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Ayatollah Khamenei fordert von den USA ernste Verhandlungen


Iran, Hassan Khomeini, Khamenei

Bei der Zusammenkunft der iranischen Staatsführung war auch Hassan Khomeini (l.), der Enkelsohn des Staatsgründers Ayatollah Khomeini, zugegen. (Photo: Leader.ir)

Teheran, 19. August (Irananders) – Das iranische Staatsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei hat bei einem Treffen mit der politischen Elite des Irans von den USA Ernsthaftigkeit bei etwaigen Verhandlungen zu seinem Land gefordert. Dies sei die Voraussetzung für bilaterale Gespräche, so Khamenei und fügte hinzu, dass trotz der bilateralen Verhandlungen beider Staaten über den Irak, diese nicht zu einem Umdenken in der US-Administration geführt haben.

„Wir lehnen bilaterale Verhandlungen mit den USA aus triftigen Gründen ab, weil von Drohungen und Nötigungen begleitete Verhandlungen keine Verhandlungen sind“, sagte der Ayatollah. Ferner drückte er seine Verwunderung darüber aus, wie man neben Kriegsdrohungen, psychologischer Kriegsführung und verdeckten Operationen gegen sein Land zugleich ernsthafte Verhandlungsbereitschaft zeigen kann. Khamenei lies erkennen, dass die US-Initiative für anti-iranische Sanktionen und UN-Resolutionen keine Grundlage für vertrauenswürdige Verhandlungen seien.

Im ersten Amtsjahr Barack Obamas gab es im Iran Hoffnung auf einen Wandel. Das iranische Staatsoberhaupt kündigte damals in Bezug auf den Neujahresgruß Obamas an, dass der Iran bereit sei für Veränderungen, wenn die USA sich ändern würden. Zwischen beiden Staatsführern fanden auch zwei Briefwechsel statt, die aber von der US-amerikanischen Seite aus abrupt abgebrochen wurde. In jener Zeit schwenkte die US-Regierung auch in den Atomverhandlungen um und erklärte den El-Baradei-Vorschlag für den Uranaustausch als unverhandelbar („take it or leave it“).

Zur damaligen Zeit bestand in den USA die Hoffnung, dass die „grüne Revolution“ im Iran erfolgreich sein würde. Trotz des sang- und klanglosen Verschwindens der „Grünen Bewegung“ hat sich die US-Position seitdem nicht geändert. Ganz im Gegenteil ist seitdem in den Beratergremien ein Personalwechsel zur Gunsten der Befürworter eines Regime-Wechsels zu konstatieren. Den größten Einfluss über die Deutung der iranischen Position dürfte Karim Sadjadpour von der Carnegie Endowment for International Peace haben. Indem er als einziger westlicher Politologe alle Schriften und Reden der höchsten und wichtigsten Instanz der Islamischen Republik, des Staatsoberhauptes Ayatollah Khamenei, auswertete, erlangte er auf diesem Gebiet einen einzigartigen Status. Er geht davon aus, dass das islamische Regime die US-Feindschaft für ihr ideologisches Überleben braucht und er deutet die Worte Khameneis dementsprechend. In Wirklichkeit jedoch verlangt die iranische Staatsführung - einschließlich Ayatollah Khameneis – unisono vom US-Präsidenten Obama, seine Rhetorik und seine Taten in Einklang zu bringen. Die kürzlich von den USA eingebrachten UN-Sanktionen gegen den Iran haben jegliche Hoffnungen auf einen Wandel der US-Politik gegenüber dem Iran zerstört. Der trilaterale Deal zwischen der Türkei, Brasilien und dem Iran geht nämlich ursprünglich auf die Initiative Obamas zurück.


Homayoun H.22-08-10

Erst wenn sich die US-Regierung von dem immensen Einfluss pro-israelischer Kräfte und Elemente in dem Beraterstab und in Entscheidungspositionen befreit hat, wird sie überhaupt in der Lage sein, ihre Beziehung zu Iran zu normalisieren.
Obama ist nicht das Problem. Er hatte meiner Meinung nach persönlich eine nahezu Naiv positive Einstellung, aber er wurde ebenso "versaut" und wird nun immer
weiter durch falsche Beratungen in die gewünschte (falsche) Richtung gelenkt. Nicht einmal Bush war das Problem, obwohl er natürlich ein ganz anderes Kaliber war und sich wohl sehr viel leichter und ohne Gegenwehr "beraten" ließ.

