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10.05.2012 Hossein Mousavian

Gekonnt mit Irans Atomprogramm umgehen


Ali Khamenei und Barack Obama

Nach der Wahl des US-Präsidenten Barack Obamas (r.) ließ Irans religiöses Staatsoberhaupt, Ayatollah Ali Khamenei (l.), dem iranischen Präsidenten, Mahmoud Ahmadinejad, eine freiere Hand für einen Durchbruch in den Beziehungen zu Washington.

Seit der Islamischen Revolution 1979 haben zwei Ansätze Irans Außenpolitik gegenüber den USA beeinflusst. Der Erste geht davon aus, dass sich Iran mit den Vereinigten Staaten auf einen Kompromiss einigen kann, der auf gegenseitigem Respekt, Nichteinmischung in innere Angelegenheiten und der Betonung gemeinsamer Interessen basiert. Die Vertreter dieses Ansatzes gestehen eine Feindschaft und historische Missstände zwischen den beiden Ländern ein, meinen aber, dass eine Normalisierung der Beziehungen möglich sei. Die zweite Denkschule ist eher pessimistisch. Sie misstraut den USA aufs Äußerste und glaubt, dass Washington weder zur Lösung der Streitigkeiten zwischen den beiden Ländern bereit noch davon überzeugt sei.

Während meiner fast dreißigjährigen Arbeit für die iranische Regierung und einer fast zehnjährigen Mitgliedschaft im Sekretariat von Irans Oberstem Nationalem Sicherheitsrat (bis zum Jahr 2005), war ich in Gesprächen über beide dieser Ansätze involviert. Meine erste persönliche Erfahrung in dieser Hinsicht war Ende der 80er Jahre, als das entscheidende Problem, dem sich die USA und Europa gegenübersahen, die Freilassung westlicher Geiseln in Libanon gewesen ist. Während dieser Zeit bekam Iran ein Dutzend Nachrichten aus Washington, die vorschlugen, dass jede Seite, entsprechend George H. W. Bushs Antrittsrede 1989, „guten Willen für guten Willen“ zeigen solle.

Damals bot Bush dem damaligen iranischen Präsidenten Ali Akbar Rafsanjani einen Deal an: Wenn Iran bei der sicheren Befreiung von US-amerikanischen und anderen westlichen Geiseln im Libanon helfe, würden die USA ihrerseits mit einer Geste antworten. Iran reagierte mit der Betonung seiner Erwartung, dass die USA die Milliardensummen eingefrorenen iranischen Vermögens wieder auftauen und zurückgeben sollten. Die iranische Führung sah außerdem von Unterredungen ab, die auf eine Gegenleistung Israels in Form der Freilassung libanesischer Geiseln setzte, insbesondere des Geistlichen Abdul Karim Obeid, einem Führungsmitglied der Hisbollah.

Zu diesem Zeitpunkt wurden die zwei unterschiedlichen Denkschulen erkennbar. Rafsanjani glaubte, dass dieser Deal eine vertrauensbildende Maßnahme darstellen könnte und dass er zu einer Annäherung an die USA führen würde. Irans religiöses Staatsoberhaupt, Ayatollah Khamenei, warnte davor, den USA zu vertrauen und glaubte, dass es naiv sei zu erwarten, dass Washington Teherans Anstrengungen erwidern würde. Er glaubte - damals wie heute -, dass die USA nichts anderes als einen Regimewechsel in Iran wünschen. Letztendlich entschied sich Iran dazu, eine Schlüsselrolle in der Befreiung aller westlichen Geiseln in Libanon zu spielen. Die Vereinigten Staaten gaben dagegen weder die iranischen Vermögen frei noch erleichterten sie die Freilassung libanesischer Geiseln.

Trotz dieses Affronts hinderte Ayatollah Khamenei den Präsidenten Rafsanjani - und in den Folgejahren Präsident Mohammad Khatami - nicht daran, dem Westen weitere Avancen zu machen. 1997 ratifizierte Iran beispielsweise die Chemiewaffenkonvention, ein Abkommen zur Abgabe aller chemischen Waffen bis 2012. Iran trat 1997 auch der Biowaffenkonvention bei. Nach 2001 half Iran den USA bei der Vertreibung der Taliban aus einem Großteil Afghanistans. 20 Monate lang - zwischen 2003 und 2005 - kooperierte das Land vollends mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Wie die IAEA es verlangte, gab die Regierung mehrere militärische Einrichtungen für Inspektionen frei, setzte seine Anreicherungsaktivitäten aus und setzte das Zusatzprotokoll um.

Irans Erwartung zum Trotz, dass diese Gesten dem Land den Weg für eine Weiterführung des Atomprogramms ebnen würde (was dem Land als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags ohnehin erlaubt ist), fuhren die USA und der Westen einfach mit neuen Vorwürfen gegen Iran fort. Darunter waren Fragen über atom-bezogene Projekte Irans, Irans Haltung zu Israel und seine Feindschaft gegenüber der Rolle des US-Militärs in der Region, insbesondere in Irak und Afghanistan. Anstatt Iran für seine Zusammenarbeit zu belohnen, führten die USA neue Sanktionen ein und arbeiteten auf eine Steigerung des internationalen Drucks auf Teheran hin.

Ayatollah Khamenei war über das Verhalten Washingtons nicht überrascht. Während der ganzen Zeit hatte er routinemäßig direkte Gespräche mit den Vereinigten Staaten zum Ziele einer Versöhnung abgelehnt. Sein Einwand war, dass die USA aus eine Position der Stärke heraus verhandeln wollen und dementsprechend Iran durch die Ausübung von Druck, Einschüchterung und Sanktionen in die Knie zwingen wollen. Die zunehmend feindlichen Reaktionen des Westens gegenüber Politiken, die von den Führungsköpfen Irans als moderat betrachtet wurden, führten letztendlich dazu, dass die Radikalen in der Innenpolitik die Oberhand gewannen. Das führte schließlich zum Aufstieg Mahmoud Ahmadinejads.

