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16.12.2011 Dr. Kaveh Afrasiabi

Interview: Irans Außenminister stellt die Grundprinzipien der Außenpolitik dar


Irans Außenminister Dr. Ali Akbar Salehi

Irans Außenminister Dr. Ali Akbar Salehi

Bei der UN-Vollversammlung in New York diskutierte Irans Außenminister, Dr. Ali Akbar Salehi, mit Dr. Kaveh Afrasiabi die jüngsten Entwicklungen um das iranische Atomprogramm, die Beziehungen zur Türkei, zu Syrien, zu Saudi-Arabien sowie Teherans wichtigsten außenpolitischen Prioritäten.

Salehi ist am 24. März 1949 in Kerbala (Irak) geboren. Bevor er am 13. Dezember 2010 Außenminister wurde, war er vom 16. Juli 2009 bis 13. Dezember 2010 mit der Leitung der iranischen Atomenergiebehörde beauftragt. Davor war er acht Jahre lang - von 1997 bis 2005 - Irans Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) der Vereinten Nationen. Das Interview wurde am 24. September 2011 geführt.

Dr. Kaveh Afrasiabi: Euer Exzellenz, sie hatten gestern ein Treffen mit Lady Catherine Ashton, der Außenbeauftragten der Europäischen Union. Können Sie dies hier etwas näher ausführen?

Dr. Ali Akbar Salehi: Es war unser zweites Treffen. Natürlich hatten wir in den acht Monaten, in denen ich für das Außenministerium zuständig bin, auch ein paar Telefonate. Die meisten unserer Gespräche waren auf die Atomfrage und den gegenseitigen Wunsch beider Seiten konzentriert, die „5+1“-Gespräche voranzubringen.

Lady Ashton sagte mir, dass sie auf den Brief von Herrn [Said] Jalili [Irans Chef-Atomunterhändler] in Kürze antworten wird. Sie hatte kürzlich einen Brief an Herrn Jalili geschrieben, den er beantwortet hat. [Der Brief ruft beide Seiten zur Wiederaufnahme der Gespräche auf].

Aus unserer Sicht gibt es keine Probleme. Wir führen unsere nuklearen Aktivitäten fort und setzen unsere Verpflichtungen im Rahmen des NPT (Atomwaffensperrvertrags) um. Wir haben wiederholt gesagt, dass wir bezüglich unserer im NPT gewährten Rechte sehr sensibel sind und dass wir unsere Verpflichtungen aufrechterhalten. Ich habe ihr verdeutlicht, dass Iran es nicht wünscht, dass dem NPT in irgendeiner Weise geschadet wird und dass sich Atomwaffen verbreiten. Gleichzeitig habe ich betont, dass es eine Unausgewogenheit zwischen den zwei Schutzmaßnahmen des Vertrags, der Nichtverbreitung und der Abrüstung, gibt. Die Staaten mit Atomwaffen sind über den ersten Punkt besorgter als über den Zweiten.

Ich habe gesagt, dass unsere nuklearen Aktivitäten friedlich sind und dass ihr über unsere Absichten Befürchtungen hegt. Dabei gibt es in den internationalen Abkommen keine Einrichtung für Absichten. Dennoch, sollten wir darin übereinstimmen, dass es ein Vertrauensdefizit gibt, dann sind wir bereit, die notwendigen Anstrengungen zu unternehmen, um dieses gegenseitige Vertrauen wiederherzustellen. Und sollte es hier eine spezielle Sorge geben, dann sollte sie in Gesprächen aufgegriffen werden, so dass sie auf beiden Seiten gelöst wird – wir haben ja auch unsere Sorgen gegenüber der anderen Seite. Wir sollten nach kreativen Lösungen Ausschau halten, anstatt auf Positionen zu beharren, die nirgendwo hinführen. Wir müssen uns nach innovativen Vorschlägen umsehen.

Russland ist mit einem „Schritt-für-Schritt“-Vorschlag hervorgetreten, und wir haben es begrüßt, wir haben die Art dieser Initiative akzeptiert und sie gelobt. Die speziellen Details verlangen aber spezielle Diskussionen mit Experten. [Der sogenannte „Lawrow-Plan“, benannt nach dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, wurde im Juli an Teheran übergeben und ruft Iran auf, seine Kooperation mit der IAEA auszubauen. Er sieht vor, dass für jeden proaktiven iranischen Schritt zur Lösung eines offenen Punkts mit der IAEA die internationale Gemeinschaft Iran begrenzte Konzessionen zugesteht, wie etwa das Einfrieren einiger Sanktionen].

Lady Ashton sagte, dass sie sich des russischen Vorschlags bewusst ist. Ihre Empfehlung sei es, dass Iran und Russland in diesem Punkt zusammenarbeiten. Die Russen haben dagegen gesagt, dass sie sich mit einigen der „5+1“-Staaten abgesprochen hätten, es sei jedoch noch mehr Zeit für Diskussionen notwendig.

Das war die Zusammenfassung meines Gesprächs mit Lady Ashton; insgesamt war es positiv. Seit unserem ersten Kontakt in Genf wurden auf der Grundlage eines verbesserten Verständnisses positive Schritte unternommen. Zum ersten Mal erlaubten es unsere Verantwortlichen aus der iranischen Atomenergiebehörde dem stellvertretenden Direktor der IAEA, die Schwerwasseranlage in Arak sowie das Forschungszentrum für hochentwickelte Zentrifugen zu inspizieren. So etwas hat es bisher noch nicht gegeben. Kein Land erlaubt Inspektionen seiner Forschungszentren für hochentwickelte Ausrüstung. Dennoch wurde das gemacht - als ein Zeichen des guten Willens und der Transparenz.

Dr. Kaveh Afrasiabi: Iran hat kürzlich Yukiya Amano, den Chef der IAEA, eingeladen, Iran zu besuchen und die atomaren Anlagen des Landes zu inspizieren. Er stellte aber einige Vorbedingungen für eine solche Reise. Wie steht es mit dieser Einladung heute?

Dr. Ali Akbar Salehi: Unsere Einladung wurde von [Fereydoun] Abbasi, dem Leiter der Iranischen Atomenergiebehörde, an Herrn Amano gesendet. Eine Einladung kann jedoch nicht an Vorbedingungen geknüpft werden, und wenn Herr Amano den Wunsch hat, Iran zu besuchen, dann steht die Einladung nach wie vor. Iran hat als ein verantwortungsbewusstes und aktives Mitglied der IAEA die Erwartung, dass der Chef der Organisation - ebenso wie die vorherigen Generaldirektoren die Mitgliedsstaaten besucht, besonders diejenigen Länder, die in friedliche Atomaktivitäten involviert sind. Unsere Empfehlung ist es, dass Herr Amano diese Einladung annimmt. Aber natürlich ist das seine Entscheidung.

Dr. Kaveh Afrasiabi: Während seines Aufenthalts bei den Vereinten Nationen sagte Präsident Mahmoud Ahmadinejad, dass Iran bereit sei, die Uran-Anreicherungsaktivitäten über 20 Prozent zu beenden, wenn Iran vom Ausland mit nuklearem Brennstoff für seinen Forschungsreaktor in Teheran versorgt würde. Heißt das, dass die langjährige Idee eines Tauschs nuklearen Brennstoffs wieder auf dem Tisch ist?

