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20.04.2011 Übersetzt von Fatima Radjaie

Iran: Freilassung der Deutschen war nicht an diplomatische Verhandlungen geknüpft


Westerwelle und Salehi

Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle (l.) mit seinem iranischen Amtskollegen Ali Akbar Salehi (r.) in Teheran. Iranische Beobachter erkennen seit seiner Reise nach Teheran vor zwei Monaten eine verstärkte Medienkampagne gegen den „selbstständig agierenden“ Bundesaußenminister Westerwelle.

Teheran, 28. Februar (Khabar Online/Irananders) - Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi wies deutsche Medienberichte über diplomatische Beweggründe für die Freilassung der beiden in Iran inhaftierten deutschen Journalisten zurück, indem er sich wie folgt äußerte: "Die Nachricht über die Freilassung der Deutschen war bereits vor dem Besuch des deutschen Außenministers bekannt gegeben worden, und er hätte seine Reise nach Iran streichen können."

Im Gespräch mit „Khabar-Online“ am Rande einer Gedenkfeier für den Märtyrer Hossein Kharazi (ein hervorragender Kommandeur während des Krieges gegen den Irak) bestritt Salehi, dass die Freilassung der deutschen Staatsbürger die Vorbedingung für die Reise des deutschen Außenministers Guido Westerwelle in den Iran war.

"Der Besuch von Herrn Westerwelle in Iran steht mit der Freilassung der Deutschen überhaupt nicht in Zusammenhang. Wir haben eine langjährige Beziehung mit Deutschland, wenngleich diese Beziehung Höhen und Tiefen erlebt hat. Jedenfalls standen wir während der letzten drei Monate mit Deutschland wegen verschiedenen Angelegenheiten in Verbindung und diese Kontakte werden in Zukunft auch fortgesetzt. Was die deutschen Journalisten anbelangt, so wären sie auch so freigelassen worden und sie hätten auch ohne Begleitung ihres Außenministers in ihr Land zurückkehren können. Sein Reiseplan war bereits verlautbart worden, somit gibt es keine Mehrdeutigkeit in dieser Frage", bekräftigte Salehi.

Die beiden Deutschen, ein Reporter und ein Fotograf, die für das Berliner Boulevardblatt "Bild am Sonntag" arbeiten, hatten ein Interview mit dem Sohn von Sakineh Mohammadi Ashtiani geführt - mit einer Frau, die von der iranischen Justiz zur Mittäterin in einem Fall von Ehebruch und Mord erklärt und zum Tode verurteilt worden war. Die deutschen Journalisten waren in der Stadt Täbriz inhaftiert und der Spionage beschuldigt worden, letztendlich dann aber für schuldig erklärt worden, gegen die nationale Sicherheit der Islamischen Republik zu agieren. Sie hatten gegen ein iranisches Gesetz verstoßen, als sie mit Touristenvisas eingereist waren, aber als Journalisten getarnt gearbeitet hatten. Die beiden wurden nach 132 Tagen freigelassen.

Salehi sagte weiterhin: "Als ich zum Außenminister ernannt worden war, kontaktierte mich mein deutscher Amtskollege natürlich und bat mich darum, Maßnahmen zur Freilassung der deutschen Staatsbürger zu treffen. An dieser Stelle möchte ich beim Justizchef, Ayatollah Sadeq Amoli Larijani, für seine Rolle bei der Lösung dieses Falls bedanken."

Als Salehi Westerwelle zu einem Besuch in Iran eingeladen hat, hatte er bereits geäußert, dass eine Lösung des Problems darin bestehen könnte, dass sich der Herausgeber der "Bild am Sonntag“ entschuldigt und seinen Fehler eingesteht. Mittlerweile hatten deutsche Medien berichtet, dass ein Treffen zwischen Präsident Mahmoud Ahmadinejad und dem deutschen Außenminister eine Vorbedingung für die Freilassung der Journalisten wäre.

Auf die Frage, warum die Kurzreise des deutschen Außenministers schnell und ohne Koordination vonstatten ging, erklärte Salehi: "Bei vielen diplomatischen Visiten haben wir eine Sitzung von einigen Stunden und kehren dann in unser Land zurück, das ist also nichts Ungewöhnliches, es sei denn, man hat Pläne für weitere Besuche und Tagungen, die einen längeren Aufenthalt erfordern. Herr Westerwelle hatte Treffen sowohl mit dem Präsidenten als auch mit mir und wir haben alle anstehenden Fragen erörtert. Er ist nicht zum Vergnügen gekommen."

