Die schroffen Reaktionen der Vereinigten Arabischen Emirate und anderer arabischer Golfstaaten auf den Besuch des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad im April auf der Insel Abu Musa wurden von vielen iranischen Kommentatoren scharf erwidert. Exemplarisch übersetzt Irananders einen Kommentar von Dawood Hermidas Bavand, Experte für Internationale Beziehungen an der Universität Teheran, der auweiter lesen
Iran ist kurios, dubios, antagonistisch, pluralistisch, inhomogen und heterogen. Iran ist anders. Da "Irananders" ist, sind Differenzierungen, Kontraste und Bi-Perspektiven in der Iran-Debatte desto unentbehrlicher. Zwischen Moderne und Tradition sucht das Land eine Synthese für die Zukunft. Wir sind bestrebt den Iran-Diskurs zu bereichern und zu befruchten.
Artikel
Der Wahnsinn um das iranische Atomprogramm
Trotz aller Hysterie lässt sich sagen, dass das iranische Atomprogramm noch keinen Bruch des Völkerrechts darstellt. Es ist Zeit sich zu beruhigen, nachzudenken und vor allem das Drängen zu einem Krieg zu bremsen.Olli Heinonen (Anm. d. Red.: ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter der IAEA) ängstigt es, dass Iran mit der Produktion von 20 Prozent angereichertem Uran in der neuen unterirdischen Anweiter lesen
Zu den Anschlägen in Bangkok, Neu-Delhi und Tiflis
Es folgt eine iranische Stellungnahme - so wie sie aus den Dokumenten, die uns vorliegen, hervorgeht, - zu den Anschlägen in Neu-Delhi sowie Bangkok und zum Anschlagsversuch in Tiflis. Die israelische Regierung macht für alle drei Ereignisse Teheran verantwortlich. Nach einer Explosion in Neu-Delhi, drei Explosionen in Bangkok und der Bekanntgabe der Entdeckung einer Autobombe in der weiter lesen
Menschenrechte und das ISAF-Engagement in Afghanistan
Nach iranischer Auffassung ist der primäre Grund für die Misere in Afghanistan die Stationierung von Truppen der NATO und der ISAF und nicht die Uneinigkeit der Afghanen selbst. Im Folgenden geben wir die Perspektive und Argumentation Teherans zu diesem Thema wieder, so wie sie aus Dokumenten, die uns vorliegen, hervorgehen. Nach einem Bericht von Amnesty International (AI) zwingt die Verschärfunweiter lesen
Das Völkerrecht und ein Angriff gegen Irans Atomanlagen
Es folgt eine iranische Stellungnahme - so wie sie aus den Dokumenten, die uns vorliegen, hervorgeht, - zu den völkerrechtlichen Hintergründen der wiederholten Drohungen israelischer Politiker, Irans Nuklearanlagen in einem „Präventivschlag“ anzugreifen und der US-amerikanischen Bemerkung, dass „alle Optionen auf dem Tisch“ lägen. Seit nunmehr einigen Jahren kursieren Drohungen, Gerücweiter lesen
Irans Perspektive zu den aktuellen Anschuldigungen der IAEA
Am 22. Februar hat eine Delegation der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) laut Medienangaben Iran „ohne Ergebnisse“ verlassen. Besonders betrübt sei man über die Weigerung der Iraner gewesen, dem Team Zugang zu der militärischen Anlage in Parchin zu gewähren. Trotz einer veröffentlichten Pressemeldung zu dem Thema seitens Teherans und der Thematisierung der IAEA-Reise durch den iranischen Bweiter lesen
Die iranische Parlamentswahl und die Wahlbeteiligung
Ähnlich wie bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2009 und wie bei allen Wahlen in Iran, begannen die Auszählungen der Stimmzettel unmittelbar nach Schließung der Wahllokale. In Folge dessen gab es in der Nacht zum Samstag bereits vorläufige Ergebnisse – so wie üblich, jedoch mit dem Unterschied, dass diesmal - ungleich wie bei den Wahlen vor zwei Jahren – daran niemand einen Anstoß nahm, um massweiter lesen
Iran und Al-Qaida: Wie viel Substanz haben die Vorwürfe?
Zurzeit macht ein Bericht der NATO die Runde, wonach - neben Pakistan - auch Iran in der Unterstützung der Taliban bei der Bekämpfung der ISAF-Truppen in Afghanistan involviert sein soll. Es ist nicht das erste Mal, dass solche Vorwürfe, vor allem von US-Quellen, verbreitet werden. Noch vor kurzem wurde die Behauptung aufgestellt, Iran unterstütze die Al-Qaida. Inwiefern solche Vorwürfeweiter lesen
Kann Iran mit seiner Marine die Region dominieren?
Während ein großer Teil der Aufmerksamkeit der Welt sich auf das iranische Atomprogramm richtet, hat Teheran in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte in einem anderen, sicherheitsrelevanten Bereich vollzogen: Das Land betreibt die ständige Vergrößerung der Reichweite und Schlagkraft seiner Seestreitkräfte. Das angestrebte Ziel für das Jahr 2025 - sollte alles nach Plan verlaufeweiter lesen
Afghanistan: Bonn II und die Notwendigkeit einer neuen Vision
Regionale Zusammenarbeit und Integration im Wirtschaftsbereich sind die besten Lösungen für das Erreichen einer dauerhaften Stabilität und Entwicklung in Afghanistan, Zentralasien und darüber hinaus. Um zu diesem Ziel zu gelangen, müssen die USA und die EU die regionale wirtschaftliche Kooperation und Integration im Rahmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (ECO) unterstützen. In weiter lesen
Iran, der Westen und die Menschenrechte: Ist ein Kompromiss unmöglich?
Am letzten Sitzungstag des UN-Menschenrechtsrats ernannte das Gremium Dr. Ahmed Shaheed, den ehemaligen Außenminister der Malediven, zum Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Iran. Die Unterstützung westlicher Länder für den ehemaligen muslimischen Außenminister sorgte dafür, dass er das Rennen um den Posten gegen zwei andere Mitbewerber (dem ehemaligen italienischen Botschafter in Iran undweiter lesen
Pakistan und Iran werden zu natürlichen Verbündeten
Die Teilnahme von Pakistans Präsident Asif Ali Zardari an der zweitägigen Konferenz über Terrorismus, die am 25. Juni in Teheran stattgefunden hat, war ein deutliches politisches Signal des Unmuts an die USA. Dazu kam noch Zardaris erneuter Besuch am Samstag in Teheran, nur drei Wochen nach seinem ersten Besuch, ein unmissverständliches Zeichen von Pakistans „strategischem Ungehorsam“ weiter lesen
Saudisches Komplott?