Solange keine fundamentale Veränderung innerhalb USAs und der Kräfte die die Aussenpolitik des Landes bestimmen eintritt, ist dessen Aussenpolitik eben fremdbestimmt und der verlängerte Arm der israelischen Politik.

Die Aussenpolitik Israels in Bezug auf Iran kann man so abkürzen:

- Erwecke den Eindruck dass Iran eine Gefahr für die gesammte westliche Welt inkl. USA ist
- Verbreite in der westlichen Welt Angst und Schrecken vor einer iranischen Atombombe die die gesamte Welt bedroht
- Treibe jedes Land dass du kriegen kannst in eine Konfrontation mit Iran
- Du selbst (Israel) kommst erst dann aus der Deckung, wenn wirklich Niemand mehr da ist der für dich die Drecksarbeit erledigt

In Wahrheit ist der Iran nicht einmal eine Gefahr für Delphine im persischen Golf.

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USA und Iran könnten eigentlich alle Probleme beilegen. Iran würde Ihnen Alles verzeihen. Vom Sturz Mossadeghs bis Unterstützung Saddams im Krieg gegen Iran (und dutzende anderen Gründe) gebe es eigentlich genug Gründe warum der Iran der USA niemals die Hand reichen sollte, aber die iranische Kultur und Mentalität würde immer noch Platz lassen für einen Neustart.

Man stelle sich nur einmal vor, Iran hätte in USA durch einen Putsch Kennedy gestürzt und hätte dann auch später Al-Qaida mit jeder erdenklichen Waffe inkl. chemischen Waffen ausgeholfen um gegen USA Krieg zu führen. Was würden eigentlich Amerikaner zu Iran sagen?
Wie würden sie sich gegenüber Iran verhalten? Gebe es jemals die geringste Chance dass diese patriotischen Amerikaner auch nur einen Gedanken an einer Annäherung an Iran verlieren würden?
Ich denke sie hätten Iran längst mit Atombomben bombardiert.

Geht man nur einmal davon aus dass es keinen Unterschied zwischen Menschen gibt und dass Iraner keine
Menschen zweiter Klasse sind, dann muss man die Geduld und das (immer noch) abwartend positive (oder zumindest neutrale) Verhalten der Iraner eigentlich mehr als bewundern.

Homayoun

Beleuchter23-08-10

Lieber Homayoun, Hallo! Um nur einen Versuch gestartet zu haben, dich ein Wenig von deinem Klischeehaften Denken über das Dreieck Iran-USA-Israel zu lösen und eher auf die Fakten konzentrieren zu lassen, habe ich dir gerne unteren Artikel als Link beigefügt:

http://www.zeit.de/2010/16/GES-Iran-Israel

Ich habe auch bis vor 5-6 Jahren in der Hinsicht alle Schulden USA und Israel gegeben (Klar, wenn man nicht selbst in den Iran kann, um zu hören, was die lokalen Iraner über USa und/oder Israel sagen...), dann ist man ständig mit Nachrichten wie "USA greift Irak an wegen Öl" und Israel ist ein Kriegsüchtiges Land, weil er araber flachlegt und Irak-Atomare Anlagen bombardiert hat usw". Ließ bitte den obigen Artikel und gehe selbst im Internet die Daten und Zahlen und "Geschichte" überprüfen. Dann wirst du feststellen, dass Israel in den Augen der Mullahs doch nicht immer so ein großer Feind war und sie haben auch miteinander gerne "gelebt". Was ich aber dir gerne als ein wichtiges Erkenntnis aus diesem Bericht mitgeben möchte, ist die Feststellung, dass diese Mullahs oder besser gesagt die Iranische Regierung mindestens genauso so skrupellos oder genauso harmlos ist wie Israel und/oder USA. sie sind vor der Revolution in der "tiefe" der Gesellschaft gewesen und nach der Revolution an die "Oberfläche" gelangt. endlich kriegen sie Luft und können sich zeigen lassen. dann warum sollen sie nicht u.U. auch mit Israel irgendwelche Deals eingehen, um ein paar Tage länger leben zu können????? Ein guter Freund sagte mir einmal, als ich mit ihm über diese thematik sprach, "Hezbollah mijangad, mimirad, Sazesh (ham) mipazirad" :-). Es muß nur die richtige Zeit des "Gifttrunks" kommen, den irgendeiner mit irgendeiner Begründung trinken wird....

Hobs23-08-10

"Nach Recherchen der britischen Sonntagszeitung Observer verkaufte man während des gesamten Krieges, der bis 1988 andauerte, jährlich Waffen für 500 Millionen Dollar an Teheran."