Mit seiner Reise nach Teheran war Herr Westerwelle seit mehr als 7 Jahren der erste deutsche Außenminister, der die iranische Hauptstadt besucht hat.

Auf die Frage, ob diese Reisen über Nacht im diplomatischen Rahmen normal wären oder nicht, sagte Irans Außenminister: "Ja, es wird üblicherweise so gemacht. Ich selbst und auch meine Vorgänger sind am Morgen abgereist und am Nachmittag wieder zurückgekommen, denn diese Reisen sicht nicht als Besichtigungstouren gedacht."


iranopoly.wordpress20-04-11

Warum Westerwelle dennoch so klammheimlich nach Iran geflogen ist, wird auch aus Salehis Aussagen leider nicht deutlich.

Die Beweggründe Deutschlands würd ich viel lieber von Guido W. selber hören.

irani20-04-11

Iraner haben ein sprichwort.man fragt den Fuchs, wer ist dein zeuge und er antwortet:Meinen Schwanz.
nach so viel politischer Skandal und Verletzung von UNO Sanktionen durch Deutschland, kein wunder, dass der Bundesaußenminister Unterstützung von Mullahs erhält.

KH21-04-11

Westerwelle dachte sich wohl, mach mal einen Trip in den Iran, komme mit den 3 Journalisten wierder und werde als der tolle Mensch gefeiert, der bereit war dem Satan die Hand zu schütteln um unschuldige Bürger zu befreien.
Na ja nichts wurde daraus. Versager bleibt halt Versager.

Alex12-01-12

Das sind die typischen Lügen von zwei Bildreportern, welche in einem 5 Sternehotel in Täbris im Beisein Ihrer Familienangehörigen Weihnachten verbracht hatten!
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http://www.blogspan.net/presse/erstes-interview-mit-dem-iran-reporter-marcus-hellwig-nach-seiner-freilassung/mitteilung/251557/

(Auszug aus dem Artikel.....)
Berlin (ots) – Folter, Tageslichtentzug, Angst. Der Reporter Marcus Hellwig und der Fotograf Jens Koch saßen 132 Tage im Iran im Gefängnis. Jetzt berichtet Marcus Hellwig zum ersten Mal seit seiner Freilassung im Februar 2011 über die Monate im Iran. In einem Interview auf www.20zwoelf.de, dem neuen Pressefreiheits-Portal der Axel Springer Akademie, erzählt Hellwig, wie er die Zeit der Inhaftierung erlebte. “Am meisten quälten mich die Angst und die Ungewissheit. Die ersten zehn Tage dachte ich, dass ich da vielleicht nie wieder rauskomme. Und dann diese Fragen, die immer wieder auftauchten: Was passiert als nächstes? Wann geht die Zellentür auf? Wo geht es dann hin, was machen die mit dir?”
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Derartige eindeutigen Märchen werden dann jeden Morgen von Millionen Europäer gelesen und als Grundstock der Meinungsbildung gegen den Iran benützt!

Ich FORDERE eine klare Darlegung dieser Demagogen von Bild, wie sie gefoltert wurden, wie die Vernehmungen abgelaufen sind u.a.
Folter? Wie, welche Schäden wurden festgestellt?
Tageslichtentzug? Darstellung der Zelle, Struktur der Haftanstalt?

Zum Thema Angst? War es nicht so, dass diese zwei Reporter mit den zugeteilten Wärtern lachten? Sogar gegenseitig Farsi und Deutschwörter lernten? War es nicht so, dass diese zwei Reporter Schach mit den anständigen Wärtern spielten? Dass Sie Extra Schreibpapier bekamen, sogar mit der deutschen Botschaft telefonieren durften?
War das Essen (ich zitiere) "besser als in manchen Restaurants wo ich gegessen habe"
Durften diese Reporter nicht Stundenlang im Grünen spazieren gehen?
Und wie war das? 5 Sternehotel?
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Mit solchen schäbigen Lügengebilden will man gegen den Iran punkten?

(von Moderation chiffriert)02-08-12

[...] wenn man keine ahnung hat!

MODERATION: Beleidigungen gegen Mitdiskutanten werden nicht toleriert.




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