Dr. Ali Akbar Salehi: Sehen Sie, der Anfang der Idee des Brennstofftauschs vor fast drei Jahren war unsere Anfrage bei der IAEA, uns bei der Zulieferung von Brennstoff für den Teheraner Forschungsreaktor zu unterstützen, so wie vor 25 Jahren, als wir Argentinien – in Abstimmung mit  der IAEA - gefragt hatten.

Diesmal legten die Amerikaner und Russen ein gemeinsames Papier vor, demzufolge sie bereit seien, uns unter bestimmten Bedingungen Brennstoff zu liefern. Nun, wir waren anfangs ein wenig überrascht - die Bereitstellung von Brennstoff ist ja eine wirtschaftliche Angelegenheit, die über legale und übliche Kanäle erfolgt. Warum sollte so etwas mit einer Reihe von Vorbedingungen einhergehen?

Diese Angelegenheit wurde bis zur Teheraner Deklaration [im Jahr 2010] weitergeführt. Die Deklaration basierte auf einen Brief Obamas an den Präsidenten Brasiliens und den türkischen Premierminister, in dem er die beiden dazu aufrief, Iran zu motivieren, den Brennstoffaustausch zu akzeptieren. Uns sollte 120 kg auf 20 Prozent angereichertes Uran - im Austausch für 1200 kg unseres auf 3,5% angereicherten Urans gegeben werden. Sobald beide Seiten dann den Brennstofftausch abgeschlossen hätten, hätten wir die 1200 kg wiedererlangen können.

Nun, später hat [der brasilianische Präsident] Lula den Brief veröffentlicht. Ich meine, dass Lula in Moskau eine Pressekonferenz gegeben hat, bevor er nach Iran gekommen ist. Nach seinen Worten sagte ihm Präsident [Dmitry] Medwedjew, dass er eine Erfolgsaussicht von 30 Prozent habe. Zu ihrer bösen Überraschung waren sie erfolgreich, und wir erklärten uns bereit, 1200 kg angereichertes Uran aus Sicherheitsgründen in die Türkei zu liefern, bis uns die 120 Kilo gegeben würden. Anschließend stellten sich jedoch die USA dagegen. Man muss die Amerikaner fragen warum.

Heute ist die Situation so, dass wir in Übereinstimmung mit dem, was der Präsident gesagt hat, wieder bereit sind, über einen Brennstoffaustausch nachzudenken.

Aber die Zeit läuft davon und dieser Vorschlag verliert an Wert, weil wir nun selbst nuklearen Brennstoff produzieren und sogar Kapazitäten haben, diesen in andere Länder zu liefern.

Anfangs wollten sie das nicht glauben, und sie zogen es in Zweifel, dass wir jemals in der Lage sein würden, 20 Prozent angereichertes Uran herzustellen. Dennoch haben unsere Wissenschaftler dieses Ziel - aufgrund eines Auftrags des Präsidenten - schnell in Angriff genommen. Sie wollten es immer noch nicht glauben und warfen uns einen Bluff vor, bis der IAEA-Report diese Wirklichkeit bestätigte.

Danach haben sie behauptet, dass wir keine Kernbrennstoffplatte herstellen könnten. Dennoch, vor anderthalb Jahren präsentierten wir ihnen eine Modell-Kernbrennstoffplatte, nicht aus Uran, aber aus Kupfer. Ich hoffe, dass wir in einigen Monaten die Brennstoffplatten mit Uran herstellen können. Wenn das geschieht, verliert der Brennstoff-Deal an Wert.

Zurzeit streben wir es nicht an, unser ganzes Uran auf 20 Prozent anzureichern. Wir stellen soviel her, wie unser Forschungsreaktor für die Produktion von Radioisotopen benötigt. Der Präsident hat erklärt, dass wir das beenden werden, sobald sie uns damit versorgen.

Dr. Kaveh Afrasiabi: Sie haben erwähnt, dass die Teheraner Deklaration sowie die Rolle, die Brasilien und die Türkei gespielt haben, auf einer vorangegangenen US-Zustimmung basierte. Im Lichte der rapiden Entwicklungen, die seitdem stattgefunden haben, wie zum Beispiel die Unzufriedenheit, die Iran über ein bestimmtes Verhalten der Türkei in der Region geäußert hat: Ist diese Deklaration aus iranischer Sicht noch immer lebensfähig? Ist die Türkei noch immer ein vertrauenswürdiger Schlichter in der Atomfrage?

Dr. Ali Akbar Salehi: Ich möchte aus zwei Perspektiven antworten, einmal persönlich und einmal aus der Sicht der iranischen Außenpolitik.

Meine persönliche Meinung ist, dass sich Iran und die Türkei gegenseitig ergänzen. Als zwei Nachbarn mit langjährigen Beziehungen sollten sie aus der Notwendigkeit heraus dauerhafte Anstrengungen unternehmen, um in allen Bereichen so weit wie möglich aufeinander zuzugehen. Das ist meine persönliche Meinung.

Aus der Sicht der Außenpolitik haben wir den Schutz unserer Grenzen und die Einrichtung optimaler Beziehungen zu unseren Nachbarn als Priorität festgelegt. Das heißt, dass wir im Falle einer offenen Frage – mit dem einen oder anderen Land haben wir offene Fragen über Wasser, Öl und Gas – dieses Problem nicht im Raum stehen lassen und versuchen werden, es zu lösen.

Wir bewegen uns z. B. in der Angelegenheit der Landes- und Seegrenzen mit Irak bzgl. des Abkommens von 1975 ständig vorwärts, und wir sind nun im Endstadium, was bedeutet, dass das Abkommen von 1975 nun letztendlich verwirklicht wird. Wir haben rund 15 [Land- und Meer-]Nachbarländer und wenn wir irgendeinem von denen Priorität verleihen sollten, dann spielen die Türkei und Saudi-Arabien eine Sonderrolle.

Die Türkei ist ein mächtiges Land und der Erbe des Osmanischen Reichs. Es hat sich dem Westen im Namen des Islam entgegengestellt und sich nun zu einer Regionalmacht entwickelt. Wir sehen die Türkei notwendigerweise in einer vorrangigen Rolle in unserer Außenpolitik, ebenso Saudi-Arabien, das der Hüter von Mekka, eine wichtige wirtschaftliche Macht und ein Mitglied der G-20 ist. Saudi-Arabien spielt eine entscheidende Rolle in der Islamischen Welt und verfügt über Einfluss in der Region. Folglich sind unsere Beziehungen zu Saudi-Arabien ebenso wichtig, wie es unsere Beziehungen zur Türkei sind.

Wir betrachten die Türkei nicht als Konkurrent. Der Fortschritt der Türkei und ihre Prosperität sind unser Fortschritt und unsere Prosperität. Ihre Sicherheit ist unsere Sicherheit. Tatsächlich ist die Prosperität all unserer Nachbarn miteinander verwoben. Anders gesagt ist ein Vorwärtsschreiten der Türkei nicht etwa ein Schritt zurück für uns. Das ist ganz sicher nicht der Fall. Es ist unser Verständnis und unser politischer Glaube, dass wir von der Entwicklung unserer Nachbarn profitieren. Das gilt für wirtschaftliche, soziale, kulturelle und Sicherheitsangelegenheiten - und ihre Probleme könnten uns treffen. So hat Iran z. B. über drei Millionen Flüchtlinge aus seinen Nachbarstaaten aufgenommen.

