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Eine kritische Betrachtung auf die Dokumentation "The Green Wave"


The Green Wave

Im Ausland läuft der Film unter den Namen "The Green Waves".

Arte strahlte am vergangenen Dienstag einen Themenabend über Iran aus. Die erste Sendung war ein Dokumentationsfilm des ausgezeichneten iranischen Regisseurs Ali Samadi Ahadi. Sie trug den Namen "The Green Wave", was auf Deutsch "Die Grüne Welle" heißt. Zuvor firmierte der Film unter den Namen "Iran: Elections 2009“.

Der Film beruft sich weitgehend auf die vielen Irrtümern über den Iran, die schon mit der Anmoderation des ARTE-Moderators Thomas Kausch begannen. Dieser behauptete, dass der momentane Eindruck über den Iran täusche und noch längst keine Ruhe eingekehrt sei. Er versuchte dies dadurch zu untermauern, dass zum Jahrestag der Wahlen 600 Menschen festgenommen wurden und wieder in vielen Städten Irans demonstriert wurde. Er beruft sich dabei ausschließlich auf die parteiischen Zahlen der Exil-Opposition. Parteiisch sind aber sicherlich auch die Verlautbarungen aus Teheran, die die Zahl mit 91 angaben. Letztere scheinen aber doch näher an der Wahrheit zu liegen, denn schließlich sagte die inner-iranische Opposition, die über weitaus mehr Rückhalt bei den Menschen im Iran verfügt als die Exil-Opposition, alle geplante Demonstrationen ab. Denn zuvor hat der Teheraner Governeur alle Demonstrationen verboten. Die Opposition hat damit aus iranischer Sicht etwas an Reputation gewonnen und sich integrationswillig und kompromissbereit gezeigt. Sie hat sich damit zum ersten Mal vom Kräftemessen und dem Versuch der Herbeiführung einer Entscheidung auf der Straße verabschiedet, zumal am 1. Mai niemand ihrem Demonstrationsaufruf folgte.

Im Allgemeinen wiederholt Thomas Kausch (und die Dokumentation) eigentlich nur das, was bereits allseits bekannt ist und als Konsens in der Berichterstattung gelten kann, wie z.B. auch seine Begründung über die angebliche Instabilität des Iran aufgrund der angeblich dramatischen Situation der iranischen Wirtschaft. Fakt aber ist, dass nach den Zahlen internationaler Institute die Wirtschaftsbilanz der Ahmadinejad-Regierung in den wesentlichen Eckdaten besser ist als die der Vorgängerregierungen. Der ARTE-Moderator leitete die Dokumenation Samadis mit den Worten „hier sehen sie was wirklich geschah und passiert ist“ ein, erwähnte aber zugleich, dass die Quellen der Dokumentation Twitter, Youtube und Facebook seien. Ein grober methodischer Fehler, wie man heute weiß.

Der Film beginnt mit der Beleuchtung der Kulisse vor den Wahlen. Eine Dokumentation der iranischen Propagandasendung Press TV anlässlich des Jahrestages der iranischen Präsidentschaftswahlen, ist bedauerlicherweise um ein Vielfaches objektiver gewesen als der Beitrag des Demokraten Ali Samadi Ahadi. Dort kamen im Gegensatz zu Samadis Film alle Anhänger der Kandidaten zu Wort. Samadis Film basiert dagegen vom Anfang bis zum Schluss ausschließlich auf den Darstellungen der „Grünen Bewegung“. Man stelle sich vor, dass im Iran ein Islamist einen Film über Deutschland dreht und nur Mitglieder und Anhänger einer einzigen Partei (wie z.B. Die Linke) zu Wort kommen lässt.

Insgesamt bringt die Dokumentation nichts Neues ans Tageslicht, vieles davon wurde bereits bei Irananders aufgearbeitet, insbesondere die veralteten und im Iran nicht mehr ernst genommenen Wahlfälschungsvorwürfe. Deshalb wird an dieser Stelle darauf verzichtet, nochmals im Einzelnen darauf einzugehen. Es wird im Folgenden stichwortartig auf einige neue Details eingegangen und manches wird vertieft:

- Die Demonstrationsfreiheit ist in der Tat ein hohes Gut. Die Demonstrationen der „Grünen Bewegung“ richteten sich aber gegen die demokratische Mehrheitsentscheidung des Volkes, welche gegenüber allen anderen Rechten Vorrang genießt. Das heißt, je nach dem wie man zu den Authentizität der Wahlen steht, entstehen auch unterschiedliche Einordnungen und Kategorisierungen. Das bedeutet, wenn man im Westen von der Richtigkeit der Wahlen ausging, hätte man Mousavi und Karoubi zwingend Verantwortungslosigkeit vorgeworfen. Die Dokumentation von Samadi beginnt daher methodisch mit den Fälschungsvorwürfen richtig, geht jedoch dann völlig in die Irre, da sie tatsächlich von der Wahlfälschung ausgeht.