500 Millionen Dollar jährlich ist extrem hoch gegriffen. Amerikanische Waffen gelangten für eine kurze Zeit von Israel aus nach Iran, daraus solche Zahlen zu zaubern ist schwachsinn. Im Buch "Mossad" von einem ehemaligen Agenten steht, dass es Waffengeschäfte zwischen Jeruslalem und Tehran gab, aber die Israelis haben sich als Amerikaner ausgegeben und die Iraner wussten nicht, dass es Israelis sind.

@Beleuchter23-08-10

Was willst du behaupten?

A) Israel unterstützt keine Feindseligkeiten gegen den Iran?
B) Der Iran unterstützt keine Feindseligkeiten gegen Israel?
C) Israel und Iran sind insgeheim Freunde?
D) Alle nur Show?
E) Der Iran agiert wie jeder Staat und kann in Notfällen anders handeln?
F) Iran heuschelt?
G) Israel heuschelt?
H) Der Iran soll aufgeben und den Giftrunk endlich trinken?

SA23-08-10

Unabhängig davon ob der Iran jemals israelische Waffen gekauft hat oder nicht, muss man feststellen, dass der Iran durchaus ein pragmatischer Staat ist bzw. sein kann.

Der Staatsgründer Ayatollah Khomeini war es, der in der schiitischen Theologie das Prinzip der Zweckmäßigkeit einführte. Nach diesem Prinzip darf der Staatsoberhaupt (Wilayat al-Faqih) sogar das islamische Gebet verbieten, wenn es im Interesse des Islams und der Muslime ist. Einen Waffendeal mit Israel in einer bedrängten Lage wiegt im Vergleich dazu viel weniger.

Einige Politiker im Iran dehnen die Definition der Zweckmäßigkeit weiter aus. Der Konservative bzw. Zentrist Mohsen Rezaei kündigte beispielsweise vor mehreren Jahren an, dass der Iran Israel anerkennen könnte, wenn es seiner nationalen Interessen entspricht. In Moment jedoch hat die Definition der Zweckmäßigkeit die Bedeutung von Notwendigkeit und Notlage. Davon scheint der Iran aber weit entfernt zu sein, und es ist absehbar, dass er in so eine Situation, aufgrund der weltpolitischen Umstände und Entwicklungen, nicht mehr hineingeraten wird.

Homayoun H.23-08-10

Sehr geehrter Beleuchter,

ich kenne den Artikel den Sie gepostet haben.

Habe ihn mir aber noch einmal durchgelesen.

Würde man annehmen, dass die dort erwähnten Waffengeschäfte (im Iran/Irak Krieg) stattgefunden haben, würde ich den Artikel allerdings trotzdem nicht unbedingt so interpretieren wie Sie es getan haben und nur als Beweis dafür zu zeigen, dass der Iran "mindestens so skrupellos" ist wie Sie schreiben, sondern eher dafür dass Israel und USA quasi vom Kriegsgeschäft leben und jedem "kontrolliert" Waffen verkaufen, egal ob Freund oder Feind. Mit "kontrolliert" meine ich die Tatsache dass sie solange ihre Käufer beliefern bis sie eine Gefahr für sie selbst darstellen könnten. Und in dem man allen Parteien Waffen beliefert, verlängert sich auch der Krieg und man macht immer mehr Geld durch weitere Geschäfte.

Und die letzte High-Tech technologie (die die Waffenhohheit für USA/Israel immer garantiert) würden sie sowieso für sich behalten.

Das heisst im Falle Irak/Iran auf gut Deutsch : schlagt euch erstmal gegenseitig die Köpfe ein und wir machen Geld aus eurem Blut. Aber Saddam kriegt halt etwas mehr, weil ja unser damaliger "Freund"

Und wenn ein Krieg vorüber ist, wird ein nächster Krieg angezettelt.

Schaut man sich aktuell die affengeschäfte der USA mit Saudi Arabien an, dann ist das auch ein ganz netter "Nebenverdienst" in dem Atomspiel mit Iran. Da fragt man sich was eigentlich sonst so die Gründe sind für diese Angstmacherei und Dämonisierung Irans sind:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,710830,00.html

Wenn Sie im Zusammenhang mit Waffengeschäfte so etwas schreiben wie "mindestens genauso so skrupellos oder genauso harmlos" dann müssen Sie aber schon etwas mehr bringen wie ein aus der Not gefolgter Waffenkauf Irans, um im Irakkrieg zu überleben!