Ich möchte noch anmerken, dass sich unsere Sichtweisen natürlich bei internationalen Fragen nicht immer eins zu eins decken, obwohl wir die Türkei als einen Freund und Kooperationspartner sehen. Wir wollen unsere Zusammenarbeit definitiv ausbauen und Hindernisse aus dem Weg schaffen. Diese Politik hat sich bewährt und ihre Wirkungen können auf der wirtschaftlichen Ebene gesehen werden.

Unser Handelsvolumen könnte bald schon 15 Milliarden Dollar jährlich erreichen - eine beträchtliche Summe, letztes Jahr waren wir noch bei zehn Milliarden Dollar. Wenn wir so weitermachen, wird der Wert auf 30 Milliarden in den kommenden Jahren steigen. Wenn wirtschaftliche Beziehungen und gegenseitige Abhängigkeiten eine solche Stufe erreichen, dann müssen die Politiker aufpassen und dem wirtschaftlichen Trend folgen.

Politische Fragen können nicht die Intensivierung der Kontakte zwischen den Menschen und die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern blockieren. Wir glauben also, dass die Rolle, die die Türkei in der „Teheraner Deklaration“ gespielt hat, sehr entscheidend gewesen ist, weil dadurch vermutlich zum ersten Mal gezeigt wurde, dass größere internationale Fragen durch das Einschreiten von Entwicklungsländern gelöst werden können.

Ich persönlich glaube, dass das der Grund ist, weshalb die USA sich dagegengestellt haben und ihre anfängliche Unterstützung zurückzogen. Wäre sie erfolgreich gewesen, hätte dies einen Wendepunkt in den globalen und internationalen Beziehungen bedeutet. Meine Vermutung ist wie gesagt die, dass die Amerikaner und einige andere Länder, die seit Jahrzehnten als die Wächter der globalen Ordnung agieren, so eine Lösung internationaler Probleme durch Länder der Dritten Welt nicht wünschen und solche Angelegenheiten lieber selbst in die Hand nehmen wollen.

Dr. Kaveh Afrasiabi: Inwiefern könnten die Probleme in Syrien negative Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen der Türkei und Iran haben?

Dr. Ali Akbar Salehi: Es ist ganz klar, dass die syrische Sache die bilateralen Beziehungen zwischen Iran und der Türkei nicht beeinflussen wird. Diese Beziehungen sind zu wichtig, als dass man es internationalen Problemen erlauben würde, Einfluss darauf auszuüben. Natürlich, wir haben wiederholt gesagt, dass wir die Türkei und Syrien als Mitglieder einer Familie betrachten und dass für den Fall, dass ein Familienmitglied Ärger hat, die anderen Mitglieder helfen müssen, diesen Ärger aus dem Weg zu räumen. Wir betrachten uns selbst nicht getrennt von den anderen. Unsere Beziehungen mit Syrien sind strategischer Natur. Unsere Beziehungen mit der Türkei sind ebenso strategisch und wir führen einen fortlaufenden Austausch miteinander.

Dr. Kaveh Afrasiabi: Einige Verantwortliche im iranischen Militär haben die Entscheidung der Türkei angeprangert, einen NATO-Radarschirm an sich zu nehmen. Von einigen Experten wurde das als konträr zu den iranischen nationalen Sicherheitsinteressen bezeichnet. Wie ist Ihre Einschätzung in dieser Sache?

Dr. Ali Akbar Salehi: Wir haben deutlich unseren türkischen Geschwistern unsere Einwände ausgerichtet. Wir haben bisher noch keine Äußerungen von offiziellen türkischen Quellen zu diesem Thema bekommen, und wir sind auch noch nicht in Besitz von irgendwelchen Informationen, die uns zeigen würden, dass die Türkei diese Entscheidung zu 100% gefällt hätte.

Wir hoffen, dass diese Angelegenheit auf Mediendebatten und vorläufige Erwähnungen beschränkt bleibt. Vor ein paar Jahren gab es in der tschechischen Republik auch eine ähnliche vermeintliche Entwicklung, aber nach einigen Höhen und Tiefen ist letztlich nichts passiert. Bezüglich der Türkei hat es noch kein offizielles Statement gegeben und wie ich schon gesagt habe, ist das überwiegend ein Thema der Medien gewesen.

Natürlich haben wir über die Medien mitgeteilt, dass so etwas keine Rechtfertigung hätte, besonders in der momentanen Situation, weil dadurch ein falsches Signal gesendet werden würde. Auch im Gespräch mit unseren türkischen Geschwistern haben wir unseren Standpunkt erläutert.

Dr. Kaveh Afrasiabi: Geht die türkische Seite sensibel mit den von Iran geäußerten Sorgen um?

Dr. Ali Akbar Salehi: Nun, die Sache hat zu hitzigen Debatten zwischen politischen Parteien und Gruppen innerhalb der Türkei geführt. Ich beziehe mich hier auf verschiedene Argumente innerhalb der türkischen Parteien, in denen auch gesagt wird, dass diese Entscheidung nicht im Interesse der muslimischen Nationen sei und dass sie sogar im Gegenteil den Interessen der muslimischen Länder entgegenstehe. Wie ich gleich anfügen möchte, habe ich meinem türkischen Amtskollegen geraten, jegliche voreilige Diplomatie zugunsten einer vorsichtigen und geduldigen Diplomatie zu vermeiden.

Dr. Kaveh Afrasiabi: Wenden wir uns den Beziehungen Irans zur neuen ägyptischen Führung zu. Sind Sie bzgl. der Wiederherstellung diplomatischer Beziehungen optimistisch und welchen Prozess zieht dies nach sich?

Dr. Ali Akbar Salehi: Natürlich bin ich optimistisch und sollte Ägypten heute verkünden, dass es beabsichtigt, volle diplomatische Beziehungen einzurichten, dann bin ich bereit, unmittelbar einen Diplomaten nach Kairo zu senden. Wir verstehen Ägyptens Situation.

Ägypten ist ein großes Land mit einer Geschichte von tausenden von Jahren, das schon immer ein Zentrum islamischer Lehre gewesen war und es noch immer ist. Wir haben – abgesehen von den letzten Jahrzehnten, in denen die Beziehungen aufgrund von Camp David [Friedensabkommen mit Israel 1987] gelitten haben – immer enge Beziehungen mit Ägypten gehabt.

Wir unterstützen Ägyptens Fortschritt und die ägyptische Würde. Gerade jetzt teilt das ägyptische Volk unsere Sicht auf Camp David, dass das Abkommen nicht zum Besten der ägyptischen Interessen durchgeführt wurde und dass Israel und der Westen niemals ägyptische Prosperität angestrebt haben. Das „Camp David-Abkommen“ ist ein einschlägiger Fall, weil es Ägypten nicht die volle Souveränität über die Sinai-Wüste verliehen hat und auch in anderer Hinsicht kann Ägypten dort nicht seine nationale Souveränität implementieren.

Dr. Kaveh Afrasiabi: Letzte Frage: Was sind heute die Hauptprioritäten der iranischen Außenpolitik?