Rückblickend ist es schwer, alle Schritte zu benennen, die jede Seite hätte unternehmen können, um die letztliche Abwärtsspirale der Beziehungen zurückzuschrauben. Gewiss haben der Westen und insbesondere die USA während der moderaten Präsidentschaften Rafsanjanis oder Khatamis große Chancen verpasst. Noch sicherer ist, dass sich beide Seiten stärker für einen Richtungswechsel der US-Iran-Beziehungen hätten engagieren müssen.

Die Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama bot eine Gelegenheit für einen Neuanfang. Und kaum im Amt, deutete er bereits seinen Willen an, mit der Islamischen Republik in einer langen Reihe von Punkten in den Dialog zu treten, um 30 Jahre Feindschaft aus dem Weg zu schaffen und „konstruktive Beziehungen“ zwischen den beiden Ländern herzustellen. Meines Erachtens hat die iranische Führung - trotz der Skepsis gegenüber Obamas Fähigkeit, mit der bisherigen US-Politik zu brechen - seinen persönlichen Absichten Glauben geschenkt. Aus diesem Grund entschied sich die iranische Führung, die Möglichkeit eines Durchbruchs zu prüfen, indem sie Ahmadinejad eine freiere Hand bei der Handhabung der Beziehungen zu Washington überließ.

Sicher:  Vieles in Ahmadinejads Rhetorik in Bezug auf die Beziehungen war rau. Aber Iran vollbrachte auch einige beispiellose Initiativen. Mohamed El Baradei, der ehemalige Direktor der IAEA, veröffentlichte in seiner Memoiren, dass Ahmadinejad 2009 - über ihn - eine Nachricht an Obama schickte, in der er dem US-Präsidenten eine umfassende Abmachung anbot. Laut El Baradei zeigte der iranische Präsident den Wunsch nach direkten Gesprächen mit den USA, die schließlich zu bedingungslosen bilateralen Verhandlungen führen sollten. Die Gespräche würden auf der Grundlage gegenseitigen Respekts geführt und Iran würde seine Zustimmung zur Unterstützung der USA in Afghanistan und woanders geben. Obama antwortete darauf nicht.

So gut wie alle im Westen beschuldigen Teheran für die seither feststellbare Verschlechterung der Beziehungen. Sie verweisen auf das Scheitern einer von Russland und den USA vorgeschlagenen Initiative vom Oktober 2009 in Genf, die einen Austausch von Irans hochangereicherten Uran gegen niedrig angereicherte Brennstäbe vorsah. Kurze Zeit nach diesem Treffen äußerte die iranische Regierung gegeüber El Baradei, dass Teheran bereit sei, diesen Deal direkt mit den USA einzugehen. Washington wies das Angebot zurück. Iran unterschrieb in der Folge ein ähnliches Abkommen mit Brasilien und der Türkei. Das hätte eine wichtige vertrauensbildende Maßnahme darstellen können, aber die USA wiesen auch diese zurück.

Im Dezember 2010 zeigten die USA erstmals die Bereitschaft, Irans legitimes Recht auf Urananreicherung zu friedlichen Zwecken anzuerkennen. In einem Interview mit BBC sagte US-Außenministerin Hillary Clinton, dass Iran Uran anreichern dürfe, sobald es gezeigt habe, dass es das in einer verantwortungsvollen Art und Weise und in Übereinstimmung mit seinen internationalen Verpflichtungen machen könne. Als Antwort darauf machte Iran den USA neue Vorschläge. Eine vertrauenswürdige Quelle äußerte mir gegenüber, dass der stellvertretende iranische Außenminister - während einer Konferenz im Februar 2011 in Schweden - dem US-Sondervertreter für Afghanistan und Pakistan, Marc Grossman, eine offizielle Einladung nach Iran zu Gesprächen über Kooperationsmöglichkeiten in Afghanistan unterbreitete. Washington lehnte dieses Angebot ab.

Später, im Oktober 2011, lud Iran ein Team der IAEA unter der Führung des stellvertretenden Generaldirektors Herman Nackaerts zu einem Besuch der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen seiner Schwerwasser- und Zentrifugenanlagen ein. Eine Kontaktperson sagte mir, dass der Chef der Iranischen Atomenergiebehörde, Fereydoon Abbasi-Davani, der IAEA einen Blankoscheck und eine Garantie zur vollen Transparenz und Offenheit gegenüber Inspektionen und Kooperation mit der IAEA anbot. Darüber hinaus informierte er Nackaerts über Irans Bereitschaft, das Atomprogramm des Landes unter „volle Überwachung der IAEA“ zu stellen - inklusive der Umsetzung des Zusatzprotokolls für fünf Jahre, vorausgesetzt, dass die Sanktionen gegen Iran  aufgehoben würden.

Ein Versuch, Irans guten Absichten Ausdruck zu verleihen, war Ahmadinejads Ankündigung der Freilassung zweier US-Wanderer aus iranischer Untersuchungshaft während seiner New York-Reise im September 2011. Er signalisierte dort weiter Irans Bereitschaft, die 20-prozentige Urananreicherung zu stoppen, wenn die USA das Land im Gegenzug mit Brennstäben für den Teheraner Forschungsreaktor versorgen würden. Das war ein immens wichtiger Schritt in Richtung der Erfüllung der westlichen Forderungen und zeigte, dass Iran kein hochangereichertes Uran anstrebte.

