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05.04.2011 Shahab Uddin

US-Geheimdienst: Sanktionen behindern nicht Irans Streben nach Urananreichung


Irans Atomprogramm

Bisher konnten Sanktionen und militärische Drohungen Irans Atomprogramm nicht stoppen, sondern haben im Gegenteil die Bemühungen für verstärkte Kontrollen untergraben.

Washington, 05. April (Bloomberg/Irananders) - Iran hat "mehr als genügend" niedrig angereichertes Uran für die Entwicklung nuklearer Waffen produziert, falls er das Material für die Nutzung von Bomben weiter anreichern und verarbeiten will, so der Geheimdienst des Verteidigungsministeriums DIA (Defense Intelligence Agency).

Die UN-Sanktionen „stoppen nicht Irans Streben“ Uran für eine potenzielle Entwicklung nuklearer Waffen anzureichern, erklärte General Ronald Burgess, der Direktor der DIA.

Die Sanktionen haben Irans Vorhaben, wie etwa die Etablierung nuklearer Schwerwasserreaktoren oder die Installation weiterer Zentrifugen in Natanz, die Uran bis zu einem waffenfähigen Grad anreichern könnten, nicht gebremst, wie Burgess in einem Statement erläuterte, das für das Senate Committee on Armed Services, einem Ausschuss des Senats der Vereinigten Staaten, vorbereitet wurde.

„Iran hat nahezu 9000 Zentrifugen in Natanz installiert und mehr als genügend" 3.5 prozentiges angereichertes Uran für eine Nuklearwaffe angehäuft, wenn der Iran das Material weiter anreichert und in höheren Stufen verarbeitet, sagt Burgess. Spaltbares Material für Atomwaffensprengköpfe erfordert 90 prozentiges angereichertes Uran.

Nach Einschätzungen des US-Geheimdienstes stieg die Anzahl der Zentrifugen Ende 2007 auf 3000. Zentrifugen sind Maschinen, die Uran für die Nutzung von Atomkraftwerken oder für die Befüllung von nuklearen Waffen anreichern können.

Burgess erschien am 10. März vor dem Gremium der Armed Services Panel und gab ein 34-seitiges Statement zu den Weltbedrohungen ab, mit denen die Vereinigten Staaten konfrontiert sind. Seine Bemerkungen über Iran beziehen sich auch auf die neuesten öffentlichen Einschätzungen der US-Regierung über die Effektivität der Iran auferlegten Sanktionen.

Irans Pläne

Aus den Einschätzungen geht nicht hervor, ob der Iran überhaupt beabsichtigt nukleare Waffen zu besitzen. In seinen eigenen Bemerkungen, die für die Anhörung vorbereitet wurden, wiederholte Präsident Barack Obamas Direktor des nationalen Geheimdienstes, James Clapper, die letzten Monat gelieferte Einschätzung, dass während die USA nicht wissen ob der Iran letztendlich Waffen entwickeln wird, ihr Programm so "positioniert ist".

„In Bezug auf sein Nuklearprogramm sind Irans Entscheidungen von einem Aufwand-Nutzen-Denkansatz bestimmt, welcher der internationalen Gemeinschaft Gelegenheiten bietet, Teheran zu beeinflussen“, behauptet Clapper.

Laut Einschätzungen der DIA sei es unwahrscheinlich, dass Iran einen Konflikt oder einen Präemptivschlag "initiiert oder absichtlich provoziert", so Burgess.

Alles in allem erhöhte Iran in der Hauptanreicherungsanlage für Brennstoff in Natanz seinen Bestand von 20 prozentiges angereichertem Uran auf 43.6 Kilo - im Vergleich zu 33 Kilogramm im November, erklärte die in Wien ansässige IAEA am 25. Februar.

Mitte 2010 begann die vierte Sanktionsrunde der Vereinten Nationen gegen den Iran, die von Russland unterstützt wurde. Gleichzeitig wurden auch härtere Maßnahmen der USA und EU ergriffen.