Dr. Ali Akbar Salehi: Wir haben eine Reihe von wichtigen Prioritäten. Erstens sind wir in mehrerer Hinsicht ein Ausnahmeland, weil nur wenige Länder so viele Nachbarn haben. Glücklicherweise haben wir die geringsten Probleme mit unseren 15 Nachbarn. Unsere erste Priorität ist es gute Nachbarschaftsbeziehungen mit allen zu haben und jegliche Probleme, die auftreten können, zu lösen - seien es Wasser- oder Grenzfragen oder auch gemeinsame Gas- oder Ölfelder.

Unsere zweite Priorität ist die Islamische Welt, was eine Stärkung unserer Beziehungen mit den muslimischen Ländern der Welt in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Kultur usw. bedeutet.

Unsere dritte Priorität ist die Ausräumung der Hindernisse auf dem Weg intensiverer Beziehungen mit der Europäischen Union. Wir glauben, dass es keinen Grund für ein „kaltes“ Verhältnis zu Europa gibt. Wir haben eine tiefe und lange gewachsene Beziehung zu Europa.

Ein Großteil unserer Fabriken und unserer technischen und beruflichen Zentren sind in der Vergangenheit aus dem Westen gekommen. Wir haben eine Menge Gemeinsamkeiten, aber auch Differenzen in einigen Punkten. Wir sollten uns auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren und versuchen, unsere Differenzen zu überwinden.

Leider ist die europäische Herangehensweise falsch. Sie fokussieren sich auf die Differenzen, was das Lösen von Problemen zusätzlich erschwert. Bei einem Treffen mit mehreren europäischen Außenministern habe ich ihnen mitgeteilt, dass sie ihren Ansatz ändern sollten und sie würden handfeste Ergebnisse in ihrer Iran-Politik sehen.

Schließlich verbessern sich auch unsere Beziehungen mit den asiatischen Ländern täglich - mit Indien, China, Südasien und so weiter, das ist selbstverständlich. Diese Länder machen wirtschaftliche und technologische Fortschritte. Das gewährt diesen Ländern die Möglichkeit für den weiteren Ausbau der Beziehungen. Und in Anbetracht der aktuellen Umstände haben wir notwendigerweise unsere Beziehungen mit ihnen ausgebaut.


Das Interview erschien erstmals in Asia Times Online am 28. September 2011; übersetzt von Leo Schmitt.


Le Mec16-12-11

Klasse Interview! Sollte in die Kategorie "Schlüsselartikel" gepackt werden! Der Westen scheint das Wesentliche in den Iran-Beziehungen noch nicht verstanden zu haben: Die einfachen Grundprinzipien der iranischen Außenpolitik!

Danke für die Übersetzung!

Mohsen17-12-11

Zumindest hat Iran Eigenständigleiten und Grundprinzipien der Aussenpolitik und diese werden nicht täglich neu von Washington diktiert.

anonym17-12-11

Das Regime ist nicht legitimiert vom Volk, daher ist auch die Aussenpolitik abzulehnen. Sie ist aggressiv und auf Machterhalt ausgerichtet, und gegen das iranische Volk. Sie hat zur weltweiten Isolation des Iran geführt. Wie auf allen Ebenen hat das Regime auch diesbezüglich versagt.

MMAA17-12-11

Eine sehr gute und aufschlußreiche Interview!
Darin kann man beispielhaft und zum wiedeholten Mal sehr gut erkennen und auch begreifen, wer eigentlich und immer den knüppel schwingt und dabei leise spricht -der Moloch-(die USA)!!!

IranerIraner18-12-11

Die Realität sieht doch anders aus!

Das Ende eines Missverständnisses — Demonstrativer Schulterschluss zwischen Teheran und Damaskus

http://www.transparency-for-iran.org/politik/das-ende-eines-missverstandnisses-demonstrativer-schulterschluss-zwischen-teheran-und-damaskus

D.18-12-11

Ich stimme Mohsen zu. Es gibt natürlich viele innenpolitische Probleme im Iran, aber ihre Außenpolitik ist vorbildlich. Und auch ihre Argumente sind rational und vernünftig, keine Spur von der Hetze anderer Staaten wie Israel, die sich nur auf Kriegsdrohungen verstehen.

Irandoost18-12-11

Wie er sich alles schön redet! Fakt ist, dass der Iran kaum noch Freunde in der Nachbarschaft hat.Die Beziehungen zu den Araber ist traditionell recht schwierig und zu den Türken hat man ja auch ehr eine Alibi-freindschaftsbeziehung.Die Machthaber haben es sehr gut verstanden den Iran sukzessive zu isolieren.Der letzte Verbündete Syrien ist auch im Begriff ihren Tyrannen loszuwerden.Da es für Assad nur noch eine Frage der Zeit ist bis er verschwunden ist, kann man davon ausgehen das der Iran keinen zumindest Strategisch wichtigen Partner mehr in der Nachbarschaft hat. Nach Assads Vernichtung wird es recht eng für unsere Mullah- Freunde , da die erfolgreiche Revolution der Syrer den Iranern ihrerseits einen enormen Schwung für ihren Kampf gegen den Moloch verleihen wird.Auch unsere Mullah-Schergen die hier ihren Unsinn zu besten geben wissen das genau.

Homayoun H.19-12-11

@Irandoost

Ist das wieder so eine Analyse und Prognose wie vor den Wahlen bei den "arabischer Frühling" Staaten?, von wegen sie wollen nichts vom Islam wissen und nur westliche Demokratie? ;)

Le Mec19-12-11

Ich kann diesen Zweckoptimismus der radikalen Exil-Iraner wie "Irandoost" und "Humanist" nicht mehr hören. Es ist eine Art Fremdschämen, die mich überkommt. Es ist ja nicht so, dass ich mitleidlos bin. Es trifft mich ja auch, wenn ein armer Exilant nach 33 Jahren Zweckoptimismus noch immer glaubt, dass die eigene Wunschvorstellung nur noch ein paar Monate oder Jahre brauch um sich zu erfüllen.

Ein Tipp an Irananders: Macht doch einmal eine Chronik mit Aussagen Exil-Iranischer Politiker der letzten 33 Jahre, die alle vom "Untergang der Islamischen Republik Iran" handeln.

Irandoost19-12-11

Danke lieber Le Mec für ihr mitgefühl.Was machen Sie eigentlich an den Tag wo die iri zu Grunde geht?

Humanist19-12-11

@ Le Mec,

Sie können also auch Mitleid empfinden?
Offensichtlich aber nicht mit Ihren Landsleuten im Iran, die unter dieser Mullah-Diktatur leiden.

Was mich aber wirklich, neben der Tatsache, dass Sie Mitleid empfinden können, überrascht, ist dass Sie ein Schamgefühl empfinden.

Denn wenn man sich Ihre "Kommentare" durchliest, würde man Ihnen nicht zutrauen, dass Sie sowas wie Schamgefühl entwickeln können.

Ein Tipp an Sie: suchen Sie sich doch vernünftige Arbeit, damit Sie nicht weiterhin durch Verleumdung Ihrer Landsleute Ihr Geld verdienen müssen.

Noch ein Tipp: gehen Sie mal nach Iran und sprechen Sie mit den Menschen. Vielleicht wachen Sie dann auf und realisieren welches Unrecht den Menschen im Iran tätglich von den Mullahs angetan wird.
Gute Besserung!

