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29.03.2011 Ralf Abbasi

Iranischer Oppositionspolitiker aus Haft entlassen


Emblem von Nehzat-e Azadi-e Iran ("Iranische Freiheitsbewegung")

Nehzat-e Azadi-e Iran (z. dt. "Iranische Freiheitsbewegung") gehört zu den ältesten Parteien Irans. Sie stellte den ersten Premierminister der Islamischen Republik, verlor jedoch im Laufe der Zeit an Einfluss. Derzeit gilt die Partei als verboten.

Teheran, 20. März (AFP/Irananders) - Nach knapp einem halben Jahr in Haft ist der Chef der liberalen Iranischen Freiheitsbewegung, Ibrahim Yasdi, laut einem staatlichen Medienbericht freigelassen worden. Yasdi sei am Morgen aus der Haft entlassen worden, meldet die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Yasdi habe mitgeteilt, von seinem Posten als Vorsitzender der in Iran kürzlich verbotenen Freiheitsbewegung zurückzutreten, berichtete Irna weiter. Einen Grund habe er nicht genannt.

Der 80-Jährige war am 1. Oktober vergangenen Jahres im zentraliranischen Isfahan zusammen mit weiteren Mitgliedern seiner Bewegung festgenommen worden. Darüber hinaus war Yasdi bereits im Zuge der Unruhen nach der umstrittenen Wiederwahl des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im Juni 2009 inhaftiert worden, später aber wieder freigekommen.

Inzwischen wurde die angebliche Inhaftierung der Oppositionsführer Mir Hossein Mussawi und Mehdi Karroubi von der Webseite Kalame.org widerrufen. Trotz der mehrmaligen Dementis aus Teheran, dass beide Politiker nicht inhaftiert seien, sondern unter Hausarrest stünden, sprachen Menschenrechtsgruppen wie Human Rights Watch von der Inhaftierung der beiden.

Wie verschiedene Internetseiten der Opposition ferner berichteten, wurden am Sonntag zudem etwa 20 Oppositionelle vorübergehend aus der Haft entlassen. Anlass sei das am Montag beginnende iranische Neujahrsfest, hieß es. Sie dürften die bis Anfang April dauernden Feierlichkeiten außerhalb des Gefängnisses verbringen, müssten ihre Haftstrafe anschließend aber weiter absitzen. Tausende Menschen waren nach den auf die Präsidentschaftswahl 2009 folgenden Demonstrationen festgenommen worden. Während die Mehrheit wieder freigelassen wurde, müssen mehrere Dutzend Oppositionelle, Journalisten und Aktivisten lange Haftstrafen verbüßen.

 


Hans21-07-11

Hey cool, man kommt also einfach so aus dem Gefängniss wenn man sich aus der Politik zurückzieht. Wars im Tausenjährigen Reich nicht auch so, dass man in Ruhe gelassen wurde, wenn man einfach nur das Maul hielt?






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