Aber wieder war die US-Antwort negativ. Washington warf Teheran einen Mordkomplott gegen den saudischen Botschafter in den Vereinigten Staaten vor. Auch beeinflussten die USA den Inhalt und den Duktus des Iranberichts der IAEA vom November 2011, in dem Vorwürfe über mögliche militärische Dimensionen des iranischen Atomprogramms hinzugefügt wurden. Im Januar sanktionierte Washington die iranische Zentralbank, legte dem Land praktisch ein Öl-Embargo auf, förderte eine UN-Resolution gegen Iran in Bezug auf Terrorismus und instrumentalisierte eine UN-Resolution, die Iran wegen Menschenrechte verurteilt.

Während der Darlegung seiner Iranpolitik verkündete Obama im Januar in New York stolz, dass er die Welt zu einem „beispiellosen“ System von Sanktionen gegen Iran mobilisiert habe. Er sagte, dass die US-geführten Sanktionen die iranische Wirtschaft in einen „Trümmerhaufen“ versetzt hätten. Drei kurze Jahre nachdem die Obama-Regierung die Annäherungspolitik eingeführt hatte, nannte Verteidigungsminister Leon Panetta Iran einen „Pariastaat“, was bei vielen Erinnerungen an das Vokabular der Vorgängerregierung weckte, welche Iran als Teil der „Achse des Bösen“ brandmarkte. Panetta bemerkte, dass er hoffe, dass Obamas neue Politik das Regime so weit schwächen würde, dass „sie sich entscheiden müssen, ob sie weiterhin ein Pariastaat sein wollen oder doch der internationalen Gemeinschaft beitreten möchten.“

Diese Bemerkungen sind klare Beweise für das Scheitern von Obamas Annäherungspolitik. Sie stützen sogar eher Ayatollah Khameneis Einschätzung, dass der Kern der amerikanischen Politik auf einen Regimewechsel zielt. Das Zeitfenster für eine Annäherung schließt sich. Um zu verhindern, dass es wuchtig zuschlägt, sollten die USA ohne Umschweife erklären, dass sie keinen Regimewechsel in Teheran anstreben. Darüber hinaus ist die Anerkennung einiger Prinzipien essentiell für die Verbesserung der US-iranischen Beziehungen - nach nun über 30 schlechten Jahren. Ein Anfang wäre es für beide Seiten, Geduld zu üben und zu versuchen, gegenseitig guten Willen zu zeigen.

Beide, die USA und Iran, sind zum Beispiel darauf aus, die Zielvorstellungen des anderen zu verstehen. Beide Länder sollten gemeinsam eine umfassende Agenda ausarbeiten, in welchem das Nukleardossier und alle anderen bilateralen, internationalen und regionalen Problematiken besprochen werden. Darin soll dargestellt werden, was das übergeordnete Ziel ist und es soll beschrieben werden, was jede Seite durch dessen Erreichen gewinnen kann.

Die Vereinigten Staaten und Iran sollten zusammenarbeiten - für das Zustandekommen von Sicherheit und Stabilität in Afghanistan, für die Verhinderung der Rückkehr der Taliban an die Macht, für die Sicherung und Stabilisierung Iraks, für die Herstellung einer Institution im Persischen Golf, welche regionale Stabilität garantiert, für die Zusammenarbeit bei Unfällen und Notsituationen zur See, für die Sicherung der Freiheit der Schifffahrt und dem Kampf gegen Piraterie, für die Förderung der Entwicklung Zentralasiens und des Kaukasus und für den Aufbau einer gemeinsamen Arbeitsgruppe, die die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und Terrorismus, sowie den Handel mit Drogen und Waffen im Nahen Osten bekämpft und verbietet. Schließlich können die beiden Länder viel Gutes durch den Ausbau der Beziehungen zwischen ihren Völkern tun - durch Tourismus, durch die Förderung des akademischen und kulturellen Austauschs und der Erleichterung der Visa-Vergabe.

Für die USA wäre es töricht, auf die Ausnutzung möglicher Differenzen innerhalb der iranischen Führung zu setzen. Irans führende Politiker haben Differenzen untereinander – Differenzen wie in allen anderen Ländern auch – aber sie werden gegen jede ausländische Einmischung und Aggression vereint stehen. Washington und Teheran sollten auch schrittweise ihre Drohgebärden, ihr feindliches Verhalten und ihre Strafmaßnahmen während des Dialogs reduzieren, um zu beweisen, dass sie eine gesündere Beziehung zueinander wünschen. Die Politik des Dialogs muss von handfesten, positiven Taten begleitet werden, nicht nur von Worten.

Ich bin mir hinreichend über die Gefahren im Bilde, die in der derzeitigen Richtung der US- und der iranischen Politik liegen, um zu glauben, dass ein Wandel unverzichtbar ist. Es gibt einen friedlichen Weg, einen, der die iranischen und die US-Ziele erfüllen wird und zugleich Irans legitimen nuklearen Rechte berücksichtigt. Washington und Teheran müssen diesen richtigen Weg gemeinsam finden und trotz alledem, was sich in der momentanen internationalen Debatte abspielt, glaube ich, dass sie das können.


Von Hossein Mousavian, erschien erstmals auf Englisch in Foreign Affairs am 9. Februar 2012. Übersetzt von Leo Schmitt.