D.19-12-11

Ich würde die Aussage, der Iran hätte keine Verbündeten mehr, so nicht stehenlassen. Die Beziehungen zu China und Russland sind nicht schlecht. Mit Pakistan scheint sich derzeit die Lage immer mehr zu verbessern, v. a. weil Pakistan selbst durch die USA jetzt mehrmals mehr als nur brüskiert wurde (Hinrichtung Osama bin Ladens, der Angriff auf den pakistanischen Militärstützpunkt). Und auch die Beziehungen zu den Revolutionsländern sind nicht die schlechtesten. Was war das erste, das die ägyptische Regierung getan hat? Den Suez-Kanal für iranische Kriegsschiffe geöffnet! Und die Türkei und den Iran bindet eine Feindschaft gegen Israel. Seit dem hinterhältigen Mord an sieben türkischen Staatsbürgern im Zuge der Hilfsflotte nach Gaza hat sich das Verhältnsi Türkei - Israel sehr abgekühlt. Und auch Verbindungen nach Brasilien, Chile und Venezuela bestehen. Der Iran ist also außenpolitisch keineswegs isoliert!

Humanist19-12-11

@D.

Ihre Aussage bedarf einer Differenzierung. Im Zuge der Proteste nach den Wahlfälschungen im Iran in 2009, haben die Menschen nicht nur Tot Khayemeni paroliert, sondern auch Tod Russland und China (siehe Youtube), wohlwissend um das ausbeuterische Verhätnis dieser Länder zum Iran.
Diese Länder verachten Menschenrechte, genauso wie die Mullahs. Jüngste Beispiele sind die Massenhafte Ermordung der Uiguren in China, sowie die Wahlen in Russland. Ferner ist das Verhältnis nicht auf Vertrauen und Respekt basierend, sondern nur auf Geschäft. Alles Müll was die Chinesen nicht auf dem Weltmarkt los werden, wird nach Iran verfrachtet. Außerdem wünschen sich die Menschen im Iran vor allem gute Beziehungen zum Westen. Entgegen dem was hier viele Agenten der Mullahs suggerieren lieben viele Iraner die westliche Lebensweise. Wenn man sich die im Ausland studierenden Iraner anschaut, stellt man fest, dass die Studienplätze im Westen viel begehrter sind.

Ferner zeigen jüngste Umfragen, dass die Beliebtheit des Irans im nahen Osten rapide abnimmt. Wegen der Unterstützung der Mullahs für das mörderische Assad Regime und für die Unterdrückung der eigenen Bevölkerung.

Zwischen Türkei und Iran gibt es enorme Spannungen. Die Mullahs drohen der Türkei für den Fall der Etablierung einen Raketenabwehrsystems. Ferner ist die Türkei zum Vorbild vieler arabischer Staaten geworden, weil Sie wirtschaftlich viel erfolgreicher sind als die Mullahs, und auch mehr Freiheiten und Perspektiven bieten.
Sie stehen für einen Säkularen Staat entgegen der Auffassung der Mullahs die Ihre "Revolution" und damit ihr gescheitertes Modell exportieren möchten.
Auch die anderen Länder, die Sie genannt haben, haben eher eine ambivalente Beziehung zum Iran.

Vor allem haben die Mullahs gute Beziehungen zu Nord-Korea und Syrien, weil die Ideologie der Machthaber ähnlich ist.

Le Mec19-12-11

@"Irandoost"

Schön, dass Sie erneut die Quelle meines Fremdschämens für Sie bestätigen

@"Humanist"

"Irandoost" hat es wenigstens geschafft sich mehr oder weniger inhaltlich auf meinen Kommentar zu beziehen. Warum fällt Ihnen so etwas eigentlich so schwer? Gehören Antworten, die nichts mit einer Frage oder einem Vorwurf zu tun haben zu den 33 Jahren Realitätsverweigerung einfach dazu?

D.19-12-11

Meiner Meinung nach kann man weder sagen, es sei in Ordnung wie es ist im Iran noch, dass alles schlecht wäre. Die Bildung der Frau ist im Iran besser als in jedem der arabischen Staaten ... aber man kann und darf auch nciht darüber hinwegsehen, dass im Iran Menschenrechtsverletzungen begangen werden. Und wie ich schon in anderen Beiträgen gesagt habe, gehören Religion und Staat in jeder Demokratie getrennt. Und deswegen ist eine Rechtssprechung auf der Basis des Korans weder rechtens noch sinnvoll! Die Menschen im Iran haben ein Recht auf freie Religionsausübung u. ä. !!!

Le Mec@D.20-12-11

Wieso wollen alle nicht nur westliche, sondern sogar speziell französische Maßstäbe an Demokratien anlegen? Nicht einmal in Deutschland sind Kirche und Staat klar getrennt. Man zahlt seine Kirchensteuer über den Staat, Kirchen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und das Grundgesetz bezieht sich in seinem ersten Satz auf die Verantwortung vor Gott. Und das ist und bleibt demokratisch, solange die Mehrheit der Bevölkerung dafür ist. Und solange das in Iran mit der Verfassung der Islamischen Republik auch so ist, bleibt auch die Islamische Republik demokratisch. Da kann man noch so oft seine eigenen Wunschvorstellungen für die einzig richtigen deklarieren (ein Volkssport unter Iranern). Der einzige demokratische Maßstab, der universell gültig ist, ist der Volkswille. Und der ist in iran offensichtlich gegeben: http://www.worldpublicopinion.org/pipa/articles/brmiddleeastnafricara/652.php

D.20-12-11

sie haben recht damit, dass nicht einmal in deutschland religion und staat komplett getrennt sind... aber im Iran ist die Religion die BAsis der Rechtssprechung... und ich bezweifle dass die Iraner bspw. damit zufrieden sind, dass alle Frauen kopftuch tragen MÜSSEN. Wo bleibt da die Freiheit für die Frau? Und auch zum Thema Menschenrechte kann man viel sagen. Ich bin keiner von denen, die die Regierung des Irans in allen Belangen verteufeln (Frauenbildung, Außenpolitik u. a. sind wirklich vorbildlich!) ... aber wie ich schon sagte, es lässt sich auch nicht alles gutreden!

P. S. Übrigens stimme ich auch ihrer Aussage, der Westen darf seine demokratischen Vorstellungen nicht zum Maßstab machen, zu! Danke für die Erinnerung!

Le Mec20-12-11

Wir sind fast auf einem Nenner. Ich bin auch nicht der Meinung, dass man "alles gutreden" sollte in der Islamischen Republik, schon alleine im Interesse des Landes nicht. Was mit einem Staat passiert, der sich selbst betrügt hat die Geschichte z.B. am Beispiel der Sowjetunion gesehen. Hoffen wir, dass die Islamische Republik, als Staat der Iraner und als vorbildliche Regionalmacht an sich selbst wächst.

Was die Kopftuchpflicht in Iran angeht, so kann ich immer nur wieder sagen, dass das nunmal die von der Mehrheitsgesellschaft in Iran definierte Schamgrenze ist. Auch in Deutschland gibt es eine Schamgrenze, es ist hier verboten bestimmte Körperteile zu entblößen. Aber dennoch würde kaum einer in Deutschland auf die kommen zu meinen, deshalb ist jemand anderes in seiner Freiheit eingeschränkt, weil er das nicht darf. Die Freiheit des einen hört da auf, wo die des anderen anfängt. Und wo die angängt definiert in einer Demokratie, wie der Bundesrepublik - aber auch der Islamischen Republik - die Mehrheitsgesellschaft. In Iran ist diese Schamgrenze in anbetracht der von der Mehrheitsgesellschaft getragenen islamischen Werte offensichtlich nun offensichtlich weitaus höher gesteckt worden. Das muss man tolerieren, wenn man sich schon so stark für die Demokratie einsetzt. Demokratie heißt schließlich nicht, dass jeder machen kann, was er möchte.