Alle Mutmaßungen hinsichtlich des Hintergrundes über den geplanten Anschlag auf den saudischen Botschafter in Washington kreisen darum, inwiefern die iranische Führung bei dieser Operation involviert war oder inwiefern der Vorfall eine US-amerikanische Erfindung darstellt, um mehr Druck auf Teheran ausüben zu können. Der dritte Beteiligte an diese Affäre, Saudi-Arabien, wird sowohl in den westlichweiter lesen
Washingtoner Komplott und mangelnde journalistische Sorgfalt
Nach der Bekanntgabe eines angeblichen Anschlags auf den saudischen Botschafter in den Vereinigten Staaten mehren sich die kritischen Stimmen zu diesem Vorfall. Unter den Iran- und Geheimdienst-Experten wird das dargestellte Geschehen nahezu einhellig in Frage gestellt. Insbesondere bezweifelt man – aufgrund der dilettantischen Vorgehensweise - dass solch eine Operation von der obersten Befehlsketweiter lesen
Der Marsch in Richtung eines nuklearen Iran
Jahrelang hat man angenommen, dass wirtschaftliche Sanktionen und Diplomatie aus Iran einen fügsamen Verhandlungspartner machen würden. Irans Hartnäckigkeit hat diese einst populäre Annahme jedoch gewissermaßen untergraben und die Internationale Gemeinschaft in Verwirrung und Fassungslosigkeit gestürzt. Die häufig nicht ausgesprochene Hoffnung war, dass die Verweigerung wichtiger Technologien zusaweiter lesen
Irak und das Ende des Imperiums
Die noch immer anhaltende Krise im Irak zeigt alle Faktoren, die die neuen politischen Realitäten der Region kennzeichnen. Den USA ist nun – nach zwei Invasionen im Irak Saddam Husseins , einem anhaltenden Kalten Krieg gegen Iran und nach einem "Krieg gegen den Terror", der im gebirgigen Labyrinth des Hindukuschs an der afghanisch-pakistanischen Grenze immer mehr an Durchschlagskraft verweiter lesen
US-Sanktionen und die wirtschaftliche Realität in Iran
Der jüngste Bericht des Internationalen Währungsfond (IWF) über die iranische Wirtschaft hat bei manchen im Westen für Verstimmungen gesorgt, denn dieser bewertete die von der iranischen Regierung verabschiedeten Wirtschaftsreformen - und die darauf beruhenden optimistischen Wachstumsprognosen - positiv. Der IWF lobte insbesondere Irans viel umsorgte Subventionsreform, die über 100 Milliardenweiter lesen
Iran und Syrien: Unterschiedliche Techniken und Taktiken zur Auflösung der Proteste
Im letzten Jahr haben wir Joby Warrick von der Washington Post für die von ihm herausgegebenen Berichte, die sich „fast vollständig auf nicht genannte US-Vertreter und eine bekannte terroristische Organisation“ stützten, zur Verantwortung gezogen, der die falschen Behauptungen hinsichtlich des Iraks auf die Islamische Republik Iran überträgt, indem er behauptet, dass die Islamische Repweiter lesen
Zeitehe – Legale Prostitution und Unterdrückung der Frau?
Der 87-minütige Kinofilm „Im Bazar der Geschlechter“ lief erstmals 2009 in den österreichischen Kinos und erlebte in diesem Jahr ein „Comeback“ in den deutschen Kinos (s. Trailer). Premiere hatte er am 3. August 2011 in Köln.Das Thema des Dokumentarfilms ist die Zeitehe, die vorwiegend in schiitischen Ländern wie Iran, Irak oder Bahrain praktiziert wird. Die iranisch-österreichische Regisseurin Suweiter lesen
Die amerikanische Fehlinterpretation zu Iran und die veränderte Realität im Nahen Osten
Mohammad Marandi ist Dekan an der Universität Teheran für Nordamerikastudien. Sein Schwerpunkt ist u. a. die Beziehungen zwischen den USA und dem Nahen Osten. Es steht außer Frage, dass die USA und ihre westeuropäischen Verbündeten von den Revolutionen in Tunesien, Ägypten, Jemen und Bahrain vollkommen überrascht wurden - ebenso wie vom Aufruhr in der ganzen arabischen Welt. Andererseits haben weiter lesen
Ägyptens neue Außenpolitik und die Implikationen für Iran und Israel
Die US-amerikanischen Nahost-Experten Flynt und Hillary Mann Leverett kommentierten während ihrer China-Reise die Bildung einer großen Parteien-Allianz in Ägypten. Besonders heben sie die außenpolitischen Auswirkungen des Parteienkonsenses hervor. Wir wurden von der Meldung überrascht, dass 14 weitere Parteien in die neue "Demokratische Allianz" in Ägypten aufgenommen wurden. Die ursprüweiter lesen
Arabische Revolutionen: Spaltung zwischen den USA und Saudi-Arabien
Nawaf Obaid ist wissenschaftlicher Mitarbeiter (Senior Fellow) am König-Faisal-Zentrum für Forschung und Islamische Studien in Riad. Am 16. Mai 2011 erschien in der „Washington Post“ sein ausführlicher Kommentar „Amid the Arab Spring, a U.S.-Saudi split“ über das neue außenpolitische Selbstbewusstsein Saudi-Arabiens und die nach saudischer Leseart gescheiterte US-Politik im Hinblick auf die jüngstweiter lesen
Sechs westliche Botschafter: Iran verletzt das Völkerrecht nicht
Folgender Artikel erschien in verschiedenen Versionen (die geringfügig voneinander abweichen) zur gleichen Zeit in mehreren westlichen Zeitungen, u. a. in der britischen Zeitung Guardian und im US-amerikanischen Blatt Los Angeles Times. Er wurde von sechs ehemaligen Botschaftern europäischer Staaten in Iran verfasst: Richard Dalton (UK), Steen Hohwü-Christensen (Schweden); Paul von Maltzahn (weiter lesen
Ein Vorschlagspaket zur Lösung des Nuklearstreits mit Iran