Sie müssten z.B. so etwas bringen:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,696467,00.html

Dann können wir über "genau so skrupellos" reden.

Wenn ich mich anstrenge, dann kann ich Ihnen allerdings soweit zustimmen: Sehr ehrenhaft und Prinzipiengetreu (in ihrem Sinne, also in Sinne der iranischen Regierung)
war der (angebliche) Waffenkauf der Iraner nicht. Das stimmt. Viel mehr aber auch nicht.

Mit freundlichen Grüßen,

Homayoun

Homayoun H.23-08-10

Sehr geehrter Herr Arkian,

Sie scheinen persönlich ein Anhänger Rezaies zu sein, stimmts? Dann lag ich glaube ich doch nicht verkehrt als Sie sagten: "ich habe Ahmadinejad übrigens nicht gewählt", und ich darauf einem Kollegen sagte: "Ne, aber er hat Rezaei gewählt!" ;-))

Gruß,
Homayoun

Beleuchter24-08-10

@Hobs: Ohne nachzuforschen kann alles schwachsinn klingen, aber mein Mathe-Lehrer hätte damals zu mir gesagt, "Macht nichts, dass Du es schwachsinnig findest, du bist ja noch zu jung"..;-) Nein im Ernst, man soll zuerst ein wenig Recherche durchführen, bevor man öffentlich seine Meinung äußert, ob etwas wahr sein kann oder nicht.
ein F16-Jet kostet je nach ausführung zwischen 9 Mio und 18Mio US dollar.Ein Panzer Leopard kostet ca. 4 Mio US dollar. Ein G3-SG1 Maschinengewehr kostet auf dem schwarzmarkt um 3000 USD. Munition für G-§ kostet Ca. 150 US-Dollar für 20 Patronen. 500 Mio USD in 1 Jahr macht ca 12 Kapmfjets a' 12 Mio, 60 Panzer a' 4Mio, 1200 Stck G-3 a' 3000USD eingekauft (bzw. aufgrund Verlust neubeschaffen), dann landen wir bei ca 390 Mio USD. darin sind die anderen Waffensorten (Uzi, Katyooshat, RPG-7, Kallashnikov usw., Munition für alle dieser waffen, Ersatzteile der Gerätschaften (alles auf dem Schwarzmarkt gekauft, daher teurer als üblicher Marktpreis) nicht berücksichtigt....Also, Hobs:
1) der Lieber gott hat uns allen 2 Augen und 1 Mund gegeben, um 2mal mehr zu sehen (lesen) als reden.
2)Wenn man etwas für unlogisch hält, bringt man gefälligst auch ein Gegenargument, damit man ernstgenommen wird und
3) ach die armen Mullahs die nicht gemerkt haben, dass sie mit Israelis ein deal machen und nicht mit Amis..Mir kommen gleich die tränen für diese Naivität der Iranischen Regierung damals...
@ Shayan Arkian:
habe ich doch in meinem obigen Kommentar gesagt: hezbollah mijangad, mimirad, sazesh ham mipazirad. wenn es sein muß, würden sie alles tun, um zu überleben (bitte nicht das Wort im Interesse des Islams für ein 8 Jahrige vernichtung und Verwüstung des Landes und Menschen erwähnen. der Krieg hätte viel früher beendet sein können. ich verweise auf das von Rafsandjani veröffentlichte schreiben von Mohsen rezaei an Imam Khomeini damals). was hat es uns Muslime gebracht, dass der Krieg nicht zu dem Zeitpunkt sondern später mit Zwang und Gifttrunk beendet wurde? Was haben wir gewonnen, Herr Arkian? wie viel Kilometer Land aus Irak haben wir gewonnen. 1000 Tote ist etwa das Interesse des Islams? soviele Auslandsschulden und Kriegsgeschädigten (Janbazan) ist das Interesse Islams? Ich verfluche Islam, wenn er dem Vellayate Faghih zugelassen hat, Menschen in seinem Interesse töten zu lassen und ich verfluche jeden, der diese theorie vertritt.

SA24-08-10

@Homayoun

Nein, das war zufällig, dass er zweimal von mir zitiert wurde.

@Beleuchter
Das mag aus materieller Sicht richtig sein. Aus islamistischer Sicht aber war auch der Libanonkrieg 2006 ein Sieg für die Hisbollah.