- Ausländische Journalisten wurden nicht aus dem Lande ausgewiesen, sondern es wurden lediglich ihre Visa nicht verlängert. Das betraf nur die Journalisten, die anlässlich der Wahlen angereist waren und für diesen Zweck ohnehin auch nur eine kurze Aufenthaltsgenehmigung beantragt hatten. Die Journalisten, die ohnehin ein Büro in Teheran haben und daher in Besitz eines längeren Visums sind, konnten folglich bleiben. Ohnedies stellte sich die Frage der Verlängerung der Visa erst während der Unruhen - und nicht wie angegeben am Wahlabend. Dasselbe verhält es sich mit den Verhaftungen.

- Richtig ist, dass ausländische Journalisten nicht mehr frei berichten durften. Ein Fehler, den inzwischen Teile der iranischen Sicherheitskräfte einräumen. Denn durch die Behinderung der ausländischen Journalisten öffnete man den Gerüchten im Internet Tür und Tor. Das Internet war quasi die einzige Informationsquelle neben den Aussagen der Exil-Iranern und den Reformern in den westlichen Medien.

- Nach den Zahlen des CIA World Factbook sank die Zahl der unter der Armutsgrenze lebenden Menschen während der Amtszeit Ahmadinejads von 53 % auf 18 %. Hintergrund sind die auf das doppelte gestiegenen Öl-Einnahmen Irans.

- Paradoxerweise ist die Meinungs- und Pressefreiheit, was die erlaubte Kritik an der Regierung (nicht an der Verfassung!) betrifft, während der Amtszeit Ahmadinejads gewachsen. Allein die Tatsache, dass sich der Präsident in drei Fernsehduellen verantworten musste, war eine Premiere, der sich Khatami nie unterziehen musste. Während des Wahlkampfes riefen Demonstranten auf der Straße ungestraft Parolen gegen den amtierenden Präsidenten und stellten ihn in Karikaturen als Lügner dar. Schon zuvor war die Hemmschwelle für Kritik rapide gesunken. Hintergrund dafür ist, dass die Iraner in der Kritik gegenüber seiner Person freier waren, da er als Nicht-Mullah nicht in dem Maße Respekt genießen muss, wie es bei Gelehrten der Fall ist und auch mitunter freiwillig praktiziert wird.

- Das Geschehen des Filmes konzentriert sich ausschließlich auf Teheran. Dort hat Mussawi auch nach offiziellen Angaben gewonnen.

- Ein ungekannter Blogger durfte in Samadis Film in mehreren Sequenzen seine Perspektive schildern. In einer Szene sagt er explizit, dass er keinen einzigen Ahmadinejad-Wähler gesehen hat. Damit diskreditierte er sich und macht somit alle seine anderen Statements zweifelhaft, denn sogar die Umfrage von Oppositionsführer Mehdi Karoubi ermittelte Ahmadinejad als den Sieger der Wahlen. Weiterhin sagt er in einer anderen Szene, dass der Parlamentspräsident, Dr. Ali Laridschani, Mir Hossein Mussawi am Mittag schon zu seinem Sieg gratuliert hätte. Am Mittag hatte jedoch noch nicht einmal die Auszählung begonnen. Der Blogger diskreditiert sich weiter, indem er sagt, dass Mussawi erst Wochen nach den Wahlen Verstöße gegen das Wahlgesetz sammeln konnte. Der Wächterrat hatte jedoch die First zur Annahme von Reklamationen verlängert - in Anbetracht dessen, dass Mussawi keine Beweise vorlegen konnte. Ein Nachweis über die Fälschung von 11 Millionen Stimmen dürfte ohnehin nicht Wochen dauern.

- Der Film suggeriert in der Darstellung der Kulisse vor den Wahlen, dass alle Iraner für die Opposition wären. Er suggeriert sogar, dass die hohe Wahlbeteiligung nur deshalb entstand, weil viele für Mussawi stimmen wollten. Der entscheidende Moment des iranischen Wahlkampfes, die Fernsehduelle, kommen in der gesamten Dokumentation nicht vor.

- Die Zahlen, die man neben den Namen des Kandidaten auf den Stimmzettel eintragen sollte, war eine Schutzmaßnahme vor Fälschungsversuchen. Wie man allerdings darin ein Versuch der Manipulation erkennen kann, ist schleierhaft.

- Sämtliche Fälschungsvorwürfe wurden bereits in Irananders behandelt. Der Film beginnt daher plausibel, wenn er das thematisiert, denn die Existenzberechtigung der „Grünen Bewegung“ legitimiert sich quasi aus diesem Vorwurf heraus. Der Film hätte sich jedoch viel mehr auf die Reklamationsbriefe Mussawis, Karoubis und Rezaei stützen sollen, denn diese mussten mit Fakten belegt werden und nicht mit Twitter & Co.