Der ehemalige Sprecher der iranischen Atom-Delegation und ehemalige iranische Botschafter in Deutschland, Dr. Seyed Hossein Mousavian, hielt am 29. März 2011 in Washington D.C. auf der Veranstaltung „2011 Carnegie International Nuclear Policy Conference“ einen Vortrag mit dem Titel “A Package to Resolve the Nuclear Impasse with Iran“, welcher hier in deutscher Sprache wiedergegeben wird. Diweiter lesen
Hakim: „Warum setzt sich niemand mit den Volksmodjahedin auseinander?“
Die iranische Oppositionsgruppe MEK (pers. Modschahedin-e Chalgh, dt. Volksmudschahedin, andere Abk. MKO und PMoI), welche in den USA als Terrorgruppe eingestuft wird und bis vor kurzem auch von der EU als eine solche eingestuft wurde, betrieb in den letzten Monaten intensive PR-Kampagnen im Westen. Veranstaltungen mit namhaften Prominenten wurden unter anderem in Paris, Berlinweiter lesen
„Bewegungen in der arabischen Welt sind nicht grundsätzlich antiwestlich“
Sadegh Zibakalam ist Professor für Politikwissenschaften an der Universität Tehran und erscheint mit seinen Analysen und Kommentaren regelmäßig in iranischen und internationalen Medien. Folgender Artikel erschien im englischen Original auf Iranian Diplomacy und wurde durch Iranicum ins Deutsche übersetzt. Das wichtigste internationale Ereignis von 1389 [Anm.: nach iranischer Zeitrecweiter lesen
Irans Platz in der Nationalen Sicherheitsstrategie der Türkei
Folgender Artikel von dem iranischen Politikwissenschaftler Siamak Kakaei "Iran in Turkey’s National Security Document" erschien im englischen Original bei der regierungsnahen Denkfabrik Iran Review und wurde von Iranicum übersetzt. Die Beziehungen zwischen Iran und der Türkei haben sich in den letzten Jahren beständig verbessert. Beide Länder sind entschlossen ihr gesamtes weiter lesen
Obama hilft Iran
Wie Washingtons ungeschickter Umgang mit den Aufständen im Mittleren Osten der Islamischen Republik in die Hände spielt Von Flynt und Hillary Mann Leverett, veröffentlicht in "Foreign Policy" am 23. 02. 2011, übersetzt aus dem Englischen von Fatima Radjaie. Wir nehmen die Wette an, die der Milliardär George Soros diese Woche Fareed Zakaria von CNN angeboten hat, dass "weiter lesen
Der Fall Guttenberg und wieso das iranische Parlament tonangebender ist als der Deutsche Bundestag
Wochenlang beschäftigte sich die Bundesrepublik mit dem Schicksal des Popstars und ehemaligen Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg. Fast ganz Deutschland diskutierte die Frage, ob er zurücktreten soll oder nicht. Letztlich trat er zurück und niemand rief deshalb den Deutschen Bundestag zum Handeln auf. Denn dieser hätte praktisch keine Handhabe gehabt.In der Tat gibt es in der Bundesreweiter lesen
Die kommende Ordnung im Nahen Osten
Nabi Sonboli ist Wissenschaftler am Institut für Politische und Internationale Studien (IPIS), das 1983 in Teheran gegründet worden ist. Es ist der erste in Iran gegründete Think Tank nach der Islamischen Revolution. Am 20. Februar 2011 erschien auf dem web-basierenden regierungskritischen Forschungszentrum „Iranian Diplomacy“ Sonbolis Artikel „The Emerging Order in the Middle East“. Im Hinblweiter lesen
Ideologien und Doppelmoral
Seit den Umstürzen in Tunesien und Ägypten und den anhaltenden Revolten in Nordafrika und dem Nahen Osten steht das Thema der politischen Doppelmoral in den internationalen Beziehungen immer mehr im Vordergrund. Die revolutionären Umstürze können insofern auch Innovationen in der Ausgestaltung der internationalen Beziehungen mit sich bringen.Wie hinlänglich bekannt ist, pflegten die beiden gestürzweiter lesen
Das Mächtegleichgewicht im Nahen Osten zwischen Iran und den USA auf dem Prüfstand
Prof. Dr. Mohamad Marandi ist ein angesehener iranischer Wissenschaftler und Leiter des „Institute for North American Studies” der Teheraner Universität. Er kommentiert regelmäßig politische Ereignisse für internationale Fernsehstationen. Nachfolgender Artikel von Prof. Marandi ist eine umfassende Beschreibung der iranischen Sichtweise über die Machtkonstellation im Nahen Osten, über die westweiter lesen
Die deutschen Journalisten in Iran und einige Dinge, die man wissen sollte
Immer mehr Stimmen fordern die Bundesregierung dazu auf, die „Kuscheldiplomatie“ gegenüber Iran im Hinblick auf die dortigen inhaftierten deutschen Journalisten aufzugeben. Medien, Prominente und Bischöfe beteiligten sich an Kampagnen zur Freilassung der Reporter. Diese wurden mangels Erfolg intensiver und der Ton schärfer. Inzwischen konzentriert sich die Argumentation der Kampagnen immer mehr&nbweiter lesen
WikiLeaks und der Mythos von Obamas neue Iran-Politik
WikiLeaks Dokumente zeigen auf, dass der US-Präsident Barack Obama einen ernsthaften Dialog mit Teheran früh aufgab. Folgender Artikel erschien auf Englisch bei The Race For Iran, den wir in deutscher Sprache zur Dokumentation wiedergeben:Wir werden diese Woche über die WikiLeaks-Dokumente und den Iran schreiben. Wenn wir die Depeschen, die bisher verfügbar sind, durchgehen, ist der erste Hauweiter lesen
Kommentar: Der Fall „Sakineh Ashtiani“ und einige Dinge, die man wissen sollte
Der Iran hat es abermals mit einer Fernsehsendung geschafft, die Stimmung gegen sich aufzubringen. Es war Montagabend um 20:30 Uhr als das iranische Fernsehen einen Sendebeitrag über die zwei festgenommenen deutsche Journalisten, Sakineh Ashtiani, ihren Sohn Sajjad und ihren Rechtsanwalt Houtan Kian zeigte. Davor gab es noch die Hoffnung, dass Ashtiani im Zuge der traditionellen Begnadigungenweiter lesen
Waffenembargo: Kann Iran UN-Sanktionen umgehen?