Redaktion24-08-10

Leider gebrauchen einige Teilnehmer nicht die Sprache, die für das Forum vorgesehen ist:

"Bitte haben Sie Verständnis, dass die Redaktion vor einer Veröffentlichung vorsieht, Kommentare im Sinne eines höflichen und gleichberechtigten Austausches zu kürzen oder gänzlich nicht freizugeben."

Einige wenige Teilnehmer werfen mit Anschuldigungen um sich und unterstellen aus ihrem Vorurteil heraus bestimmte Positionen ihren Gesprächspartnern.

Demnächst werden Beiträge von "Wiederholungstäter", die die Regel dieses Forums verstoßen nicht mehr freigegeben. Wir bitten um Verständnis.

Spiegel24-08-10

Ich verfluche Demokratie, wenn sie George W. Bush zugelassen hat, Menschen in seinem Interesse töten zu lassen und ich verfluche jeden, der diese theorie vertritt.

Homayoun H.24-08-10

Sehr geehrter Beleuchter,

"was hat es UNS Muslime gebracht" +
"Ich verfluche Islam, wenn er..."

Das ist ein Wiederspruch in sich und vollkommen unglaubwürdig. Kein Muslim würde den Islam verfluchen, aus was für Gründen auch immer (beispielsweise wenn eine Regierungsform etwas getan oder nicht getan hat). Ein Christ verflucht auch nicht das Christentum weil Bush nicht das getan hat was seiner Meinung nach richtig war.

Sie können selbstverständlich als Nicht-Muslim alles verfluchen. Aber dann schreiben Sie es auch bitte wahrheitsgemäß. Danke.

Mit freundlichen Grüßen,

Homayoun

SA24-08-10

Man sollte weder das eine noch das andere verfluchen. Alles hat in seinem irdischen Dasein Unvollkommenheiten, auch Religion und die Demokratie. Das Irdische selbst ist nicht absolut vollkommen, daher auch alles was er umschließt.

Hosseini24-08-10

<<der Krieg hätte viel früher beendet sein können.>>

Im Nachhinein weiß man alles besser. Wichtig ist jedoch zu wissen, wie man damals nach seinen besten Wissen und Gewissen handeln konnte.

Trotz Inkrafttreten des Waffenstillstandes von 1988 griff der Irak bei einer Gelegenheit den Iran an. Wie wäre der Irak vorgegangen, wenn ein Waffenstillstand oder Frieden schon vorher beschlossen worden wäre und er zur damaligen Zeitpunkt mehr Rückgrat, Reserven und Ausdauer hatte als 1988? Iraks Angebot zur Waffenruhe und Frieden kam in eine Situation wo das Land in Bedrängnis war. Aus iranischer Sicht war das verständlich sein damaliges Angebot nicht positiv zu entgegnen. Der Maßstab für diese Beurteilung ist nicht heute, sondern damals. Wohlgemerkt mit einem Diktator, der schon den Algier-Vertrag von 1975 brach und zum Überdruss 1990 in den Kuwait marschierte. An Kriegslaune hat er nach 8 Jahren nichts eingebüßt.

Beleuchter24-08-10

@Homayoun: Meine Intention mit dem beifügen dieses Artikels war auf gar keinen Fall zu zeigen, dass Iran hätte diese Waffen nicht bei Israelis/amis kaufen dürfen. Ich habe auch gar nicht gemeint, dass man aus Not hätte nicht so handeln dürfen, sondern vielmehr die Tatsache, dass die Mullahs eigentlich keine Erzfeinde von Israel oder USa gewesen sind und je nach "Gunst der Stunde" mit jedem abkönnen, um ihre Vorteile darausziehen zu können. Daher sind sie für mich genau so nett oder böse wie die amis und Israelis. Israelis und amis verdienen Geld und die Mullahs verdienen Überlebenschance. also beide Seiten haben etwas davon, also gibt es Gemeinsamkeiten, also sind sie sich ähnlich auf ihre Art und weise. Ich habe niemals behauptet, dass Israelis nicht skrupellos sind auch über USA habe ich nie behauptet, sie seien unschuldig. Die Sache, die mir am Herzen lag, war die Tatsache, dass die iranische Regierung in ihrer 32 jährigen Geschichte und während der Kriegszeit immer wieder gezeigt hat, dass sie gegenüber des volkes nicht immer loyal geblieben ist und weniger an das volk und mehr an das eigene Überleben gedacht hat. Deshalb auch mein Kommentar an Herrn arkian, dass das Interesse vom Islam niemals soweit gehen kann, dass ein Mensch, Namens Vellayate Faghih, George W.Bush usw. das Töten und getötet werden zulässt. Das ist nicht der wahre Islam, sondern der "kommerzielle" Islam, den wir aus Palestina, Libanon Afghanistan und unserem Iran zu futtern bekommen.
@Herrn Arkian:in einem Krieg gibt es keinen Sieger, sondern nur Verlierer. die einzigen sieger sind die Waffenhändler und diejenigen, die Sterben und die Zeit nach Kriegsende nicht mehr erleben.

