einen Schlag um 50% steigen, garantiert.

dragao06-10-12

Immer wieder wird gesagt, dass die USA fest auf der Seite Israels stehen…..vor allem wegen des Einflusses der schon legendären Israel-Lobbie, die nach der festen Überzeugung vieler sogar so weit geht, dass der Schwanz mit dem Hund wedelt.
Es stimmt durchaus, dass jüdische Persönlichkeiten in den USA grossen Einfluss haben. Etwa die Hälfte des aussenpolitisch tätigen und einflussreichsten US-amerikanischen Think-Tank, <a href="http://thezog.wordpress.com/who-controls-the-council-on-foreign-relations-part-1/">Council on Foreign Relations, sind Juden. </a> Wer die nicht glaubt, soll auf der verlinkten Seite nachsehen.
So weit so gut. Mit dem politisch korrekten Ausdruck Israel-Lobbie kommt jedoch ein Trugschluss ins Spiel, dem meiner Meinung nach viele aufgessen sind. Eigentlich müsste es heissen jüdische-Lobbie.
Diese jüdische-Lobbie ist aber eindeutig globalistisch und auf die eine oder andere Weise mit dem globalen Geldadel verzahnt, wie man unschwer an der Namensliste erkennen kann. Diese haben wie jeder sehen kann, keinerlei nationalstaatliche Interessen, im Gegenteil, alles nationalstaatliche soll zerschlagen und durch einen identifikations losen Multikulti-Mix weltweit ersetzt werden.
In diesem Sinne, wird Israel für die Globalisten zum Problem. Israel unterhält eine “kampfstarke.?” Armee=Militarismus, heisst nur solche Einwanderer willkommen die zum eigenen Volk gehören=Rassismus, sperrt Angehörige eines Volkes mittels eines Zaunes/Mauer vom eigenen Staatsgebiet aus=Apartheid, weigert sich die Einwanderung von Moslems zu erlauben=Islamophobie.
Dies führt natürlich zu Problemen mit dem Rest der Welt, bei dem genau das Gegenteil verwirklicht werden soll, ja wo sich die Globalization allem Anschein nach, schon auf der Zielgerade befindet.
Zu glauben, dass sich die jüdische anglo-amerikanische NWO Finanzlobbie, von den national-zionistisch durchgestarteten Israelis, in die mit gewaltigen Aufwand an globalistischer und liberalpazifistischer Multikultiprobaganda aufbereiteten Suppe spucken lassen, der lebt im Reich der Fantasie.
Jüdische Interessen (jüdische NWO-Globalisten) und israelische Interessen (jüdische national-zionistisch) sind schon seit längerem nicht mehr identisch.
Je weiter die Globalization fortschreitet, desto entberlicher wird der National-Zionismus, in anderen Worten Israel, dass ganz offensichtlich von der NWO nur dazu gebraucht wurde um die Völker mit der Holocaust- und Antisemitismuskeule gefügig zu machen.
Bei der beobachtbaren US-Aussenpolitik, habe ich oft das Gefühl, als ob es die Amis darauf angelegt haben Israel zu zerstören oder seine Zerstörung als Kollateralschaden zumindest billigend in Kauf zu nehmen.
In allen Nachbarländer Israels werden deren erklärte Todfeinde an die Macht gebracht, die einen Frieden mit Israel vehement ablehnen. Glaubt jemand im Ernst, dass die USA diese ganzen Länder durchschütteln um auszuprobieren wer dann an die Macht kommt.?
Auch die Iranpolitik der USA ist mit verlaub gesagt mehr als duvidos. Seit Jahren bedroht die USA militärisch und wirtschaftlich den Iran ohne den militärisch verbalen Drohungen, Taten folgen zu lassen. Was im Grunde nichts anderes bedeutet als, Teheran keine Alternative zum Bau von Atomwaffen zu lassen und ihm quasi offiziell zu erklären, dass es das Atom auch bekommen wird, wenn es will. Es ist ganz klar, dass die USA einen Atombewaffneten Iran, nicht als besonders gefährlich einschätzen.
Zur gleichen Zeit werden die Gedichte von Günter Grass presentiert, in welchen dieser Israel der Vorbereitung eines ilegalen Angriffskrieg gegen Iran, eventuell sogar mit Atom verdächtigt, ja bezichtigt und Mordechai Vanunu den Atomspion zum tragischen Helden werden läst. Henry Kissinger verkündet, dass es Israel in 10 Jahren nicht mehr geben wird und die versammelte US-Geheimdienstriege (16 an der Zahl) veröffentlichen eine 82-seitige Analyse, mit dem vielsagenden Titel “Vorbereitungen auf einen Nahen und Mittleren Osten ohne Israel”.
Obwohl man hier in Europa darüber nichts hört oder liest (ausser beim Koop On-line), wohl aus politischer Korrektheit oder wie auch immer, schlägt diese in den USA hohe Wellen. Wer dies nicht glaubt, google mal: “america preparing for a post-israel middle east”. 13’ooo’ooo Resultate werden dann ausgeworfen.
Das in immer kürzeren Abständen produzierte Aufheulen Netanjahus und seiner Kumpane vor der UNO und anderswo zeigt, dass diese sich dieses Fakts bewusst sind. Alleine können sie nicht gegen den Iran, dieser würde sie wahrscheinlich schon, in weniger als 24 Stunden platt machen.
Dass israelische Atom, ist dabei keine Option weil meiner Meinung nach die Amis dies nicht zulassen können ohne sich dabei selber aus dem mittleren Osten zu verabschieden, ja auch die jüdischen Globalisten müssten ihren Hut nehmen und aus der Welt, zumindest für ein paar Jahrzehnte, verschwinden.
Mir scheint ziemlich unwahrscheinlich, dass die jüdische anglo-amerikanische NWO Finanzlobbie , mit anderen Worten der “Council on Foreign Relations” Israel unterstützen würde, wenn dies bedeutet, dass die Globalisierung der Welt eingestellt werden muss, oder zu mindest einen jahrzehnte langen Rückschlag erleidet. Lieber nehmen sie in Kauf, dass die jüdischen National-Zionisten von den umliegenden Völkern ins Meer getrieben werden.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es in den nächsten Jahren zu einem militärischen offenen Krieg zwischen den USA und dem Iran kommt. Da kann der israelische Wadenbeisser so lange bellen wie er will.