Von Ilja Kramnik in RIA Novosti Die im Juni vom UN-Sicherheitsrat verschärften Sanktionen erschweren dem Iran den Zugang zu modernen Waffen.Nachdem Russlands Präsident Dmitri Medwedew am 22. September mit Rücksicht auf die UN-Resolution die Waffenlieferungen in dieses Land verboten hat, kann man über eine vollwertige „Waffenblockade“ der Islamischen Republik sprechen. Ist diese Blockade lückenlosweiter lesen
Iranische und westliche Geisteswissenschaften
Vor drei Wochen gab das iranische Bildungsministerium bekannt, dass vorläufig keine weiteren Studiengänge im Bereich der Geisteswissenschaften eingerichtet werden dürfen. Hintergrund sind konzeptionelle Veränderungen am Lehrplan. Solange diese nicht vervollständigt sind, sind keine weiteren Institutsgründungen gestattet. Dagegen wird der Betrieb der bereits existierenden Fakultäten aufrechteweiter lesen
Eine Zivilgesellschaft gibt es nur, wenn sie gegen das „Mullah-Regime“ ist
Kommentar zum Artikel „Afghanische Flüchtlinge im Iran - Der Bodensatz der Gesellschaft“, erschienen am 28.10.2010 auf „Qantara.de“. Der Artikel beginnt mit einem Photo, auf dem wütende Demonstranten in einer emotional aufgeladenen Stimmung zu sehen sind und Parolen skandieren. Solche Bilder aus dem Orient sind allseits bekannt. Meistens richten sie sich gegen die westliche oder israelische Pweiter lesen
Irans Einfluss im Libanon
Im Folgenden ein übersetzter Artikel von dem Nahost-Experten Mohammad Khajouei über die Implikationen der Reise des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad veröffentlicht auf „Iran Review“:“Der iranische Präsident verhöhnt Israel an seiner eigenen Grenze” (Le Figaro) Der zweitägige Besuch Mahmoud Ahmadinejads im Libanon war sein erster dieser Art im Zedernstaat. Er endete offiziell am weiter lesen
Die wahre Bedeutung von Ahmadinejads Libanon-Besuch
Bezüglich der Libanon-Reise Ahmadinejads waren die Reaktionen im Westen gemischt. Eine vortreffliche Analyse seiner Reise ist von dem ehemaligen britischen Diplomaten Alastair Crooke auf der Webseite The Race for Iran erschienen. Im Folgenden die deutsche Übersetzung:Lassen Sie uns erst einmal mit dem Unsinn aufräumen: Beim Besuch des iranischen Präsidenten ging es nicht darum, sich den Lweiter lesen
Ahmadinejad-Rede: Mangelnde Sensibilität auf beiden Seiten
Unser Artikel über den Eklat während der kürzlichen UN-Vollversammlung war zum Teil schon vor Wochen fertig – kurz nachdem der iranische Präsident Dr. Mahmud Ahmadinejad seine Teilnahme angekündigt hatte. Wir hatten die Einleitung und das Ende unseres Artikels bereits verfasst. Uns fehlte natürlich die genaue Information, worin der Eklat diesmal denn genau bestand. Darüber konnten unsere Kollegen/weiter lesen
Wunschdenken als Mittel der politischen Legitimation
Alljährlich feiern die Muslime die 27. Nacht des Monats Ramadans als Nacht des Schicksals. In jener Nacht soll der Qur’an erstmalig dem Propheten Muhammad offenbart worden sein. Der ägyptische Präsident Husni Mubarak hielt zu diesem Anlass eine Rede und warnte vor neuen Gefahren in der Region. Er führte jedoch nicht aus, welche Gefahren er meinte, und aus dem Kontext seiner Rede konnte man dies ebweiter lesen
Die Politisierung von Feiertagen
Man ist es gewohnt, dass man die Politik nicht ausblenden kann, wenn es um den Iran geht. So und nicht anders verhielt es sich vor einer Woche. Das iranische Kabinett rief wegen der andauernden Hitze in 19 Provinzen Feiertage aus. Sofort glaubten Teile der Exil-Opposition darin einen politischen Schachzug zu erkennen, da die Bazar-Händler (mit Unterbrechungen) in einigen Städten streiken. Der Hintweiter lesen
Staatsfernsehen und Meinungsfreiheit im Iran
Der Chef des iranischen Rundfunks, Ezzatollah Zarghami, war vor einigen Tagen zu Besuch bei ARD, ZDF und SWR. Es hagelte Kritik seitens der Medien und der politischen Aktivisten aus der iranischen Exil-Szene. Im Internet wurde dazu aufgerufen, die betreffenden Fernsehanstalten zu kontaktieren und sich dort zu beschweren. Gerne wird dabei auch immer wieder erwähnt, dass Zarghami Mitglied bei den Paweiter lesen
Sind Nokia-Siemens Abhörtechniken des Irans Dual-Use-Güter?