@Spiegel: Ich verfluche G.W. Bush mit!!Verfluchen tue ich aber auch all diejenigen in der Iranischen Regierung, die für die Folterung, Exekutierung und Unterdrückung der "Andersdenkenden" verantwortlich sind.

Iraner25-08-10

Ich denke, Beleuchter möchte einfach nur seinen Hass gegenüber dem Regime Ausdruck verschaffen. Einen Verrat an das Volk sehe ich nicht, wenn meine Regierung Waffen von Israelis und Amerikaner kauft, um den Irak zurück zu drängen. Dadurch macht der Iran sich auch nicht skrupellos. Gooo Iran! Gooo!

Homayoun H.26-08-10

Sehr geehrter Beleuchter,

dieses Beispiel zeigt eben nicht dass sie genau so "böse oder nett" sind.

Sie wiederholen eigentlich den gleichen Fehler ("skrupellos oder harmlos"), und schreiben es nur mit anderen Worten ("böse oder nett").

Dieser Waffenkauf macht dieses Regime aber wie gesagt nicht genau so "nett oder böse" wie andere Regimes oder Länder die dutzende andere Länder angegriffen haben und Millionen Seelen auf dem Gewissen haben und weltweit so ziemlich jede erdenkliche abartige Aktion durchgeführt haben. Da stimmt einfach die Verhältnismäßigkeit nicht um so etwas behaupten zu können, wie Sie es tun.

Und in diesem Fall kann man nicht einmal nur vom Regime sprechen.
Iran wollte überleben in einem Krieg! Die Bomben aus Irak haben ja nicht nur Regierungsgebäude getroffen!

Dass ein Regime auch bestehen bleiben will, ist doch ganz klar. Kennen Sie ein Regime dass so schnell wie möglich abgeschafft werden will?