Abdullah0210-05-12

Ich hoffe zum 1sten mal im Leben das der Menschenfresser Khamenei recht behält und die USA auf einem Regimewechsel im Iran hinarbeitet.Sie sollen statt mit den Mörderregime zu verhandeln die Opposition im Land unterstützen und immer wieder auf die verheerende Menschenrechtslage im Iran verweisen.Mittlerweile ist es aber so , das die Iraner keine Unterstützung aus dem Ausland erwarten, sondern vielmehr ihren Schicksal in die eigene Hand nehmen wollen.Das Killerregime ist sehr schwach und steht kurz vorm Ableben

Mohsen10-05-12

Die Freundschaft mit USA unter Schah hat dem Iran mehr geschadet als die dreizigjährige Feindschaft danach.

sarbaze rahbar-basijisupporter10-05-12

der politik der amerikaner ist nicht zu trauen. iran hat in der vergangenheit mehr als nur eine boese ueberraschung mit den amis erlebt. seine verehrte eminenz khamenei hat die lage ganz richtig einegschaetzt. den amerikanern geht es um regimechange. die toetung von iranischen wissenschaftlern und die vernetzung zwischen den unruhen von 2009 und westlichen geheimdiensten, allen voran den USA, verdeutlichen die scheinbemuehungen der amis auf eine konstruktive partnerschaft. eine direkte annaehrung an die USA wuerde iran auch unglaubwuerdig erscheinen lassen und wuerde das gute image, das wir in der islamischen welt haben, dauerhaft schaedigen. die amis muessen dem iran gegenueber ersteinmal konzessionen machen. schliesslich reichen die intrigen der amis bis weit in die fruehe geschichte irans zurueck und machend eutlich, das die USA verursacher jener spannungen sind, die in den abbruch der beziehungen mit ihnen gemuendet ist. iran sieht sich zurecht als opfer einer imperialen macht. da seine eminenz khamenei die wahre natur amerikanischer bestrebungen angesprochen hat, sollte die ganze anstrengung auf den fortschritt und die bekaempfung subversiver kraefte im in und ausland focusiert werden. ahmadinejads rethorik ist zeitgemaess, denn die entfesselte US- kriegsmaschinerie ist im begriff eine katastrophe nach der anderen zu entfachen. es gibt keinen grund, eine annaehrung an die USA zu proben, wenn die attituden und das herrenmenschentum seitens der USA weiter das non plus ultra sind. unter den heutigen gesichtspunkten ist eine distanzierung weitaus sicherer als eine annaehrung, siehe hierzu Gadaffi und saddam. die iranische aussenpolitik muss gepraegt bleiben vom anti amerikanismus und anti imeprialismus.
die absichten der schlange rafsandjani, iran an die USA anzunaehern oder besser gesagt auszuliefern haben wohl andere beweggruende, als iran aus der isolation zu befreien. rafsandjani witterte speziell fuer sich und seine korrupte kaste milliardengeschaefte.
zudem haette rafsandjani keine probleme sich den amerikanern bedingungslos zu unterwerfen. nein, iran muss sich vor der USA hueten und ein wachsames auge auf die bewegungen der amis werfen. erst wenn die amis ihre gesamte arrogante natur gegenueber iran und den voelkern im nahen osten ueberarbeitet hat und die veraenderungen auch sichtbar geworden sind, dann sollte sich die islamische republik iran mit den amis an einen tisch setzen. bis dahin sollte das motto der islamischen republik gegenueber der USA lauten:
"Usque huc venies et non procedes amplius et hic confringes tumentes fluctus tuos - Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter. Hier sollen sich legen deine stolzen Wellen.(das buch Ijob)
lang lebe die islamische republik iran und labayka ya khamenei!

mazani10-05-12

Lang lebe Khamenei,er ist die lichtgestalt in dieser dunklen welt.

Le Mec10-05-12

Es hat sich jetzt ein bisschen was an den Settings geändert: Frankreich hat einen neuen Präsidenten, Iran ist in seinem Atomprogramm viel weiter fortgeschritten, die NATO-Staaten sind zunehmend mit eigenen Problemen beschäftigt, viele Resourcen des Westens sind in den arabischen Ländern gebunden, wo man (aus westlicher Sicht) versucht vom Verlorenen zu retten, was noch zu retten ist und Israel verliert nach jahrzehntelanger konsequenter iranischer Unterstützung des Widerstands gegen das Besatzungsregime langsam auch den Rückhalt seiner Verbündeten.

Iran ist in einer Position der Stärke, wie schon seit Jahrhunderten nicht mehr und das trotz der technologischen Überlegenheit des Westens.

An die lieben vernünftigen Menschen, lasst Euch doch nicht vom Thema ablenken. Nach 33 Jahren Wiederholung diffamiert sich die Parole "Das Killerregime ist sehr schwach und steht kurz vorm Ableben" doch schon von alleine, das braucht man nicht kommentieren.

zahra11-05-12

mashallah an die vorredner..und lang lebe khamenei

Adel11-05-12

Was khamenei sagt interessiert kaum noch jemanden. Seit Juni 2009 ist er nur noch eine Symbolfigur des Bösen. Die Macht an sich haben die Paramiltärs Firouzabadi, Jafari ..... In der öffentlichen Meinung erfüllt er die Rolle des behinderten Bastards und lädt die Schuld(teilweise sogar ungerechterweise) zu 100% auf sich. Hinter der Hand schalten und walten die Macher des Khatamol Ambia. Das wissen auch die Geheimdienste, das weiss Obama, das wusste Sarkozi, das wissen die Vahabiten, die Saudis, die Hizbullah und die Hamas.
Deswegen haben auch viele Respekt vor dem jetztigen Iran, denn solange wie vor ein paar Jahren noch die Macht bei den Urbanträgern war wusste man, dass diese Mullanten in langen Manteln muss man nur satt halten, dann ist alles geregelt. Heutzutage ist die Macht und das Machtgefüge zu gunsten der Paramiltärs verschoben und das macht das ganze undurchschtiger.

Adel @Abdullah11-05-12

Verwerfen Sie den Gedanken, dass Obama Ihnen un mir und uns allen einen regime-change besorgen möchte/würde.
Darüberhinaus Gott bewahre uns vor einem regime-change was uns die USA bringen würde. Die haben uns vor 60 Jahren schonmal betrogen und den Bastard Shah insatliert und würden wieder etwas instalieren woraum wir alle mindestens genauso leiden würden wie wir es jetzt tun.