Anlässlich der ausgebliebenen Massenproteste am Jahrestag der Wahlen steht Nokia-Siemens vermehrt in der Kritik wegen der Lieferung an Abhörtechniken am Iran vom letzten Jahr. Sicherlich sind die Gründe der ausgebliebenen Massenproteste anderswo zu suchen. So zum Beispiel in dem Aufruf der inner-iranischen Opposition sich fern von Demonstrationen zu halten. Grund ist auch, dass schon am Arbeitertweiter lesen
Ironie: Logistische Meisterleistung des Irans wird gefeiert
Am Jahrestag der Wahlen hat der Iran gemäß westlichen Meldungen 2 Millionen Sicherheitskräfte nach Teheran verlegt. Wie diese angereist waren und wo sie unterkamen ist in Moment ein Rätsel. Schon zwei Wochen davor hieß es in westlichen Nachrichten, dass zum Todestag des Staatsgründers Ayatollah Khomeini mit 50.000 Bussen aus allen Provinzen Irans der Staat Menschen zu seinem Mausoleum geschart haweiter lesen
Shirin Ebadi klagt Vertreter Khameneis an
Kommentar anlässlich des Artikels "Iran zwingt Ehemann zu Hasstirade gegen Nobelpreisträgerin" von Dieter Bednarz in Spiegel Online am 12.06.2010. Wenn Medien über inner-iranische Verhältnisse schreiben, dann nur meist bei negativen Vorfällen. In der Regel ist es so, dass man auf einen Auge blind ist. Wenn etwas Positives berichtet wird, relativiert man es zugleich oder unterstreicht eiweiter lesen
Deutsche Bundeskanzlerin begründet Iran-Sanktionen anders als die Resolution
Kommentar anlässlich der Pressestatement der Bundeskanzlerin Angelika Merkel von 09.06.2010. Zentrales Element der UN-Resolutionen ist die Aufforderung nach Aussetzung der iranischen Urananreicherung. Die Kanzlerin begründet sie jedoch mit fehlender Transparenz. Dass die UN-Resolutionen gegen den internationalen Atomwaffensperrvertrag verstoßen ist unter Völkerrechtlern eigentlich unumstritten. Gweiter lesen
Iran-Sanktionen wären purer Aktionismus
Nun, da steht die Liste. Iran kann nicht mehr schwere Waffen importieren und die Atomindustrie, die ohnehin völlig sanktioniert war, wird um kleinere Details erweitert. Man muss erst einmal fest halten, dass der Iran ohnehin seit Jahren keinen schweren offensive Waffen importiert, da entweder die Lieferanten nicht lieferten oder der Iran bereits seine eigene Zulfaqar Panzer und Jamkaran Kriegsschweiter lesen
Keine Wirtschaftskrise im Iran trotz Sanktionen
Kommentar zu der Analyse "Das Scheitern der Mullahnomie" von dem Ökonom Kenen Mortan, veröffentlich in Qantara am 18.05.2010. Die Analyse von Herrn Kenan Mortan basiert auf einigen Fehlern und lässt andere positive Aspekte der iranischen Wirtschaft unberücksichtigt. Das sie dadurch zu ungenügenden Konklusionen gelangt ist logisch.Herr Kenan Mortan behauptet die iranische Öl-Industweiter lesen
Schwarzmalerei über die iranische Wirtschaftskraft
Anlässlich der drohenden Sanktionen zirkulieren vermehrt Artikel in deutschen Medien über eine angebliche Wirtschaftskrise im Iran. Es verhärtet sich der Eindruck, dass Journalisten und Autoren gemäß ihrer voreingenommenen Meinung die iranische Wirtschaftskraft einseitig bewerten und dadurch Sanktionen eine praktische Legitimität erhalten. Paradoxerweise haben jedoch ausgerechnet Sanktiweiter lesen
Iran-Berichte: Wenn Journalisten freie Hand haben
Kommentar anlässlich des Artikels von Martin Gehlen mit zwei verschiedenen Titeln in zwei verschiedenen Zeitungen, aber mit ähnlichen Inhalt. Einmal Die Zeit Online von 21.05.2010 und ein andermal die Frankfurter Rundschau von 22.05.2010. Weshalb verschweigt der Artikel, dass der Reformpolitiker Mohammad Abtahi auch im Freien seine Aussagen vom Schauprozess nicht widerrufen, sondeweiter lesen
Reuters titelt: Iran bleibt trotz Sanktionsdrohung im Atomstreit hart
Wenn schon Reuters mit Begriffe wie "hart" und "Drohungen" hantiert, dann hätte sie alternativ auch folgende Schlagzeile bringen können: "Clinton bleibt trotz Kompromiss-Abkommen hart". Die gesamte Meldung von Reuters ist hier abrufbar.weiter lesen
Iranisches Militärmanöver: Verzerrte Wahrnehmungen
Vor einigen Wochen zierten in fast allen deutschen Tageszeitungen Schlagzeilen über das Militärmanöver der iranischen Revolutionsgardisten (Pasdaran). Seit den Amtsantritt Ahmadinejads gewinnen die Pasdaran immer mehr an Bedeutungen in den westlichen Berichterstattungen. Die Hintergründe sind verschieden. Zum einen hat es damit zu tun, dass tatsächlich die Pasdaran ihren schon immer vorhanweiter lesen
Westliche Politik im Lichte des trilateralen Abkommens von Iran, Türkei und Brasilien
Brasilien und die Türkei haben das gemeistert, woran der Westen seit sechs Monaten scheitert. Die gesamte Iran-Politik des Westens ist seit dem Sommer 2009 nicht gut aufgestellt. Weder konnte der Westen in den sechs Monaten neue Sanktionen im Weltsicherheitsrat beschließen, noch konnte er Teheran zum Einlenken bringen. Obamas Politik der Konfrontation ist auch nach der halbherzigen Politik der Annweiter lesen
Wer ist Saba Farzan?