- Einer der Interviewpartnerpartner erkennt in einer Ausstrahlung eines zweistündigen Tierfilms im 1. Kanal des staatlichen Fernsehens einen Hinweis auf Fälschungsversuche. Wie dies miteinander zusammenhängen soll, ist sehr unplausibel. Nichtsdestoweniger wurden sonst in allen anderen staatlichen Fernsehsendungen, besonders im Nachrichtenkanal IRINN, die langen Wahlschlangen vor den Wahllokalen propagandistisch ausgeschlachtet. Denn wie bei jeder Wahl unterstreichen das Regime und das Staatsfernsehen die Wahlbeteiligung als Legitimation ihrer Herrschaft.

- Bei der gezeigten Twitter-Meldung vom Wahltag (um 11:39 Uhr) handelt es sich um eine Finte, denn eine solche Meldung ist auf Mussawis Twitteraccount nicht zu lesen. Der Twittermeldung zufolge hatte Mussawi keine Kontakte mehr zu den Menschen. Später jedoch sagte Mussawi auf einer von ihm einberufenen Pressekonferenz, dass er gemäß den Angaben seiner Wahlbeobachter der haushohe Wahlsieger sei. Außerdem stellt sich die Frage, weshalb der Wächterrat Mussawi überhaupt zur Wahl zugelassen hat, wenn er sein Sieg um jeden Preis verhindern wollte. Eine Fälschung der Wahlbeteiligung ist wesentlich einfacher und hätte viel mehr Ärger erspart als zwei Kandidaten zu zulassen, in eine Zeit wo es noch keinerlei Wahleuphorie gab, diese aber dann durch TV-Debatten herzustellen und dann anschließend 11 Millionen Stimmen zu fälschen.

- Der Reformer Mohsen Kadivar (ein Schüler Ayatollah Montazeris) widerspricht sich mit seiner Aussage über den Verstoß gegen das Wahlgesetz (Takhalof) und der Fälschung (Taghalob) der Stimmzettel. Beides schließt sich aus. Denn wenn ein Verstoß gegen das Wahlgesetz (Takhalaof) vorliegt, wie z.B. die Veruntreuung von Staatsgeldern für den Wahlkampf, dann heißt es, dass wirklich die Mehrheit für Ahmadinejad gestimmt hat, und eine Fälschung (Taghalob) der Stimmzettel erübrigt sich. Und wenn die Fälschung zutreffen würde - weshalb sollte man im Voraus illegal (Takhalof) Geldmittel für den Wahlkampf ausgeben? Wie auch immer: der Film zeigt nicht, wo die zwei ehemaligen Minister, die Kadivar zitiert, Verstöße und Fälschungen wahrgenommen haben. Hier muss erwähnt werden, dass der Vertreter Mussawis im Innenministerium, der die Wahlen ausgeführt hat, Fälschungen ausgeschlossen hat. Mohsen Kadivar befindet sich nun mehr als ein Jahr im Exil und es scheint, dass er immer mehr (wie viele andere Exilanten) den Kontakt zur Realität verloren hat. Daher sind auch die Aussagen Shirin Ebadis nicht überraschend, wenn sie die altbekannte und zigfach widerlegte Aussage von sich gibt, dass die Wahlbeteiligung in über 50 Städten bei mehr als 100 % lag. Eines kann man jedoch Mohsen Kadivar zugute halten:  er sagt in einem Satz, dass es 30 Tote gegeben hat und 150 im Gefängnis sitzen. Andere Zahlen, insbesondere die veralteten Zahlen der westlichen Medien liegen weitaus höher.

- Die Doku reduziert die Ursachen für die nicht mehr stattfindenden Demonstrationen allein auf die Gewaltausübung des Regimes. Alle anderen Aspekte bleiben unerwähnt, insbesondere die deeskalierende Politik des Staatsoberhauptes Khamenei. Seine Freitagspredigt wird insofern auf eine einzige Aussage reduziert und sein persönliches Zusammentreffen mit Mussawi und den Vertretern aller Kandidaten zuvor bleibt unberücksichtigt. In der Dokumentation heißt es, dass die Zahl der Demonstranten nach dem Freitagsgebet wuchs – in der Realität sank sie jedoch rapide.

- Das emotionalen Wehklagen einer unbekannten Frau auf den Dächern Teherans wurde in Youtube mit der Datierung vom 13. Juni 2010 eingestellt.

- In einer Szene heißt es, dass die Stadt zu einer einzigen Militärzone wurde. Das zeigt die Schwäche der „Grünen Bewegung“. Sie hatte sich hauptsächlich auf eine Stadt konzentriert und sie war nie eine landesweite Bewegung in allen Gesellschaftsschichten. Sogar im sunnitischen Sistan-Baluchistan blieb es ruhig (dort hat Mussawi sogar gewonnen).

- In einer anderen Szene heißt es sehr propagandistisch: „Sie (Anm. d. Red.: Die Sicherheitskräfte) kamen, um zu töten“. Die höchste Zahl wird mit 140 Toten angegeben und die Geringste mit 30 Toten. Bei gezielten Tötungen müsste die Opferzahl weitaus höher liegen. Gott sein Dank ist diese Aussage nicht richtig.