Shahab20-12-11

In der Politik gibt es keine Freunde (Verbündete) sondern nur Interessen, das sollte doch mittlerweile jedem klar sein.
Der Iran muss nicht von seinen Nachbarn und von der Welt geliebt werden, es reicht wenn wenn wir, unsere Interessen und unsere Ansichten respektiert werden.
Im Iran läuft sicher vieles schief aber es gibt auch viele positive Dinge, wo man ansetzen sollte und diese weiter ausbauen sollte.

Die Außenpolitik wie sie seit Ahmadinejad gestaltet wird, finde ich größtenteils zufriedenstellend, denn wir befinden uns in einer gefährlichen region, der Feind hat uns umzingelt und alle sind scharf auf unsere ressourcen.
Da ist es mehr als nötig Stärke zu zeigen!!

D.21-12-11

@ Le Mec ... ich muss zugeben, dass ich über die Stimmung zum Thema "Kopftuch" u. ä. nicht genügend informiert bin, um mir ein abschließendes Urteil bilden zu können. Ich kann weder sagen, ob die iranische Gesellschaft dafür oder dagegen ist, aber ich denke ein freiwilliges Kopftuch wäre vielleicht besser. Aber mir geht es vor allem um andere Bereiche, und hier eben um das Thema Menschenrechte. Aber ich denke auch hier hat sich schon etwas getan und wird sich auch weiterhin tun. Eine tolle Sache wäre beispielsweise die Abschaffung der Todesstrafe, aber das kann man im Moment und bei der gegenwärtigen Lage nicht erwarten/ verlangen. Aber in Zukunft wird sich hier vielleicht einmal etwas tun... und wenn ich mir Israel ansehe scheint mir die LAge im IRan für die Frauen wirklich sehr gut... in Israel müssen sie mittlerweile im Bus getrennt von Männern sitzen und dürfen diese teilweise nicht einmal mehr auf dem Weg in die Synagoge sehen...
http://www.sueddeutsche.de/politik/anti-demokratische-gesetze-in-israel-medien-aktivisten-staatsfeinde-1.1227421

http://www.sueddeutsche.de/politik/gewalt-juedischer-siedler-gefahr-fuer-demokratie-und-sicherheit-1.1235272
http://www.sueddeutsche.de/politik/kulturkampf-in-jerusalem-vandalismus-im-namen-des-herrn-1.1240455

nur einige Beispiele... und die behaupten sie wären die einzige demokratie im nahen Osten... lachhaft ... Fazit: der Iran wird seinen Weg machen, udn mal sehen, was die Zukunft bringt !!!

Mohsen21-12-11

In Paris leben eine Gruppe von russischen Exilaten deren Großväter nach 1907 aus Russland geflüchtet sind.
Diese Leute sind der festen Meinung, dass es den Russen nicht nur unter dern Kommunisten sondern auch nach dem Fall des eisernen Vorhangs sehr schlecht geht.
Man kann darüber unterschiedlicher Meinung sein, aber diese Leute glauben tatsächlich, dass die Erlösung des Russischen Volkes nur in den Händen eines der angeblichen Nachfolger der russischen Zars liegen würde und dieser wird noch an die macht kommen.

Offensichtlich gibt es unter uns Iranern auch einige, welche die "Erlösung" des Iranischen Volkes nur bei den Nachfolgern des Schahs sehen.
Solche Glaubesgrundsätze kann man ja nicht mit Argumenten entgegenwirken gar erschüttern.

Natürlich wird selten in solchen Foren öffentlich für den Schahspross Stellung bezogen, aber der Tenor und die Fülle der überzogener Kritik läßt diesen Schluss zu.

Diese Leute bekommen auch ihre Bestätigung stets durch die Medien der Kriegstreiber. Das sind die gleichen Medien die felsenfest davon überzeugt waren, dass Saddam Massenvernichtungswaffen besitzt und deshalb ein Krieg für die Existenz des Abendlandes von Nöten gewesen wäre.

Le Mec@D.22-12-11

Lieber D.,
ich würde zwar zustimmen, dass Israel keine Demokratie ist, aber nicht aus den Gründen. Wenn die Mehrheitsgesellschaft nämlich für eine getrennte Sitzordnung im Bus ist, dann muss sich die Minderheit diesem Willen beugen. Die müssen das einfach, so ist das in einer Demokratie. Anders sieht es aus bei Verstößen gegen Grundrechte, da sollte auch keine Mehrheitsgesellschaft etwas dran ändern können. Aber das Recht sich so weit zu entblößen, wie man gerade lustig ist oder neben dem anderen Geschlecht im Bus sitzen zu können, ist kein Grundrecht.

Dann gibt es noch den Fall, dass man sich ein Grundrecht verwirken kann. Z.B. verwirkt sich ein Verbrecher in Deutschland das Recht auf Freizügigkeit, indem er ins Gefängnis geworfen wird. Solange das im Rahmen eines legitimen Gesetzes passiert, ist ein solcher Grundrechtsverstoß sogar wünschenswert. Und hier kommen wir zu den Todesstrafen in Iran. In meinen Augen - und auch in den Augen der iranischen Gesetze, die widerum in letzter Instanz auch vom Volk ihre Legitimität bekommen haben - hat sich ein Kindervergewaltiger, ein Massenmörder oder ein Großhändler von harten, tötlichen Drogen ebenso das Recht auf Leben verwirkt und ich wäre mit einem Gesetz einverstanden, das diese Verwirkung auch durchführt. Das klingt hart, aber ich denke, dass 1. die Abschreckungswirkung dadurch verstärkt wird und dass
2. es schlicht und einfach nach meinem Empfinden und meiner Schlussfolgerung gerecht ist, so ein Mensch hat sich im Falle der Zurechnungsfähigkeit die entsprechende Strafe verdient.

Auch, wenn wir nicht auf einen Punkt kommen sollten, respektiere ich natürlich Deine Meinung. Insbesondere, weil Du nicht den Eindruck machst, gegen den Willen des iranischen Volkes als persönliche Exil-Iraner-Lösung einfach mal eine undemokratische und irrationale Abschaffung der Islamischen Republik zu fordern.