Anlässlich des Kommentars "Ablenkungsmanöver in Teheran" von Frau Saba Farzan in "Die Zeit Online" von 17.05.2010. Eigentlich sind Verschwörungstheorien eine Beleidigung an der Wissenschaft und der Vernunft. Aber wenn man die steile Karriere von Saba Farzan sich veranschaulicht, stellt sich die Frage, wie Medien so viel Inkompetenz engagieren können. Es fällt in der Lesung weiter lesen
Unterschiedliche Menschenrechte
Es ist eine erfreuliche Nachricht. Nach fast einem Jahr Hausarrest darf die französische Universitätsdozentin Clotilde Reiss den Iran Richtung Heimat verlassen. Ein anderer Angeklagter saß mehr als einem Jahr in Frankreich fest. Er hieß Majid Kakavand, war Iraner und ist vorige Woche freigesprochen worden. Sein eingestandenes Vergehen: Er lieferte in Malaysia nachweislich nicht militärische US-Gütweiter lesen
Wunschdenken
Kommentar anlässlich des Artikels "Europas Draht nach Teheran" von Gerd Höhler, veröffentlicht am 14. Mai 2010. Wunschdenken IIran als isoliert darzustellen ist gewagt. Vielleicht meint der Autor, dass der Iran lediglich in den Westen isoliert sei. Da hat er Recht. Außerhalb von Europa und dem USA sieht es aber wieder ganz anders aus. In einigen Monaten wird die G15 Gast im Iran sein. Uweiter lesen
Kunst im Iran
Kommentar anlässlich der Euronews Reportage "Le Mag" von 10.05.2010 über die Ausstellung des iranischen Künstlers Ghass Rouzkhosh in Paris. Es gibt fast keine Reportage über den Iran, ohne dass nicht die Politik angesprochen wird. Vermutlich wird kein anderes Land der Erde in dem Maße politisiert. Der Beitrag von Euronews stellt da keine Ausnahme. Gewiss konnte der Korresponweiter lesen
Khameneis schützende Hand und die scheinbare Militarisierung des Irans
Der New Yorker Autor des Buches "Ayatollah Begs to Differ" Hooman Majd schreibt während seines Aufenthaltes im Iran einen ausführlichen Artikel über seine gewonnene Eindrücke im Iran. Die Schilderungen über die momentane politische Situation passen fast nahtlos in unseren Analysen und Beobachtungen. Signifikant ist Hooman Majds Erzählungen über die Reformer, die ihn allesamt bescheinigweiter lesen
Irans Einfluss ist im Irak gewahrt
Die zwei schiitischen Bündnisse Iraks, die bei den Wahlen vor vier Jahren noch zusammen antraten, haben sich nun in Hinblick auf die diesjährige Wahlergebnisse wieder zusammengeschlossen. Eine Regierung Alawis ist damit ausgeschlossen, wenn auch er sogar von ehemaligen Bündnismitglieder wie Ayad Jamal Al-Din eine gewisse Iran nähe unterstellt wird. Der Koalitionspartner der Schiiten wird wieder wweiter lesen
Angeblicher Eklat: Wer ist nicht Dialogfähig?
Nach den Auftritt und Rede des iranischen Präsidenten Ahmadinejad kommentierte die ARD, FAZ und viele andere das Ereignis als Eklat. Eklat war aber das Verhalten der amerikanischen, britischen, französischen und deutschen Delegation. Sie verließen als die Einzigen der 180 Nationen den Saal. Die Frage stellt sich nun, wer nicht Dialogfähig ist. Bezeichnenderweise reagierte der Iran nicht mit Gleiweiter lesen
Menschenrechte: Iran gibt auf?
Kommentar anlässlich eines Artikels von Andreas Zumach über Irans Zurücknahme seiner Bewerbung für einen Sitz in UN-Menschenrechtsrat, veröffentlicht in der taz am 26.04.2010. Herr Zumach ist vermutlich entgangen, dass der Iran anstelle dessen in den UN-Frauenrechtskommission für vier Jahre gewählt wurde. Das war ein kluger Schachzug, denn es gab fast weltweit eine Kampagne von NGOs und Mweiter lesen
Wieso Sanktionen?
Der Westen beharrt auf seinen Sanktionskurs, doch niemand fragt, was der Anlass ist. Die letzten Sanktionen liegen immerhin mehr als einen Jahr zurück, weshalb nun der konkrete Anlass? Euronews schreibt in einem Beitrag: "Er (Ahmadinejad, anm. d. red) selbst verweigert weiterhin die umfassende internationale Überprüfung seines Atomprogramms. Weshalb derzeit über eine neue Resolution unweiter lesen
Der Versuch Israels A-Waffen für den Frieden zu rechtfertigen
Kommentar anlässlich der Antwort Richard Herzinger an Prof. Dr. Mohssen Massarats Aufruf in der taz den Nahen Osten als Atomfrei zu erklären, erschienen in Die Welt am 27.04.2010. Israel hat seine Ziele in Südlibanon und Gaza trotz Atombombe nicht erreichen können. Atomwaffen haben auch nicht den Untergang der Sowjetunion und des Apartheidregimes Südafrikas verhindern können. Die Gegneweiter lesen
Das Erdbeben im Iran und das Busenbeben in Facebook
Als die UNO auf Vorschlag des liberalen Präsidenten Irans Mohammad Khatami das Jahr 2001 zum „Dialog der Kulturen“ ausrief, war man sich damals weltweit einig, dass Kampagnen wie das jetzige Busenbeben nicht dem Verständnis der Kulturen erträglich ist. Heute fragen sich viele Muslimen, wo die Verurteilungen ihrer christlichen und jüdischen Glaubensgeschwister verbleiben, die islamische Tradierung weiter lesen
Iran Problem, kleines Problem
Kommentar anlässlich des Artikels von Prof. Dr. Volker Perthes "Was auf uns zu kommt" veröffentlicht in Die Zeit am 18.03.2010. Szenario 4 könnte sehr wahrscheinlich werden, wenn wir bereit sind die vom Iran geforderten "praktischen Garantien" zu gewährleisten. Es ist nicht einzig der Iran, der einen Austausch von Uran ablehnt, sondern im Effekt unsere fatale Politik, dieweiter lesen
Weltkongress gegen Todesstrafe
Kommentar anlässlich des Sendebeitrages von ARD Tagesschau am 26.02.2010. Der 2008 hingerichtete Herr Majid Kavousifar wird in den Beitrag als "Ikone des Widerstandes" betitelt und der Herr Behzad Naziri von der Exil-Opposition NWRI bezeichnete ihn gar als Aktivist für Freiheit und Demokratie. Nach den einschlägigen Informationen wurde Herr Majid Kavousifar aufgrund eines Mordes anweiter lesen
Integrationsfigur Cyrus Reza Pahlavi?
Kommentar anlässlich des Interviews zwischen Cyrus Reza Pahlavi und Jürgen Liminski in Deutschlandfunk. Den Sohn des ehemaligen Shah als Integrationsfigur der grünen Opposition zu bezeichnen ist sehr gewagt.Die iranische Opposition muss nach vielerlei Kriterien unterschieden werden. Gerade diejenigen, die eine Strategie, basierend auf eine Stärkung der iranischen Opposition vorschlagen, um dweiter lesen
Iran ist für militärische Optionen gewappnet
Kommentar anlässlich des Artikels "Iran testet Kampfboote im Persischen Golf" erschienen in SPIEGEL ONLINE am 22.04.2010, abrufbar hier. Die iranischen Militärstrategen haben die US-Kriege in ihren Nachbarstaaten Afghanistan und Irak sorgfältig analysiert und gewertet. Seit dem wurde die Kommandostruktur der Revolutionsgardisten (Pasdaran) dezentralisiert, was für einen asymmetriscweiter lesen
Iran: Welche diplomatische Möglichkeiten gibt es?