Mohsen07-10-12

@dragao

Eine Einschränkung zu Ihrem Beitrag:

Die Lobby der absoluten Globalisierungsbefürwortern entstand nach dem Fall der Sowjetunion, d.h. in der Zeit der US-Alleinherrschaft, in USA.

Mittlerweile wird das Befürwotren der Globalisierung von vielen früheren Bewürwortern als kritisch angesehen. Das Kritische daran ist nicht etwa zu vergleichen wie bei den Globalisierungsgegnern sondern es entsteht durch die Zunahme und Konkurenz sogar Überholung durch die Chinesen in diesem Bereich.

Mit etwas googlen finden Sie Vertreter der US-Israellobby die nach ihrem Ausscheiden aus Jobs in USA in Israel (sogar ehrenamtlich) tätig wurden.

Die Bindung zu dem Staat Israel durch diese Leute sollte daher nicht unterschätzt werden.

siglinde07-10-12

et.dragao
Es.ist.zwar.eine.gewagte.These,
die.Sie.da.aufstellen,aber.das.hier.
würde.dazu.am.Rande.passen:
http://www.youtube.com/watch?v=vf21XKxZx80&feature=related
Vielmehr.scheint.es.so,dass.eine.
bestimmte.Gruppe.von.Christen.(hier.Zionistenchristen.genannt)
den.Atomkrieg.und.die.Vernichtung.
Israels.wünscht.

siglinde13-10-12

An die Moderartion:
"Obwohl Ahmadinejad – wie üblich - zahlreiche und vielfältige Botschaften im Gepäck hatte, die er zu vermitteln versuchte, konzentrierten sich die Medien und die öffentliche Aufmerksamkeit jedoch auf seine Aussagen über Israel und die Gefahr eines israelischen oder US-Angriffs auf die Islamische Republik. Er hatte dazu zwei Thesen ausgeführt, die wie folgt lauten:"
Kann man diese Botschaften bzw.Reden irgendwo nachlesen?

Peter23-10-12

Israel wurde von Gott an Abraham verschenkt ? Liefern Sie mir einen Gottesbweis und ich will der These gerne zustimmen.

Ich denke Israel hat nur einen Feind, das sind die Radikalen im eigenen Land die im bilden Glauben handeln.






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