D.22-12-11

@ Le Mec Sie haben Recht, jedem seine Meinung. Das ist gut so und darüber zu diskutieren sollte genau das Ziel eines jeden Forums sein. Zum Thema getrennte Sitzordnung in Bussen:
Es mag stimmen, dass die Mehrheitsgesellschaft die Gesetze macht. Aber wie sie selbst sagten ist das nur rechtens, wenn dies nicht gegen fundamentale Rechte zu verstößt.. Und hier tut sich ein sehr schmaler Grad auf. Ich bin beispielsweise der Meinung, eine Pflicht, sich im Bus hintenrein zu setzen verletzt ein fundamentales Recht der Frau. Vor allem ist es ja so, dass sich die Männer in diesen Bussen hinsetzen dürfen, wo sie wollen - und das macht den Unterschied. Der Mann hat Wahlfreiheit, die Frau nicht. Und gerade als Mann sehe ich hier keine Gleichberechtigung. Aber wie schon gesagt, das Rechtsempfinden mag hier bei jedem etwas anders liegen, solche Fragen sind ein schmaler Grad. Und Frauen als Minderheit zu bezeichnen finde ich etwas übertrieben ;-) Zum Thema Todesstrafe: Auch hier möchte ich sagen, dass natürlich jeder anders zu diesem Thema steht und ich das selbstverständlich auch repektiere... aber ich denke, dass eine Todesstrafe nichts bringt. Das Verbrechen wird hier nicht rückgängig gemacht. Ein Staat, der sich in ethischer und moralischer Sicht dem Straftäter überlegen sieht und es ist, kann nicht gleichzeitig Mord u. ä. verturteilen und andererseits selbst den Tod als Strafe nutzen. Es ist auch nicht wissenschaftlich erwiesen, dass die Todesstrafe abschreckt. Es handelt sich meiner Meinung hierbei nur um Rache - Rache eines Staates an einer Einzelperson, und so verabscheuungswürdig diese auch sein mag, ist dies einem jeden gerechten Staate nicht würdig.

Aber wie schon gesagt, hier muss jeder zu einer eigenen Entscheidung kommen - wichtig ist nur, dass man sich kritisch damit und mit jedem anderen komplexen Thema auseinandersetzt und sich nicht nur von Medien u. a. leiten und manipulieren lässt!

Le Mec22-12-11

Lieber D., Du verwechselst hier etwas. Ich habe nicht gesagt, dass Frauen in der Minderheit sind. Ich habe gesagt, dass wenn die Mehrheit der Bevölkerung eine Gesetzesordnung wünscht, die eine Sitzordnung vorsieht, dass diese dann legitim ist und eingehalten werden muss. In Iran ist es jedenfalls nicht so wie in Israel. In Iran haben die Frauen einen Bereich, der für sie reserviert ist, wo sie aber nicht sitzen müssen. Das ist ganz einfach zum Schutz der Frau gedacht. Die Männer sind dagegen auf bestimmte Sitzplätze verwiesen. Soweit ich das mitbekommen habe, wird das in Ägypten in der U-Bahn ähnlich geregelt. Ich finde das ist eine gute Sache. Aus dem gleichen Grund gibt es in Deutschland Frauenparkplätze. Wie die das in Israel regeln möchten ist eigentlich ihre Sache, aber dort halte ich den gesamten Apartheid-Staat, der auf Rassismus und Rassentrennung basiert für illegitim und nicht irgendein spezielles Gesetz.

Und was die Todesstrafe im Iran angeht: Die islamische Rechtssprechung, die ja in Iran Anwendung findet, sieht nicht vor, dass der Staat dem Straftäter überlegen ist, in dem Punkt hast Du Dich leider geirrt! Die Scharia sieht vor, dass die Opfer, bzw. deren nächste Angehörige das Recht bekommen über das Schicksaal der Angeklagten zu entscheiden, wenn seine Täterschaft hinreichend belegt ist. Es ist also nicht der Staat, der hier über Tod und Leben entscheided, sondern diejenigen, die direkt betroffen sind. Und ich denke, dass einige der Gegner der Todesstrafe ihre Meinung ändern müssten, wenn sie über jemanden, der - entschuldige die Darstellung - deren Tochter vergewaltigt und anschließend erdrosselt hat, urteilen müssten. Aber selbst dann besteht entsprechend noch die Möglichkeit für die Angehörigen Gnade walten zu lassen - wenn das Opfer dazu bereit ist. Ich finde, dass das mehr als gerecht ist. Der Staat maßt sich nicht an einen Schwerverbrecher zu begnadigen, weil er damit das Recht der Opfer verletzt. Wenn, dann darf das in letzter Instanz das Opfer selbst.

D.23-12-11

Wie schon gesagt - jeder hat seine Meinung dazu - und ich respektiere das genau wie sie auch. Aber was ich im Iran sehr schlecht finde, sidn einige Gesetze, wie bspw. :

- eine Frau darf nur auf Erlaubnis ihres Mannes ins Ausland reisen und erbt nur die Hälfte
- Frauen zählen vor Gericht nur halb so viel wie Männer
so wie die Tatsache, dass Opposition und Systemkritiker eingesperrt und verfolgt werden

Ich habe ja schon in einigen meiner Beiträge gesagt, dass ich nicht sage, dass die Regierung ein vollkommener Mist ist... aber ich würde mich über eine modernere Auslegung der Scharia freuen, und eben mehr Menschenrechte.

Im Gegensatz dazu steht die hohe Frauenbildung und auch die hohe Frauenrate in den intelektuellen und elitären Berufen. Der Iran ist wirklich ein Land voller Gegensätze :)

Noch eine Frage: Konnten die Vorwürfe zur Wahlfälschung bei der letzten Wahl eigentlich jemals bewiesen oder wiederlegt werden? Gibt es dazu seriöse Quellen? Denn auf der Annahme, dass die Regierung im Iran wirklich demokratisch gewählt wurde, fußt ja sowohl ihre Argumentation als auch die meine. Denn sonst wäre im Iran eine Diktatur und keine Demokratie an der Macht.
Informationen hierzu würde ich wirklich gerne lesen, schon mal Danke im Vorraus!

P. S.: Mit ihrer Aussage über Israel haben sie voll ins Schwarze getroffen! Ein Staat, der sich vollkommen über seine Religion definiert und ein Verbrechen nach dem anderen begeht, dürfte nicht geduldet werden.

Le Mec@D.23-12-11

Natürlich müssen wir unsere Meinungen respektieren. Dennoch wäre es schön, wenn man sich inhaltlich differenziert durch gegenseitige Bereicherung näher in Richtung Wahrheit bewegt. Dafür muss man nicht gleich sein ganzes Weltbild über Bord werfen. Die Absicht, etwas Gutes für die Menschheit, für Deutschland und für Iran zu wollen, ist wohl allen hier gelegen, damit haben wir schon einmal die grundsätzlich gleiche Meinung.

Zu den Wahlen 2009: Hier eine Widerlegung der Wahlfälschungsvorwürfe: http://irananders.de/home/news/article/iran-wahlen-die-inkohaerenz-der-faelschungsvorwuerfe-1.html

Aber ich glaube, Sie wollten eine Legitimation für das ganze System Islamische Republik? In Iran hat es drei Referenden gegeben, in denen es um das System ging (zum Vergleich: Deutschland und viele andere Länder hatten nie so ein Referendum). Darüber hinaus gelten hohe Wahlbeteiligungen bei den landesweit wichtigen Wahlen als Legitimationsquelle für Systeme (und auch hier brauch die Islamische Republik keinen Vergleich scheuen)