Abdullah0211-05-12

&Adel, bin ganz ihrer Meinung!!!Bitte kein Demokratisierung durch die Amis, hat ja bei den Iraker auch nicht geklappt, wobei die Araber Gottweiss von einer Demokratie soweit entfernt sind wie die islamische Monarchie von Menschenrechte.Ich habe nur den Wunsch geäußert, das die Amis auf die Katastrophale Menschenrechtslage im Land verweisen sollen.Der Umsturz dieser Urmenschen erfolgt durch die Iraner und zwar ausschließlich durch diese, nur dann ist eine echte durch die Bevölkerung unterstützte Demokratisierung möglich.Alles andere hat langfristig keinen Wert und endet wieder in einem Terrorregime a la khamenei oder seiner Geliebten Rajavi oder oder oder

Abdullah atTawil11-05-12

Erstaunlich, dass es sogar im Iran noch Menschen gibt, die eine Normalisierung auf der Basis gegenseitigem Respekts für möglich halten. Es ist ja mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass sich das im Westen herrschende zionistische System eine neue Weltordnung auf die Fahne geschrieben hat. In dieser ist die Freiheit für Völker, die in Freiheit kulturelle, wirtschaftliche und moralische Überlegenheit mit Vorbildcharakter erreichen würden, nicht vorgesehen. Es wird hier wohl auch niemand abstreiten, dass das Iranische Volk eines dieser Völker ist bzw. sein könnte, wenn es nicht so drangsaliert werden würde. Deshalb werden die Iraner erst (vermeintliche) Ruhe haben, wenn sie sich, wie die Deutschen, unterwerfen und ihre Schätze ausliefern. Der Artikel oben zeigt doch ganz deutlich, dass es egal ist, wie oft man die Hand reicht, sie wird immer wieder zurück geschlagen, weil es den Schlägern tatsächlich gar nicht um die vorgeschobenen Gründe geht. Also, liebe Iraner, lasst euch nicht täuschen, wenn es euch nicht danach gelüstet, umerzogen zu werden. Nehmt euch uns Deutsche als warnendes Beispiel, und schaut nicht auf unseren vermeintlichen Wohlstand oder unsere eingebildete Freiheit, sondern auf unsere Töchter, die zwölfjährig schon aufreizend in Miniröckchen herum laufen. Macht euch täglich bewusst, wie verkommen und sittenlos hier alles ist, denn das wird euch nachher unerträglich in Herz und Seele beißen. Möge Allah in Seiner Barmherzigkeit euch davor bewahren. Amin.

Koney201212-05-12

Mit Amerika würden wir ganz untergehen. Die würden uns zerstören wie die das im Irak gemacht haben. Trotzdem wünsch ich den tot für Khamenei und seiner ganzen Gefolgschaft.

Abdullah atTawil12-05-12

@Koney2012, wenn Sie der Meinung sind, dass die Führung im Iran nicht gut ist, warum wünschen Sie denn den Tod für diese Menschen? Wäre es nicht anständiger, ihnen Rechtleitung zu wünschen?

Reza12-05-12

Ich werde bei diesem Artikel das Gefühl nicht los, dass man hier versucht, Herr Khamenei als allwiesend darzustellen, als ob er ohne seine Berater wie Herr velayati und bestimmt andere eine eigene Meinung in dieser Sache hätte. Wie wir alle wissen, hat Herr Khamenei keinerlei außenpolitische Erfahrung. Wer glaubt, dass eine einzige Person in einem System selbst Entscheidungen trifft, ist auf falscher Spur.

Was Moloch und Co. betrifft, ist vielen normaldenkenden Menschen glasklar, dass der Moloch und das kranke kapitalistische System davon leben, Feinde und Feindbilder aufzubauen und zu organisieren. Ohne Feinde würde es keine Kriege mehr geben und so betrachtet, könnte deren Kartenhaus gebaut auf Lügen und Propaganda innerhalb von wenigen Jahren in sich zusammenbrechen. Sie schrecken sogar nicht davor diesem Kult am helllichten Tag tausende Menschen zu opfern, der 9/11 ist der ultimative Beweis dafür, dass man gnadenlos über Leichen geht, um ein korruptes marodes System am Leben zu erhalten. Gestern war der Kommunismus der Feind und heute füllt der Islam diese Lücke.
Ich bin aber auch der Meinung, dass das iranische System auch ohne die Feinschaft des Molochs und seine Mafiafreunde buchstäblich auf dem Schlauch stünde. beide Systeme sind sich in dieser Hinsicht sehr identisch, beide Systeme liefern den Menschen keine Antworten auf existenzielle Fragen.

Mich stellen dennoch in diesem Forum die blinde antiiranische Propaganda auf einer Seite und die ständigen Parolen der Systembefürworter auf der anderen Seite, sehr nachdenklich ein. Das einzige, was beide Seiten interessiert, ist sich mit aller Macht zu behaupten ohne die Realität im Iran zu erkennen. Beide Seiten haben eigentlich keine Vorstellung davon, wie ähnlich sie sind.
Man kann die Realität doch weder durch Propaganda noch durch Parolen ändern und wegdenken.