- Die iranische Sicherheitskräfte hatten keine Erfahrungen im Umgang mit Massenprotesten gehabt. Obwohl es keinen Schießbefehl gab sind viele Menschen gestorben (darunter übrigens auch Angehörige der Sicherheitsorgane). Die Polizei war kaum ausgebildet für solche Proteste, am Anfang wurde nicht einmal Tränengas benutzt (so benutzt man in Deutschland Wasserwerfer). Alle deeskalierende Maßnahmen zur Zerschlagung von Demonstrationen (bis auf Wasserwerfer) kamen im Iran später zum Einsatz. Es wurden Übungen und Manöver abgehalten, wie man Demonstrationen „defensiv“ auflösen kann – mit möglichst niedrigen Sach- und Personenschäden. Das Regime war keineswegs an der Schaffung weiterer Märtyrer interessiert. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Polizei die Hauptarbeit übernahm, und die Basij nur anfangs mit eingesetzt wurden, da sie sich nicht als diszipliniert erwiesen haben (sie sind eine Bürgerwehr).

- Die Menschen wurden willkürlich ins Gefängnis Kahrizak gesteckt und nicht nach einem bestimmten Muster. Ali Samadi verschweigt komplett, dass das Gefängnis auf persönliche Anordnung Khameneis hin geschlossen wurde und die Gefängniswärter in Haft sitzen. Eine parlamentarische Kommission mit Reformern und Konservativen hat Folter und Mord bestätigt, jedoch keine Vergewaltigungen. Das wäre auch paradox. Einerseits foltern und töten die „fundamentalistischen Wärter“ Menschen im Gefängnis - da es angeblich islamisch sei und Gott dies angeblich von ihnen verlange - und andererseits vergewaltigen sie sie unislamisch (Homosexualität ist im Islam verboten).

- Ein Basij ruft seine Cousine an, trifft sich mit ihr und schüttet ihr sein Herz aus. Ansonsten haben sie – so der Film explizit – keinerlei Kontakte gehabt. Wenn sie sonst keinerlei Kontakt haben, weshalb schüttet ein Basij ausgerechnet ihr sein Herz aus? Darüber hinaus trifft sich ein Basij aus religiösen Gründen nicht alleine mit einer Frau. Ein sehr dubioser Abschnitt in der Doku von Ali Samadi.

Fazit: Es wird kein einziger Versuch einer Differenzierung unternommen. Am Ende wird sogar unterschlagen, dass das Gefängnis Kahrizak von Staatsoberhaupt Khamenei geschlossen wurde und die Gefängniswärter in Haft sitzen. Das Ende der Dokumentation ist umso dramatischer. Es ruft – vielleicht sogar ohne es zu wollen oder zu wissen – zu vermehrten Sanktionen gegen den Iran auf: nicht wegen dem Atomkonflikt, sondern wegen den anhaltenden Menschenrechtsverletzungen. Das diese im Iran begangen werden, ist zweifellos ein Missstand. Es ist jedoch ein großer Fehler, die Lösung in Sanktionen zu sehen, vielmehr verstärkt dies nur repressive Tendenzen.

Als in den tausende Kilometer entfernten USA Terroranschläge auf die Zwillingstürme von New York begangen wurden, gab es in der Bundesrepublik Deutschland - neben den Einschränkungen der Bürgerrechte - ernsthafte Diskussionen über die Einführung der Folter! Was würde Deutschland tun, wenn es - wie der Iran – eine gemeinsame Grenze mit den Taliban hätte?

Im Allgemeinen öffnet und schließt sich das politische Klima eines Landes nach der jeweiligen Bedrohungssituation. Fast alle Nachbarn Irans sind destabilisiert. Zudem hat der Iran keine Sicherheitsgarantien der USA - ganz im Gegenteil sind rund um den Iran US-Truppen stationiert. Sanktionen und ausländische Interventionen vergiften überdies die politische Kultur. Wenn es im Iran in ausreichendem Maße zivilgesellschaftliche Prozesse gibt, dann sind Sanktionen die Schlechteste aller Lösungen.


Markus26-06-10

Sie können noch unzählige Berichte über die ach so gute Staatsordnung im Iran schreiben und doch werden sie in unserem System kein Gehör finden. Denn in unserem Land wird man nicht ohne Anwalt vor Gericht gestellt und in Massen abgeurteilt. In unserem Land werden nicht Menschen auf der Strasse erschossen nur weil sie anderer Meinung sind.Ob es nun 30 Tote waren oder 70 macht für Menschen in einem frei Land keinen Unterschied. In unserem Land werden nicht Journalisten und Blogger zu drakonischen, mittelalterlichen Strafen (z.B. Peitschenhiebe) verurteilt. In unserem Land werden nicht die Menschen nach Demonstrationen bis in die Krankenhäuser verfolgt, geschlagen und verhaftet. In unserem Land werden Menschen nicht vom System gezwungen, sie werden verführt. Wenn Sie so frei sind wie Sie glauben, warum hat keiner von Ihnen den Mut einen Artikel aus Sicht der Grünen Bewegung zu veröffentlichen oder Kritik am geistlichen Oberhaupt zu üben? Iran ist ein wundervolles Land mit wundervollen Menschen. Fakt ist, dass Iran ein Land der Freigeister ist, die sich nun Repressionen und Zensur unterwerfen müssen. Sicher werden sie meinen Kommentar nicht veröffentlichen, wahrscheinlich weil Sie nicht selbstständig solche Entscheidungen treffen dürfen, aber das ist auch nicht notwendig. Sie sollen nur erfahren, dass die Menschen in unserem Land gegenüber jeglicher Propaganda kritisch sind und deshalb nicht Ihre Meinung teilen. Trotzdem wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Freude bei der Veröfflichung Ihrer Meinung in unserem freiem Land. Viele Grüße aus Deutschland