Mit freundlichen Grüßen,

Homayoun

Beleuchter26-08-10

@homayoun: Auf dem Gewissen hat das regime im Iran aber ganz eindeutig und ebenso jede Menge Seelen. da können Sie sich sicher sein. Vielleicht nicht außerhalb Irans, aber im Innland (Ewin und Kahrizak und Ghasr Gefängnisse). Erdenkliche abartige Aktionen wie Menschenrechtverletzungen, Folterungen, Exekutierung und hinrichtung der Minderjährigen, Steinigungen, Repressalien, Terror im Inn- und ausland (Bakhtiar in Paris, Kurdenführer im Mykkonos-Berlin..) Vermögentransfer an Haasan-Nassrollah und seine Kompanions, Unruhestiftung im Shiitischen Teil Iraks...Soll ich noch mehr solche "nicht-abartige" aktionen nennen. Oder wollen Sie sich wieder Worte wir "Klischeehafte Denkweise" und "verzerrte wahrnehmung" für die obigen "Glanztaten" des Regimes in den Mund nehmen?? Nein, Lieber Homayoon, es mag sein, dass Sie und Ihre Gleichdenkenden eine positive Meinung über das iranische Regime haben [Suggestion des Verfassers, Anm. d. Red]. Fakt ist jedoch, dass man Fakten nicht unter dem Teppich kehren kann. Islamische Republik Iran ist ein Diktaturregime und die o.g. Fakten sind Beweis genug dafür, dass dieses Regime im Namen der Religion ihre Skrupellosigkeit bis zum bitteren Ende praktizitiert. so wie ich denken (ein paar) mehr Leute (aber nur ein paar ;-))
@Iraner: Das Land braucht solche Patrioten wie Sie. Gooo Iraner, Gooo!
@Herrn Arkian: sollte es so angekommen sein, dass ich Islam beleidit habe, dann muß ich wohl auf mein Kommentar hinweisen, da ich einen Konditionalsatz verwendet haben, nämlich "...wenn, dann...". Und weil ich weiß, dass der richtige Islam kein Blut und Menschenleben für sein Interesse verlangt, sondern es sind die Auslegungen irgendwelcher menschlichen Wesen, habe ich mit absoluter entschlossenheit meinen Hass gegenüber eines solchen von Menschen manipulierten Islam geäußert. ansonsten finde ich Islam (so, wie es im Koran steht und nicht wie an Freitagsgebeten und in den Muscheen und in den Iranschen Gerichtsräumen interpretiert wird) als eine vollkommene Religion. Ich denke, dass keine Religion von den Menschen einfach so gehasst wird, sondern es sind die "Menschlichen Wesen" um Religion herum, die durch ihre "menschliche" Interpretation der Religion und je nach Bildungsgrad der "Zuhörer" diese mehr oder weniger realistisch an den Mann bringen. Zur Verdeutlichung würde ich allen Lesern bitten, Just for Fun sich in ihren Gedanken vorzustellen (träumen darf man doch wohl als "Exil-Opposition", oder ;-)), dass das iransiche Diktaturregime aus irgendeinem Grund gekippt ist. Mal nur kurz so denken. Dann bin ich gespannt, für wie viele Jahre nach dem Sturz des Regimes die Menschen im Iran das Wort Islam nicht in den Mund nehmen, weil eben diese Mullahs die Religion dermaßen skrupellos ausgenutzt und in den Augen der Iraner schlecht dargestellt haben... Wie gesagt, theoretisch kann man sich ja soetwas vorstellen, dass das Regime kippt. Ich glaube, es wird (im harmlosesten Fall) wie im Europa und die Kirche eine freiwillige Sache. Und im realistischen Fall, werden viele Muscheen abgerissen und/oder umgebaut zu Kunsthallen, Mullahs und Mullahssöhne werden plötzlich zu Zivillisten, Alle Religiöse Feiertage werden abgeschafft bzw. nicht mehr so ernstgenommen. Arabische Sprache als Fremdsprache abgeschafft. Farsi und Schutz der Sprache Farsi wieder in den Lehrbüchern als Schwerpunkt genommen, Sighe als Zeitehe komplett umgedacht, Frauen bekommen ihre vom gott gegebene Freiheit, die Verkehrsbusse werden kene Separate Eingang für Männer und Frauen haben. Basij und Basiji und Sepah löst sich auf. Was für Schäden würde der Islam in diesem Falle tragen? hinter Gittern würde ich es nennen (Leider). Denn Menschen würden dann nur ihr eigende Leiden in den vergangenen Jahren sehen. Leiden, die man ihnen in Form von Islam und Shariat hinzugefügt hat. Ist es in ORdnung? Hat Islam es verdient, dass man in seinem Namen im Iran jede Gelegnheit sucht, von dieser Religion wegzulaufen? Ist es in Ordnung, dass Iraner bei den religiösen Feiertagen sich nur irgendwelche Hotels am Kaspi oder Villas außerhalb ihrer Städe aufsuchen, um weg von dieser "Auferlegung" zu sein? Kennen man den Witz, eigentlich: Man erzählz im Iran, warum man nicht die Grabstätte von ayat. Khomeini nicht liber in Ramsar oder noshahr gewählt hat, wenn alle Menschen währen der Ertehal Feiertage dorthin wollen?? Ist es das, was wir in 1357 auf den Strassen geschrien haben? Haben wir deshalb das Shah-Regime gekippt und Islamische Republik gewählt, um später Kooye daneshgah und Kahrizak und Ewin zu erleben? Alles unter dem Deckmantel Islamische Republik, Gottesstaat und Vellayate Faghih....
Wenn ich so etwas sehe, dann wundere ich mich nicht, dass mansche Iraner im Ausland ihre vollkommene Religion (Islamniedergelegt haben und zum Christentum übergetreten sind. Schande für die verantwortkichen!

Beleuchter26-08-10

@Redaktion: Sollten Sie der Meinung sein, dass das untere Gedicht von Frau behbahani "nicht die Sprache, die für das Forum vorgesehen ist" spricht und
oder auch in Ihren Augen als "unterstellen aus ihrem Vorurteil heraus bestimmte Positionen den Gesprächspartnern" bezeichnet wird, dann lesen Sie es bitte nur Alle aus der Redaktion und veröffentlichen Sie es nicht. Denn das habe ich als Ergänzung zu meinem letzten Kommentar geschickt und reicht mir vollkommen, wenn diejenigen (Redaktion, Autoren und ich)es kennen, die wissen, worum es hier und generell geht. Dann hat dieses Gedicht seinen Sinn und Zweck erfüllt. solltet ihr es aucch veröffentlichen, dann werden Euch ein paar "Unkräute" aus dem Innland und 2-3 unwichtige "Exiloppositionären" hier in Deutschland danken.