zahra12-05-12

salam
ich finde es auch heftig wie manche hier hass verbreiten und beleidigen usw.
man muss nicht mit allem einverstanden sein aber wieso dieser hass und dieses vehemente beleidigen um jeden preis?inshallah werden die menschen rechtgeleitet

sarbaze rahbar-basijisupporter13-05-12

@Reza
hier geht es doch garnicht um wer mehr recht hat oder wer besser die augen vor der realitaet verschliesst. Es geht um die grundidee der islamischen revolution und seine bewahrung. mir ist ein islamisches befreiungsmodel lieber als die gescheiterten "ismen" der letzten jahrzehnte, die die "opposition" mit aller macht zu reloaden versucht.
wie mit allem im leben, beraet sich auch imam khamenei mit seinem stab. da sie sich nicht ausreichend ueber das velayete faqih erkundigt haben, scheint es ihnen so als sitze ein halbgott auf irans thron, der gesetze erlaesst wie ein koenig, so ist es aber nicht. gemaess der heiligen schrift, haben sich die verantwortungstraeger einer gemeinschaft zu beraten. dies tut imam khamenei indem er regelmaesig die verantwortlichen des staates zu sich einlaedt und sich einen ueberblick verschafft. seine religioese staerke und die daraus erwachsene weitsicht setzt der imam in seinen regelmaessigen treffen mit verschiedenen institutionen fort und gibt nicht nur weise ratschlaege sondern hoert sich auch an, was bereits ohne ihn(!) umgesetzt worden ist.
zudem bedaure ich ihre tiefe unkenntnis ueber den islam, das sie zu dem schluss kommen, das "beide Systeme den Menschen keine Antworten auf existenzielle Fragen bieten" koennen.
jetzt erst bekommen wir die ersten kleinen chancen auf dialog und auslotung der werte im iran. wie sie aber sehen, stellt uns der "moloch" nachwievor aufs uebelste nach. wenn wir die arroganten maechte gebrochen haben und sich die kraft auf die weiterentwicklung im iran focusiert hat, dann koennen wir fehler, falschgemachtes und die balance in der iranischen gesellschaft wieder herstellen.

Unbekannt13-05-12

@Reza

Da sind Sie aber nicht richtig informiert. Selbst ausländische Staatsgäste waren von den außenpolitischen Kenntnisse Ayatollah Khameneis beeindruckt. Kofi Annan sagte sogar nach einem Treffen mit dem Ayatollah, dass er über die Politik Ghanas besser Beschweid wissen würde als er.

Und lesen Sie das mal: http://irananders.de/nachrichten/news/article/vollstaendige-rede-nasrallahs-ueber-ayatollah-khamenei.html

Abdullah atTawil13-05-12

@Reza, unabhängig von Ablehnung oder Befürwortung des Systems gibt es doch auch noch eine neutrale Seite, der es einzig um Gerechtigkeit geht. Und ich denke, die IRI hat das Recht auf ihrer Seite. Es stimmt in der Tat bedenklich, wenn sich zwei Seiten gegenseitig beschimpfen und das Wesentliche des Problems dabei untergeht. Es ist eine altbekannte Weisheit, dass Gras nicht schneller wächst, wenn man daran zieht. Alles entwickelt sich am prächtigsten von allein, und so muss sich auch erstmal der Gottesstaat entwickeln. Ich sehe nicht, dass man ihm dafür Chancen gelassen, geschweige denn ihn unterstützt hat. Im Gegenteil hat der zionistische Westen von Anfang an Sand ins Getriebe geschüttet und Knüppel in die Speichen geworfen. Dabei hätte sich das Thema Menschenrechtsverletzung in den letzten 30 Jahren sicher schon lange erledigt, weil die Republik heute ein hochentwickelter Staat mit einer wohlhabenen Bevölkerung wäre, anerkannt und respektiert von der Weltgemeinschaft, in dem nur noch Minderheiten größere Probleme hätten, genau wie hier in der BRD. Ich kann über das Gekreische angesichts des Umgangs mit Systemgegnern im Iran (und anderswo) nur lachen, wenn ich daran denke, wie viele hier bei uns auf Grund ihrer Gegnerschaft zu Nazis und/oder Antisemiten abgestempelt werden und in den Knästen verschwinden oder existenzunfähig gemacht werden. Und Iraner, die von außerhalb des Iran die Faust schütteln und beleidigen, sind einfach nur verachtenswert. Der Feigling droht nur aus der Sicherheit, wie Goethe so schön sagte. Ein Mann bleibt in seiner Heimat und bedient sich gewaltlos politischer Mittel, um etwas zu verändern. Die Zeit des Faustrechts ist vorbei.

Davon mal abgesehen wüsste ich nicht, was eine bessere Antwort auf existenzielle Fragen sein könnte als das Wort unseres Schöpfers. Ich habe 35 Jahre nach Antworten gesucht, und erst im Quran Karim habe ich sie gefunden. Und denken Sie nicht, ich hätte nicht überall gesucht.

Anonym13-05-12

Das Vermögen von Mullah Khanenei sieht man am Gesamtzustand des Landes. Selbst andere Mullahs zweifeln an ihm. Er hat Iran mehr Schaden zugefügt als jeder andere. Er ist eben so wie es die Iraner empfinden, ungebildet und untalentiert. Hoffentlich lebt dieser Versager noch so lange bis er für all seine Verbrechen angeklagt wird. Er wird wie Saddam, Ben Ali, Mubarak und Gaddafi in den Müll der Geschichte verschwinden

sarbaze rahbar-basijisupporter13-05-12

@anonym

imam khamenei kann man eine menge vorwerfen aber ungebildet und untalentiert??? ganz im gegenteil, seine eiminenz glaenzt geradezu durch rethorisches geschick.
hier schreibt die times, das imam khamenei einer von den 100 einflussreichsten menschen der welt ist:

http://www.time.com/time/specials/packages/article/0,28804,2111975_2111976_2112090,00.html

ich bezweifle, das man mit mangelnder bildung und fehlenden talent dort hingelangt!
exilanten wollen uns wieder in die vergangenheit katapultieren, wo die rollenverteilung klar aufgesplittet war. wir die schuhputzer und der westen unser herr und meister. nein herr anonym, unser rahbar wird nur vor einem gericht stehen und das ist das goettliche gericht und dort wird er scheinen und dafuer in die himmlichen welten eingehen, waehrend die verraeter an der menschheit geradewegs dorthin kommen, wo es immer nett warm sein wird;)

Reza13-05-12

sarbaze rahbar-basijisupporter,
aber Entschuldigen Sie bitte, wenn Sie meine Beiträge genau gelesen haben sollten, sollten Sie eigentlich festgestellt haben, dass ich ständig das iranische System als das sogenannte System bezeichne, also ich bin der Meinung, dass allein ein Begriff ein Zusatz eine Verpackung „Islamisch“ das System umhüllt, ohne in der Realität das Geringste mit Islam zu tun zu haben. Ein System, das wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit, Umverteilung der Ressourcen und Gleichheit nicht herbei schafft, ein System, das Armut, Arbeitslosigkeit, Prostitution, Korruption, Drogenproblem, und die Kluft zwischen Arm und Reich nicht energisch bekämpft und verringert, kann und darf sich nicht islamisch nennen.

