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Britische Botschaft verweigert Visa für iranische Theatergruppe


Iran, Reisepass

Ein iranischer Reisepass oder eine Warnung vor Terroristen? Iranische Staatsbürger müssen sich oft größere Sicherheitskontrollen im westlichen Ausland über sich ergehen lassen.

Teheran, 2. Juli (MNA/ISNA/Irananders) – Die britische Botschaft in Teheran verweigerte die Ausstellung von Visen an eine iranische Theatergruppe, die am Festival Contacting the World (CTW) in Manchester teilnehmen sollte.

„Die britische Botschaft kooperierte nicht mit uns und weigerte sich, Visen für unsere Reise auszustellen. Sie haben nicht nur uns beleidigt, sondern auch ihr eigenes Festival, das zu den authentischsten Veranstaltungen der Welt gehört, “ sagte Ali Akbar Alizadeh, der Leiter der Theatergruppe.

Er fügte hinzu, dass alle ihre Dokumente in Ordnung wären, es jedoch aus Sicht der Botschaft keine Garantie geben würde, dass alle Teilnehmer der Gruppe auch wieder zurück in den Iran reisen würden. Die Botschaft hätte sich sogar über die Einladung aus Großbritannien beschwert, so Alizadeh.

Tatsächlich kommt es immer wieder vor, dass im Zuge von Festivals oder Sportereignissen iranische Teilnehmer im Ausland politisches Asyl beantragen. Hintergrund ist, dass Schleußerbanden phantastische Versprechen über das wirtschaftliche Leben im westlichen Ausland machen und dies in Teilen der iranischen Gesellschaft großen Anklang findet.

Das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration verfügt über keine Erhebungen, wie viele iranische Asylanten inzwischen die doppelte Staatsbürgerschaft haben und immer wieder in den Iran einreisen und wieder problemlos ausreisen. Denn die iranischen Konsulate im Ausland stellen seit mehr als einem Jahrzehnt den iranischen Reisepass und Personalausweis (Standesregisterausweis) für die iranischen Asylanten aus. Nach anonymen Quellen, die Irananders vorliegen, ist die Zahl der in den Iran reisenden Asylanten und die Wiedereinbürgerung iranischer Asylanten extrem hoch. Die Angaben basieren jedoch nicht auf einer statistischen Erhebung.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass sicherlich eine Reihe von echten und berechtigten Asylfällen existieren. Problematisch ist es aber, dass Asylberichte allgemein Eingang in diversen Menschrechtsberichten finden, also auch von diejenigen die später ihre iranische Staatsbügrerschaft wieder erhalten und problemos in den Iran ein- und ausreisen.


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