Steffen26-06-10

An Markus: Bildung fängt mit Lesen statt:
"Es ruft – vielleicht sogar ohne es zu wollen oder zu wissen – zu vermehrten Sanktionen gegen den Iran auf: nicht wegen dem Atomkonflikt, sondern wegen den anhaltenden Menschenrechtsverletzungen. Das diese im Iran begangen werden, ist zweifellos ein Missstand. Es ist jedoch ein großer Fehler, die Lösung in Sanktionen zu sehen, vielmehr verstärkt dies nur repressive Tendenzen."

Markus27-06-10

An Steffen: Ich stimme Ihnen zu. Sanktionen werden die Menschen im Iran nicht vor der eigenen Regierung schützen können. Vielmehr werden sie den armen Bevölkerungsschichten schaden die sich dann nicht mehr die erhöhten Preise auf dem Markt leisten können. Und die (oder der) Machthaber werden zu mehr Gewalt greifen um Ihre privilegierte Position vor der dann stärker aufbegehrende Masse zu verteidigen. Leider haben die Menschen im Iran sich nie von der Herrschaft bzw. Vormundschaft einer Person getrennt. Heute wie damals werden sie fremdbestimmt. Früher war es ein König von Gottes Gnaden ( auch wenn man in der jüngsten Geschichte eher von Amerikas Gnaden sprechen muss) der über ihr Schicksal entschieden hat. Heute ist es ein Geistliches Oberhaupt, ebenfalls von Gott bestimmt, welches die Geschicke des Landes nach eigenen Ermessen bestimmt. Da dieser, wie zuvor der König, weder wiedergewählt werden muss, noch jemand anderen Rechenschaft ablegen muss, herrscht dieser nur in Erster Linie auf Basis der eigenen Interessen. Das ist an sich kein Problem solange sich der Wille des Volkes mit den Interessen des Herrschenden decken. Schwierig wird es wenn sich diese trennen. Im Iran wird von freien Wahlen gesprochen, doch nicht Meinungskonforme Kandidaten werden ausgesiebt und nicht einmal zu Wahl gestellt. Die die anschließend an die Macht kommen, können das System nicht reformieren , ohne die Machtposition des Oberhauptes zu schwächen und das weiß dieser wie jeder andere allein Herrscher nur zu gut. Denn jede bedeutende Veränderung des Status quo im politischem Machtgefüge hat Auswirkungen auf dessen Herrschaftsanspruch. Hinter der Fassade einer islamischen Demokratie im Iran, die wahrscheinlich das System als etwas ganz neues und fortschrittliches darstellen soll, steckt ein System das im Iran seit tausenden Jahren bereits existiert. Einer sagt wo es lang gehen soll und alle anderen müssen gehorchen. Die einzige Hoffnung die den Menschen im Iran meiner Meinung nach bleibt, um zu Ihrem Recht auf Selbstbestimmung zu gelangen ist eine Reformierung der Verfassung. Die teilweise oder völlige Entmachtung des Obersten Rechtsgelehrten und die Stärkung der demokratischen Züge. Der Posten des Rechtsgelehrten müsste nicht abgeschafft werden , da dieser auch positive Eigenschafften besitzt (in einer ethnisch heterogenen Bevölkerung, kann die Bezugnahme auf eine verbindende mehrheitlich schiitische Religion durchaus das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken und separatistische Bewegungen verhindern. ), aber dieser dürfte nur noch eine repräsentative Rolle spielen. Um nun auf Ihren Hinweis zurückzukommen, ja ich habe vernommen dass hier auch die Menschenrechtsverletzungen als “Missstand“ angesehen werden. Doch hinter der angeblich objektiven und differenzierten Blick auf den Iran wird hier nur einseitig Position bezogen und das ist es lieber Steffen das mich zu dem vorigen Kommentar bewogen hat.

Augustus27-06-10

Hand auf's Herz. Der Film von Press TV ist besser als Iran Election 2009. Der scheint mir mit den letzten Abschnitt klar eine politische Botschaft überbringen zu wollen.