Le Mec@Reza13-05-12

Ich würde Ihnen Recht geben, ein solches System, wie Sie es beschreiben, würde den Zusatz "islamisch" nicht verdienen. Aber was ich sehe ist, dass Iran sehr viel tut um Armut, Arbeitslosigkeit, Prostitution, Korruption, das Drogenproblem, und die Kluft zwischen Arm und Reich aufzuheben. Nehmen wir allein das Drogenproblem, lesen Sie mal hier: http://irananders.de/nachrichten/news/article/uno-lobt-irans-einsatz-gegen-drogen.html

oder noch lesenswerter hier: http://irananders.de/nc/home/news/article/aids-in-iran.html

Nehmen Wir wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit, sehen Sie hier: http://irananders.de/home/news/article/us-sanktionen-und-die-wirtschaftliche-realitaet-in-iran.html

Selbst der Abgeordnete der Linken, also ein Sozialist gab zu, dass viel vom Ölgeld beim Bürger ankommt. Das ist übrigens auch der Grund für Ahmadinejads Wiederwahl: Die Armen haben ihn gewählt, weil sie durch ihn nicht mehr so arm waren.

Ich hoffe Sie ziehen die Attribute "islamisch" und "Gerechtigkeit" nicht nur heran, um irgendwie dieses tolle Land oder auch sein gutes System zu kritisieren. Sie sollten auch islamische Standards an sich selbst anlegen und so gerecht sein die unglaublich vielen positiven Errungenschaften, trotz sicher vorhandener Probleme, zu würdigen.

Abdullah atTawil14-05-12

@Reza

Wollen Sie nicht begreifen, dass es wahrscheinlich gar nicht am System liegt, sondern einzig am beschnittenen Handlungsspielraum? Ich möchte mal sehen, wie Sie Ihr Leben auf die Reihe bekommen, wenn Sie so verfolgt und drangsaliert werden, wenn man Ihnen die Möglichkeit nimmt, als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu handeln. Kämpfen Sie doch erstmal für die Aufhebung aller Sanktionen. Sie können doch unmöglich jemanden verurteilen, dem man praktisch keine Chance lässt.

(von Moderation chiffriert)14-05-12

wenn Diskutant * mordet und vergewaltigt. [...]

MODERATION: Bitte drücken Sie sich anders aus.

zahra14-05-12

salam ich denke auch man hat der iri,gesegnet sei sie,nie eine echte chance gegeben sich zu entfalten und deshalb steht sie vor grossen herausforderungen und problemen.wenn ich die möglichkeit hätte,wäre ich dort und würde versuchen mit dem was ich kann und besitze zu unterstützen.lang lebe der rahbar und die iri

Reza14-05-12

Abdullah atTawil,
Ich denke, Sie mögen mit einigen Sachen Recht haben, aber sagen Sie mal bitte, was hat die Bekämpfung von Prostitution, Korruption, und Drogenhandel mit Embargo zu tun? Wie ist das möglich, dass man in einem islamischen System Privatschulen für normale Schüler zu lässt? Menschen wie Sie glauben, Ihre Ideale im iranischen System gefunden zu haben, ohne wahrscheinlich einen Tag im Iran verbracht zu haben. Ich will Sie nicht enttäuschen, aber wenn man mit Menschen im Iran redet, gewinnt man auf der Stelle den Eindruck, dass Menschen zwar gegen Imperialismus und den internationalen Feind zusammenstehen, glauben dennoch dem System in vielen Hinsichten kein einziges Wort. Das war aber nicht immer so. Menschen sind nicht dumm, sie sehen und erfahren täglich, was und wie alles praktiziert wird.

zahra14-05-12

ach ja @sarbaze und abdullah al tawil,sie sprechen mir und vielen anderen aus der seele und der allerbarmer weiss es.möge allah sie und ihre familien segnen und schützen.elahi amin

Abdullah0214-05-12

Es ist doch wieder ganz typisch für die Verfechter der islamischen Monarchie, das alle Missstände im Land äußere Ursachen geschuldet sind, keiner möchte für die Katastrophale Situation Verantwortung übernehmen.Ist der Westen daran schuld, das im Iran die meisten Journalisten in Gefängnis sitzen ?Ist der Westen daran schuld das man die Menschen eine islamische Diktatur aufzwingt( Kopftuchzwang,Frauendiskrimienirung...)Ist der Westen daran schuld dass das ganze Staatssystem korrupt ist?Fangt endlich an die Fehler bei euch zu suchen , denn nur diese könnt ihr ändern. Gott kennt eure Verbrechen

