Übermittlung Ihrer Stimme...
Bewertungen: 6.0 von 6. 7 Stimme(n).

Irans Einfluss ist im Irak gewahrt


Iran, Irak, Aserbaidschan, Turkmenistan, Tadschikistan, Afghanistan

Nowruzfeierlichkeiten bei den geistlichen Oberhaupt Irans Ayatullah Khamenei. Die Staatsoberhäupter aus Afghanistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Irak sowie der Außenminister Aserbaidschans waren zugegen. (Photo: Leader.ir)

Die zwei schiitischen Bündnisse Iraks, die bei den Wahlen vor vier Jahren noch zusammen antraten, haben sich nun in Hinblick auf die diesjährige Wahlergebnisse wieder zusammengeschlossen. Eine Regierung Alawis ist damit ausgeschlossen, wenn auch er sogar von ehemaligen Bündnismitglieder wie Ayad Jamal Al-Din eine gewisse Iran nähe unterstellt wird.

Der Koalitionspartner der Schiiten wird wieder wohl die kurdische Partei vom irakischen Präsidenten Jalal Talabani sein. Er signalisierte bereits seine Bereitschaft. Jalal Talabani hat ausgezeichnete Beziehungen zum Iran. Bei den Nowruz Feierlichkeiten in Teheran sagte er in Richtung des iranischen Staatsoberhauptes Ayatollah Khamenei: "Dein Segen hat Irak befreit." Hakims Partei war während des Exils Jahrzehntelang im Iran. Der ehemalige Chef der iranischen Judikative Ayatollah Shahroudi, nun in Wächterrat, war sogar Zeitlang der Führer der Partei. Und was Sadr angeht, weilt er seit mehreren Jahren in dem schiitischen theologischen Zentrum in Qom.

Nun, da Irans Einfluss im Irak ungebrochen gewahrt bleibt, stellt sich die Frage in wie fern Sanktionen eine Regionalmacht etwas anhaben können.

Die USA hat Mitte des 20. Jahrhunderts 25 Jahre lang China vergebens versucht einzudämmen, bis Nixon zum Ergebnis kam, dass Regionalmächte nicht einzudämmen sind. Was danach geschah ist bekannt. Nixon streckte seine Hand nicht nur den Chinesen rhetorisch aus, wie nun Obama es den Iranern tat, sondern leitete sofort politische Maßnahmen ein, wie das Stoppen der Destabilisierungsprogramme gegen China. Das ganze vollzog sich mitten in der chinesischen Kulturrevolution.

Ob jemals ein amerikanischer Präsident wieder diese Visionen hat, ist fraglich. Obama hat wohl die Visionen, ihm fehlt aber den Mut.


Gerne können Sie den ersten Kommentar schreiben.






* Bitte haben Sie Verständnis, dass die Redaktion Beiträge editiert oder nicht freigibt mit dem Ziel einen moralischen Austausch zu gewährleisten.