Unterirdische Anlagen

Burgess erläutert in seinem Statement, dass der Iran dem Beispiel von China und Russland folgt, indem er die nuklearen unterirdischen Installationen in Natanz und Qom schützt.

"Unterirdische, gehärtete Anlagen und eine verbesserte Luftverteidigung sind die Hauptfaktoren des umfangreichen Programms Irans, um seine nukleare Infrastruktur vor ihrer Zerstörung zu schützen", so der Direktor der DIA.

Die Konstruktion des Irans folgt dem internationalen „Tunneltrend“, mit dem die potenziellen Gegner der USA „ihre grundlegenden nationalen Sicherheitsinteressen schützen", fuhr Burgess fort.

"Die Verbreitung von westlicher Tunneltechnologie und Ausrüstung trägt zu einem Anstieg der Bauaktivitäten anderer Länder und Organisationen bei, die diese modernen Techniken vorher nicht besaßen", bemerkte er weiterhin.

Die US-Air Force entwickelt eine 30.000 Pfund schwere, über Satelliten gelenkte Bombe, die in der Lage wäre, in gehärtete Bunker einzudringen. Die im Pentagon ansässige Defense Threat Reduction Agency hat letztes Jahr die Entwicklung abgeschlossen und die Bombe der Airforce übergeben. Die Waffe wäre für die B-2 Stealth-Bomber die größte konventionelle Waffe im US-Inventar.

Hochentwickelte Raketen

Der Plan Irans, seine Anlagen zu verteidigen, schlug fehl, als russische Offizielle im September die Lieferung moderner Boden-Luft-Raketen verbaten. Iran wollte diese besitzen, um "Spitzenpolitiker, industrielle Anlagen und seine Nuklearanlagen zu schützen", erklärte Burgess.

Die Leistungsfähigkeit der Luftverteidigung Irans hätte "signifikant" verbessert werden können, wenn Russland die modernen Boden-Luft-Raketen geliefert hätte, wie US-Army-General David Petraeus, der damals das US Zentralkommando führte, dem Gremium der Senate Armed Services im März 2010 mitteilte.

Abgesehen davon heißt es in der DIA-Bewertung, dass Iran "die meisten antiisraelischen Aktivitäten in der Region unterstützt, anstiftet und koordiniert". „Israel sei besorgt darüber, dass Iran den Gegnern zunehmend hoch entwickelte Waffen liefert - einschließlich der Hisbollah, der Hamas und dem Islamischen Dschihad in Palästina“, so Burgess und fügte hinzu: „Diese Aktionen könnten Israels traditioneller militärischer Überlegenheit entgegengesetzt werden, das Abschreckungsmittel untergraben und zu Krieg führen.“

Iran „macht Fortschritte darin, ballistische Raketen zu entwickeln, die regionale Feinde und Zentraleuropa treffen können" und sein Simorgh-Satellit "zeigt den Fortschritt des Landes in der Entwicklung interkontinentaler ballistischer Raketen“, sagte Burgess. 


tatet08-04-11

"Solange sich jemand selbst verteidigen kann, ist er gefährlich und macht uns Angst" -

ja, ich schäme mich heimlich für den intellektuellen Zustand unserer Öffentlichkeit, wie sie sich in den Konzernmedien zeigt. In einer freien Gesellschaft würden Patreus&Co in einem Rehabilitationszentrum entweder für Geisteskranke oder für Straftäter landen.
Etwas unangenehm nur für die Bürger, dass die Außen- und Innenpolitik aus einem Guß sind....;)

Alles in allem ein wirklich interessanter Feldversuch mit einer neuen Ideologie, es waren schon einige in den letzten Jahrhunderten..... wie wird man es in der Rückschau nennen? Vielleicht "Triebführung der Getriebenen", "Zombiekratie", oder "Herrschaft der Scheintoten". Bitte um weitere Vorschläge, wer die Abstimmung gewinnt, erhält ein Monopoly-Spiel.






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