Zum iranischen Recht:
Sie dürfen die islamische Rechtsauslegung, wie sie in Iran angewandt wird, nicht aus dem Kontext reißen. Verübeln Sie es mir nicht, aber ich habe festgestellt, dass Sie sich nicht besonders gut mit den Hintergründen des islamischen Rechts auskennen. Es hat seine Gründe, weshalb Frauen laut der Scharia nur die Hälfte erben und damit ich Sie in Erstaunen versetzte, sage ich Ihnen im Voraus schon einmal, dass das diese Verordnung mehr als gerecht ist. Die erbende Frau kann nämlich mit ihrem Erbe tun und lassen, was sie möchte. Sie kann sich ein Auto kaufen oder ein Haus. Sie kann es für Kleidung ausgeben oder für Essen. Und dazu kann sie sich zurücklehnen, weil sie als Frau in einer Ehe nicht zur Arbeit verpflichtet ist. Beim Mann, der das doppelte erbt sieht es anders aus. Er ist verpflichtet (!) das Geld für die Familie auszugeben. Dazu kommt, dass er auch ohne das Erbe sein Vermögen für die Familie aufbringen muss (!), während die Frau, auch wenn sie arbeitet, alles für sich behalten darf. Das ist nur ein Beispiel für viele Aspekte des islamischen Rechts, die (leider auch von Menschen aus dem islamischen Raum) aus einem Kontext gerissen werden, den sie schlicht und einfach nicht kennen - obwohl viele de facto Muslime sind! Man legt westlich subjektive Maßstäbe an, Fälle an, wo diese gar nicht hin gehören. Das ist genau das, was die Iraner schon in den sechzigern und siebzigern an der Kulturarroganz des Westens am meisten gestört hat: Dass es Iraner gibt, die im angeblichen Namen von Iran einen westlichen Subjektivismus annehmen. Oder anders gesagt: Gharbzadegi.

Ähnliche Erklärungen gibt es auch für die anderen Gesetze. Die sind [nicht] vom Himmel gefallen, haben also gerechte Gründe, weshalb sie so existieren. Der Islam behandelt Mann und Frau als gleichwertig. Es werden aber die Unterschiede der Geschlechter berücksichtigt.

Was Israel angeht ist es nicht das Problem, dass Israel sich über seine Religion definiert. Es wäre toll, wenn sich Israel wirklich über das Judentum definieren würde. Aber Israel definiert sich über etwas, was es sich als "Rasse" vorstellt. Das führt dazu, dass jeder Europäer, Afrikaner oder Japaner, der nichts mit dem Judentum am Hut (oder an der Kippa) zu tun hat, außer, dass er eine jüdische Ur- Ur- Ur- Ur- Ur- Ur-oma nachweisen kann, nach Israel einwandern kann und augenblicklich dort mehr Rechte genießt, als ein Palästinenser, dessen Vorfahren schon seit Jahrhunderten dort sind (und deren Vorfahren womöglich vor einigen Jahrhunderten selbst Juden waren). Das ist kein auf Religion basierender Staat, sondern ein auf Rassismus fußendes Regime.

Mohsen24-12-11

@Le Mec "Dazu kommt, dass er auch ohne das Erbe sein Vermögen für die Familie aufbringen muss (!), während die Frau, auch wenn sie arbeitet, alles für sich behalten darf."

Theoretisch richtig, praktisch allerdings sind viele Familien finaniell darauf angewiesen, dass beide Paare
für das Familieneinkommen sorgen MÜSSEN.

Die Anpassung der Rechtslage an die tatsächlichen Verhältinisse wäre daher geboten

Le Mec@Mohsen25-12-11

Ich würde das im Detail anders sehen, aber selbst in dem von Ihnen beschriebenen Szenario wäre eher eine Besserstellung des Mannes notwendiger als die der Frauen. Von den Mitdiskutanten wurde vermeintliches Unrecht gegen die Frau kritisiert.

Alex16-01-12

Mich würde einmal interessieren, auf welchen Fakten die meisten Berichte hier verfasst wurden?
Desto absurder die Hetze gegen Iran vorangetrieben werden, desto skuriller werden die Behauptungen in den Posts. Quellen von Zeitungen sind an der Tagesordnung, Quellen welche von gelangweilten Journalisten verfasst worden sind, die garnicht im Iran leben.

Die Liste der Beschuldigungen wird immer länger und in keinem einzigen Punkt hat sich irgendeine Behauptung als real heraus gestellt!

Wahrheit muss Wahrheit bleiben!

Seit dem Einmarsch in Afghanistan hat sich der Opiumanbau verzwanzig-facht! Hunderte von Tonnen Raffineriertes Heroin wird auf den Weg nach Europa gebracht.
In einem Land wo jeder Quadratzentimeter Land von Satteliten überwacht wird, ungefähr 135.000 Besatzungssoldaten tag - täglich an den Mohnfeldern vorbei schauen und in internen Abmachungen mit den regionalen Warlords diesen Anbau dulden! In einem ausgebluteten Afghanistan wo unsere westlichen Demokratien unschuldige Menschen ermorden und deren Familien 2.000 Dollar bezahlen!

Ein Teil dieser Drogen und Gelder landen in den Kassen der terroristischen MEK im Irak und der terroristischen PJAK im Grenzgebiet zur Türkei. Deren Führer sitzen in EU mit Geheimdiensten an einem Tisch und agieren im Dreiländereck Türkei, Irak und Iran mit Mord und Sprengstoffanschlägen gegen zivile Ziele.

Der von westlichen Sanktionen überzogene Iran jedoch hält alle internationalen Punkte im Kampf gegen Drogen ein um uns im Westen vor einer Opiumflut zu bewahren. 4.000 junge iranische Polizeibeamte sind in den letzten 10 Jahren Opfer von Drogenbanden geworden.
Von den 600 Todesurteilen im Iran 2011 waren 500 gegen Mehrfachmörder sowie Drogenschmuggler. Diesen Kampf welcher der Iran als Stellvertreter für uns Europäer aufgenommen hat wird dann wiederum negiert indem man behauptet, im Iran würden willkürlich Menschen hingerichtet?

Es ist mit der iranischen Kultur und Religion nicht vereinbar, dass man hier resigniert. Es werden im Iran alle erdenklichen Anstrengungen unternommen, den von Westen gewollten Drogenfluss einzudämmen, um so absurd es auch klingt, unsere Jugend vor Schlimmeren zu bewahren!
Wenn die Verantwortlichen im Iran nicht so ehrenhaft agieren würden, gäbe es eine Schwemme von harten Drogen in die EU und es würden 4.000 europäische Polizeibeamte ermordet. Mich widert das Verhalten speziell Deutschlands und anderen Hetzern nur noch an!

Kann irgendein europäischer Staatspräsident damit punkten, dass Er in dem kleinen vom Vater geerbten Haus lebt, im Innenhof Gemüse und Kräuterpflanzen anbaut? Einen 30 Jahre alten Wagen fährt? Auf einen Grossteil seines Gehaltes verzichtet und überschüssiges Geld in soziale Projekte für behinderte Kinder spendet?
Den gesamten Staatshaushalt in Gesundheitswesen, Infrastrukturprojekte, Sozialsystem pumpt. Nur 1.8% des Staatshaushaltes für Militärausgaben verwendet?
Präsident Ahmadinedschad ist so ein Mensch!

Gibt es in westlichen “Demokratien” eine Bank welche vom Staat reguliert ist, dass diese Bank keine Zinseszinsen verlangen darf? Eine Bank welche angewiesen ist, sozial verantwortungsbewusst und regional Kredite vergeben muss, anstatt auf der Weltbühne das hart verdiente Geld zu verzocken?
Die Bank Melli Iran tut das!






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