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07.06.2010 Ralf Abbasi

Iran übergibt Kontrolle im Südosten den lokalen Stammesführern


Iran, Jundullah, Rigi

Der Führer der Jundullah Abdolmalek Rigi bei seiner Festnahme. Der Iran rief den Westen in diesem Kontext dazu auf von ihm in der Terrorbekämpfung zu lernen. Rigi wurde bei einer geheimdienstlichen Operation festgenommen.

Teheran, 25. Mai (MNA/Irananders) Nach der erfolgreichen Festnahme des Führers der Gruppe Jundullah Abdolmalek Rigi leitet Iran die nächste Phase für die Befriedung der süd-östlichen Provinz Sistan-Baluchistan ein.

Mohammad Ali Jafari Chef der Revolutionsgarde (Pasdaran) teilte mit, dass eine Befriedung der mehrheitlich sunnitischen Provinz nicht rein militärisch zu erzielen sei. "Zu sprechen über Sicherheit ohne die Armut anzugehen ist wie das Züchten eines toten Pferdes", sagte der oberste General der Revolutionsgarde.

In den 90er übernahm die Pasdaran die Sicherheitshoheit über den Süd-Osten. Von 1995-2008 hatte sie die lokale Polizei. Ab 2008 wieder die Pasdaran. Nun wird sie den Stammesführern übergeben. Der Terroranschlag der Jundullah von Herbst 2009 war gegen diese Zusammenarbeit gerichtet. Bei dem Anschlag kamen hohe Revolutionsgardisten und lokale Stammesführern ums Leben.

Der Iran wirft die USA namentlich und Saudi Arabien indirekt vor die Jundullah zu unterstützen. Berichte wonach die USA die Jundullah und andere anti-iranische Gruppen unterstützt wurden auch in westlichen Medien thematisiert. Der Iran hat deshalb im Rahmen der Atomverhandlungen mit der USA nie die ausgestreckte Hand Obamas gesehen.


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