Kommentar anlässlich der durchgesickerten Memo von US-Verteidigungsminister Robert Gates (Rep.), Beispiel abrufbar hier. Es ist immer wieder amüsant zu beobachten, wie Kommentatoren und Journalisten nach jedem gescheiterten diplomatischen Weg die Frage nach der militärische Option stellen. Niemand stellt die Frage, weshalb die Diplomatie versagt hat. Erst vor einigen Wochen, am 9. April, verweiter lesen
Ahmadinejad, Neda und Marwa
Kommentar anlässlich des nun vollständigen Interviews zwischen Antonia Rados und Mahmud Ahmadinejad, veröffentlicht am 17.04.2010, abrufbar hier. Die Analogie zwischen dem Tod von Neda Agha Soltan und dem Mord an Marwa Sherbini in Dresden ist aus der Bi-Perspektive nicht abwegig.Man stelle sich vor, eine Deutsche wird in einem iranischen Gericht, vor den Augen der Sicherheitsmänner und Staatweiter lesen
Keine Wirtschaftskrise Irans trotz Isolationsbemühungen
Kommentar anlässlich des Beitrages "Wirtschaftskrise im Iran" von Ulrich Pick (SWR), abrufbar hier. Sicherlich leidet Irans Wirtschaft unter den Sanktionen. Aber Sanktionen sind immer zweischneidig, dass heißt Sanktionen wirken sich nicht nur auf den betroffenen Staat, sondern auch auf die Staaten, die sie aussprechen. Sie können ihre Produkte und Güter nicht in das betroffene Lanweiter lesen
Friedensforscher Harald Müller über den Gipfel und die Gefahren von Nuklearmaterial
Kommentar anlässlich des Interviews vom Friedensforscher Harald Müller am 13.04.2010 in ARD Morgenmagazin, abrufbar hier. Es heißt, Nordkorea wäre von Atomwaffenstaaten umschlossen, deshalb ist die nordkoreanische Bedrohung eingedämmt. Der Iran ist jedoch weitaus mehr von Atomwaffenstaaten umschlossen, siehe Pakistan, Indien, China, Russland, Israel und die Atomwaffen der USA in der Türkei wweiter lesen
Kommentar zu Antonia Rados Ahmadinejad-Interview
Kommentar anlässlich des Interviews zwischen Antonia Rados und Mahmud Ahmadinejad, veröffentlicht am 09.04.2010. Normalerweise lässt der iranischen Präsident Mahmud Ahmadinejad sich nur live interviewen (und das sehr oft!). Dass die Star-Journalistin Antonia Rados es anders geschafft hat, spricht für ihren Engagement und ihren guten Ruf im Iran. Dennoch muss man auch Kritik zu der Reportage weiter lesen
Sanktionsblock bröckelt
Seit Monaten ringt der Westen um Sanktionen und immer mehr Staaten des Sicherheitsrates wie die Türkei, Brasilien und China haben Vorbehalte und Russland will nicht wirklich. Von den mehr als hundert blockfreien Staaten, die offen Sanktionen ablehnen, ganz zu schweigen.Die Frage ist berechtigt: Weshalb sollen jetzt Sanktionen wirken, wenn die zuvor drei Verhängten nicht zielführend waren? Man mussweiter lesen
Vizepräsident des Zentralrats der Juden äußert "Schande und Verachtung"
Kommentar anlässlich des Artikels "Graumann geißelt deutsche Wirtschaft für Geschäfte mit Teheran" erschienen am 02.04.2010 in Epoch Times Deutschland Online, abrufbar hier. Das der Vize-Präsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, emotional auf den Iran reagiert, ist verständlich. In Anbetracht der negativen Schlagzeilen, die der Präsident Ahmadinejad verbreitet, wäre etwweiter lesen
Urantausch: Wer ist dumm?
Kommentar anlässlich des Artikels "Iran präsentiert neue Zentrifugen zur Urananreicherung" veröffentlicht in Spiegel Online am 09.04.2010, abrufbar hier. Obama sagt, dass der Iran nicht dumm sei.Recht hat er, denn dumm ist der Westen, indem wir nicht über die Modalitäten des Austausches mit dem Iran verhandeln, bringen wir den Iran in die Position, selbst zu beginnen, weiter lesen
Kinofilm "Zeit des Zornes" und Projezierungen von Wunschdenken
Kommentar anlässlich der Filmkritik von Thomas Assheuer "Grün ist die Farbe der Revolution" erschienen in Die Zeit am 08.04.2010, abrufbar hier. Über die Stilistik des Autors mag man streiten, für die einen trägt er zu dick auf und für die anderen mag der Artikel sogar eine Verharmlosung der aktuellen Situation im Iran sein.Halten wir uns deshalb an einige Fakten. Der Autor unterstweiter lesen
Khamenei verlangt klare Veränderungen
Kommentar anlässlich des Artikels "Ajatollah Chamenei greift US-Präsidenten Obama an" erschienen am 21.03.2010 in Spiegel Online, abrufbar hier. Allmählich schleicht sich ein "ewiger Irrtum" in der westlichen Rezipierung ein. Iran hat das Angebot Obamas nicht zurück gewiesen, sondern verlangte, dass konkrete Angebote auf den Tisch gelegt werden. In dem das geistliche Oberweiter lesen
Wandlung im Nahosten
Kommentar anlässlich des Artikels "Die Sorge vor dem großen Nachbarn" erschienen in Deutsche Welle am 28.03.2010. In Anbetracht des Ausganges des kürzlich stattgefundenen Gipfeltreffens der Arabischen Liga in Libyen, bilden die zwei Wissenschaftler Mustafa Alani und Abdulaziz Al-Sager eine Minorität. In der Region macht sich seit einigen Jahren die Idee von regionalen Kooperationeweiter lesen
Keine Sanktionen: Was sind die Gründe Chinas?
