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Ayatollah Mesbah Yazdi: Ahmadinejad hat mein Vertrauen


Ayatollah Muhammad Taghi Mesbah Yazdi und Irans Präsident Ahmadinejad

Herzliche Umarmung zwischen Ayatollah Mesbah Yazdi und Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad. (Archivphoto: Mehr)

Maschhad, 14. Juli (MNA/Irananders) – Ayatollah Muhammad Taghi Mesbah Yazdi, schiitischer Herrschaftstheoretiker und Mitglied der Expertenversammlung, sagte, er vertraue nach wie vor dem iranischen Präsidenten Dr. Mahmoud Ahmadinejad. Die Aussagen Mesbah Yazdis sind von Bedeutung, da er zuvor bestimmte, namentlich nicht genannte Personen im Umfeld des Präsidenten kritisierte. Diesen wird vorgeworfen, einer Bewegung anzugehören, die in Iran als „Strömung der Abweichler“ bezeichnet wird und u. a. eine Herrschaft ohne den Klerus angeblich anstrebe.

Auf die Frage, wie  der Ayatollah, der immer als ein großer Unterstützer des Präsidenten galt,  heute zu ihm stehe, sagte er: „Damals musste Herr Ahmadinejad angesichts seiner Rivalen unterstützt werden, und meine Unterstützung für ihn galt seinen Parolen und seinem Engagement für die Wiederbelebung der Prinzipien der Islamischen Revolution. Ich habe weiterhin Vertrauen in Herrn Ahmadinejad und unterstütze ihn.“

Seit Monaten werden in westlichen Medien die zivil-politischen Machtkämpfe in Iran - anlässlich der verfassungsgemäßen Intervention des iranischen Staatsoberhauptes, Ayatollah Ali Khamenei, zu Gunsten des von Präsident Ahmadinejad bedrängten und kurzzeitig zurückgetretenen Geheimdienstministers Heydar Moslehi - überspitzt und sensationslüstern dargestellt. So hieß es in vielen Publikationen, dass der iranische Klerus einerseits angeblich Ahmadinejad bekämpfen würde und Ahmadinejad andererseits eine Herrschaft ohne den Klerus anstrebe. In diesem Zusammenhang hätte Ayatollah Mesbah Yazdi scheinbar einen Bruch mit ihm vollzogen.


Riga22-09-11

Danke für die wertvolle Nachricht. Ich vermisse eine Gesamtbewertung der politischen Machtkämpfe von Irananders. In der Vergangenheit ging Irananders öfters auf die westlichen Darstellungen über den Iran ein, aber in letzter Zeit viel weniger. Bedeutet es, dass Irananders die westliche Sicht auf die Machtkämpfe im Iran teilt?

REDAKTION22-09-11

Jein, wir teilen nicht alle Analysen zu den natürlichen Machtkämpfen in Iran, die alle Jahre vor Wahlen sich intensivieren.

Unsere Ressourcen sind knapp, daher können wir nicht auf alle Falschmeldungen oder verzerrte Darstellungen über Iran eingehen. So sind wir auch nicht mehr dazu gekommen, die Kampagne über Ashtianis Steinigung bis zum Ende zu begleiten. Schließlich hat sie zuletzt einen Geständnis abgelegt (was sie zuvor nie tat) und Press TV brachte eine aufschlussreiche Dokumentation, wo dargelegt wurde, dass der Ehebruch medizinisch begründet worden war (in der Kampagne und somit in den Medienberichterstattungen war stets die Rede von rein subjektiven Spekulationen von Seiten der Richtern).

Gerne kann jeder interessierter Leser unser Engagement auch finanziell unter den Armen greifen: http://irananders.de/spenden.html

Vielen Dank für Ihre Treue.






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