سیمین بهبهانی
قلم چرخید و فرمان را گرفتند
ورق برگشت و ایران را گرفتند
به تیتر «شاه رفت ِ» اطلاعات
توجه کرده کیهان را گرفتند
چپ و مذهب گره خوردند و شیخان
شبانه جای شاهان را گرفتند
همه ازحجره‌ها بیرون خزیدند
به سرعت سقف و ایوان را گرفتند
گرفتند و گرفتن کارشان شد
هرآنچه خواستند آن را گرفتند
به هر انگیزه و با هر بهانه
مسلمان نامسلمان را گرفتند
به جرم بدحجابی، بد لباسی
زنان را نیز، مردان را گرفتند
سراغ سفره ها، نفتی نیامد
ولیکن در عوض نان راگرفتند
یکی نان خواست بردندش به زندان
از آن بیچاره دندان را گرفتند
یکی آفتابه دزدی گشت افشاء
به دست آفتابه داشت آن را گرفتند
یکی خان بود از حیث چپاول
دوتا مستخدم خان را گرفتند
فلان ملا مخالف داشت بسیار
مخالف‌های ایشان را گرفتند
بده مژده به دزدان خزانه
که شاکی‌های آنان را گرفتند
چو شد در آستان قدس دزدی
گداهای خراسان را گرفتند
به جرم اختلاس شرکت نفت
برادرهای دربان را گرفتند
نمیخواهند چون خر را بگیرند
محبت کرده پالان را گرفتند
غذا را آشپز چون شور میکرد
سر سفره نمکدان را گرفتند
چو آمد سقف مهمانخانه پائین
به حکم شرع مهمان را گرفتند
به قم از روی توضیح‌المسائل
همه اغلاط قرآن را گرفتند
به جرم ارتداد از دین اسلام
دوباره شیخ صنعان را گرفتند
به این گله دوتا گرگ خودی زد
خدائی شد که چوپان را گرفتند
به ما درد و مرض دادند بسیار
دلیلش اینکه درمان راگرفتند
مقام رهبری هم شعر میگفت
ز دستش بند تنبان را گرفتند
همه این‌ها جهنم، این خلایق
ز مردم دین و ایمان را گرفتند

SA26-08-10

Lieber Beleuchter,

ich habe verstanden, was Sie meinten.

Meine Aussage bezog sich darauf, dass man nicht eine Sache verfluchen sollte, nur weil sie missbrauchbar ist, da alles in seinem Irdischen Dasein Unvollkommenheiten hat.

Ich habe verstanden, dass Sie den Missbrauch verfluchen und nicht die Sache an sich.

Redaktion26-08-10

@Beleuchter

"unterstellen aus ihrem Vorurteil heraus bestimmte Positionen den Gesprächspartnern" wurde in Ihrem vorletzten Beitrag mit Kennzeichnung und Editierung definiert.

Homayoun H.26-08-10

Sehr geehrter Beleuchter,

ich versuche ja mich mit Ihnen themenspezifisch zu unterhalten, aber Sie verwandeln (vielleicht
sogar unbewusst, in dem Sie etwas emotional reagieren) jedes Thema in einen allgemeinen
Rundumschlag.

Bitte sehen Sie es mir nach wenn ich jetzt einfach abschließend sage:
Sie haben mich mit ihren Argumenten vollends überzeugt und ich gebe auf.

Mit freundlichen Grüßen,


Homayoun

Shahin01-09-10

Nun leider kommt wieder mal diese Arroganz von Obama der will nicht mal Dr. Ahmadinejads Angebot annehmen vor tv live aufzutreten was für ein Politiker traurig...
Der Beweis das Menschen ihm mögen ist auf der Fotos Seite voiting ahmadinejad zu sehen....

Mfg

Arni02-09-10

Du meinst Focus voiting statsshefs!

Jakob08-02-13

Was soll die Wortklauberei? Bei der persischen Misere gilt das alte Sprichwort: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht. Was ihre Atompolitik angeht, so steht fest, dass die religiösen Machthaber die Bombe unbedingt wollen. Aber sie stehen auf verlorenem Posten, auch wenn ihnen ihre Religion Lügen und Täuschen ausdrücklich erlaubt.

Exaktheit11-02-13

@Jakob

Gerade der religiöse Machthaber in Iran hat eine Fatwa ausgestellt, wonach Massenvernichtungswaffen verboten sind.

Ferner ist im Schiitentum das Lügen verboten.






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