Steffen27-06-10

An Markus: Ich habe nicht die Kompetenz in der Innenpolitik Irans, um mich darüber zu äußern. Finde es jedoch gut, dass es so Seiten wie Irananders gibt, die auch mal andere Nuancen einbringen. Wer nun dahinter steckt, kann ich auch nicht beurteilen, wahrscheinlich "gemäßigte Konservative" oder "gemäßigte Reformer". Wer weiß das schon.

Rolf27-06-10

@Markus
Der oberste Rechtsgelehrter wird von der Expertenversammlung beaufsichtigt. Die Versammlung wird alle 8 Jahre vom Volk gewählt. Da drin sitzen aber nur Mullahs. Wieso es aber anders sein soll für ein schiitisches Land und wieso alle Länder der Welt, vor allem aber unsere Gegner, sich nach uns zu richten haben unabhängig von ihrer Kultur, Überzeugung und Weltanschauung bleibt mir bis heute ein Rätsel.
Wer hinter Irananders steckt ist zweitrangig, erstrangig ist, was sie schreiben.

Markus27-06-10

Das der oberste Rechtsgelehrte von einem Expertenrat beaufsichtigt wird ist richtig. Nennen Sie jedoch einen einzigen Fall wo dieser Expertenrat Kritik am obersten Rechtsgelehrten geübt hat oder gar gegen eine Entscheidung vorgegangen ist? Wie viele andere staatliche Organe im Iran dient auch dieser nur der demokratischen Fassade und ist ohne wirkliche Machtbefugnisse. Es ist ein Widerspruch in sich das Iran eine Demokratie (Die Herrschafft durch das Volk) sein soll, aber der oberste Rechtsgelehrte statt der Bevölkerung das letzte Wort in allen Angelegenheiten hat.

Rolf27-06-10

@Markus
Die Sitzungen sind nicht öffentlich. Das heißt, was genau dort besprochen wird erfährt die Öffentlichkeit nicht. Der Vorsitzender der Versammlung ist übrigens Rafsanjani, jemand der der Opposition nahe steht.
In Wirklichkeit gibt es in jeder Herrschaftsform, auch in den westlichen Demokratien, den Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit. In Europa werden oft Entscheidungen gegen den Willen des Volkes getroffen, manchmal wird man dann abgestraft und wird nicht mehr wiedergewählt, manchmal sieht das Volk es auch nicht als gravierend an oder vergisst es und wählt die Partei wieder. Das letzte Wort hat in jeder Herrschaftsform der Herrschende, deshalb herrscht er auch. Aber in keiner Herrschaftsform kann man ein absolut unpopuläre Entscheidung treffen, wenn es Wahlen gibt, auch nicht im Iran mit seinen "begrenzten" Wahlmöglichkeiten.

Rolf27-06-10

Nachtrag: Denn letztlich braucht die Herrschaft im Iran auch hohe Wahlbeteiligungen für ihre Legitimation.

Abu Bakr27-06-10

Das spricht ja dann für seine gute Amtsgeschäfte. :-)

Palästinenser28-06-10

Ich werde nicht das Gefühl los, dass die Regierung die Leute so unter Druck setzt, weil er angst hat, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

Augustus28-06-10

Man sollte den Glauben in der Moschee belassen. Welche Wahrheit soll ans Licht, wenn schon die Opposition gelogen hat? Siehe Fall der jungen Frau Saedeh. Angeblich vergewaltigt, Leiche zerstückelt und dann begraben. Musawi nimmt an ihrer Trauerfeier teil. Problem aber: sie war gar nicht Tot, sondern ist zum 4. mal ausgerissen.

Der Wächterrat hat die Frist verlängert und Musawi konnte offensichtlich keine Beweise bringen, obwohl er von allen Kandidaten die meisten Wahlbeobachter hatte. Hier: http://iran2009presidentialelection.blogspot.com/

Das Argument von Irananders ist hinreichend: "Außerdem stellt sich die Frage, weshalb der Wächterrat Mussawi überhaupt zur Wahl zugelassen hat, wenn er sein Sieg um jeden Preis verhindern wollte. Eine Fälschung der Wahlbeteiligung ist wesentlich einfacher und hätte viel mehr Ärger erspart als zwei Kandidaten zu zulassen, in eine Zeit wo es noch keinerlei Wahleuphorie gab, diese aber dann durch TV-Debatten herzustellen und dann anschließend 11 Millionen Stimmen zu fälschen."

Palästinenser28-06-10

Wenn dem so ist, wieso lassen die Mousavi und Karrubi ins Fernsehen und ihre Meinung sagen.
Und ich verstehe eines nicht. Wenn Ahmadinjead so viele Anhänger hat, warum sieht man nix von denen?
Es gibt nie eine Demo für Ahmadinjead von normalen Leuten.
Wenn sowieso die ganzen Iraner für ihn sind, dann soll er doch alles freil lassen. Wer für ihn ist soll seine Meinung sagen, von mir aus für ihn demonstrieren. Und die Gegenseite auch so.
Und noch was als ein Aussenstehender. Wie kann ein islamischer Führer wie Khamenei seine eigenen Landsleute töten lassen und mit Tod bedrohen, wenn Sie gegen ihn sind.

