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Ahmadinedschad empfängt und lobt Säure-Opfer


Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad empfängt Ameneh Bahrami und ihre Familie

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad (l.) empfing Ameneh Bahrami und ihre Familie.

Teheran, 03. August (Press TV/Irananders) - Nachdem die durch den Säureangriff bekannt gewordene Iranerin Ameneh Bahrami auf Vergeltung gegen ihren Angreifer Majid Movahedi verzichtet hat, empfing sie der iranische Präsident, Mahmoud Ahmadinejad,  und lobte ihre Entscheidung.

„Die Vergebung und der Akt der Selbstlosigkeit erfüllt uns und die iranische Nation nicht nur mit Stolz, sondern gibt uns Anlass, daraus zu lernen“ sagte Ahmadinedschad während des Treffens mit Bahrami und ihrer Familie und fügte hinzu: „Alles Gute, das auf der Welt verbleibt, findet seinen Ursprung im Akt der Vergebung und der Selbstlosigkeit. Wir alle müssen lernen, einander zu lieben, weil Feindschaft und Hass Ursachen für die Dominanz des Teufels über die Menschheit sind.“

Nach der iranischen Gesetzgebung hat der Staat bei Rechtsfällen, die immediat den Geschädigten und den Täter berühren, kein Interventionsrecht. Diese Rechtsauffassung sieht den Staat lediglich als Vermittler. Denn durch das Urteil des Gerichts entsteht nicht das Tilgungsrecht, sondern das Tilgungsrecht liegt im Natur(recht), das automatisch und unmittelbar nach Verübung des Vergehens entsteht; es ist nicht vom Delikt zu trennen, sondern resultiert daraus. Das Urteil des Gerichts ist in diesem Sinne kein Urteil im engeren Sinne, sondern eine Feststellung und Verkündung des Sachverhaltes, woraus zwangsläufig das Recht des Geschädigten offenbart wird. Gleiches mit maximal Gleichem vergelten zu dürfen.
Dennoch versuchen staatliche sowie karitative Einrichtungen Einfluss auf solche Rechtsfälle auszuüben, indem in der Regel versucht wird,  die Opfer durch finanzielle Zuwendungen vom Tilgungsrecht abzubringen, zumal die koranische Botschaft selbst zur Vergebung aufruft, ohne dass dabei das „natürliche“ Tilgungsrecht abgesprochen wird. Im vorliegenden Fall beispielsweise erhielt Ameneh Bahrami staatliche Hilfen für die medizinischen Operationen.


Claus F. Dieterle26-08-11

Ich bete dafür, dass Ameneh Bahrami zum Glauben an Jesus Christus kommt und wieder sehen kann.
Psalm 77,15: Du bist der Gott, der Wunder tut.
Bitte beten auch Sie für Ameneh Bahrami.

Mit guten Segenswünschen
Claus F. Dieterle
Heilpraktiker / Psychotherapie

Mariam26-08-11

Eine schöne Geste, allerdings hätte es der iranischen Prominenz, nicht nur der Regierung gut angestanden, Unterstützung für Frau Bahrami früher zu zeigen. Sie hat einiges an Widersprüchlichkeiten über den Umgang mit ihr geäußert, ich hab das immer als Traumafolge verstanden und mehr Interesse und Hilfsbereitschaft hätte ihr das Leben wohl leichter machen können.
Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung, aber ebenso dafür,dass sie sich ihr Recht erstritten hat. Gesünder für ihre Seele ist sicher die Vergebung. Inschallah findet sie ausreichende menschliche und medizinische Hilfe und kann ihr schweres Leben so gut es geht weiterführen. In einer anderen Welt wird sie dafür sicher belohnt.

tim27-08-11

dieser teufel hatwieder den holocaust geleugnet

hans27-08-11

Es sind diese und ähliche Gesten die dazu genutzt werden die Iraner zu verspotten.
Durch das faschistische islamistische System sind doch erst diese Dinge möglich geworden. Eine Regierung, die die systematische Unterdrückung der Frauen fordert und fördert schafft die Basis für solche Dinge. Und schaut man sich das islamistische Rechtssystem im Iran an, weiss man nicht ob man lachen oder heulen soll.

@hans27-08-11

Da irren Sie sich aber. Säureangriffe haben in Iran, Afghanistan etc. eine lange Tradition.

sigrun28-08-11

@tim

Ahmadinejad kann den Holocaust nicht leugnen, weil er davon überzeugt ist, dass es ihn nicht gab. Man kann nur etwas leugnen, von dem man überzeugt ist, dass es so ist, wie es dagestellt wird.
Weshalb er deswegen ein Teufel sein sollte, erschließt sich mir auch nicht.
Des Weiteren ist Ahmadienejad ein kluger Mann, der ungeblendet von westlichen Dogmen und Glaubensverodnungen durchaus auch die Wahrheit erkennen kann. Von daher sollte man da schon mal ohne pawlowsche Reflexe hinhorchen.

Thomas01-09-11

Den Begriff pawlowsche Reflexe fand ich sehr treffend.
Offensichtlich schein kaum ein Mensch rational mit der Person Ahmadi Nejad umgehen zu können.
Manche verherrlichen ihn geradezu, andere verdammen ihn, meist ohne ihn wirklich zu kennen.
Zur Konfliktlösung trägt sicherlich beides nicht bei, aber wenn ich eins als politikwissenschaftler gelernt habe dann, das mit Dämonisierung und Sprachlosigkeit (zwischen konfliktparteien) keine Lösungen gefunden werden.
Folglich sind die Dämonisierer für die Problematiken im und mit dem Iran mitverantwortlich.

Tja, so kann es gehen15-09-11

Sehr interessantes Interview von Ameneh Bahrami, wo Sie das Büro des Führers und des Präsidenten lobt und die internationalen Menschenrechtsorganisationen kritisiert: http://www.lenziran.com/2011/08/04/victim-of-acid-attack-ameneh-bahrami-meet-ahmadinejad/






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