sarbaze rahbar-basijisupporter14-05-12

@Reza
nochmal: Es kann immer mehr getan werden. selbst zur zeit als der gesandte gottes(saas) gelebt hat, gab es keine perfekte gesellschaft, geschweige eine perfekt verwaltete gemeinschaft. sie glauben doch nicht allen ernstes, das iran nicht daran gelegen ist, den drogenhandel zu unterbinden oder zumnidestens zu reduzieren. sie wissen genauso wie ich, das dies ein unterfangen wie david gegen goliath ist. reichen ihnen 1000 tote iranische soldaten der letzten jahre im kampf gegen drogenhandel nicht?
prostitution isteinfach nur eine entschuldigung, sein leben nicht anzupacken. "anschaffen" um zu ueberleben ist fuer ehrbare frauen keine option und onwohl wir im iran so einige familien haben, die unter der dem gewuenschten standdard leben, so wuerden sie sich nicht vom "leicht verdienten geld" locken lassen. kultur und moralverstaendnis lassen dies normalerweise nicht zu. daher ist die positionierung einiger mitdiskutanten fuer homosexualitaet und moralzerfall, untypisch fuer iraner und ein zeichen ihres geistigen verfalls. korruption ist ein grosses problem im iran, ich erlebe ihn bei kleinen leuten, wie beamten in den behoerden. zur korruption in der regierung kann ich nur dann was sagen, wenn es oeffentlich gemacht wird, ich kann mir gut vorstellen, das einige regierungsbeamte keine skrupel haben, das eigentum des volkes zu stehlen, ansonsten aber ist der korruptionsvorwurf gegen unsere regierung mehr ein unbeweisbarer vorwurf, weil garnicht pruefbar fuer uns.
interessant ist, das jene ueber unsere regierung schimpfen, die mich bei jeden behoerdengang im iran ueber den tisch ziehen wollen.
bleiben wir also realistisch. die verwaltung eines landes bringt auch unter besten vorrausetzungen nichts zustande, wenn die menschen sich nicht mitbewegen.

@Zahra
auch ich erbitte fuer dich und deinen naechsten den segen gottes!

Reza14-05-12

@Le Mec,
glauben Sie mir, ich beteilige mich nur aus Sorge um Menschen und das Land in diesem Forum an Diskussionen. Ich bin kein Politiker, der je nach Windslage seine Politik neu definiert. Mein Kompass in meinem Leben ist mein ausgeprägter Gerechtigkeitsinn und er hilft mir auf der irdischen Reise.

Abdullah atTawil14-05-12

@Zahra, alles Lob gebührt Allah. Herzlichen Dank für Ihre Segenswünsche. Möge der Barmherzige es Ihnen mit Gutem vergelten.

@Reza

Vielen Dank für die Antwort. Zunächst mal glaube ich Ihnen nicht wenn Sie behaupten, die angeführten Missstände werden nicht bekämpft. Wenn solche Missstände Überhand nehmen dann doch wohl deshalb, weil in Folge der Sanktionen immer mehr Armut um sich greift und demzufolge immer mehr Menschen zu Verzweiflungstaten getrieben werden. Auch kostet der Kampf gegen Kriminalität Unsummen, die kaum in erforderlichem Maß vorhanden sein dürften. Setzen Sie sich dafür ein, dass die vielen eingefrorenen Milliarden freigegeben werden und helfen Sie damit dem bedrängten Staat ein wenig, seinen Aufgaben besser nachkommen zu können. Stellen Sie sich doch einfach mal vor, Ihnen als Vater von 5 Kindern wird verweigert, mit ehrlicher Arbeit Ihr Auskommen zu finden, weil Sie Ihre Kinder islamisch erziehen. Sozialleistungen werden Ihnen auch verweigert, bis auf einen Gutschein in Höhe von 70 Euro jede Woche, mit dem Sie nur vorgeschriebene Lebensmittel kaufen können. Was glauben Sie, wie lange es dauert, bis Ihre Familie unzufrieden wird und anfängt zu murren? Wird Ihr Ältester am Ende vielleicht mit Drogen handeln, um sich seine Wünsche zu erfüllen? Wird Ihre Tochter sich vielleicht prostituieren? Könnten Sie das ohne drakonische Maßnahmen verhindern? Und vor allem, würden Sie es als gerecht empfinden, dass man Sie nur auf Grund Ihres Andersseins so behandelt? Wie gesagt, ich möchte Sie mal sehen, wenn Sie unter solchen Umständen handeln müssten.

Im Übrigen habe ich meine Ideale nicht im Iranischen System gefunden, sondern im Islam. Auch habe ich Anfang der 80er Jahre LKW´s nach Teheran überführt und kann mir somit ein klares Bild von der Stimmung kurz nach der Befreiung machen. Mein Eindruck damals war, dass ein großer Teil überglücklich war und ein kleinerer eine eher abwartende Haltung hatte. Die ganz Unzufriedenen hatten wohl schon das Land verlassen, davon fand ich nämlich keinen. Ich will auch gar nicht behaupten, dass dort alles perfekt ist. Ich behaupte lediglich, dass sich das System entwickeln muss und man ihm keine Chance dazu lässt. Mir ist auch klar, dass ich viele Meinungen hören würde, wenn ich heute mit den Menschen im Iran rede, wie überall auf der Welt. Wahrscheinlich wird man nie alle unter einen Hut bekommen und die gewollt oder ungewollt Außenstehenden werden wie immer versuchen, den Hut zu beschmutzen und zu zerstören. Das ist allgemeiner Brauch und kein Symptom der IRI. Glauben Sie, ich oder jemand aus meinem riesigen Bekanntenkreis würde der Bundesregierung auch nur ein Wort glauben? Dem gegenüber stehen unzählige, die glauben. Na und? Allah weiß es besser.

Abdullah atTawil15-05-12

@Abdullah02

Es ist auch typisch für ihre Seite, die Schuld einseitig zu verteilen, wie Sie selbst laufend beweisen. Sicher sind nicht alle Missstände äußeren Ursachen geschuldet, aber solange äußere Ursachen so maßgeblichen Einfluss auf das Geschehen haben, lässt sich gar nicht sagen, was nun Eigenverschulden ist und was nicht. Sehen Sie das Unrecht, das dem Iranischen Volk von Außen widerfährt, wirklich nicht? Das muss zuerst geändert werden, und dann kann man in Ruhe vor der eigenen Haustür kehren.






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