Das ist gegen Islam. Es ist gegen unsere Religion. Ein wahrer Moslem verbreitet Liebe und keine Folter und Mord.

Es gibt einfach viel zu viele Beweise für die Verbrechen die in Iran geschehen. Ich habe selbst ein Video gesehen wie ein Polizist eine verschleierte Frau ins Ohnmacht geschlagen hat. Kein Moslem kann sowas gut finden.

SA28-06-10

Viele Reformer wurden zu Fernsehduellen eingeladen, einige haben sogar abgesagt, andere haben teilgenommen. Ob Mousavi und Karoubi eingeladen wurden weiß ich nicht, glaube ich auch nicht. Reformer und Konservativen sind sich nämlich jetzt quasi einig, dass ein neues Aufflammen zu verhindern gilt. Denn letztlich wurde die Grüne Bewegung von der Exil-Opposition gekidnappt und hat die nationalen Interessen Irans stark ramponiert. Übrigens werden seit 3 Monaten an der Uni Teheran freie Debatten von Pro-Reformer und Pro-Konservativen auf Initiative Khameneis geführt. Das ist auch ein Bild von Iran. Dass Khamenei jemals andere mit dem Tod gedroht hat ist mir nicht bekannt und fremd. Er verhinderte im Gegenteil sogar dass gegnerische Mitglieder aus der Expertenversammlung verbannt werden.

Einfach mal in Google suchen wie viel Menschen bei den Provinzreisen Ahmadinejads kommen, es sind nicht weniger. Alle amerikanischen Umfragen vor und nach den Wahlen ermitteln Ahmadinejad als Sieger der Wahlen. Dennoch gibt es sicherlich viele die gegen ihn sind.

Wenn es so war, ist es auch nach iranischen Gesetzen verboten, egal ob bekleidet oder unbekleidet. Ich kenne aber den Kontext und das Video auch nicht. Den Iran mangelt es aber allgemein mehr an Rechtsstaatlichkeit als Demokratie. Etwas aber was man im Westen nicht zu begreifen gilt, weil man von seinen eigenen selbstverständlichen Voraussetzungen geht.

Markus28-06-10

Die Wahl wurde nicht Manipuliert, weil der Wächterrat es so wollte, sondern weil der oberste Führer sich vor der Wahl auf eine Seite geschlagen hat und seinen bevorzugten Kandidaten (Ahmadinejad) verkündet hat. Und jeder weiß, dass wenn der oberste Rechtsgelehrte im Iran etwas sagt, dann muss es auch so kommen, egal was die Stimmzettel sagen. Aus diesem Grund wurde meiner Meinung nach manipuliert. Um die Legitimation des obersten Rechtsgelehrten zu schützen. Was wäre passiert wenn nach der parteiischen Stellungnahme des obersten Rechtsgelehrten doch Mussavi gewonnen hätte? Was hätte das über den obersten Rechtsgelehrten ausgesagt? In einer kritischen Zeit für das iranische System wollte man (vielleicht sehr leichtfertig) stärke demonstrieren, in dem man die Legitimation für das System zur Schau stellt. Dieser Schuss ist nach hinten los gegangen.

SA28-06-10

Der Wächterrat hat die Oberaufsicht auf die Wahlen und lässt die Kandidaten zu. Wenn Khamenei es so wollte, konnte der Wächterrat Mousavi ablehnen.

Außerdem hat Khamenei nie dazu aufgerufen Ahmadinejad zu wählen noch hat er jemals gesagt, dass Ahmadinejad sein Wunschkandidat wäre. Im Gegenteil kritisierte er Ahmadinejad öffentlich während des Wahlkampfes als dieser die Familie Rafsanjani angriff. Iran ist keine liberale Demokratie noch eine totalitäre Diktatur, wo der Staatsoberhaupt alles walten und schalten kann und tut. Bei den Wahlen 1997 hat das Büro Khameneis tatsächlich Nateqh-Nouri zum Wählen empfohlen, aber Khatami gewann, und gefälscht hat man nicht. Und die islamische Republik existiert seit dem immer noch.

Interessanter Kommentar (unten in Kommentar Bereich) aus dem Iran und natürlich die PDF-Datei:
http://www.irananders.de/index.php?id=32&tx_ttnews[year]=2010&tx_ttnews[month]=06&tx_ttnews[day]=12&tx_ttnews[tt_news]=181&cHash=9c15ab03ed