Kommentar anlässlich des Sendebeitrages "China schon Iran aus wirtschaftlichen Gründen" in Euronews von 01.04.2010, abrufbar hier. Indem China vorgeworfen wird, aus kommerziellen Gründen keine Sanktionen mittragen zu wollen, wird suggeriert, dass es keine anderen Ansätze und Alternativen gibt, das Problem des iranischen Atomprogramms zu lösen.Es wäre daher zu begrüßen, die offizielweiter lesen
Iran und die Meldungen von neuen Urananlagen
Kommentar anlässlich des Artikels von Thomas Frankenwelt veröffentlicht am 29. März 2010 in Hamburger Abendblatt, abrufbar hier. Der Artikel von Thomas Frankenfeld liest sich wie ein Thriller. Es ist die Rede von "spektakulären Enthüllungen" und "verborgenen Anlagen" sowie die Quelle Israel habe "die Anlage in Ghom entdeckt".Nüchtern betrachtet sieht die Faktweiter lesen
Wahlergebnisse des Iraks werden fehlgedeutet
Kommentar anlässlich des Artikels "Knapper Sieg für säkulare Liste" veröffentlicht in der taz am 29.03.2010, abrufbar hier. Es ist zu bezweifeln, dass das neue Parlament die vielfältige Bevölkerung weitaus besser repräsentiert als die alte Volksvertretung. Denn die Wahlbeteiligung ist entgegen der medialen Erwähnungen weitaus geringer (17 %), obwohl Sunniten diesmal die Wahl nicht weiter lesen
Trend: Regionale Kooperation antstatt regionale Konfrontation
Kommentar anlässlich des Arabischen Gipfels in Libyen. Seit Jahren zeichnet sich im Nahosten der Ansatz regionale Konflikte auch regional zu lösen. Das hat zum einen mit den aufstrebenden Regionalmächten Türkei und Iran zu tun und zum anderen die zu Israel-Nahe Politik der USA. Objektiv betrachtet verliert die USA seit dem Einmarsch im Irak 2003 an Einfluss. Sanktionen und Isolationsversuche gegeweiter lesen
Grüne Bewegung: Zeit zum Umdenken
Kommentar anlässlich der Analyse von Frau Nazenin Ansari erschienen in Qantara.de abrufbar hier. Frau Nazenin Ansari ist bemüht, im Gegensatz zu den gängigen Iran-Analysen, eine gewisse Differenzierung zu vollziehen. Dennoch geht Sie von den üblichen Voraussetzungen aus. Hier eine Kritik: Die Proteste nach den Wahlen richteten sich gegen die Wahl-Fälschungen, dessen Beweis von der Oppositionweiter lesen
Iran muss boykottiert werden wie einst Südafrika?
Kommentar anlässlich des Kommentars von Thomas von der Osten-Sacken und Oliver Piecha in der Zeitung Welt am 24.03.2010, abrufbar hier. Herr Osten Sacken und Oliver Piecha sollten nicht unberücksichtigen, dass der Iran beste diplomatische Beziehungen mit dem Irak unterhält, das schließt die in Moment konkurrierenden Parteien von Maliki, Sadr, Hakim, den Kurden und Alawi (vor den Wahlen bereweiter lesen
Irans Opposition in Wartestellung?
Kommentar anlässlich des Artikels von Dr. Behrouz Khosrozadeh über die Perspektiven der iranischen Opposition, veröffentlich am 22.03.2010 in Neues Deutschland, abrufbar hier. Leider geht der Artikel von Behrouz Khosrozadeh von fehlerhaften Prämissen aus, die seine Analyse leider unabdingbar scheitern lässt.Die Proteste nach den Wahlen richteten sich gegen die Wahl-Fälschungen, dessen Beweisweiter lesen
Hat Teheran Washington abblitzen lassen?
Kommentar anlässlich des Artikels "Teheran lässt Washington abblitzen" veröffentlicht in Der Standard am 21. März 2010, abrufbar hier. Leider trifft Ihr letzter Artikel nicht den Nagel auf den Kopf. Um es kurz zu fassen: Die Essenz unserer Kritik ist die Überbewertung der grünen Bewegung und aufbauend darauf die verfehlten Einordnungen der inner-iranischen Verhältnisse seit 8 Monatweiter lesen
20-pronzentige Urananreicherung: Der Westen spielt in Irans Händern
Kommentar anlässlich der Anpeilung von neuen Sanktionen gegen Iran, abrufbar hier. Die Empörung über die iranische Anstrengung, 20 % Uran anzureichern ist zwielichtig. Wir haben den Austausch von hoch angereichertem Uran mit niedrig angereichertem iranischem Uran verweigert, in dem wir den Nicht-simultanen Austausch zur unbedingten Prämisse des Deals gemacht haben. Diese kontraproduktive Polweiter lesen
Jafar Panahi und Doppelmoral Bundesaußenministers
Kommentar anlässlich der Forderung Westerwelles an Iran, den iranischen Regisseur Jafar Panahi unverzüglich freizulassen. Inwiefern die Werte der Menschenrechte und die Forderungen nach Demokratie ein Spielball der Interessenspolitik sind verdeutlicht folgender Vergleich. Herr Guido Westerwelle zur Verhaftung des iranischen Regisseurs Jafar Panahi:„Die Bundesregierung verurteilt die Festnahme vonweiter lesen
Deutschland stellt angeblich Menschenrechte in Mittelpunkt
Kommentar anlässlich der Rede des deutschen Bundesaußenminister Guido Westwelle an der 13. Sitzung des UN-Menschenrechtsrat in Genf. Abrufbar hier. Es ist sehr erfreulich, dass eine wirtschaftsfreundliche Partei wie die FDP sich für die Menschenrechte bei potentiellen Wirtschaftspartnern wie dem Iran einsetzt. Die Frage ist jedoch, ob im Zuge der Auseinandersetzungen über das iranische Atompweiter lesen
"Der Westen muss jetzt Härte zeigen"?
Kommentar anlässlich des Interviews von CDU-Außenpolitiker Philipp Mißfelder mit der Rheinischer Merkur, abrufbar hier. Der außenpolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder, muss Nachhilfeunterricht in iranischer Politik nehmen. Wenn man einem Staat dermaßen Irrationalität vorwirft, wieso dann die Diplomatie? Und wenn der iranische Staat tatsächlich so irrational hweiter lesen
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