Seyed28-06-10

Eine Frage an Markus die zwar mit dem Thema nichts zutun hat aber soll eine Verbindung darstellen zu dem Fakt dass das was der Markus in den Medien zu sehen bekommt einfach FALSCH IST!
Hast du auch zitternd vorm Fernseher gesessen als Rumsfeld im Feb 2003 vor der UN Vollversammlung auf einer Powerpoint Präsentation gezeigt hat wie Sadam in einigen Sekunden die Welt untergehen lassen kann mit seinen Atombomben zu denen er auch über Raketen verfügt mit denen er New York, Rom, Berlin, Paris sofort angreifen könnte? Diese CD-ROM wird grad nochmal aufgelegt! Rumsfeld hat sich bereits dafür im Fernsehen entschuldigt. Hast du es auch? So und diese CD-Rom die schon mal gut funktioniert hat wird wieder aufgelegt! Bitte nicht nochmal reinfallen! Merkel Westerwelle und co sind es bereits!

und jeztt zu diesem Thema: 1954 war iran eine funktionierende Demokratie! Das sag nicht ich sondern die CIA Seite der Amis. Und dann sagen die auf dieser Seite weiter: jawohl wir haben sie gestürzt damit wir den Shah wieder an die macht setzen weil er der rechtmäßig chef über den Iran sein musste! Und dazu sag ich dir noch eins im Jahr 1779 gibt es ein Video vom Shah in dem er sagt ich habe erkannt das dunkle machenschaften die welt regieren und dagegen will ich ankämpfen! Das war sein Untergang. Oder glaubst du wenn der CIA sagt ja wir haben den Shah eingesetzt und jetzt schau mal halt zu wie der stürzt und khomeini in eine Air France Maschine steigt und da runter fliegt um das Land nach islamischem Model ( welches er ja seit vielen vielen Jahren schon immer auf Tonträgern publiziert hatte und weltweit zumindest den politikern bekannt war ) zu regieren! Wer das glaubt und nicht wirklich kritisch darüber nachdenkt der glaubt auch an Sadams Massenvernichtungswaffen!
Sorry kein persönlicher Angriff! Schließlich denken viele Menschen so wie du! Und zum Thema Demonstranten sag ich nur aktuell G-20! Dürfen die nicht demonstireren? Oder ist es in dem Fall okay mit Tränengas und Sdchlagstöcken vorzugehen! Bin für jede sachliche und fundierte kritik offen. Aber bitte nicht sowas wie warum werden da menschen auf der Straße getötet! das ist sinnlos! Täglich verhungern hunderttausende weil du und ich zuviel zum essen haben und die gar nichts! Und Menschenrechte in AMERIKA, CHINA RUSSLAND sind auch nicht besser mein lieber. Einfach mal googeln! Ach ja das sind auch noch ständiger mitglieder des Weltsicherheitsrates! Amerika tut sowas sogar Outsorcen! Guantanamo! Amen

Markus28-06-10

An Seyed: Nein, ich habe nicht zitternd vor dem Fernseher gesessen und ich glaube auch nicht blind jedem der mir etwas erzählt. Ich bin gegen jegliche militärische Intervention in den Iran, genauso wie ich gegen die militärische Intervention im Irak gewesen bin. Ich sehe auch dass die westlichen Medien versuchen Sanktionen und vielleicht eine militärische Intervention bei der westlichen Bevölkerung zu legitimisieren in dem sie Angst schüren vor dem iranischen Atomprogramm mit einem querverweis auf die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen. Ich hoffe dass diese Propaganda auch von mehr Menschen kritisch wahrgenommen wird. Doch ich hoffe auch, dass der Iran sich eines Tages nach innen und außen öffnen wird, um seiner Bevölkerung ein freieres Leben, ohne Repression und Zensur zu ermöglichen. Denn egal wie viele Menschen dort mit dem System einverstanden sind, eine große Masse im Iran, wie auf den Straßen zusehen waren, wünscht sich Veränderungen ob innerhalb des Systems oder durch ein Systemwechsel sollten allein die Iraner entscheiden. Kritik und Diskurs sind notwendig um Fortschritt zu erzielen, diesen Rahmen sollte die islamische Republik für seine ganze Bevölkerung schaffen statt diesen zu unterdrücken und nur vereinzelt und observiert zu zulassen. Ich hoffe Seyed dass auch diese Diskussionen für uns beide Früchte tragen werden. Viele Grüße, Markus

SA06-07-10

Für einen Demokraten muss es sehr gewagt sein, 11 Millionen Stimmen ohne Beweise als getürkt darzustellen. In Wirklichkeit wäre das nämlich die Fälschung, 11 Millionen Stimmen unberücksichtigt und ungezählt zu sein lassen, sie einfach zu verwerfen.

Rolf06-07-10

Demokratie existiert nur da, wo auch ihre Eliten sich an demokratischen Spielregeln halten. Da haben leider ausgerechnet die pro-Demokraten versagt. Ergo, Demokratie kann es nur geben, wenn es Rechtsstaatlichkeit gibt. Letzterer gibt es aber nur, wenn man das Bewusstsein dazu hat. Regierungsform hin oder her, die Mentalität, Kultur und Gesellschaft muss dazu bereit sein. Und es scheint, dass sie noch nicht dazu bereit sind.

Freedom18-12-14

Wann schafft es das iranische Volk sich von diesem Revolutions-Dieben die jetzt das Land regieren, endlich zu erheben?




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